[Herbstlesen im Oktober 2017] Wochenende 3

Oktober 14, 2017 at 09:30 (Aktionen)

Endlich kann ich auch zum diesjährigen Herbstlesen dazustoßen, das die Winterkatze wieder im Oktober veranstaltet 🙂 Das erste Wochenende habe ich irgendwie verpasst, und das ganze letzte Wochenende war ich auswärts unterwegs und konnte nicht mitlesen. Dieses Wochenende habe ich außer den üblichen Dingen und dem Feinschliff an einer Präsentation zur EZB, die nächste Woche ansteht, nichts Besonderes vor. Ein wenig Lesezeit sollte sich also einrichten lassen.

Leider beende ich momentan kaum Bücher, weil ich gerade wieder einmal ganz durcheinander lese, aber das wird sich irgendwann wieder einspielen. Beim letzten Lesetag habe ich „Das Ende der Geschichten“ von Scarlett Thomas gezeigt – „Dragon’s Green“ ist der erste Ausflug der Autorin in das Genre Middle Grade. Gefällt mir recht gut, vor allem, wenn ab und zu etwas durchblitzt, was eher erwachsene Leser verstehen (wie die Existentialist Support Group“), und es gibt eine gewisse Chance, dass ich damit bald zum Ende komme, die Fäden laufen bereits auf das Finale zu und mir fehlen noch ca. 70 Seiten.

Dann bin ich weiterhin an meinen beiden Engelbüchern dran. Grundsätzlich nicht mein Thema, insofern bemerkenswert, dass es hier gleich doppelt auftritt. Carlos Ruiz Zafón kenne ich (natürlich) vom „Schatten des Windes“, aber auch von seinen nicht so allgemein beliebten Jugendbüchern, die ich ebenfalls mochte. Nun also „Das Spiel des Engels“, das schon einige Jahre auf meinem SuB liegt. Den erneuten Besuch in Ruiz Zafóns Barcelona genieße ich sehr. „Das Haus der gebrochenen Schwingen“ hat eher mäßige Kritiken erhalten, aber ich finde das postapokalyptische Paris spannend. Ein wenig erinnert mich die Atmosphäre an das Rollenspiel „Vampire ~ The Masquerade“ 😉 Allerdings habe ich noch nicht ganz die Hälfte gelesen und daher nur eine vorläufige Beurteilung abgeben.

Durchaus möglich, dass ich auch etwas ganz anderes lese. Wir werden sehen. Gefrühstückt habe ich schon; ein wenig Zeit habe ich damit verbracht, Mark Fishers „The Weird and the Eerie“ zu entdecken und darüber nachzudenken, ob ich es auf Deutsch oder auf Englisch haben möchte.

13:00

Ich habe mich bei Mark Fishers Buch nun vorsichtshalber doch für die deutsche Fassung entschieden, die „Das Seltsame und Gespenstische“ heißt, weil es sprachlich etwas komplexer zu sein scheint.

Ein halbes Stündchen am Vormittag und ein halbes gerade eben konnte ich schon abzwacken und habe währenddessen in „Das Spiel des Engels“ und in „Das Haus der gebrochenen Schwingen“ ein bisschen weitergelesen. Zur Abwechslung habe ich dann ein Kapitel in „Die erfundene Wirklichkeit“, herausgegeben von Paul Watzlawick, zuende gelesen (wir sprachen in dieser Woche in einem Psychologieseminar über Konstruktivismus und ich habe mich daran erinnert, dass dieses Buch in meinem Regal steht).

Die Präsentation verschiebe ich wohl auf den Abend – heute kürzen und morgen durchsprechen, so ungefähr ist der Plan.

20:15

Den Nachmittag haben wir unter anderem mit einem Spaziergang verbracht. Heute war endlich einmal wirklich schönes Oktoberwetter.

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Den bisherigen Abend habe ich mit dem oben gezeigten „Dragon’s Green“ verbracht und es wie erhofft ausgelesen (nebenbei und etwas deprimierend: das erste ausgelesene Buch in diesem Monat). In mancher Hinsicht fühlt sich die Welt wie ein Flickenteppich an, aber das ist bei der Autorin eigentlich immer so. Manche Flicken mochte ich lieber als andere, aber insgesamt bin ich zufrieden und werde die Fortsetzung lesen, die 2018 erscheint 🙂

Als nächstes werde ich bei den Mitlesern eine Runde drehen, mich dann noch ein wenig der Pflicht widmen und im besten Fall noch ein wenig schreiben und lesen (das kleine Mädchen schläft seit neuestem im eigenen Zimmer, was bedeutet, dass ich wiederentdeckt habe, dass es einmal so etwas wie Lesen mit Nachttischlampe in meinem Leben gab 😉 ).

Hier melde ich mich, denke ich, erst morgen wieder, um den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

Sonntag, 11:45

Und schon ist der Vormittag wieder fast vorbei.

„Das Spiel des Engels“ und „Das Haus der gebrochenen Schwingen“ bleiben natürlich weiter aktuell. Auf dem Bild sind darüber hinaus einige Bücher, die in Frage kommen bzw. in denen ich auch gestern noch einige Seiten gelesen habe („Die Untersuchung“ und „Die erfundene Wirklichkeit“).

„Eulenzauber“ ist heute wegen Neyasha dahin gewandert, die die englische Ausgabe liest. Heute Morgen habe ich die ersten Kapitel gelesen und bin noch damit beschäftigt, die Figuren einzuordnen. Der walisische Hintergrund ist jedenfalls sehr schön; was die Übersetzung leisten kann, ist begrenzt, da der Stil des Originals recht eigen ist.

Dann wären da noch „Lair of Dreams“, in dem ich schon fast die Hälfte gelesen habe und das die Fortsetzung von „The Diviners“ ist, und Fernando Pessoas „Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares“, auf das ich durch Zitate gestoßen bin und das sich sehr gut in kleinen Abschnitten genießen lässt.

Unser Spaziergang am Vormittag führte uns übrigens auf den noch geschlossenen Rummelplatz. Ich mag diese Atmosphäre.

18:30

Am Nachmittag war nicht so viel mit Lesen; die freie Mittagszeit habe ich schon genutzt, um ein wenig mit der Präsentation weiterzumachen, und daran werde ich mich gleich auch wieder setzen.

Ich habe aber zwei oder drei Kapitel in „Eulenzauber“ weitergelesen, und langsam entspinnt sich eine geheimnisvolle Geschichte um Eulenteller, die abgezeichnet als Papiereulen immer wieder verschwinden. Offenbar ist es für das Verständnis des Romans hilfreich, sich mit keltischen Sagen auszukennen.

In „Das Spiel des Engels“ habe ich Seite 300 erreicht (und bin gespannt, was hinter dem ominösen Pariser Verleger Andreas Corelli steckt), in „Lair of Dreams“ ein Kapitel beendet (Schlafkrankheit, Geister und Traumwandler, alles sehr interessant, wenn auch etwas weniger spannend als der erste Teil) in dem „Buch der Unruhe“ einige Abschnitte gelesen. Letzteres soll übrigens eines der wesentlichen Werke des 20. Jahrhunderts sein (sagt jedenfalls der Eintrag in Kindlers Literatur Lexikon, der hinten in meiner Ausgabe abgedruckt ist – mir war es bis vor kurzem noch unbekannt). Vor allem die früheren Fragmente sind offenbar vom Fin de siècle beeinflusst.

Ich hoffe, nachher noch ein wenig Lesezeit zu finden; ich melde mich später noch einmal.

22:00

Ich war ein bisschen fleißig, aber morgen werde ich mich wohl verfluchen, weil ich nur Minimalaufwand betrieben habe 😉

Stattdessen habe ich wie erhofft noch eine Weile gelesen. Nach dem Baden bin ich bei meiner Badewannenlektüre geblieben, bei der es sich heute um „Ein Käfig aus Rache und Blut“ handelt. Und das liest sich so auf den Abend angenehm fluffig weg 🙂 Ich mag die Welt, die so ein bisschen retro-postapokalyptisch ist; die Protagonistin dagegen ist genau wie Dutzende anderer kämpfender Heldinnen und nervt mich deshalb eher.

