Lesesonntag im Februar

Februar 21, 2021 at 11:55 (Aktionen)

Es ist schon wieder einige Monate her, dass ich bei Konstanzes Lesesonntag dabei war, dabei hätte es auch im letzten Monat schon geklappt. Ich habe das Datum nur verpasst. Insofern habe ich mir die dritten Sonntage für dieses Jahr nun in den Handykalender eingespeichert, mal schauen, ob es so eher mal klappt.

Ich habe einen richtig guten Lesemonat, bedingt durch den ein oder anderen Home Office-Tag oder Tage auf Abruf. Momentan lese ich sehr intensiv „Jenseits der Niemandsländer“, den letzten Band der Sumpfloch-Saga. Da die Autorin an einer neuen Reihe schreibt, die etwa ein halbes Jahr nach diesen Geschehnissen einsetzt, werde ich gerade passend fertig (notfalls hätte ich noch „Taim ~ Der Weg des Weißen Tigers“ und den zweiten Aschenkindel-Teil zur Überbrückung). In den letzten Tagen bin ich schon sehr gut vorangekommen, ich habe fast Seite 400 erreicht und guter Dinge, dass ich das Buch heute beende. Im Prinzip habe ich das Finale schon hinter mir gelassen, aber es gibt noch lose Enden und Figuren, die noch nicht wieder zueinander gefunden haben, und dieser Abschluss nimmt einigen Raum in Anspruch.

Wir haben gerade mit Rührei und Brötchen gefrühstückt und werden uns dann so langsam auf den Weg nach draußen machen, um einen Walderkundungsgang zu starten. Gestern haben wir noch vereinzelte Schneereste und viel Wasser in den Bächlein gefunden.

14:15

Bis wir dann wirklich das Haus verlassen haben, dauerte es natürlich noch, aber draußen war es dann sehr schön. Ich bin sehr froh, dass wir so phantastischen Schnee hatten in den letzten Wochen, aber die ersten frühlingshaften Tage mit strahlend blauem Himmel genieße ich nun auch. Wieder zu Hause haben wir Mittag gegessen. Ich werde jetzt eine kurze Runde in „Midnight Castle“ drehen und dann weiterlesen; zwischendurch habe ich es bis auf Seite 420 geschafft. Ich bin gerade mit einer Gruppe in den Niemandsländern unterwegs. Wir sind auf unsicheren Pfaden gegangen und machen nun eine Pause in der Zeiten-Bibliothek – „über ihr raschelten die Blätter des Bücherwaldes und tief unter ihrem Körper vernahm sie das Rumoren des Bücherwirkens“.

20:30

Ich habe mein Buch beendet! Damit habe ich meinen Lesewunsch für heute geschafft und insgesamt gut 5000 Seiten Sumpfloch-Saga hinter mir gelassen. Es hat Spaß gemacht, die Entwicklung der Figuren und der Welt mit ihren vielen kleinen kuriosen Einfällen mitzuverfolgen, und ich werde bestimmt irgendwann die ersten ein oder zwei Bände noch einmal lesen, um mich daran zu erinnern, womit alles angefangen hat (das geht mir oft so, wenn es mir doch einmal gelingt, eine längere Reihe abzuschließen).

Für heute habe ich nun genug gelesen, glaube ich, und werde mir noch ein wenig die Zeit am Computer vertreiben. Heute Nachmittag gab es übrigens auch Kuchen (Joghurt + Zitrone), den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Ich werde heute wohl nicht mehr aktualisieren, aber jetzt noch einmal eine Runde zu den Mitlesern drehen. Bis zum nächsten Mal 🙂

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Lieblingsbücher 2020

Januar 2, 2021 at 20:51 (Lieblingsbücher)

Ich habe 2020 relativ wenige Bücher beendet, aber seit einigen Monaten geht es wieder aufwärts. Trotzdem kommen die meisten bei 3 bis 4 Sternen heraus, wobei ich dazu neige, die mit 3 oder weniger danach auszusortieren. Auf die folgende Liste kommen nur Bücher, denen ich mehr als 4 Sterne gegeben habe. Das sind 2020 nicht so viele, was aber wohl daran liegt, dass ich bei Büchern, die mir wirklich gut gefallen haben, trotzdem nur zu 4 Sternen greife, wenn sie sich nicht durch etwas Besonderes positiv abheben,

Lisa Brenk: Gekoffert und verschleppt

Christelle Dabos: Das Gedächtnis von Babel

Zack Davisson: Kaibyō: The Supernatural Cats of Japan

Rebecca Green: How To Make Friends With A Ghost

Kate Milford: Ghosts of Greenglass House

Evelyn Waugh: Scoop

Chinas Geschichte im Comic 1

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[Neuzugänge] September

November 16, 2020 at 14:29 (gekauft)

Konstanze hat sich gewünscht, dass ich mal wieder einen Neuzugänge-Beitrag schreibe, also gibt es heute einen. September und Oktober sind traditionell reich an neuen Büchern, und der September diesen Jahres bildet keine Ausnahme.

September war der Monat, in dem ich mich mit ein bisschen Sehnsuchtslektüre vom Sommer verabschiedet und mich parallel mit Dark Academia dem Herbst zugewandt habe. Es war der Monat, in dem ich die jüngste Star Wars-Trilogie nachgeholt habe und der Monat, in dem ich nach langer Pause wieder zu Sarah J. Maas gegriffen habe. Dazwischen verstecken sich ein paar Krimis und ein paar Neuerscheinungen. Auf dem ersten Bild finden sich einige Bücher, die nicht auf dem SuB landen, aber trotzdem zeigenswert sind.

Autumn: A Folio Anthology

Ein Teil meiner Büchergilden-Quartalsbestellung. Sehr teuer und sehr schmal, aber hübsch. Herbstgedichte und kurze Texte mit passenden kleinen Illustrationen. Am Anfang steht „Rich Days“ von W.H. Davies, am Ende ein Haiku von Matsuo Bashō.

Downton Abbey Teatime

Ich besitze sehr viele Koch- und Backbücher – einige, um tatsächlich Rezepte daraus zuzubereiten, andere, um sie anzuschauen. Das große Downton Abbey-Kochbuch besitze ich nicht – es soll wohl ausführlicher und größer sein als die Teatime, aber da für mich bei den Teatime-Rezepte vermutlich die Trefferquote höher ist, habe ich lieber das gekauft. 60 Rezepte sind drin, in vier Kapiteln (Gebäck & Kekse, Kuchen, Tartes & Puddings, Teesandwiches & Herzhafte Häppchen, Eingemachtes & Aufstriche).

Gris Grimly’s Tales from the Brothers Grimm

Das Buch habe ich ausschließlich aufgrund der Illustrationen von Gris Grimly erworben, Grimms Märchen lese ich nämlich lieber auf Deutsch. Gut gefällt mir trotzdem die Auswahl, in der nicht nur die bekanntesten Märchen sind, sondern auch andere wie „The Wedding of Mrs. Fox“, „The White Snake“, „The Mouse, the Bird, and the Sausage“ und „The Girl Without Hands“.

Torben Kuhlmann: Einstein ~ Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit

Ich fand schon die vorigen Mäuse-Abenteuer über Lindbergh, Armstrong und Edison sehr gelungen. Klar, dass auch Einstein hier einziehen musste.

Malin Neumann: Trolle, Wichtel, Pixies und Waldwesen aus aller Welt

Ein wunderschön illustriertes Buch aus dem Bohem Verlag, das „von Wesen, die in Wäldern wohnen“, erzählt, und „in kurzen Legenden durch Wälder der Erde“ führt. So geht es unter anderem um die Yoshinbo aus dem Regenwald oder den schottischen Ghillie Dhu. Mehr Bild als Text.

Reise durch Neuengland im Osten der USA

Ein Bildband mit über 170 Fotographien, die die Staaten Neuenglands zeigen – es gibt natürlich auch viele schöne Herbstbilder. Es gibt aber auch informative Texte, zum Beispiel über Schriftsteller, die Siedlungsgeschichte, kulinarische Spezialitäten und Nationalparks.

M.L. Rio: If we were Villains

Soll ja die Leser von Donna Tartts „A Secret History“ ansprechen, aber nicht so komplex sein. Mal sehen, ob dieses Buch mich trotzdem gut unterhalten kann. Es geht um Schauspielstudenten, um eine Leiche im See und um viel Shakespeare.