Das soll es für heute auch gewesen sein – auch nächstes Wochenende kann ich vermutlich wenigstens teilweise mitmachen. Danke an alle, die diesmal mitgelesen und -kommentiert haben 🙂

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Lesetag im September

September 17, 2017 at 09:51 (Aktionen)

Endlich ist es mir einmal gelungen, mir für einen geplanten Lesesonntag nichts vorzunehmen 🙂 Ich bin also grundsätzlich den ganzen Tag zuhause; leider habe ich trotzdem einige andere Dinge zu tun. Ich werde in den nächsten drei Jahren noch einen Abschluss anstreben, der dann hoffentlich bedeutet, dass ich unbefristet beschäftigt werden kann – ich bleibe dafür bei meinem früheren Arbeitgeber. Das bedeutet allerdings, dass ich seit Anfang des Monats oft von morgens halb sieben bis ca. 17 Uhr außer Haus bin; abends und am Wochenende gibt es dann natürlich auch das kleine Mädchen, das (mit Recht) Aufmerksamkeit beansprucht. Das gewohnte Lesepensum lässt sich so offensichtlich nicht halten, und ich muss abwarten, wie sich alles einpegelt.

Heute sollte ich mich noch mit Aufgaben für die nächste Woche und den Aufzeichnungen der vergangenen Woche beschäftigen. Zwischendurch werde ich aber auf jeden Fall zum Buch greifen (zu welchem, weiß ich noch nicht – ich habe ja genügend begonnene hier…).

Die letzten Minuten habe ich erstmal damit verbracht, neue Bücher zu hamstern (irgendwann komme ich dazu, ganz bestimmt!). Gestern bei Instagram bin ich darauf aufmerksam geworden, dass die Agatha Christie-Ausgaben, die ich habe, durch neue Ausgaben ersetzt werden, die natürlich schon von der Größe her nicht zu den alten passen. Wie ich so etwas liebe. Jedenfalls habe ich ja erst ungefähr die Hälfte der Romane und wollte eigentlich in den nächsten Jahren gemütlich weitersammeln. Stattdessen bin ich jetzt den fehlenden Büchern hinterher gejagt und habe zehn bestellt, die es noch im alten Design gibt und die eigentlich im Budget gerade nicht vorgesehen waren. Hoffentlich erhalte ich dann wenigstens die richtigen *seufz*

Ich aktualisiere später wie gewohnt, dann hoffentlich auch mit ein paar Leseeindrücken 🙂

15:15

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Ich habe inzwischen Mittag gegessen und auch ein wenig Kuchen (der war noch von Freitag, und die letzten Stücken sind nun vertilgt). Ich bin während der Mittagsschlaf-Pause meiner Tochter noch ein paar Mitschriften der Woche durchgegangen, habe aber auch zwischendurch gelesen.

„Das Ende der Geschichten“ ist noch von meinem Sommerlesestapel, mit dem ich in diesem Jahr nicht allzu weit gekommen bin (es gibt auch einen Herbststapel, aber ich habe wenig Hoffnung, dass es ihm besser ergehen wird, auch deshalb ist er auf dem Blog noch nicht zu finden). Der deutsche Titel ist gar nicht schlecht, weil Geschichten eine zentrale Rolle spielen. Es geht nämlich um Meg, die Bücher schreibt (aber nicht das Buch, das sie eigentlich schreiben will) und Bücher rezensiert (derzeit aber nicht das Buch, das sie rezensieren soll) und die sich über die Struktur und Bedeutung von Geschichten sehr viele Gedanken macht.

Ich finde es schwierig, zu schreiben, worum es geht, weil viele Versatzstücke zusammenkommen. Wie ich das von Scarlett Thomas schon kenne („Troposphere“ und „PopCo“), gibt es viele angeschnittene Themen und Diskussionen aus allen Bereichen zu entdecken. Der Aufbau und der Inhalt des Buches ergänzen sich insofern. Die Protagonisten sind wie üblich ziemlich durcheinander und nicht unbedingt sympathisch. Scarlett Thomas‘ Romane sind sicherlich nicht für jeden Leser etwas, aber sie lesen sich besser, als man vielleicht vermuten würde und sind, finde ich, nicht perfekt, aber interessant. Insgesamt habe ich jetzt etwa ein Viertel des Buches gelesen.

Mal sehen, wozu ich später noch greife – die Mittagsruhe wurde soeben jedenfalls beendet 😉

19:30

Eine Zwischenmeldung. Ich bin zunächst noch bei Scarlett Thomas geblieben, habe aber dann ein wenig mit meiner Tochter gespielt („Mama Buch angucken! Noch ein Buch angucken! Anderes Buch angucken!“ – keine Ahnung, von wem sie das hat…), mich in die Badewanne gelegt (mit „Die Rabenkönigin“ von Michelle N. Weber) und Selbststudiums-Aufgaben für morgen erledigt. Den Wochen- und Essensplan im Bullet Journal verschiebe ich spontan auf morgen.

Bei der „Rabenkönigin“ fallen mir übrigens immer wieder stilistische Redundanzen, Dopplungen und Kitsch auf, aber hin und wieder malt die Autorin auch schöne Bilder. Außerdem mag ich die gothic novel-Einflüsse.

Jetzt habe ich Lust, in mehrere Bücher reinzulesen, die ich mir für den Herbst zur Seite gelegt habe – nicht nur besagter Herbststapel, sondern auch die Auswahl aus den September-Buchkäufen der letzten Jahre. Angefangen habe ich mit „The Last Dragonslayer“ von Jasper Fforde, habe aber schnell festgestellt, dass ich dafür momentan nicht in Stimmung bin. Ich melde mich später noch einmal, um von weiteren Anleseeindrücken zu berichten.

22:20

Das wird meine letzte Ergänzung für heute. Ich habe dem Plan folgend drei Kapitel in drei Büchern gelesen. Mir macht so etwas Spaß, das Reinschnuppern in Geschichten und das Überlegen, wo ich bleiben und weiterlesen will.

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„Die Gelehrten der Scheibenwelt“ ist der erste von drei Bänden zur „Wissenschaft der Scheibenwelt“. Ich war irgendwann schon mal bei Seite 40 angekommen und habe jetzt das Kapitel „Wissenschaft und Magie“ gelesen. Es gibt immer abwechselnd populärwissenschaftliche (von Ian Stewart und Jack Cohen) und Scheibenweltkapitel, und an Band 2 dieser Reihe habe ich gute Erinnerungen.

„Das Knochenhaus“ ist der zweite Band (von fünf insgesamt). Es ist schon länger her, dass ich „Die Zeitwanderer“ las, aber ich mochte die Geschichte um Zeitreisen, Ley-Linien, eine Karte, die alle Wege verzeichnet und das erste Prager Kaffeehaus sehr gerne. Ich habe das Personenverzeichnis, ein „Was bisher geschah“ (sehr hilfreich nach der langen Pause) und das erste Kapitel gelesen und habe mich wieder gut zurecht gefunden.

Auch in „The House at Pooh Corner“ habe ich das erste Kapitel gelesen. Die Pooh-Geschichten habe ich erst in den letzten Jahren kennengelernt, und ich finde, dass sich die behagliche Stimmung und der Wortwitz jetzt im Herbst besonders gut genießen lassen.

Ich habe in der Menge sicherlich nicht viel heute gelesen (wenn auch abwechslungsreich), aber dafür auch noch einiges andere geschafft. Gerade weil hier momentan nicht ganz so viel los ist, freue ich mich besonders auf die Lesetage (… von denen es im Herbst hoffentlich noch ganz viele gibt *zur Winterkatze schielt*).

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Lesetag im August

August 20, 2017 at 09:41 (Aktionen)

Heute geht es mir wie schon im Juli – ich bin den ganzen Nachmittag verabredet, aber vormittags und abends würde ich mich zu diesem Lesesonntag trotzdem gerne anschließen 🙂 Hier ist der Beitrag der Winterkatze. Mal sehen, ob wir wieder so zahlreich werden wie im Juli.

In den letzten Wochen habe ich nicht ganz so viel gelesen (unter anderem lenkt mich mein neuer Laptop ab, auf dem ich endlich Sims 4 spielen kann…). Einige der Bücher, die ich derzeit lese und die hoffentlich abwechslungsreich genug sind, liegen für heute bereit.