A.S. Byatt: Possession

Ich mochte den Schreibstil in der Leseprobe. Das Buch beginnt in einer Bibliothek und mit einem Buch. „It is the tale of a pair of young scholars investigating the lives of two Victorian poets. Following a trail of letters, journals and poems they uncover a web of passion, deceit and tragedy, and their quest becomes a battle against time.“

E. Lockhart: the disreputable history of Frankie Laundau-Banks

„The hilarious and razor-sharp story of how one girl went from geek to patriarchy-smashing criminal mastermind in two short years.“ Auch hier geht es um einen geheimen Club an einem Internat, auf den die begabte Frankie aufmerksam wird.

Anita Frank: Lost Ones

„Some Houses are never at peace.“ Eine Geistergeschichte, die 1917 in England spielt.

Leigh Bardugo: Ninth House

Das war überall viel zu sehen. Es geht um die Außenseiterin Alex Stern, Studentenverbindungen auf dem Campus von Yale und Magie, „a tale of power, privilege, dark magic, and murder set among the Ivy League elite.“

Julia Buckley: A Dark and Stormy Murder / Death in a Budapest Butterfly

Ich war auf das hübsche Cover von „Death of a Wandering Wolf“ gestoßen. Ab und an entdecke ich gerne eine neue Cozy Mystery-Reihe und so habe ich mir zwei erste Bände von der Autorin bestellt. „Death in a Budapest Butterfly“ ist der Vorgänger von „Death of a Wandering Wolf“ und Band 1 der Hungarian Tea House Mysteries. „A Dark and Stormy Murder“ ist der erste Band der Writers Apprentice Mysteries – darin bin ich auch schon recht weit gekommen und bisher recht angetan.

Jessica Fellows: The Mitford Murders

Ich habe diese Reihe lange immer wieder auf meiner Wunschliste hin- und hergeschoben, Gutes und Schlechtes darüber gehört und jetzt dann doch nachgegeben, um mir eine eigene Meinung zu bilden. „A new series of mysteries set amid the lives of the glamorous Mitford sisters“.

Maureen Johnson: Truly Devious / The Vanishing Stair

„Look! A Riddle! Time for fun! Should we use a rope or gun?“ Ich mag Maureen Johnsons Charaktere, jedenfalls ist mir dieser Aspekt der Shades of London-Reihe am besten im Gedächtnis geblieben. Zu „Truly Devious“ habe ich jetzt gegriffen, weil ich Lust auf Murder-Mystery-Geschichte an Privatschulen hatte, hier an der Ellingham Academy in Vermont.

Gunnar Kunz: Schwarzer Donnerstag

Ein weiterer Band in der Krimireihe, die in der Weimarer Republik spielt. In diesem Band ist bereits das Jahr 1929. Interessant finde ich an der Reihe die Protagonisten, einen Philosophieprofessor und eine Physikerin.

Into the London Fog ~ Eerie Tales from the Weird City

Ein neuer Band der British Library Tales of the Weird, bei der es sich immer mal lohnt, nach originellen Themen Ausschau zu halten. Es gibt in dieser Anthologie mehrere Autoren, die mir nichts sagen, andere wie Arthur Machen oder Edith Nesbit sind mir bekannt – auf den ersten Blick scheint es eine schöne Mischung zu sein.

Christine Lynn Herman: The Deck of Omens

Ich bin noch nicht fertig mit „The Devouring Gray“, aber bisher mag ich es, also muss die Fortsetzung her.

Sylvia Townsend Warner: Of Cats and Elfins

„Short Tales and Fantasies“ sind hier gesammelt. Das Buch ist ein Companion zu „Kingdoms of Elfin“ und beinhaltet vier Elfin-Stories, einen Essay, „her very odd tale of an Edwardian dryas“ und die 17 Kurzgeschichten des „The Cat Cradle’s Book“.

Cassandra Yorke: Mary, Everything

„A Tale of best friends and romance, sorcery and survival, at the dawn of the Roaring 20s.“ Ich glaube, Handlungsstränge in den Jahren 1921 und 2004 sind ineinander verwoben.

Beth Kempton: Wabi Sabi / Héctor García/Francesc Miralles: Ikigai

„Japanese Wisdom for a Perfectly Imperfect Life“ und „The Japanese Secret to a Long and Happy Life“. Ich habe mich von einer Kollegin verleiten lassen. Hoffe, die beiden Bücher sind eher kulturell interessant und lesen sich nicht so schrecklich nach Ratgeberliteratur. Immerhin ist die Gestaltung sehr gelungen.

Julie Caplin: The Little Café in Copenhagen / The Northern Lights Lodge

Mit dem Kopenhagen-Buch habe ich schon angefangen, da geht es um Kate Sinclair, die den „Danish Way“, kennenlernen will, also das Trendthema Hygge. Das andere Buch spielt in Island. Ich hoffe, dass es neben den Romantikplots, die recht unoriginell zu sein scheinen, schöne Einblicke in die Länder gibt. Den ersten Mure-Band von Jenny Colgan fand ich da ziemlich schön – ich habe aber jetzt schon den Verdacht, dass Julie Caplin da nicht ganz mithalten kann, schon weil „The Little Café in Copenhagen“ mich sprachlich nicht überzeugt.

Andreas Rauscher: Star Wars

Ein bisschen ergänzende Lektüre zu den Filmen aus der Reclam 100 Seiten-Reihe. Ich habe die erste Hälfte schon gelesen und da bei mir die meisten Star Wars-Filme schon sehr lange her sind, sind viele Informationen für mich neu. Bisher ging es um George Lucas, um Einflüsse auf die Filme, um die erste Trilogie und um die Heldenreise.

City Planning ~ A Very Short Introduction / Silent Film ~ A Very Short Introduction

Die Very Short Introductions der Oxford University Press finde ich grundsätzlich hochwertiger als die ähnlich gelagerte Reclam 100 Seiten-Reihe. Sie haben eher 130 Seiten, auf denen sich auch mehr Text befindet, außerdem sind sie etwas näher an der Wissenschaft. „City Planning“ und „Silent Film“ sind Neuerscheinungen, die mich interessieren.

Philip Pullman: Serpentine

Ein sehr kleines Büchlein mit einer neuen Geschichte aus der Dark Materials-Welt. Da ich „Once Upon A Time in the North“ und „Lyra’s Oxford“ schon sehr mochte, musste ich auch „Serpentine“ haben, auch wenn sich auf den knapp 70 Seiten wirklich ziemlich wenig Text befindet.

Anna James: Pages & Co ~ Tilly and the Map of Stories

Dritter Teil der Pages & Co-Reihe, von der ich gar nicht weiß, ob sie nach drei Bänden eigentlich abgeschlossen ist. Den Klappentext habe ich wie so oft bei Fortsetzungen nicht gelesen.

Benjamin Read/Laura Trinder: The Midnight Howl

Fortsetzung von „The Midnight Hour“. Auch hier habe ich den Klappentext nicht gelesen.

Frank Herbert: Der Gottkaiser des Wüstenplaneten / Die Ketzer des Wüstenplaneten / Die Ordensburg des Wüstenplaneten

Beim Star Wars-Schauen habe ich auch Lust bekommen, die Dune-Reihe weiterzulesen – im zweiten Band derzeit. Dadurch habe ich festgestellt, dass aufgrund der kommenden Verfilmung die Bücher gerade neu erscheinen, natürlich für nun 15 statt 10 Euro, und außerdem gefallen sie mir nicht so gut wie die älteren Ausgaben. Ich habe also die Reihe in meinem Regal noch schnell vervollständigt.

Sarah J. Maas: Erbin des Feuers / Kriegerin im Schatten / Crescent City ~ Wenn das Dunkel erwacht

Nach langer Zeit, in der das Buch im Regal stand und mich mit seinem Klappentext abschreckte, habe ich nun doch den ersten Throne of Glass-Band gelesen. Das hier sind die Bände 2 und 3. „Crescent City“ habe ich auf Deutsch kurz nach Erscheinen gekauft und hat ein etwas urbaneres Setting – wie so viele konnte ich dem Buchschnitt der ersten Auflage nicht widerstehen.

Alexandra Fischer-Hunold: Eine Leiche zum Tee ~ Mord in der Bibliothek

Zweiter Band einer Reihe von Krimis für jüngere Leser mit Agatha Christie-Flair. Ich finde den ersten Band nicht herausragend, aber nett zu lesen, und möchte gerne wissen, wie es Amy und ihrer Tante weiterhin in Ashford-on-Sea ergeht.