Die „Enzyklopädie des Exquisiten“ kennt ihr schon aus dem letzten Monat. Mittlerweile habe ich mich bis zum Buchstaben W vorgearbeitet, mir fehlt also nicht mehr viel. Als nächstes warten Wandervögel und Weiße Tünche auf mich – ich bin gespannt 😉

„Jackaby“ liegt schon seit Erscheinen auf meinem SuB (ich habe die deutsche Ausgabe), aber ich bin kürzlich wieder irgendwo darauf aufmerksam geworden und habe es deshab gestern spontan aus dem Regal gezogen. Die ersten zwei Kapitel habe ich gelesen und bin interessiert, auch wenn der Autor sich manchmal sprachlich ein klein wenig verheddert. Es scheint einige Sherlock Holmes-Anspielungen zu geben, aber auch eine übernatürliche Komponente in den Fällen zu geben, was ich ja meist sehr mag.

In den anderen beiden Büchern habe ich schon über die Hälfte gelesen, in „Schlaflos“ bin ich auf Seite 566 von 1039 und in „Meet me at the Cupcake Café“ auf Seite 274 von 456. „Schlaflos“ ist gut, aber auch für King-Verhältnisse etwas langatmig. Das Thema Alter spielt eine große Rolle. „Meet me at the Cupcake Café“ ist ein leichtes Sommerbuch mit Rezepten, das sich gut liest. Die Figuren sind sogar ganz in Ordnung.

Gefrühstückt habe ich und kann mir jetzt voraussichtlich ein Lesestündchen gönnen. Ich melde mich vielleicht schon mittags wieder, ansonsten erst heute Abend.

12:30

Eine kurze Zwischenmeldung: ich habe den Buchstaben W gelesen (hinter Wandervögeln verbarg sich übrigens ein Artikel über Reisende in den 1930er Jahren wie Rosita Forbes und Freya Stark; bei der weißen Tünche ging es um Elsie de Wolfs Einrichtungskonzept). Außerdem habe ich in „Schlaflos“ das 16. Kapitel gelesen; Ralph und Lois lernen ihre Fähigkeiten der Aurawahrnehmung besser kennen und begeben sich auf der Suche nach bestimmten kahlköpfigen Ärzten in eine Klinik.

Auch in „Jackaby“ bin ich ein Stückchen weitergekommen. Zwischendurch wurden ukrainische und deutsche kleine Fabelwesen erwähnt, wofür ich eine Schwäche habe. Abigail und Jackaby haben nun einen Tatort erreicht und sehen sich um.

21:45

Hier bin ich wieder, etwas später als gedacht, aber ich wollte doch erst einmal wieder etwas gelesen haben, wovon ich erzählen kann 😉 Außerdem war das nicht-mehr-ganz-so-kleine Mädchen unruhig. Ich hatte aber einen sehr schönen Nachmittag bei meiner Freundin mit leckerem Kuchen, Tee und einer Schokoladenkerze.

Am Abend habe ich die „Enzyklopädie des Exquisiten“ beendet; es gibt viele Literaturhinweise, deshalb bin ich über die letzten Seiten schneller als erwartet gestolpert. Es gab nämlich nur noch ein Stichwort mit Y und keines mit Z. Trotzdem ein sehr feines Buch voller vergnüglicher Anekdoten und Details, von denen mir viele noch unbekannt waren. Solche Funde würde ich gerne häufiger machen.

Dann habe ich in „Jackaby“ weitergelesen. Viel mehr kann ich noch nicht dazu sagen, ich bin nun etwa auf Seite 60, aber der Lesefluss ist in Dialogen besser als bei Beschreibungen (die sind nicht schlecht, aber es gibt Redundanzen). Es gab Anspielungen auf frühere Fälle mit Fabelwesenbeteiligung und ich hoffe auf mehr davon. Die leicht holmesige Atmosphäre sagt mir jedenfalls momentan sehr zu.

Zuletzt habe ich dann eine Kurzgeschichte aus der Märchenanthologie dazwischen geschoben, die letzten Herbst im Drachenmond Verlag erschien. Ich finde die Gestaltung sehr gelungen und mag auch die Mischung aus deutschen und amerikanischen Autoren. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine solche Anthologie, die wohl auch den Weg in mein Regal finden wird. Die Kurzgeschichte war jedenfalls von Seanan McGuire und lyrischer, als ich es von ihrer Urban Fantasy gewöhnt bin.

Ich werde jetzt wohl noch einen Blick zu den anderen Mitlesern werfen und dann vielleicht noch etwas „Jackaby“ oder „Meet me at the Cupcake Café“ lesen (letzteres eignet sich nämlich besonders gut für die späten Abendstunden, jedenfalls für mich – King lese ich lieber tagsüber). Für den September arbeite ich daran, zur Abwechslung keine Konkurrenzverabredung zu haben 😉

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7 SuB-Bücher ~ August 2010-2016

August 1, 2017 at 09:50 (Aktionen)

Im Juli habe ich tatsächlich zwei Bücher von den sieben ausgewählten gelesen – die aus den Jahren 2013 und 2015 🙂 Das hat sich also gelohnt. Vielleicht ist auch im August etwas zur Lesestimmung Passendes dabei…

Allerdings habe ich mich für einige Schwergewichte entschieden, die ich wohl eher an- als durchlesen werde. „Des Teufels Maskerade“ liegt schon unverdient lange halb gelesen bei mir, und auch den ersten Teil von Wildes Märchen habe ich schon gelesen.  Bei „Die Damen der Geschichte“ handelt es sich um eine Anthologie aus dem Art Skript Phantastik Verlag, und bei „The Marvelous Village Veiled in Mist“ um ein Buch aus Japan, das als Vorlage zu „Chihiros Reise ins Zauberland“ gilt.

Oscar Wilde: Sämtliche Märchen und Erzählungen (2010)

Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade (2011)

Jo Zybell: Die Tochter der Goldzeit (2012)

Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes (2013)

Die Damen der Geschichte (2014)

Agatha Christie: The Labours of Hercules (2015)

Sachiko Kashiwaba: The Marvelous Village Veiled in Mist (2016)

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Lesetag im Juli

Juli 16, 2017 at 09:16 (Aktionen)

dieWeil Lesetage so gemütlich sind, wollen wir etwas regelmäßiger einen stattfinden lassen und haben uns nun auf den 3. Sonntag im Monat geeinigt. Hier ist der heutige Beitrag von der Winterkatze; mal sehen, wer sich noch anschließt.

Ich habe heute nicht so viel Lesezeit, aber da ich mich auch für den 3. Sonntag ausgesprochen habe, will ich doch wenigstens mal vorbeischauen 😉 Vormittags und abends wird sich auch etwas Lesezeit finden, aber es könnte sein, dass ich nachmittags wenig aktiv bin.

Einige Bücher, die ich momentan intensiver lese und nach denen mir wahrscheinlich auch heute ist, sind:

„Flüsterland und Zauberzeit“, der 6. Teil der Sumpfloch-Saga von Halo Summer, die mich inzwischen schon seit einigen Jahren begleitet. Nachdem der Einstieg sich damals noch ziemlich holprig las, finde ich die Reihe inzwischen wirklich schön. Ähnlich wie bei Harry Potter wachsen die Figuren und der Umfang der Bücher mit 😉 Auch wenn fast alle Charaktere seltsame Namen tragen, sind sie mir über die Zeit ans Herz gewachsen.

„Die Feenjägerin“ von Elizabeth May, Auftakt einer Trilogie, die 1844 in Schottland beginnt. Fühlt sich ein wenig an wie „The Dark Days Club“, weil es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien spielt und eine junge Frau Jagd auf geheimnisvolle Wesen macht, ist aber nicht so gut. Trotzdem finde ich die Mischung aus Feenwesen und kleinen Steampunk-Ideen bisher wirklich nett. Ich bin allerdings nicht so glücklich mit der Übersetzung, die mir für die Zeit zu flapsig ist (da wird aus „Hello there“ „Hallöchen“ oder aus „Hell and blast“ „Ach du Schande“) – wenn ich danach weiterlesen möchte, greife ich wohl zum Original, da sind die Cover auch schöner.

„Enzyklopädie des Exquisiten ~ Aus Freude am Erlesenen“ ist kein Roman, sondern nach dem Vorbild der exotischen Enzyklopädien des sechzehnten Jahrhunderts gestaltet. Gesammelt sind Anekdoten und kulturhistorische Kuriositäten, die mir sehr gut gefallen! Zuletzt habe ich etwas über elefantenförmige Gebäude gelernt 🙂 Entdeckt habe ich das Buch zufällig letzte Woche in einem Museumsshop.

Ich glaube, ich starte mit „Flüsterland und Zauberzeit“, das sich trotz seiner über 700 Seiten schnell lesen lässt, und melde mich später wieder – entweder gegen Mittag oder erst wieder heute Abend, je nachdem, wie es sich einrichten lässt.

13:00

Es hat sich als gute Entscheidung herausgestellt, dass ich heute teilnehme (ich war anfangs unsicher, ob ich genug Zeit habe) – die Nachmittagsverabredung wird nämlich etwas kürzer als erhofft ausfallen, weil einer der beteiligten Kindbespaßer krank ist. Ich werde also etwas mehr Lesezeit haben, weil wir umdisponieren mussten.

Am Vormittag habe ich in allen drei oben genannten Bücher ein wenig weitergelesen. In der „Enzyklopädie“ ging es um Enthusiasmus und darum, wie negativ diese Eigenschaft ursprünglich besetzt war, um das Fadenspiel und die anthropologischen Forschungen dazu, und um Fanfaren und den gesellschaftlichen Rang der Trompeter. Als nächstes kommt far niente – Süßes Nichtstun; das passt gut, denn ich habe gerade Mittag gegessen (Fisch mit Pankopanade).

Zur Sumpflochsaga ist es schwierig, mitten im sechsten Band etwas zu erzählen, zumal es inzwischen ziemliche viele Charaktere gibt und der Plot auch kompliziert geworden ist.

In der „Feenjägerin“ (die auf Englisch übrigens etwas weniger plakativ „The Falconer“ heißt) mag ich die Welt bisher lieber als die noch ziemlich blassen Figuren. Die Übersetzung schwächelt übrigens vor allem in den Dialogen (mir sind wieder ein paar Schnitzer aufgefallen, aber die Vorschau bei Google Books ist zuende, sodass ich nicht mehr vergleichen kann; „scheißegal“ war besonders toll).

Jetzt gehe ich erstmal Kuchen für nachher backen und melde mich später wieder 🙂

18:45

Ich melde mich nach einem schönen Nachmittag zurück (weil die Frage aufkam: es gab Blaubeerkuchen, und mir hat er geschmeckt). Meine Tochter geht jetzt auch ins Bett, sodass ich den Abend hoffentlich noch zum Lesen nutzen kann. Allerdings werde ich erstmal eine kleine Blogrunde drehen, um zu schauen, wie euer Nachmittag so verlaufen ist.

21:30

Ich habe noch ein paar Kapitel in der „Feenjägerin“ gelesen, aber jetzt ist es erstmal genug. Es gibt einiges, das mir gefällt (die schottische Feenwelt, die Steampunkelemente, Edinburgh 1844), aber der Stil plagt mich ein wenig (ja, die Übersetzung, aber auch im Original ist er eher einfach, glaube ich). Hauptärgernis sind aber die Figuren.

Die Protagonistin Aileana finde ich bisher einfach uninteressant. Sie ist ein viel zu typischer Charakter (Rachefeldzug in bester Buffy-Manier gegen böse Viecher, weil die ihre Mutter angegriffen haben, bockig, weil sie sich gegen den konventionellen Lebensweg auflehnen will, blabla), und dazu gibt es natürlich gleich noch einen hervorragend aussehenden männlichen Part. Ich lese lieber an einem anderen Tag weiter, wenn ich mich mehr auf die angenehmen Aspekte konzentrieren kann 🙂

Dann habe ich ein wenig querbeer gelesen, zwei Stichworte in der „Enzyklopädie“ (far niente und Feliden), ein Kapitel in Evelyn Waughs „Scoop“ und eines in „20 000 Meilen unter den Meeren“. Für heute mache ich Smartphone und Laptop aus und schau mal, ob ich noch zu einem anderen Buch greife.

Es war schön, wieder mit euch gemeinsam zu lesen 🙂 Hoffentlich klappt es auch im August wieder.

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[TAG] Mid-Year Book Tag

Juli 11, 2017 at 22:22 (Aktionen)

Aufgegabelt habe ich den Tag bei Elena. Ich wollte schon länger wieder einen Tag machen, und dieser bietet sich ja für eine Rückschau auf die letzten sechs Monate an. Ich habe in den meisten Monaten – Juni ist die Ausnahme – etwa acht Bücher vom SuB gelesen, und darunter waren einige, die ich sehr mochte. Trotzdem kommt mir die Liste erstaunlich kurz vor, wenn ich versuche, darin Bücher zu finden, die zu den Fragen passen 😉 Es ist andererseits immer interessant, auf mehrere Monate zurückzuschauen, weil man Bücher nicht immer so im Gedächtnis behält, wie man sie direkt nach dem Lesen beurteilt hat.

1. Best Book you’ve read so far in 2017

Ich werde nicht krampfhaft versuchen, mich auf ein Buch zu beschränken, und wenn ich mir meine gelesenen Bücher anschaue, habe ich besonders drei noch als Highlights im Kopf. Überraschenderweise sind zwei davon Sammlungen von Kurzgeschichten, nämlich „The Very Best of Charles de Lint“ und „Apollos Auge“ von G.K. Chesterton. Letzteres ist ein Band der von Borges herausgegebenen Bibliothek von Babel, die ich sowieso bisher uneingeschränkt empfehlen kann. Dazu kommt der Roman „The Dark Days Club“, detailliert ausgearbeitete Regency Fantasy von Alison Goodman, die mich hervorragend unterhalten hat.

2. Best sequel you’ve read so far in 2017

Auch dazu fallen mir drei Bücher ein. Im Januar habe ich die Engelfors-Jugendbuchtrilogie mit „Schlüssel“ beendet, die mir besonders wegen der realistischen Charaktere im Gedächtnis bleiben wird. Mit „The Pinhoe Egg“ habe ich Diana Wynne Jones‘ Chrestomanci-Reihe abgeschlossen, die insgesamt sehr empfehlenswert ist. Um schließlich noch ein drittes Genre zu bemühen: „Totengleich“, der zweite Teil der „Dublin Murder Squad“-Reihe von Tana French, hat sich gegenüber dem ersten Band gesteigert und mich im positiven Sinne an „Die geheime Geschichte“ erinnert.

3. New release you haven’t read yet, but want to

Da könnte ich wohl fast alles aufzählen, was ich auch in den Posts zu den Neuerscheinungen schon genannt habe 😉 Um das etwas willkürlich einzugrenzen, beziehe ich mich nur auf den Juni – in diesem Monat erschienen gleich drei interessante Bücher beim Manesse Verlag (Henry James, „Die Kostbarkeiten von Poynton“, Charles Baudelaire, „Wein und Haschisch“, Upton Sinclair, „Boston“). Gekauft habe ich allerdings noch keines davon, weil sie relativ teuer sind.

4. Most anticipated release for the second half of the year

Unter den Highlights sind auf jeden Fall „Prinzessin Insomnia“ von Walter Moers, die Übersetzung „Stadt aus Wind und Knochen“ von Fran Wilde und die Zusammenstellung „H.P. Lovecraft ~ Das Werk“, das bei Fischer Tor in einer sozusagen monströsen Ausgabe erscheinen wird. Bei den englischen Neuerscheinungen bin ich unheimlich gespannt auf „The Book of Dust“ von Philipp Pullman. Außerdem freue ich mich sehr auf Catherynne M. Valente „The Glass Town Game“ und die Sammlung „Golden Age & other Stories“ von Naomi Novik.

5. Biggest Disappointment

Gleich zu Beginn des Jahres hat mich „The Masked City“ von Genevieve Cogman enttäuscht, das ich in einer Leserunde gelesen habe. Ich hatte gehofft, die Autorin würde sich gegenüber ihrem Erstling steigern, stattdessen hat mich noch mehr gestört als beim ersten Band. Die Reihe habe ich nun abgebrochen. Dann möchte ich auch noch „Der taumelnde Kontinent ~ Europa 1900-1914“ von Philipp Blom nennen, auch wenn es kein schlechtes Buch ist; ich hatte aber mehr erwartet und fürchte, der Autor liegt mir nicht besonders.