Thomas Hardy: Two on a Tower / Evelyn Waugh: A Handful of Dust / Jane Austen: Sanditon

Ich habe mir noch ein paar Bände der Penguin English Library zugelegt, die nicht nur gut aussehen, sondern sich auch gut lesen lassen (man kann sie schön weit öffnen, ohne sich um den Einband sorgen zu müssen).

John Fowles: The Magus

Diesmal ein Vertreter der Vintage Classics. „A young Englishman, Nicholas Urfe, accepts a teaching position on a Greek island where his friendship with the owner of the islands most magnificent estate leads him into a nightmare. As reality and fantasy are deliberately confused by staged deaths, sensual encounters, and terrifying violence, Urfe becomes a desperate man fighting for his sanity and his life.“

Consuelo Vanderbilt Balsan: The Glitter and the Gold

„The American Duchess – in her own words“. Eine Autobiographie und ein Portrait von England zum Ende des 19. und zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

F. Scott Fitzgerald: The Beautiful and Damned

Offen gestanden finde ich die Ausgabe so wundervoll, dass ich den Bänden, die ich bereits besitze, einfach noch einen hinzufügen musste. Es handelt sich um Fitzgeralds zweiten Roman. „Fitzgerald skilfully portrays the east-coast elite as the Jazz Age begins its ascent, engulfing all classes into what will soon be known as Cafe Society.“

Muriel Spark: The Prime of Miss Jean Brodie / The Girls of Slender Means / The Dtiver’s Seat / The Only Problem

Ich liebe ja diese Ausgaben der Everyman’s Library. Ich wollte hauptsächlich „The Prime of Miss Jean Brodie“ lesen, aber die Sammlung mehrerer Texte wird sich hoffentlich lohnen.

George Orwell: Essays

Noch ein Band der Everyman’s Library und mit 1400 Seiten einschüchternd umfangreich. Die Essays sind nach Jahreszahlen geordnet, beginnend mit 1928, endend mit 1949.

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[Herbstlesen im Oktober 2020] Wochenende 4

Oktober 24, 2020 at 14:55 (gelesen)

Heute steige ich ein bisschen später ein, weil sich jetzt erst die Zeit findet. Ich habe auch erst ein paar Seiten gelesen – in Sophie Andersons „The House With Chicken Legs“. Passend dazu – sie ist daran interessiert, seit sie die Illustrationen in dem Buch mit mir zusammen angeschaut hat – wollen meine Tochter und ich heute Abend gerne ein Baba Yaga-Märchen lesen, mal sehen, ob das klappt.

Heute Vormittag haben wir zusammen ein bisschen ausgemalt, jeder in seinem Malbuch 😉 Ansonsten spiele ich momentan auch wieder ein bisschen mehr am PC (es steht ein neues Sims-Addon an, da spiele ich seltsamerweise häufig vor Erscheinen besonders viel).

„Talus“ habe ich diese Woche beendet. Das Setting finde ich immer noch sehr schön, aber mir ist immer stärker aufgefallen, dass die Figuren recht schwach sind. Ich habe immer wieder das Konzept dahinter bemerkt, das, was die Autorin mit einer Szene wollte. So wurden die Figuren nicht recht lebendig für mich, und ich fand sie auch nicht immer konsistent. Trotzdem würde ich in die Fortsetzung wohl reinschauen, ist ja gut möglich, dass diese sich steigert.

Mit etwas Glück gibt es nachher ein Kuchenbild, aber ich will lieber noch nichts versprechen…

20:30

Ich bin heute wirklich etwas lesefaul, fürchte ich. Viel weiter als ein Kapitelchen in „The House With Chicken Legs“ bin ich immer noch nicht gekommen. Aber wir haben unser Märchen gelesen – „Baba Jaga und Wassilissa die Wunderschöne“ aus dem großen Märchenbuch mit den großartigen Illustrationen von Tatjana Hauptmann.

Kuchen gab es dann auch noch – mein Mann hat seinen Apple Pie gemacht und wir hatten sogar Vanilleeis, um das noch zu toppen. Eine kurze Animal Crossing-Runde und eine etwas längere Sims-Runde (bis zum Heranwachsen der Zwillinge in meiner lateinamerikanischen Vampirfamilie). So ging der Tag dann recht schnell herum, aber ich werde mir auf jeden Fall noch ein Buch mit in die Badewanne nehmen und morgen berichten, was ich heute noch gelesen habe.

Sonntag, 12:30

Im Moment lese ich gerade mal wieder „Lebendige Schatten“ weiter, den zweiten Band von Cornelia Funkes Reckless-Reihe. Seit der Überarbeitung habe ich meinen Frieden mit dem ersten Band geschlossen und mag auch den zweiten sehr gerne. Gerade begleite ich Fuchs und Jacob auf der Suche nach dem Kopf von Guismund, dem Hexenschlächter – ich möchte nämlich in der Reihe noch ein Stückchen weiterkommen, bis mich „Auf silberner Fährte“ erreicht, der vierte Band. Eigentlich wäre ich gerne ein bisschen mehr in Halloween-Lesestimmung – nächstes Jahr muss ich mir unbedingt wieder einen passenden Lesestapel erstellen!

Sims habe ich auch weiter gespielt (diesmal mit einer anderen Vampirfamilie – der Familienvater ist in der Verbrecherkarriere und bessert sich sein Einkommen nun mit Aufträgen für die Erste Ordnung auf – ab und zu bringt er Töchterchen Carmilla aber auch mal einen Plüsch-Ewok mit).

19:45

Ich habe sowohl in „Lebendige Schatten“ (ich liebe diese ganzen Zauberdinge und die verfremdeten europäischen Länder) als auch in „The House With Chicken Legs“ (ich mag, wie das Haus eine Art Charakter für sich ist, dabei muss ich irgendwie an Diana Wynne Jones denken – und das ist immer gut) ein bisschen weitergelesen und komme langsam wirklich in Märchenstimmung *lach* Wir haben auch noch zwei weitere Märchen mit Baba Yaga in meinem Märchenbuchfundus entdeckt und vorgelesen (alle nur so semi-kindgerecht, fürchte ich, aber das ließ sich dann auch nicht mehr ändern).

Oh, und weil ich einmal so schön dabei war mit den Märchen, habe ich sogar in der Badewanne eine Kurzgeschichte aus der inzwischen schon einige Jahre alten Drachenmond-Anthologie „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“ gelesen, in der ich inzwischen bei etwa zwei gelesenen Dritteln angelangt bin.

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[Herbstlesen im Oktober 2020] Wochenende 3

Oktober 17, 2020 at 11:27 (gelesen)

Guten Morgen zum dritten Herbstlesen-Wochenende bei Konstanze. Ich habe den Morgen mit Computerspielen verbracht, nachdem ich gestern endlich Anno 1800 und Civilization 6 gekauft habe. Ich finde es unendlich nervig, inzwischen für jedes Spiel irgendeinen Account haben zu müssen, aber nachdem ich bei diesen beiden Spielen doch lange gewartet habe, musste es nun eben mal sein.

Gelesen habe ich gestern Abend vor allem in „Talus“ von Liza Grimm, das in Edinburgh spielt und in dem es um Hexen verschiedener Art und ein mächtiges Artefakt geht. Ein bisschen hält auch noch die High Fantasy-Laune an, weshalb auch „Mistborn“ von Brandon Sanderson und „Der Abschiedsstein“ von Tad Williams auf dem Lesestapel liegen.

Gegen 13 Uhr wird mich dann meine Mutter abholen – ich habe ihr zum Geburtstag einen Waldbaden-Kurs geschenkt, den wir heute zusammen machen werden. Anschließend machen wir ein Picknick und wenn ich wieder zu Hause bin, wird auch meine Tochter von der anderen Oma wieder zurück sein. Der Nachmittag ist also erstmal gut verplant 😉

17:30

Wir sind zurück vom Waldbaden und es war schön, das einmal mitzumachen. Ich habe einige Ideen mitgenommen, was ich mal alleine oder mit meiner Tochter ausprobieren könnte. Wir hatten auch sehr viel Glück mit dem Wetter – alles war feucht vom Regen der letzten Tage (was ich mag), aber heute blieb es trocken und zwischendurch kam sogar die Sonne heraus.