6. Biggest Surprise

Dazu fallen mir die vollkommen überhypten „A Court of Thorns and Roses“ und „A Court of Mist and Fury“ ein. Ich habe mich mit dem Einstieg in den ersten Band wirklich schwer getan und erst nach Monaten weitergelesen. Und dann hat es mich plötzlich gepackt und ich habe die Fortsetzung direkt angeschlossen, was ich selten tue. Dieser Lesefluss hat mich wirklich überrascht. Die Bücher haben definitiv Schwächen, und je länger man darüber nachdenkt, desto mehr fallen sie einem auf, aber beim Lesen hatte ich überwiegend tatsächlich meinen Spaß.

7. Favourite new author (Debut or new to you)

Das ist nicht leicht zu beantworten, ich habe nämlich viele Autoren gelesen, die ich schon kenne. Neu war für mich Pasi Ilmari Jääskeläinen, dessen Buch „Lauras Verschwinden im Schnee“ definitiv erwähnenswert ist, aber es gibt ja nur dieses eine Buch, jedenfalls auf Deutsch. Ansonsten müsste ich wohl auf die Autoren der ersten Frage zurückgreifen, denn weder von Alison Goodman noch von G.K. Chesterton hatte ich vorher schon etwas gelesen (von Charles de Lint allerdings schon).

8. Newest Fictional Crush

Ich habe die Bücherliste nun mehrfach daraufhin angesehen und finde immer noch keine passende Antwort. Liegt vielleicht daran, dass Liebesgeschichten für mich grundsätzlich ein nicht besonders wichtiger Aspekt von Geschichten sind, daher lese ich sie auch nicht mit diesem Fokus.

9. Newest Favourite Character

Es gab viele Figuren, die ich mochte, aber einen besonders herauszuheben fällt mir schwer. Im Kopf geblieben ist mir aber definitiv Miss Havisham aus „Great Expectations“. Ich habe beim Lesen gegoogelt, um herauszufinden, wie sie in den Verfilmungen dargestellt wurde. Generell fand ich Dickens‘ Charakterzeichnungen wunderbar.

10. Book that made you cry

Zu dieser Frage fällt mir leider auch nichts ein, dafür müsste ich länger als sechs Monate zurückgehen. Ich weine nicht besonders häufig beim Lesen.

11. Book that made you happy

P.G. Wodehouse hebt meine Laune zuverlässig – im April las ich „Ohne mich, Jeeves!“ und habe wieder viel gelacht. Leichte, amüsante Geschichten aus der englischen Oberschicht, bestechend mehr durch den Wortwitz als durch einen ausgefeilten Plot.

12. Favourite Book to Film Adaptation you saw this year

Ich war nur einmal im Kino und habe „Die Schöne und das Biest“ gesehen. Die Realverfilmung hat mir aber recht gut gefallen, zumal ich keine sehr hohen Erwartungen hatte. Es hat Spaß gemacht, den Soundtrack mit dem alten Film zu vergleichen 🙂

13. Favourite review you’ve written this year

Ich glaube nicht, dass ich überhaupt eine richtige Rezension in diesem Jahr geschrieben habe. Macht auch nichts, ich habe ohnehin nie besonders oft Rezensionen verfasst und habe darauf derzeit noch weniger Lust. Oft genügt es mir vollkommen, einen kurzen Eindruck im Review-Beitrag zu schreiben.

14. Most beautiful book you’ve bought (or received) so far this year

Besonders schön sind die besonderen Ausgaben, die ich von der Folio Society oder der Subterranean Press gekauft habe, außerdem die Barnes & Noble Leatherbound Classics. Davon abgesehen fällt mir dazu „Cox oder Der Lauf der Zeit“ von Christoph Ransmayr ein – ich habe es im Buchladen entdeckt (das kommt selten vor, weil ich meist online Bücher finde), und das Cover fiel mir sofort auf. Die Farbkombination ist ungewöhnlich, und die chinesischen Schriftzeichen auf dem Einband sind etwas Besonderes. Leider wirkt das auf (m)einem Foto nicht so gut.

15. What books do you need to read by the end of the year

Ich nehme in diesem Jahr nicht an Challenges teil und im Moment auch nicht an Leserunden, insofern lese ich eigentlich ganz nach Lust und Laune. Schön wäre es natürlich, wenn ich viele der Bücher, die momentan auf meinem Lesestapel liegen, beenden könnte. Darauf befinden sich zum Beispiel „20000 Meilen unter den Meeren“, „Lair of Dreams“, „The Mystery of the Clockwork Sparrow“, „Assassin’s Quest“ und „Zeiten der Erkenntnis“.

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Sommerlicher Lesetag

Juni 25, 2017 at 08:54 (Aktionen)

Heute lese ich zusammen mit der Winterkatze, weil so ein Lesetag ab und an einfach sein muss; vielleicht schließt sich ja auch spontan noch jemand an? Ich habe heute vom Lesen abgesehen nichts Bestimmtes vor, kann es mir also – soweit das kleine Mädchen mitmacht – ganz gemütlich machen.

Momentan weiß ich noch nicht, zu welchem Buch ich (zuerst) greifen werde. In den letzten Tagen war mir eher nach ausmalen (im Jasmine Becket-Griffith Coloring Book, irgendwann zeige ich mal die Sammlung) und Serie gucken (ein wenig Doctor Who, immer noch Staffel 9, weil sich die Folgen mit Capaldi ein bisschen dahinschleppen – die Nostalgie hat mich dann zurück zu Jack Harkness und damit auf den Gedanken, doch endlich mal Torchwood anzusehen, gebracht).

Mann und Kind sind jetzt zum Spaziergang aufgebrochen, und ich werde jetzt frühstücken. Vielleicht lese ich dann in „White Night“ weiter, dem 9. Band der Harry Dresden-Reihe von Jim Butcher. Seit den ersten Bänden hat sich die Reihe wirklich gemacht und es macht Spaß, nach einer längeren Pause wieder in Chicago mit dem Magier zu ermitteln 🙂

12:15

Ich habe wie geplant ein paar kurze Kapitel in „White Night“ gelesen und bleibe, denke ich, später auch noch dabei. Harry versucht vermeintliche Selbstmorde in Chicago aufzuklären, wobei eine ihm sehr nahestehende Person immer mehr in Verdacht gerät… Nach acht Bänden der Reihe ist viel passiert, und zwischen Harry und seiner Umwelt sind viele Verflechtungen und gemeinsame Erlebnisse entstanden, deshalb möchte ich zum Plot gar nicht mehr sagen. Das Gleichgewicht zwischen humorvollen und ernsthaften Szenen funktioniert für mich seit einigen Bänden wirklich gut, und so kann ich die Geschichte gerade sehr genießen.

Außerdem habe ich das Kapitel zum 13. Jahrhundert in meinem aktuellen Sachbuch beendet. „Zeiten der Erkenntnis“ geht von der sehr spannenden Frage aus, in welchem Jahrhundert die Menschheit die größten Veränderungen erlebt hat – eingeschränkt auf die westliche Welt zwischen dem 10. und 20. Jahrhundert. Der Autor hat festgestellt, dass viele, die er zu diesem Thema befragte, direkt an das 20. Jahrhundert dachten, und hinterfragt das. Ian Mortimer geht davon aus, dass die Annahme, Veränderungen seien in früheren Jahrhunderten kaum spürbar gewesen, nicht korrekt ist, und das ist auch meine Vermutung.

Für mich sind die ersten Kapitel sehr interessant, weil ich mich mit mittelalterlicher Geschichte nur sehr wenig auskenne (mich interessiert ja besonders das lange 19. Jahrhundert) und es mir schwerfallen würde, zum Beispiel die Veränderungen im 11. Jahrhundert zu identifizieren. Im Kapitel zum 13. Jahrhundert waren Dinge wie Reisen, Handel und Verrechtlichung Thema. Die Ausgangsfrage ist übrigens ein tolles Diskussionsthema! Für welches Jahrhundert der Autor sich entscheidet, erfahre ich erst am Ende, und ich werde nicht spicken 😉

Das dritte Buch auf dem Bild ist „Das kleine Volk“ (Originaltitel etwas weniger märchenhaft: „The Various“), das ich in letzter Zeit ein bisschen nebenbei lese. Es ist der erste Band einer Trilogie, die ich bereits kenne, wobei ich nicht ganz sicher bin, ob ich bis zum Schluss dabei geblieben bin. Bei einem Bibliotheksbuch bin ich jedenfalls wieder darauf gestoßen und habe mir alle drei noch einmal für’s Regal besorgt.

Sie richten sich eher an jüngere Jugendliche, sind aber sehr ruhig erzählt und handeln von gar nicht typischen kleinen Wesen, und beim Anlesen in der Bibliothek hatte ich den Eindruck, dass ich die Geschichten heute lieber mögen könnte als damals. Ich bin gespannt, ob sich das bestätigt. Bisher finde ich „Das kleine Volk“ jedenfalls sehr angenehm.

18:15

Ich habe mal hier, mal da weitergelesen und zwischendurch beobachtet, wie das kleine Mädchen Tretautofahren lernt 😉 Der Rest vom Grießguglhupf ist nicht besonders ansehnlich, aber lecker. Und für die Badewanne und danach habe ich mir spontan „Totenstimmen“ mitgenommen, der dritte Teil einer Reihe um eine Friedhofsrestauratorin und ihre Geister. Ich weiß noch, dass ich den Reihenauftakt sehr mochte. Band 2 hat leider ein größeres Gewicht auf Amelia Grays Liebesleben gelegt. Band 3 fängt wieder so an und liest sich auch gerade etwas bemüht, aber vielleicht wird das noch.

Harry Dresden hat es inzwischen zur Konfrontation mit der oben erwähnten Person geschafft. Die Szene ist noch nicht zuende, aber es gilt, diverse Missverständnisse und falsche Annahmen zu klären. Darin lese ich in den nächsten Stunden auf jeden Fall noch weiter. Ein paar Neugierseiten habe ich außerdem in John Connollys „The Killing Kind“ weitergelesen… – Auch hier ein Ermittler in den USA, mit dem einen oder anderen potentiell übernatürlichen Element, aber eher im Thrillerbereich angesiedelt, sehr dunkel, sehr gut.

21:30

Ich denke, das wird für heute die letzte Aktualisierung hier, auch wenn ich noch weiter lesen möchte. Seit vorhin habe ich eine weitere Blogrunde gedreht, eine Folge der Sarah Jane Adventures geschaut (Torchwood muss ja erst hier ankommen…), Harry Dresden noch ein wenig begleitet (der gerade in einem sehr klassischen Kampf gegen jede Menge Ghule steckt) und mich mit meinem Smartphone rumgeärgert, das mich gerade keine Nachrichten mehr verschicken lässt.

Es war schön, wieder mal mit euch zusammen zu lesen! Die nächsten Lesesonntage sind ja schon in Planung, also wird die Durststrecke wohl nicht wieder so lang werden 😉

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Lesetag Ostermontag 2017

April 17, 2017 at 11:16 (Aktionen)

Die Winterkatze und Natira lesen schon seit Freitag gemeinsam und nutzen das ganze Osterwochenende. Ich schließe mich nur heute an, freue mich aber schon, endlich wieder an einem Lesetag teilzunehmen 🙂 Bisher habe ich zwar noch keine Zeile gelesen, aber ich bin startbereit, denn ich habe gefrühstückt und ein paar Minuten Pokemon Sonne gespielt (nach mehrwöchiger Abstinenz habe ich gestern wieder damit begonnen – meine Schwester hat es nämlich auch und bei Familienzusammenkünften kann man sich schön gegenseitig zum Weitermachen motivieren).

Mann und Kind sind gerade noch unterwegs und spazieren tapfer durch das regnerische Wetter. Ich werde gleich eine kleine Runde zu den Mitlesern drehen und dann überlegen, was ich lesen möchte. Mein Lesestapel ist zwar seit dem Start im Oktober etwas zerfasert, aber immer noch funktionsfähig. So sieht er momentan aus und daraus werde ich heute also meine Bücher auswählen:

„Complete Etiquette for Ladies“ ist eigentlich gar kein SuB-Buch, dafür habe ich „Sophie im Narrenreich“ auf dem Bild vergessen 😉 Momentan komme ich am schnellsten in „Once upon a Time in the North“ (einer Novelle aus dem „Dark Materials“-Universum), „Nevermore“ (dem ersten Roman zur Serie „Supernatural“) und „Ohne mich, Jeeves“ voran, aber das kann sich schnell wieder ändern. Mal sehen, welches Buch es wird – ich melde mich später wieder 🙂

14:30

Das kleine Mädchen hat sagenhafte 30 Minuten Mittagsschlaf gemacht, in denen ich immerhin ein Kapitel in „Nevermore“ gelesen habe. Zur Serie gibt es mehrere Romane, die wie Einzelfolgen ohne viel Metaplot funktionieren. Momentan schauen wir die fünfte Staffel, in der es vorrangig um die großen Entwicklungen geht – die urban legend-Folgen der ersten beiden Staffeln vermisst man da mitunter schon, was ein Grund für mich war, die Romane zu testen.

„Nevermore“ spielt zwischen zwei Folgen der zweiten Staffel, ist leichte Unterhaltung und bietet etwas Abwechslung, denn die Brüder sind in New York unterwegs. In der Serie sind die Schauplätze oft kleinere Orte, was viel zum Flair beiträgt, aber in der Großstadt haben sie mit Dingen zu kämpfen, die ihnen üblicherweise nicht begegnen – verstopfte Verkehrsadern, Parkprobleme und die NYPD 😉 Der Slang ist anstrengender zu lesen als zu hören, dafür mag ich die Grundidee um rituelle Morde nach dem Vorbild diverser E.A. Poe-Geschichten. Und ich glaube, sogar einen kleinen Harry Dresden-Verweis entdeckt zu haben („a woman in Chicago named Murphy“, als es um ein Netzwerk von Polizisten geht, die sich mit dem Übernatürlichen auskennen).

Zwischendurch habe ich mich wieder für einige Minuten zu Pokemon Sonne hinreißen lassen, aber jetzt wird weitergelesen 🙂

20:00

Ich habe „Nevermore“ weitergelesen. Mir fehlen nun noch knapp 100 Seiten bis zum Schluss, und die Brüder haben sich auf den Weg gemacht, um einen weiteren Mord zu verhindern. Ich finde es angenehm, dass ich die Figuren auch wiedererkenne, auch wenn natürlich ein Autor seine eigene Sicht auf diese mit einbringt. Romane zu Serien sind ja allgemein ein eher schwieriges Thema, aber „Nevermore“ unterhält mich weiterhin recht gut – ich kann es mir wirklich als eine Art Folge, die nicht verfilmt wurde, vorstellen.

In der Badewanne habe ich zu „Ohne mich, Jeeves!“ gewechselt. Im Original ist das wohl der achte Roman um Bertie Wooster und seinen Butler Jeeves, für mich ist es aber erst das zweite Buch von P.G. Wodehouse. Die Geschehnisse sind abgeschlossen, aber hin und wieder werden mir unbekannte, frühere Ereignisse erwähnt. Es ist wahrscheinlich empfehlenswert, Wodehouse auf Englisch zu lesen, aber auch auf Deutsch kann ich die Romane genießen, zumal das Englische wohl einige nicht ganz leicht verständliche Nuancen aufweist. Ich spiele mit dem Gedanken, sie mir zu einem späteren Zeitpunkt ergänzend noch auf Englisch anzuschaffen. „Ohne mich, Jeeves!“ heißt im Original „Joy in the Morning“ und stünde bei Interesse hier zum Reinhören bereit.

Verschiedene ungünstige Verwicklungen plagen Wooster, der sich derzeit plötzlich und sehr unwillkommen in einer Verlobung wiederfindet. Ich bin gespannt, auf welche Ideen zur Rettung Jeeves verfallen wird! Kennt ihr Wodehouse? Für Freunde des skurrilen, englischen Humors und des edwardianischen Settings sind seine Romane einen Blick wert.

Ich werde mich noch einmal bei den Mitlesern umsehen und dann, wie ich es Natira zugesichert habe, auf jeden Fall noch ein paar Seiten in Philip Pullmans „Once Upon A Time in the North“ lesen 🙂

23:00

Dies wird die letzte Aktualisierung für heute; danach lese ich noch ein paar Seiten in Ruhe, bis das Bett ruft. Wie versprochen habe ich – neben „Nevermore“ (da ich mich langsam dem Ende nähere, möchte ich es nun auch gerne demnächst auslesen) – in Pullmans Novelle gelesen.