Danach sind wir zurückgefahren, um Kuchen zu essen und Hagebuttentee zu trinken – wir haben uns dann doch dagegen entschieden, noch zu picknicken und uns lieber wieder aufgewärmt. Jetzt melde ich mich kurz hier etwas früher als gedacht, denn ich habe noch ein kleines Zeitfenster, bevor die anderen wiederkommen. Ich bin gespannt, ob ich heute Abend lesen oder spielen werde…

22:00

Natürlich habe ich mich von Civilization 6 doch noch mächtig ablenken lassen… Ich probiere es gerade mit der japanischen Zivilisation und damit klappt es bisher am besten. Es gibt eine sehr gute sechsteilige Tutorial-Reihe bei Youtube, in der ich schon ungefähr die Hälfte geschaut habe. Das hat sich auf jeden Fall ausgezahlt.

Die paar Seiten, die ich gelesen habe, will ich aber nicht verschweigen 😉 Nach dem Waldbaden heute habe ich mich zwischendurch ein wenig in Beth Kemptons „Wabi Sabi“ mit dem Untertitel „Japanese Wisdom for A Perfectly Imperfect Life“ vertieft, ein wirklich sehr schön gestaltetes kleines Büchlein, von dem mir meine Kollegin erzählt hat. Ich stecke noch ziemlich am Anfang – genaugenommen jetzt am Beginn von Kapitel 2 („Simplifying + Beautifying“), aber ich hoffe, dass es sich eher als Buch über die japanische Kultur denn als Selbsthilferatgeber lesen lässt 😉 Shinrin-yoku, also Waldbaden, kommt jedenfalls auch irgendwo darin vor.

Da ich das Spiel jetzt erfolgreich ausgemacht habe, werde ich mich noch ein Stündchen mit wahlweise „Wabi Sabi“, „Talus“ oder „Der Abschiedsstein“ zurückziehen und melde mich dann morgen wieder.

Sonntag, 11:30

Ich glaube, mein Mädchen hat heute einen Mamatag – mal sehen, wie es trotzdem dem Lesen klappt 😉 Nach ein paar Tagen bei ihrer Oma wollte sie heute unbedingt mit mir das „Inselspiel“ machen (wir haben also zusammen einen kurzen Abstecher zu „Animal Crossing“ gemacht), außerdem wollte sie Mildred, die lausige Hexe, spielen – sie übernimmt seltsamerweise gerne die Rolle von Frau Harschmann. Ich übernehme den Part einer Lehrerin, die ich mir für diese Zwecke ausgedacht habe und die Fräulein Salbei heißt *lach* Gerade möchte sie an mir ihren Arztkoffer ausprobieren, aber ich konnte sie einige Minuten vertrösten 😉

Gestern Abend und heute morgen habe ich „Talus“ weitergelesen. Ich freue mich, dass es doch geklappt hat, dass ich mich an einem Buch ein wenig festgelesen habe. Ich habe inzwischen fast die Hälfte gelesen. So langsam kommen die Handlungsstränge der einzelnen Personen zusammen – Erin, die lieber Geistertouren veranstalten als studieren möchte, Lu, die keine Gebräuhexe mehr sein möchte, Kaito, der begabte Kartenleger und Noah, der Schattenleser. Auch das Artefakt, der Würfel Talus, scheint aufgetaucht zu sein.

Wir werden gleich einen Spaziergang machen, ich melde mich dann vermutlich während der Mittagsruhe oder abends wieder 🙂

17:15

Draußen war es heute ganz schön kalt, weshalb wir den Spaziergang nicht allzu lange ausgedehnt haben. Wir waren wieder auf dem Friedhof unterwegs und haben ein paar der Übungen zusammen ausprobiert, die ich gestern vom Waldbaden mitgenommen habe.

Zu Hause gab es dann erstmal Kekse und heißen Kakao (inzwischen haben wir es aber auch geschafft, Mittag zu essen – unsere Mahlzeiten sind tendentiell etwas durcheinander, je nachdem, wie es für uns passt). Ich habe weiter in „Talus“ gelesen und habe jetzt fast 200 Seiten erreicht – gar nicht schlecht für mich. Ich habe die Unterwelt von Edinburgh, in der die Hexen sich normalerweise aufhalten, ein bisschen kennengelernt. Da gibt es ein paar schöne Ideen. Gerade zieht es mich aber schon wieder zu einem anderen Buch – vielleicht wieder zu „Throne of Glass“, nachdem ich gerade wieder gelesen habe, wie gut sich die Reihe eignet, die Entwicklung einer Autorin mitzuverfolgen, weil die ersten beiden Bände sehr merklich hinter den späteren zurückbleiben sollen.

Heute bin ich aber an der Reihe, unserer Tochter abends vorzulesen (sie ist jetzt in der Badewanne, nachdem wir beide ein bisschen in unseren Malbüchern ausgemalt haben), deshalb melde ich mich wahrscheinlich erst später am Abend wieder.

21:45

Ich habe ein bisschen weitergelesen, sowohl in „Talus“ als auch in „Throne of Glass“, aber sonst gibt es nicht mehr viel zu erzählen. Ich werde jetzt noch ein paar Seiten schmökern, aber dann ruft leider schon das Bett mit Blick auf das frühe Weckerklingeln morgen… Ich hatte ein schönes Wochenende und genieße es immer noch sehr, nichts lernen zu müssen 😉

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[Herbstlesen im Oktober 2020] Wochenende 2

Oktober 10, 2020 at 11:39 (gelesen)

Guten Morgen zum zweiten Herbstlesen-Wochenende bei Konstanze. Wir haben heute nichts Besonderes vor und können uns noch nicht so richtig zum Rausgehen aufraffen.. Das Wetter ist hübsch windig und regnerisch. Dafür habe ich mit meiner Tochter ein neues Playmobil-Set ausgepackt, das gut zum Oktober passt (es gibt einen riesigen Hexenkessel, eine blaue Kröte und dergleichen mehr).

Eigentlich habe ich immer mit viel Freude gruselige Geschichten für Halloween herausgesucht – vielleicht sollte ich das in diesem Jahr noch machen. Bisher habe ich nämlich gar nichts thematisch Passendes gelesen. Im Laufe der Woche hatte ich zur Abwechslung wieder Lust auf Mystery Thriller und habe „The White Road“ aus der Charlie-Parker-Reihe von John Connolly und „Cult“ aus der Pendergast-Reihe von Preston & Child begonnen. Seit gestern Abend bin ich wieder in gemütlicherer Leselaune und habe ein neues Kinderbuch begonnen: „Brombeerfuchs“ von Kathrin Tordasi, das in Wales spielt und mit Feenmythen zu tun hat.

Jetzt gehen wir erstmal spazieren, ich melde mich dann später wieder.

15:30

Wir haben uns dann doch noch nach draußen getraut – jedenfalls meine Tochter und ich, während mein Mann Gulasch zubereitet hat. Wir waren mal Füchse, mal Anne (aus dem Magischen Baumhaus) und Mortimer (aus den Mäusegeschichten, die ich ihr manchmal erzähle), haben Zapfen und bunte Blätter gesammelt, auf einer Bank gemeinsam in ihrem Malbuch gemalt und auf dem Friedhof die schönsten Namen auf den Grabsteinen gesucht und Verstecken gespielt.

Nach dem Mittagessen habe ich ein paar Seiten weiter in „Brombeerfuchs“ gelesen. Inzwischen sind geheimnisvolle Wesen aufgetaucht, darunter ein kleiner Amselmann, und Portia hat eine Tür geöffnet, die, glaube ich, nicht geöffnet werden durfte.

19:45

Neben kleinen Abstechern zu „Der Earl von Gaudibert gegen die Mächte der Finsternis ~ Der Fluch des Vincent St. John-Smythe“ (ein Badewannenkapitel) und „Das Lächeln der Mondfee“ (ich habe „Das allerwinzigste Elfenmädchen“ vorgelesen) bin ich auch in „Brombeerfuchs“ ein Stückchen weitergekommen.

Das Niemandsland, durch das Portia geht, fand ich sehr stimmungsvoll beschrieben – knisterndes Heidekraut, tiefhängende Wolken und grauer Nebel. Ich stehe, denke ich, kurz vor einem Kapitel, in dem es einige Erklärungen geben wird.

Ein bisschen Animal Crossing habe ich heute auch schon gespielt, aber da war wegen des Angelturniers nicht viel los. Da habe ich nur eine Runde mitgemacht, um die Meilen dafür zu bekommen. Die Gegenstände, die man bekommen kann, habe ich alle schon beim ersten Turnier bekommen, insofern ist der Mitmachreiz eher gering.