„Once Upon A Time in the North“ hat gut 100 Seiten und ist ein Prequel zur mit „Der goldene Kompass“ beginnenden Trilogie. Die Ausstattung gefällt mir sehr gut – das Büchlein hat ein kleineres Format, ist illustriert und beinhaltet auch noch das Spiel „Peril of the Pole“, das auf dem Bild zu sehen ist.

Es geht um Lee Scoresby und dessen erste Begegnung mit dem Bären Iorek Byrnison. So weit bin ich noch nicht; ich habe Lees Landung im arktischen Novy Odense und seine ersten Schritte in der Stadt verfolgt. Dort halten sich auch Bären auf, die aber nicht besonders wohlgelitten sind. Gerade habe ich von einer Konfrontation mit einem Kandidaten für das Bürgermeisteramt gelesen. Bisher finde ich alles sehr nachvollziehbar und gut beschrieben und freue mich über die Rückkehr in Pullmans Welt 🙂

Der Lesetag heute war schön und ich hoffe, dass es bald wieder einen geben wird.

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Arianas Adventslesen 2016 – 4. Advent

Dezember 17, 2016 at 14:30 (Aktionen)

Schon ist der vierte Advent (und fast der Abschluss von Arianas Adventslesen) – trotzdem kann hier erst jetzt, nachdem wir geheiratet haben, der Blick wirklich auf das Weihnachtsfest gerichtet werden. Danke für eure Glückwünsche in den Kommentaren! Es war alles etwas turbulent, aber wir hatten tatsächlich eine schöne Feier und sogar ein paar Sonnenstunden. Kalt war es natürlich, und ich werde in den nächsten Tagen merken, ob die fast überstandene Erkältung zurückkommt.

Gelesen habe ich in der vergangenen Woche dafür kaum, was wohl verständlich ist. Ich hatte so viel im Kopf, dass es mir schwerfiel, mich auf Geschichten einzulassen. Ich habe mich weiter mit dem Planerkram beschäftigt, ein paar Stifte und Stempel besorgt und endlich mal die Tinte per Converter in meinen Füller eingefüllt, was ich schon seit Monaten machen wollte.

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Letztlich habe ich am ehesten in meinem Sachbuch „Der taumelnde Kontinent“ weitergelesen und stecke im Kapitel zum Jahr 1906, taste mich aber jetzt wieder an „A Boy Called Christmas“ heran.

Zwischendurch hatte ich einen kleinen Hänger, als Nikolas in den Norden reist und ein Rentier trifft. Erst die Ankunft in Elfhelm und die Geschehnisse dort haben mich wieder mehr fasziniert. Insgesamt ist das Buch bisher ein schönes Weihnachtsmärchen, und es macht Spaß, die verschiedenen Attribute von roter Mütze bis zum fliegenden Schlitten zu suchen, die zum Weihnachtsmann gehören und die nach und nach eingebunden werden.

Eine weihnachtliche Sache gab es noch: ich habe mir mehrere Storyworld-Kartensets gekauft, und eines davon ist ein Weihnachtsset. Falls ihr die Storycubes kennt – das funktioniert so ähnlich. Anhand der oft märchenhaften Motive auf den Karten kann man gemeinsam Geschichten erzählen, aber man könnte sie auch allein als Inspiration fürs Schreiben nutzen. Im Grundset sind 40 Karten und ein Büchlein mit verschiedenen Anregungen zur Nutzung enthalten. Ich finde die Bilder ganz überwiegend ziemlich schön. Sie sind so detailliert, dass wirklich schnell Ideen für eine Geschichte im Kopf entstehen, und wem das nicht reicht, der kann nach den Verbindungen zwischen den Karten suchen oder die Rückseite nutzen, auf der sich eine kurze Beschreibung und drei Fragen zur Karte finden (wenn ihr das Photo vergrößert, könnt ihr das für eine Beispielkarte auch lesen).

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Ich könnte mir vorstellen, dass es in kommenden Jahren Spaß macht, sich gemeinsam ein Märchen oder eine Geschichte zu Weihnachten zu erzählen, wenn meine Tochter sprechen gelernt hat 🙂 Ansonsten nutze ich sie eben selbst.

Heute und morgen habe ich nichts geplant außer mich auszuruhen, ich werde dann also gleich mal zu „A Boy called Christmas“ greifen… und die heutige Geschichte im Advents-LTB lesen 😉

19:30

Ich durfte mich heute ein wenig zurücklehnen und habe „A Boy called Christmas“ beendet 🙂 Es war auf jeden Fall eine Geschichte, die gut zu Weihnachten passt. Im Gedächtnis bleibt mir definitiv die Truth Pixie, die eine äußerst irritierende Freude daran hat, wenn sie Köpfe explodieren lassen kann… Weil an den vergangenen Wochenenden die Frage aufkam, ob das nun ein Einzelband ist: Es gibt ja nun noch „The Girl who saved Christmas“, aber „A Boy called Christmas“ kann als abgeschlossene Geschichte, wie der Jungle Nikolas zum Weihnachtsmann wird, gelesen werden. Auf der letzten Seite geht es dann um das Mädchen Amelia, die ein Weihnachtsgeschenk öffnet, und diese Amelia ist die Protagonistin des zweiten Buches. So hängen die beiden Geschichten wohl zusammen, müssen aber nicht beide gelesen werden.

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Heute zum Tee haben wir uns übriggebliebene Hochzeitstorte und Winterdarjeeling mit Kakaoschalen und Orangen schmecken lassen. Ansonsten steht nun auch endlich ein Tag fest, an dem ich mit einer Freundin den Weihnachtsmarkt besuchen werde – es klappt erst am Tag vor Weihnachten, aber hey, Hauptsache, es wird noch etwas! Und ich finde, eine Dezemberhochzeit ist eine gute Ausrede 😉

Neu auf meinem Lesestapel für das gelesene Buch ist nun „Die Tote von Charlottenburg“, das ich schon irgendwann im Sommer begonnen und dann erst einmal liegengelassen hatte. Der Krimi spielt 1923 und führt Kommissar Leo Wechsler diesmal ins Krankenhausmilieu. Ich nehme an, dass Euthanasie eine Rolle spielen wird, zumal schon medizinische Versuche angesprochen wurden. Historische Krimis lese ich im allgemeinen wesentlich lieber als Thriller, und in dieser Reihe habe ich mich nun schon bis zum dritten Band vorgearbeitet.

Weiterhin steht noch „Die silberne Königin“ auf dem Programm. Ina hat es schon gelesen und ich bin etwa bei zwei Dritteln. Ich kann die negativen Reaktionen auf die zweite Hälfte gut verstehen – ich bin auch nicht begeistert davon, dass sich das schöne Setting gerade auf ein Kammerspiel mit zwei nicht allzu interessanten Figuren reduziert hat und die Geschichte mehr oder weniger auf die alte Liebesgeschichte zwischen der Streberin und dem Bad Boy hinausläuft, um es überspitzt zu sagen. Es gibt aber weiterhin schöne Elemente und immer wieder auch sehr stimmungsvolle Sätze. Mal schauen, wie mir der Rest gefällt…

Momentan möchte ich aber eigentlich noch nicht gleich wieder zum Buch greifen, sondern im Internet herumstöbern, um Youtube-Hintergrundgerede und SuB-Übertragung für 2017 weiterzuführen. Aber der Abend hat ja gerade erst begonnen 🙂

Sonntag, 13:15

Gestern abend habe ich dann tatsächlich nur noch wenig gelesen – genau genommen ein paar Seiten in Diana Wynne Jones‘ „The Pinhoe Egg“, dem letzten Chrestomanci-Band -, aber ich habe die entspannten Stunden trotzdem sehr genossen. Unter anderem habe ich entdeckt, dass eine Booktuberin, die ich mag, ihre Videos wieder verfügbar gemacht und neue gedreht hat. Danach musste ich dann gleich noch weiteres zum Thema #victober sichten (ich muss über den dazugehörigen Tag nachdenken). Und hier kam ich auf „Little Nemo“, eigentlich Comics, aber auch ein Film. Kennt das jemand von euch? Ich bin sehr neugierig darauf geworden.

Ich merke, dass ich jetzt die Hektik der vergangenen Wochen hinter mir lassen kann, zumal mein Mann (ich muss mich noch daran gewöhnen 🙂 ) für den Rest des Jahres nicht mehr arbeiten gehen muss.