22:00

Ich habe mich ein bisschen vom Internet ablenken lassen und ein Kapitel in dem wundervoll illustrierten „Das Gesicht im Eis“ gelesen. Ich werde zwar noch ein bisschen wach sein, aber hier erst morgen wieder aktualisieren. Wann, kann ich noch nicht genau sagen, da ich den ganzen Nachmittag mit einer Freundin verbringen werde 🙂

Sonntag, 10:45

Heute morgen habe ich schon zwei herbstliche Anleitungen bei Animal Crossing erhalten (den Laubhaufen – es gab dann eine Diskussion mit meinem Mann über die Unmöglichkeit, aus Unkraut und Zapfen einen Laubhaufen herzustellen – und die Kürbislaterne).

Außerdem haben wir gefrühstückt und ein bisschen Käse von dem Markteinkauf der letzten Woche getestet, wobei wir uns beim Thema Bärlauchkäse kein bisschen einig waren (mir schmeckt er 😉 ).

Gelesen seit dem letzten Update habe ich ein Kapitel in „Talus“ von Liza Grimm (eine Geistertour durch Edinburgh ist ziemlich schiefgegangen) und noch weiter in „Das Gesicht im Eis“. An den Illustrationen von Alexander Uhde in meiner Ausgabe der Edition Phantasia kann ich mich gar nicht sattsehen, und ich mag sogar die Übersetzung. Die Atmosphäre und die Sprache sind wunderbar. Die beiden Zauberer Prosphero und Roger Bacon haben einander wieder getroffen und werden sich jetzt berichten, was geschehen ist.

Ich mache mich jetzt auf den Weg zu meiner Verabredung – vielleicht bringe ich heute Abend ein Bild von leckerem Essen mit 😉

19:45

Diese Aktualisierung kommt etwas später als gedacht, aber ich war auch schon in der Badewanne und habe meiner Tochter zum Einschlafen vorgelesen. Jetzt schläft sie und ich werde die nächsten zwei Stündchen noch mit Lesen und Animal Crossing verbringen.

Wir hatten einen sehr gemütlichen Nachmittag und haben uns während unserer etwa sechs Stunden im Café einmal quer durch die Speisekarte gefuttert. Neben einem Salted Caramel Cheesecake und einer Waffel mit Vanilleeis und Sahne habe ich anstelle eines Mittagessens ein zweites Frühstück genossen – All Day Breakfast ist definitiv einer der Pluspunkte dieses Cafés 🙂 Aus einer großen Frühstücksauswahl habe ich mich für frischgepressten Orangensaft, das Käsefrühstück und Rührei entschieden. Nebenbei haben wir uns über unsere Schreibprojekte ausgetauscht.

22:00

So richtig viel war es mit dem Lesen dann heute alles in allem nicht, aber ich hatte trotzdem ein schönes Wochenende. Ein Stückchen weitergekommen bin ich noch im „Brombeerfuchs“, in dem es einen Kampf im Nebel und ein paar erste Erklärungen gab. Heute unterwegs im ÖPNV habe ich, ein bisschen angefixt von Anette, einige Seiten in Tad Williams‘ „Der Abschiedsstein“ gelesen. Ich stehe immer noch ziemlich am Anfang der Osten Ard-Reihe. Und zum heutigen Ausklang nehme ich mir noch kurz den zweiten Band von „Throne of Glass“ vor, bevor ich dann demnächst das Licht lösche. Ich hätte heute gerne noch etwas mehr Zeit bei den Mitleserinnen verbracht, aber das muss ich wohl an den nächsten Tagen nachholen.

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[Herbstlesen im Oktober 2020] Wochenende 1

Oktober 3, 2020 at 10:00 (gelesen)

Es ist wieder Zeit für das traditionelle Herbstlesen bei Konstanze. Und wie schon hin und wieder in den letzten Jahren werde ich am ersten Tag des Herbstlesens jedenfalls tagsüber wenig Zeit zum Lesen haben, weil mein Mann seinen Geburtstag feiert. Ich melde mich deshalb jetzt vorab, werde später dann ein Kuchenbild mit euch teilen und heute Abend dann auch noch ein bisschen lesen.

Momentan bin ich beim ersten Band von „Throne of Glass„, den vermutlich jeder, der Interesse daran hatte, schon vor Jahren gelesen hat. Der liegt schon seit längerem bei mir herum, klingt aber Klappentext sei dank so unoriginell, dass ich mich nie zum Lesen motivieren konnte. Vor kurzem habe ich aber „Crescent City“, das neue Buch von Sarah J. Maas, erworben (die hübsche deutsche Ausgabe mit dem farbigen Buchschnitt in der ersten Auflage), und weil das zum Unterwegslesen vollkommen ungeeignet ist, habe ich dann für Bus und Bahn spontan zu „Throne of Glass“ gegriffen. Es liest sich gut und ich mag wie so oft bei der Autorin das Worldbuilding (vor allem das Geheimnis um die Wyrdzeichen und die Wyrdtore), die Protagonistin aber nicht besonders (die leider übliche vorlaute Superassassinin-Mary Sue). Der Romantikanteil ist ziemlich unoriginell. Man merkt schon, dass es Sarah J. Maas‘ erstes Buch war, aber die Reihe soll sich in den Folgebänden deutlich steigern 🙂 Mir fehlen noch etwa 100 Seiten.

Heute morgen habe ich schon ein paar Minuten auf meiner Insel bei Animal Crossing verbracht – Halloween-Updates sind immer sehr geeignet dafür, mich zum Spielen zu motivieren 😉 Ich warte schon gespannt darauf, dass meine am 1. Oktober gepflanzten Kürbisse wachsen. Drei Kürbisanleitungen habe ich auch schon bekommen. Außerdem habe ich heute mit Maria eine neue Bewohnerin bekommen.

19:00

Ich habe wohl etwas zu viel versprochen – ich habe weder ein schönes Kuchenbild gemacht (es waren einfach zu viele Leute dafür da) noch werde ich heute Abend viel lesen. Aber: es gab Pound Cake mit getrockneten Cranberries und Haselnuss-Ricotta-Kuchen. Und heute Abend werden wir stattdessen „Rogue One“ schauen – mit der jüngsten Star Wars-Trilogie sind wir ja inzwischen fertig; „Rogue One“ hatte sich mein Mann auf DVD gewünscht und nun wünscht er sich, dass wir ihn heute noch zusammen anschauen 🙂

Ein paar Seiten habe ich mir im Laufe des Tages gestohlen, zuerst in einem Cozy Mystery, weil mir vor kurzem mal wieder nach dem Genre war. Ich habe daraufhin zwei Bücher von Julia Buckley bestellt und mit „A Dark and Stormy Murder“ begonnen, das mir bisher ganz gut gefällt. Die Protagonistin ergattert einen Job als Assistentin ihrer Lieblingsschriftstellerin und zieht dafür in die Kleinstadt Blue Lake. In den letzten Tagen habe ich knapp die Hälfte gelesen und finde, dass es ganz gut in die Jahreszeit passt. In „Throne of Glass“ fehlen mir nun noch etwa 70 Seiten und der Plot um den Wettbewerb (der mich weniger interessiert als die Wyrdzeichen) nähert sich dem Höhepunkt. Ich vermute, dass sich dieser Band letztlich wie eine Exposition zu der ganzen Reihe darstellen wird.

So sieht übrigens mein Kürbisfeld in Animal Crossing gerade aus. Morgen sollte ich ernten können, hoffentlich auch einige in Weiß, Gelb und Grün. Wie man sieht, habe ich mich auch schon an den neuen Haut- und Augenfarben bedient 😉

Sonntag, 10:45

Guten Morgen allen Mitlesenden 🙂 Ich war heute an der Reihe, mit meiner Tochter aufzustehen. Momentan wacht sie leider ziemlich früh auf, beschäftigt sich dann aber ziemlich lange allein damit, zu basteln und ein Hörspiel zu hören. So bin ich zwar nicht gerade ausgeschlafen, habe heute morgen aber noch vor dem Frühstück den ersten Band von „Throne of Glass“ beendet. Mit dem Finale, den Ausblicken auf die nächsten Bände und dem Schluss bin ich im Großen und Ganzen ziemlich zufrieden. Ich wäre wie so oft ohne Liebesgeschichte ausgekommen, aber ich weiß, dass ich damit in der Minderheit bin.