Gerade sind Mann und Kind zum Spaziergang aufgebrochen, und ich will mich gar nicht so lange mit dem Schreiben aufhalten, sondern mich lieber noch ein wenig dem Lesen widmen (die Bücher bleiben aktuell). Ich melde mich aber später wieder!

18:30

Wir haben uns heute einen Rehbraten zum 4. Advent gegönnt (eignete sich nicht so gut für ein Photo, aber der Geschmack zählt ja), das Baby hat quasi Apfel-Zimt-Porridge zum Nachmittag bekommen. Der abendliche Versuch, ihr mit den neuerstandenen „Christmas Tales“-Karten eine Geschichte zu erzählen, scheiterte daran, dass sie Bauchweh hatte – so ist das halt 😉

Theoretisch hätten wir heute zum Tee Plätzchen gegessen, aber da immer noch ein wenig Kuchen von der Hochzeitsfeier da war, hat uns der gereicht. Ich hätte euch gerne etwas mehr weihnachtliche Bilder gezeigt, aber diesen Dezember war das eben etwas sekundär, zumal ich die Wohnung auch nicht dekoriere. Aber ich habe wider Erwarten die drei Bücher, die ich im ersten Adventslesebeitrag vorgestellt habe („Weihnachten bei den Elchen“, „Christmas Stories“ und „A Boy called Christmas“), beendet und mir so ein wenig Weihnachtsstimmung verschafft.

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Meine freie Nachmittagsstunde habe ich dann doch überwiegend mit der Blogrunde verbracht, aber im Laufe des Tages habe ich trotzdem einige Seiten in „Die silberne Königin“ geschafft.

Ich mag die Liebesgeschichte leider gar nicht und finde sie so widersinnig wie kitschig. Vielleicht ist das aber auch nur mein Problem; ich finde Romanzen in Büchern oft irgendwie unnötig – einer der Gründe, warum ich Kinderbücher mag. Außerdem ärgere ich mich über gewisse Glasfüße, da sie mich unheimlich an Ali Shaws „Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ erinnern (ein Buch, das ich sehr mochte). Von der Meckerei abgesehen liest sich das Buch aber immer noch weitgehend schön, auch durch das eingefügte Märchen.

Oh, und wir haben gerade einen Teil des Hochzeitsgeldes in einen New 3DS XL investiert. Zwar besitzen wir einen 3DS XL, aber ab und an würden wir eben gerne auch mal parallel spielen… 🙂

23:30

Ich habe zwar nicht viel mehr zu berichten, möchte mich aber doch nicht sang- und klanglos aus dem Wochenende verabschieden. Vielleicht gibt es ja noch einen Beitrag (ich weiß nicht, wie das so gedacht ist, an sich endet das Adventslesen ja erst zu Weihnachten), aber falls nicht, bedanke ich mich an dieser Stelle schon mal bei Ariana für die Organisation und allen Mitstreitern. Das Herbst- und das Adventslesen gehören für mich zum Jahresende hin schon richtig dazu, und ich bin sehr froh, dass beides auch in diesem Jahr wieder zustande kam.

In „Die silberne Königin“ fehlen mir nun noch knapp 100 Seiten. Ich kann mir gar nicht recht vorstellen, was auf so vielen Seiten noch geschehen könnte, aber das wird sich zeigen. Jedenfalls möchte ich es in den nächsten Tagen beenden und kann dann auf eine ganz gute Adventslesebilanz blicken 🙂

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Arianas Adventslesen 2016 – 3. Advent

Dezember 10, 2016 at 11:04 (Aktionen)

advent_2014Mal sehen, ob wir an diesem Samstag wieder eher wenige Mitleser sind – einige schließen sich erst am richtigen Adventssonntag an, aber ich möchte auch heute den Wochenendbeitrag für das Adventslesen bei Ariana schon jetzt starten 🙂 Die Weihnachtsstimmung kommt dadurch, dass die Hochzeitsvorbereitungen immer noch den Großteil der Energie in Anspruch nehmen, erst langsam herangekrochen.

Am Dienstag hat uns ein Nikolauspäckchen erfreut, und ich habe mit „Weihnachten bei den Elchen“ und den „Christmas Stories“ bereits zwei passende Bücher beendet (in beiden hatte ich nicht mehr sehr viel zu lesen). Davon abgesehen ärgert mich immer noch die Erkältung, weshalb ich mir für heute einen Ruhetag im Bett ausgebeten habe. Mal sehen, wie gut das funktioniert, aber wenn ich mich über’s Wochenende nicht erhole, wird es vor der Hochzeit gar nichts mehr.

Zur Einstimmung ein Nikolausbild – später mehr 🙂

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Gerade lese ich übrigens eher unweihnachtlich den zweiten Teil der „Land of Stories“-Reihe („The Enchantress Returns“), auf das ich gestern plötzlich richtig Bock hatte. Mir fehlen nur noch 60 Seiten, also könnte es sein, dass ich es heute fertig lese. Andererseits spielt die Reihe in einer Märchenwelt, und der Winter ist für mich auch immer die schönste Zeit, um Märchen zu lesen. Geht euch das auch so?

19:15

Den Tag habe ich tatsächlich überwiegend allein im Schlafzimmer verbracht. Vor allem das Schweigen hat meiner Stimme gut getan. Hoffentlich kann ich mich morgen auch wieder ein, zwei Stunden zurückziehen. Und zum Lesen war die Zeit auch schön – ich habe „The Enchantress Returns“ beendet. Der Handlungsstrang ist damit erst einmal beendet. Ursprünglich waren auch nur zwei Bände angedacht, inzwischen ist der Stand, dass es sechs werden. Der Autor Chris Colfer ist offenbar vielen als Schauspieler bekannt; mir nicht, ich hab die Reihe einfach irgendwann im Buchladen entdeckt und mochte die Illustrationen 😉

Später habe ich noch zu „Ghost Town“ gegriffen und bin ordentlich vorangekommen. Mir fehlen noch 80 Seiten, auch hier ist also ein Ende in Sicht 🙂 Dabei handelt es sich übrigens um den neunten Teil der Morganville Vampires, einer meiner liebsten Vampirreihen (ja, die lese ich immer noch weiter, auch wenn der Trend lange vorbei ist) mit einer Protagonistin, die ich wirklich mag, was leider im YA-Bereich nicht so häufig vorkommt.

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Weihnachtsflair versprühen gerade nur die Plätzchen, die uns von familiärer Seite in großzügiger Menge geschickt wurden 🙂

Sonntag, 18:15

Gut, dass ich gestern schon begonnen hatte – heute habe ich nämlich lesetechnisc nicht so unheimlich viel beizusteuern. Statt weihnachtlicher Besinnlichkeit tollt hier eher der Putzteufel durch die Wohnung. Zum einen müssen wir alles für die Hochzeit einigermaßen auf Vordermann bringen, zum anderen ist bei mir das Ende des Jahres oft eine Zeit, in der ich am liebsten umräumen, neu gestalten und aussortieren möchte.

Ansonsten bin ich heute nicht wirklich in Leselaune und habe stattdessen Stempelzeug für mein Bullet Journal bestellt (ein neues Thema für mich). Ich nutze das nun seit Juni und finde es sehr praktisch (allein die Liste, auf der ich alle Passwörter gesammelt habe, die man nur einmal im Jahr braucht), alles in einem zu haben. Allerdings fehlt gerade in den hektischsten Zeiten, in denen man die Organisation am meisten benötigt, die Muße zum Eintragen. Gestern erst habe ich die Übersicht für den Monat Dezember gemacht, und heute werde ich diese Seite abschließen und mich noch der nächsten Woche im Detail widmen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Essensplanung… Außerdem bin ich dabei, meinen SuB für 2017 zu übertragen und die Neuerscheinungsliste zu füttern, und werde mir dazu ein paar Youtube-Videos anschauen 🙂

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Ich schreibe gerne mit der Hand, und in diesem Jahr hat es mir auch sehr viel Spaß gemacht, das Zeichnen wiederzuentdecken. Wahnsinn, wieviele Stifte und Krimskrams sich durch das Bullet Journal und die Malbücher angesammelt haben!  Soviel zu meiner (geplanten – der Babyfaktor ist wie immer unsicher) Abendgestaltung, aber erst einmal schaue ich endlich bei allen Mitlesern vorbei.

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