Gestern Abend haben wir dann doch nur die erste Hälfte von „Rogue One“ geschaut und werden wohl heute Abend den Rest sehen. Hat mich bisher ähnlich gut unterhalten wie die Episoden 7 und 8 (mit 9 war ich ja nicht so glücklich). Ich bringe bloß immer die ganzen Schauspielerinnen durcheinander, weil alle weiblichen Protagonisten die gleichen Gesichtszüge zu haben scheinen.

Dafür habe ich gestern noch ein Kapitel in „Aunt Dimity’s Christmas“ gelesen, dem zweiten Cozy, den ich zurzeit hier angefangen liegen habe. Der passt zwar weniger gut in den Oktober als „A Dark and Stormy Murder“, aber es ist nunmal der Teil der Reihe, der gerade dran ist.

Heute morgen habe ich dann auch endlich meine Kürbisse ernten können. Ich habe alle Farben bekommen und kann damit die hergestellten Gegenstände auch umdekorieren. Eine neue Anleitung habe ich auch bekommen.

Ich werde noch bei einigen von euch vorbeischauen – alle schaffe ich nicht am Stück, weil wir dann gleich zu unserem heutigen Spaziergang aufbrechen werden, aber alle anderen hole ich später nach.

15:30

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist herbstlesen6.jpg.

Wir haben bei strahlendem Herbstsonnenschein einen Bauernmarkt besucht, bei dem es auch Schautiere gab, die unsere Tochter besonders interessiert haben. Anschließend haben wir es uns mit einem Crêpe gemütlich gemacht (meiner war mit Sauerkirschen, Vanillesauce und Nusskrokant und sehr lecker).

Ich habe mich von Konstanze inspirieren lassen und spontan „A Pinch of Magic“ aus dem Regal gezogen. Im Auto habe ich die ersten paar Seiten gelesen, einen richtigen Eindruck habe ich aber noch nicht. Das Cover ist wirklich schön, so viel zu entdecken. Die Autorin kenne ich noch von ihrer „Thirteen Treasures“-Trilogie (nicht, dass ich die fertig gelesen hätte, aber immerhin den ersten Band und ein bisschen 😉 ).

19:30

Wir haben gegessen, gebadet und meine Tochter schläft; ich habe mir eine neue Anleitung (Bambusball) in Animal Crossing abgeholt, mich von Wohnungsanzeigen ablenken lassen und jetzt werden wir „Rogue One“ fertig schauen.

Ich habe ein Kapitel in „A Dark and Stormy Murder“ gelesen und vage überlegt, irgendwann mal einen Beitrag zu meinen Cozy Mystery-Reihen zu schreiben. An diesem Buch gefällt mir, dass die Geschichte um die Schriftstellerin Camilla Graham und ihre Bücher so präsent ist. Der eigentliche Krimiplot, der Mord an einem Bewohner von Blue Lake, drängt sich bis zur Hälfte des Buches gar nicht so sehr in den Vordergrund.

Ich habe aber gemerkt, dass ich gedanklich noch ein wenig in der Welt von Throne of Glass festhänge. Das hat mich selbst ein bisschen überrascht, aber Leseimpulsen gebe ich grundsätzlich nach, wann immer sie sich einstellen, also habe ich schon mal mit der Fortsetzung begonnen (die auf Englisch den eigentlich ganz ansprechenden Titel „Crown of Midnight“ trägt und auf Deutsch wie so oft eher abschreckend „Kriegerin im Schatten“ – und dann wundert man sich, wenn die Leser lieber zu den Originalausgaben flüchten; doofe Cover haben immerhin beide).

21:15

Mein letztes Update für dieses Wochenende. Wir haben „Rogue One“ beendet und ich wurde gut unterhalten. Allerdings würde ich gerne mal einen Film im Star Wars-Universum sehen, der ein anderes Thema hat als Rebellen vs. Imperium. Einen Krimi oder so 🙂

Jetzt werde ich noch in der Star Wars-Enzyklopädie ein bisschen nachschmökern, dann vielleicht noch mal kurz einen Abstecher zu „A Dark and Stormy Murder“ machen – und dann ist auch schon Schlafenszeit. Ich habe eine ziemlich vollgepackte Woche vor mir, allerdings gehören zu den Terminen auch Dinge, auf die ich mich freue.

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Lesesonntag im September

September 20, 2020 at 09:49 (Aktionen)

Lang ist es her – aber pünktlich zum Herbst habe ich mir heute ein bisschen Lesezeit freigeschaufelt und bin endlich wieder bei Konstanzes Lesesonntag dabei 🙂 Ich konnte heute ausschlafen und mehr als ein entspanntes Frühstück haben wir heute noch nicht geschafft. Ein Foto gibt es noch nicht, weil ich noch gar nicht weiß, zu welchem Buch ich greifen werde – es gibt ja doch einige zur Auswahl. Gestern Abend zuletzt gelesen habe ich in „Truly Devious“ von Maureen Johnson. Ich habe im letzten Monat Dark Academia entdeckt und da ich Collegesettings so mag, habe ich mir gleich einen kleinen Stapel passender Bücher geordert.

Vielleicht schaue ich auch mal wieder in Animal Crossing rein; in den letzten Wochen war mir nicht so danach, aber ich möchte eigentlich doch diese ganzen schönen Herbstanleitungen mitnehmen. Heute Abend werden wir dann noch den letzten Star Wars-Film zuende schauen (ich bin ja ein wenig spät dran und mir war auch lange nicht danach, weil nervige Mary Sue-Protagonistin, aber in den letzten zwei Wochen habe ich endlich die jüngste Trilogie nachgeholt). Uns fehlt noch die letzte halbe Stunde.

12:45

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist lesesonntag.jpg.
„Quendel“, Kapitel 4

Ich habe tatsächlich ein bisschen Animal Crossing gespielt und dabei eine neue Herbstanleitung sowie einige Zapfen und Eicheln bekommen. Gelesen habe ich auch, und zwar ein kurzes Kapitel im schon erwähnten „Truly Devious“ und ein Stück im zweiten Band von „Quendel“.

„Truly Devious“ spielt abwechselnd heute und 1936 in der Ellingham Academy, einer Privatschule in Vermont. 1936 hat sich dort ein geheimnisvoller Kriminalfall zugetragen. Heute ist die neue Schülerin Stevie Bell fasziniert von True Crime im Allgemeinen und von der Vergangenheit der Schule im Besonderen. Sie hat sich vorgenommen, das alte Rätsel zu lösen.

„Quendel“ ist hier auf demm Blog ja schon ab und an aufgetaucht. Der zweite Band lag lange angelesen hier, weil er so besonders und geruhsam ist, dass ich mir dafür Zeit nehmen können muss. Jetzt im Herbst ist mir wieder nach den Quendeln mit ihren Pilzflüchen.

17:30

Am Nachmittag ist meine Familie vom Kindergartenfest zurückgekommen. Es gab Zimtschneckenkuchen zum Tee und Chilirest zum Mittag und jetzt beginnt die Badewannenzeit.

Zimtschneckenkuchen

Gelesen habe ich noch ein Kapitel in „Truly Devious“, das mir nicht so gut wie die bisherigen gefallen hat, weil ich die offenbar unvermeidlichen Alkoholgelage nicht besonders spannend finde. Auch in „Quendel“ habe ich weitergelesen – die Versammlung, nach der Rabensteiner Linde, nach der das Kapitel benannt ist, hat aber noch nicht richtig begonnen.

Außerdem war mir dann ein bisschen nach Krimi und ich habe in „Mord ist nicht das letzte Wort“ weitergelesen, dem achten Flavia de Luce-Teil. Es ist schön, nach langer Pause mal wieder nach Buckshaw zurückzukehren. In die Badewanne kommt mein Badezimmerbuch „Eine Leiche zum Tee“ von Alexandra Fischer-Hunold mit (Agatha Christie meets ein bisschen viel pubertäre Anwandlungen, aber trotzdem nett zu lesen).

21:30

Wir haben wie geplant Star Wars Episode 9 beendet. Der Film hat mir nicht besonders gut gefallen, aber ich bin froh, die Trilogie jetzt gesehen zu haben, und trotz der Dinge, die ich nicht mochte, haben mich die ersten beiden Teile doch ganz gut unterhalten. Die ursprüngliche Star Wars-Trilogie bedeutet für mich eine Kindheitserinnerung, weil ich sie mit meinem Vater zusammen angeschaut habe, und es war schön, mal wieder ein bisschen in dieses Universum abzutauchen (trotzdem hoffe ich, dass ich Rey und Finn so schnell nicht wieder begegnen muss).

Vorher habe ich meine Tochter ins Bett gebracht (wir lesen gerade „Mary Poppins“ vor), und nach dem Film habe ich noch eine Miss Marple-Kurzgeschichte gelesen: „The Blue Geranium“ aus „The 13 Problems“, an dem ich schon ziemlich lange sitze (wahrscheinlich, weil man nach einer Geschichte so gut wieder pausieren kann).

Und damit ist der Abend auch schon zuende. Ich hätte gerne noch ein paar Quendel-Seiten gelesen, aber das wird wohl nichts mehr. Andererseits passt es ja auch noch sehr gut ins Herbstlesen nächsten Monat 🙂

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Sachbuch-Challenge 2020 ~ Januar bis Juni

Juni 20, 2020 at 13:01 (Challenges)

Es war seit der Ankündigung im Januar hier sehr still um die Sachbuch-Challenge. Mir war von Anfang an bewusst, dass 2020 kein Jahr für schwergewichtige, detaillierte Sachbücher werden kann. Wie erhofft bin ich aber inzwischen immerhin wieder neugierig auf Sachtexte und auch langsam wieder in Stimmung für kurze Sachbücher – im Januar hatte ich meine letzten Theorieprüfungen, Mitte April habe ich meine Abschlussarbeit abgegeben. Es wird zwar immer noch einige Monate dauern, bis ich den Hochschulstress ganz hinter mir lassen kann, aber es gilt jetzt nur noch Praktika zu bewältigen, in denen ich – von der fordernderen Zeit der ersten Wochen abgesehen – den Kopf freier habe als vorher.

Insgesamt habe ich von Januar bis Juni durchschnittlich drei Bücher im Monat gelesen, was auch nicht so wahnsinnig viel ist. Ich bin also froh, dass ein paar darunter waren, die als Sachbücher durchgehen könnten. Meist haben sie viele Bilder, teilweise richten sie sich hauptsächlich an jüngere Leser, und zwei stammen sogar von meinem Challenge-Lesestapel 😉 Zu den Büchern gibt es keine Rezensionen, aber immerhin ein paar Zeilen zur Information und ein Bild zum Innenleben.

Zack Davisson: Kaibyō ~ The Supernatural Cats of Japan

An Büchern über japanische Folklore kann ich nur schwer vorbeigehen, und hier die Vielfalt übernatürlicher Katzenwesen in Japan zu erkunden, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Mir war vorher nicht bewusst, was es da alles gibt – Bakeneko, Nekomata, Kasha, Bakeneko Yūjo, Neko Musume, Gotoku Neko, Maneki Neko und noch einige mehr. Ich habe hier schon einiges über das Büchlein erzählt. Mir hat es jedenfalls bis zum Schluss sehr gut gefallen. Man sollte sich aber vor dem Kauf vielleicht bewusst machen, dass ein Schwerpunkt auf der künstlerischen Darstellung der Wesen liegt, ein anderer auf Geschichten, da zu jedem Kapitel auch ein Märchen, eine Legende oder etwas ähnliches gehört.

M.D. Payne: What is the Story of Scooby Doo?

Ich gehöre nicht zu denen, die Scooby Doo aus ihrer Kindheit kennen, und mich schreckte irgendwie ab, dass die Monster nicht echt sind und auch, dass ein Hund eine wichtige Rolle spielt. Trotzdem habe ich, weil mich der neue Film doch interessierte, in diesem Jahr den „Meddling Kids“ mal eine Chance gegeben und es nicht bereut. Ich habe mit „Mystery Inc.“ angefangen, zuerst über Youtube, dann auf DVD, und das war vermutlich eine gute Wahl. Ich mag es sehr, wenn Orte fast ein eigener Protagonist sind – hier ist Crystal Cove so ein Schauplatz, in dem ich mir noch ganz viele weitere Geschichten vorstellen kann. Außerdem sind in „Mystery Inc.“ die Personen, ihre Beziehungen und ihre Entwicklung wichtiger als der tierische Begleiter. Bisher habe ich die erste Staffel geschaut (ja, ich brauche lange für eine Staffel wovon auch immer) und diese sehr gemocht. Ich interessiere mich für Cartoons und Animationsgeschichte und habe mit „What is the Story of Scooby Doo?“ die Gelegenheit genutzt, ein kleines bisschen über die Entstehungszeit von Scooby Doo zu erfahren. Es gibt Kästchen, in denen über wichtige Personen wie Iwao Takamoto und Themen wie „Action for Children’s Television“ oder „The Laugh Track“ mehr berichtet wird. Der Text des Buches ist schnell gelesen, zumal es zur Hälfte aus Illustrationen besteht, aber wenn man wie ich noch fast nichts über die Show weiß, ist es ein wirklich nettes kleines Begleitbuch.

Maja Nielsen: Marie Curie ~ Die Entdeckung der Radioaktivität

Das Konzept der  „Abenteuer! Maja Nielsen erzählt“-Kindersachbuchreihe finde ich toll. Ich habe mehrere Bücher aus der Reihe, unter anderem „Vampire ~ Die wahre Geschichte von Graf Dracula“, „Pioniere der Lüfte ~ Der Traum vom Fliegen“ und „Napoleon ~ Der Traum von Macht und Freiheit“. Spannend erzählt mit viel Bildmaterial, zudem wird die Autorin dabei immer von Experten zum Thema unterstützt – bei „Marie Curie“ war das der Physiker Dr. Peter Aufmuth. Ich habe letztes Jahr „Radium Girls“ verschlungen und empfand „Marie Curie“ als passende Ergänzung, auch wenn Maja Nielsen sich stärker am Lebensweg von Marie Curie orientiert als an der Geschichte des Radium (was dieses Thema angeht, erinnere ich mich aber auch noch an das faszinierende Kapitel „Die Sache mit den Strahlen“ in „Der viktorianische Vibrator“). Die Kapitel bieten trotzdem auch immer Hintergrundinformationen und reichen von „Seltsame Strahlen“ und „Maries Kindheit“ über ihre Schaffensjahre bis hin zu „Welt in Flammen“ und „Kernphysik heute“. Ergänzt wird das Buch von einer Doppelseite mit einer Chronik sowie Museums-, Buch- und Web-Tipps.

Gerald Axelrod: Sherlock Holmes und der Fluch von Baskerville ~ Spurensuche nach dem Höllenhund in England, Wales und Schottland

Gerald Axelrod ist bekannt für seine Photos. Entsprechend sind Bücher wie dieses aus der Reihe „Mythen & Legenden“ in allererster Linie reizvoll wegen der Bilder – hier natürlich insbesondere aus Großbritannien. Manchmal passen die Bilder nicht einmal allzu sehr zum Text, aber schön und stimmungsvoll sind sie allemal. „Sherlock Holmes und der Fluch von Baskerville“ ist in drei Teile gegliedert; im ersten geht es um das Leben und Schaffen von Arthur Conan Doyle, im zweiten um den Hund von Baskerville, der dritte heißt „Im Reich der Geister und Feen“. Den ersten Teil fand ich am informativsten, auch wenn eine unnötig lange (und eigentlich grundsätzlich unnötige) Nacherzählung von „Der Doppelmord in der Rue Morgue“ enthalten ist, die ich mir dann doch lieber im Original zu Gemüte führe. Am schwächsten fand ich den dritten Teil, der aber auch nur fünf Seiten umfasst, das ist also verschmerzbar. Es geht hier um Conan Doyle und den Spiritismus, und man hätte diese Anmerkungen letztlich auch dem ersten Teil zuschlagen und auf die fazitartige Zusammenfassung am Ende auch verzichten können.

Friedrich von Borries / Benjamin Kasten: Stadt der Zukunft ~ Wege in die Globalopolis

Städte, ob reale oder erdachte, interessieren mich grundsätzlich sehr. Momentan finde ich Architektur- und Stadtsoziologie, Stadtplanung und zukünftige Städte besonders spannend und habe mir dazu ein paar Bücher besorgt. „Stadt der Zukunft“ ließ sich besonders schnell und auch unterwegs durchlesen. Ein Architekt und ein Stadtplaner gehen hier davon aus, dass die Welt auch weiterhin zunehmend verstädtert und fragen, wie das geschehen könnte. Das liest sich wie eine Utopie, immer geleitet von dem Gedanken, wie eine „bessere“ Stadt möglich ist. Natürlich lässt sich da im Einzelnen vieles in Frage stellen, aber „Stadt der Zukunft“ stellt einen leicht zugänglichen Einstieg und eine schöne Diskussionsgrundlage dar. So ist es letztlich auch von den Autoren angedacht. Die Gestaltung ist der Disziplin entsprechend ansprechend und durchdacht, beginnend mit einer Vorstellung von Berlin 2070 als Comic, endend mit Interviews, in denen sich der Entwurf der Kritik aus globaler Perspektive stellt, und einem Kapitel, in dem erwähnte Projekte noch einmal kurz vorgestellt werden. Die Möglichkeiten von 200 Seiten sind begrenzt, aber ich habe einige Anregungen zum Weiterlesen mitgenommen.

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[Neuzugänge] Februar

Mai 14, 2020 at 19:40 (gekauft)

Ich liefere mal den Februar nach, die Bilder habe ich nämlich schon seit ein paar Monat auf der Festplatte und wenn ich noch länger warte, hätte ich sie am Ende noch umsonst gemacht 😉 So in etwa zuerst die teuren Bücher, dann die deutschen Bücher, dann die englischen.

Berit Glanz: Pixeltänzer

Meine Büchergilde-Quartalsbestellung. Der 20er-Jahre-Aspekt hat mich sowieso interessiert, außerdem habe ich mich daran erinnert, dass Neyasha dazu Positives zu sagen hatte.

Susan Cooper: The Dark is Rising

Ich habe vor Jahren ein dickes Buch namens „Lichtjäger: Die Wintersonnenwende-Saga“ gelesen, in dem fünf Bände vereint sind. Der zweite davon heißt „Wintersonnenwende“ oder im Original eben „The Dark is Rising“. Ich habe gute Erinnerungen an „Lichtjäger“ und als die Büchergilde brexitbedingt Folio-Bücher reduzierte, habe ich die englische Ausgabe erworben.

ZEIT-Bibliothek der Goldenen Zwanziger [Schuber]

Anfang des Jahres gab es eine Zeit Geschichte-Ausgabe zu den 20ern, in der Werbung für den Schuber enthalten war. Die Cover hat Robert Nippoldt gestaltet. Ich mag seinen Stil und viele der Bücher kenne ich tatsächlich noch nicht – eine schöne Ergänzung für meine Bücherregale 🙂

Nippoldt/Pofalla: Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger

Die Nippoldt-Sammlung wächst – zuerst kam der Band zu Hollywood in den 30ern, dann dieser Berlin-Band und vor kurzem habe ich mir auch noch das Buch zu Jazz im New York der 20er gesichert. Es ist nämlich schon ein paar Jahre her, dass die drei Bücher erschienen sind, und so langsam bekommt man sie nicht mehr so gut.

Barbara Cantini: Mortina ~ Ein Mädchen voller Überraschungen / Mortina ~ Das große Verschwinden

Ich habe „Mortina“ schon vor einiger Zeit entdeckt. Zurückgehalten haben mich drei Dinge: der sehr geringe Umfang, der Umstand, dass ich Zombies im Allgemeinen wenig schätze und die mäßige Erfahrung mit „Amelia Fang“. Eine Freundin hat sich dann „Ein Mädchen voller Überraschungen“ gekauft und ich durfte ausgiebig blättern. Das räumte meine Zweifel aus und jetzt freue ich mich schon auf den nächsten Band, der im Herbst erscheint.

Markus Orths: Luftpiraten / Gregor Wolf: Die abenteuerliche Reise des Leopold Morsch / Tobias Goldfarb: Niemandsstadt / Daniel Bleckmann: Family Quest ~ Das Amulett des Merlin

Vier erst vor kurzem erschienene Bücher von deutschen Autoren, die ich fast gleichzeitig entdeckt und bestellt habe. Ich freue mich sehr, dass inzwischen auch häufig deutsche Autoren eine Chance bekommen, und hier besonders darüber, dass es zur Abwechslung mal keine Frauen sind. „Luftpiraten“ und „Niemandsstadt“ finde ich bisher richtig toll, aber auch die anderen beiden gefallen mir.

Stephan M. Rother: Der Fluch des Dorian Grave / Das Geheimnis des Dorian Grave

Über „Der Fluch des Dorian Grave“ bin ich ganz zufällig gestolpert – wir haben eine Eisskulpturen-Ausstellung besucht und in der Halle war daneben auch ein Bücherflohmarkt untergebracht, durch den ich natürlich mindestens mal durchschlendern wollte. Der Titel klingt ein bisschen schräg, aber irgendwie hatte ich doch einen ganz guten Eindruck vom Reinlesen (immerhin geht es um eine Gothic Rock-Band und mittelalterliche Karten) und so habe ich das Buch für kleines Geld mitgenommen. Den ersten Band „Das Geheimnis des Dorian Grave“ musste ich dann natürlich auch dazu kaufen. Band 1 habe ich inzwischen gelesen, und das sogar ziemlich schnell, denn es war ziemlich spannend.

Nancy Atherton: Aunt Dimity Down Under

Ein weiterer Band der Tante Dimity-Reihe, und zwar schon der fünfzehnte. Immer wenn einer droht, nicht mehr verfügbar zu sein, hamstere ich ihn schnell. Dieser kam von Book Depository.

Robert C. Marley: Inspector Swanson und das Schwarze Museum

Fortsetzung der viktorianischen Krimireihe. „London, 1894. Aus Scotland Yards Schwarzem Museum, einer Sammlung von Mordwerkzeugen, verschwindet ein Ausstellungsstück. Wenig später wird die Leiche eines Freimaurers in einem Schlafwagen auf der Bahnstrecke London – York gefunden.“

Susannah Stapleton: The Adventures of Maud West, Lady Detective

Konstanze hatte davon berichtet, und die Leseprobe gefiel mir damals auf Anhieb. Ich habe dann nur noch auf das Taschenbuch gewartet. „Who was Maud? And what was the reality of being a female private detective in the Golden Age of Crime?“

Jodi Taylor: Hope for the Best

Reihenfortsetzung, der zehnte Band der „Chronicles of St. Mary’s which follows a group of tea-soaked disaster magnets as they hurtle their way around History“ – eine schöne Erfolgsgeschichte übrigens, denn die ersten Bände um das Zeitreiseinstitut wurden ursprünglich im Self Publishing veröffentlicht. Inzwischen werden die Bücher bei Headline im Hardcover verlegt und es gibt sogar eine deutsche Übersetzung.

Libba Bray: King of Crows

Abschluss der Reihe, hurra 🙂 Ich stecke noch im zweiten Band der 20er Jahre-Grusel-Reihe, deshalb habe ich den Klappentext natürlich nicht gelesen.

Kristen Painter: The Dragon Finds Forever / Miss Frost Braves the Blizzard

Kristen Painter läuft wohl unter Guilty Pleasure, aber ich finde die Halloween-Stadt Nocturne Falls wirklich unterhaltsam. Ja, die Geschichten sind recht flach, aber ich mag es sehr, wenn Autoren in einer Stadt verschiedene Geschichten spielen lassen und man die Figuren hin und wieder erneut trifft. Außerdem hat die Autorin die eine oder andere interessante Idee für ihre verschiedenen Spezies. Die  Jayne Frost-Reihe geht eher in Richtung Cozy Mystery, nur dass die Ermittlerin eben zufällig ein Winterelf und die Tochter von Jack Frost ist.

Margery Sharp: Die Abenteuer der Cluny Brown

Dieses Buch, eine „charmante Wiederentdeckung aus dem England der 30er Jahre“, musste ich zweimal bestellen, was mich geärgert hat. Beim ersten Versuch kam ein Mängelexemplar, das so schräg aussah, dass ich es wirklich nicht lesen wollte. Der zweite Versuch hat zum Glück besser geklappt.

Terry Brooks: The Magic Kingdom of Landover, Volume 1

Ich hätte nicht erwartet, hier einmal den Namen Terry Brooks zu finden, den ich mit typischer, klassischer Fantasy verbinde. Ich bin nun aber auf den ersten Landover-Band gestoßen, dessen Titel „Magic Kingdom for Sale – Sold!“ und Cover mich doch irgendwie neugierig gemacht haben. Dass nun auch noch ein amerikanischer Anwalt der Protagonist ist, der zunächst alles durch seine berufliche Brille betrachtet, hat mich überrascht und gefreut. „Chicago lawyer Ben Holiday can’t fathom what lies ahead when he purchases Landover—a magical kingdom of chivalry and sorcery—from Meeks, the mysterious seller who placed the ad. Weary and jaded, Ben clings to the ad’s promise: ‚Escape into your dreams.'“

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