[Review] Mai-Lektüre

Juni 11, 2017 at 13:11 (Review)

Die erste Hälfte des Monats Mai habe ich gefühlt nur Sarah J. Maas gelesen. Erst in der zweiten Monatshälfte hatte ich wieder mehr Muße zum Lesen. Dann brauchte ich etwas Abwechslung und habe sogar meinen Klassiker und mein Sachbuch vom Stapel beendet. Zwischendurch war ich vollkommen versunken in eine Kurzgeschichtensammlung.

1./2. Sarah J. Maas: A Court of Thorns and Roses / A Court of Mist and Fury (Prythian 1+2)

Das war unerwartet. Nachdem mich der Anfang von ACoTaR eher langweilte, hatte ich mich plötzlich richtig festgelesen. Manches, was ich zu Beginn nicht ganz nachvollziehbar fand, klärte sich auch zum Ende hin auf, sodass ich meine Bewertung in der zweiten Hälfte nach oben korrigierte. Beim zweiten Band ging es mir ein bisschen anders, den fand ich zu Beginn besser als im letzten Drittel (Rhysand entpuppte sich leider als richtiger Softie, was die Szenen mit ihm irgendwie ruinierte), obwohl das tatsächliche Ende auch wieder gelungen ist. Man sollte vielleicht nicht zu intensiv über die Romane nachdenken, denn sie sind keineswegs fehlerlos, aber während ich so im Lesefluss war, habe ich sie über weite Strecken wirklich sehr genossen.

3. Nina Blazon: Lillesang

Ich habe schon viele Bücher von Nina Blazon gelesen, dieses reiht sich in die Romane für eine etwas jüngere Zielgruppe ein. Hübsch düstere Meerjungenfrauengeschichte mit dänischem Lokalkolorit.

4. Martin Suter: Allmen und der rosa Diamant (Allmen 2)

Nett. Nicht ganz so nett wie der erste Band um Allmen, den Lebemann, und sein Faktotum Carlos, aber trotzdem. Ein entspannter Krimi mit einem etwas anderen Ermittler, dessen IT-Thema diesmal nicht ganz so gut zur Reihe passt wie die Libellenschalen. Liest sich amüsant und schnell, ist auch nicht umfangreich.

5. The Very Best of Charles de Lint

Dieses Buch habe ich sehr genossen! Ich wollte eigentlich nur ein oder zwei Kurzgeschichten aus dem Band lesen, aber irgendwann hat mich die imaginäre Stadt Newford richtig eingefangen. De Lint hat um die 15 Bücher, Romane und Kurzgeschichtensammlungen, geschrieben, die in dieser Stadt spielen – eine mystisch-folkloristisch angehauchte Urban Fantasy aus der prä-kickass heroine-Zeit, von der ich unbedingt mehr lesen muss. Sieht man dann auch, wenn ich meine Neuzugänge zeige.

6. Philipp Blom: Der taumelnde Kontinent ~ Europa 1900-1914

Ich habe ziemlich lange für dieses Sachbuch gebraucht, was durchaus auch darauf zurückzuführen ist, dass ich nicht immer glücklich damit war. Der Einstieg war gut, auch die Prämisse, die Epoche als eine in sich spannende und dynamische Zeit zu verstehen und nicht nur als Vorkriegsjahre, gefällt mir nach wie vor. Auf politische Entwicklungen geht Blom daher nur am Rande ein. Der Stil ist anekdotenhaft, mitunter reißerisch. Gefallen haben mir in erster Linie die Kapitel zu Themen, mit denen ich mich weniger auskenne, etwa zum Kongo oder zum Schiffsbau, aber auch aus anderen Kapiteln habe ich einiges mitgenommen.

Was ich nicht mochte, war der Fokus; Blom schreibt wie ein Geisteswissenschaftler in dem Sinne, der mir nicht liegt, nämlich mit einer ärgerlichen Überbetonung von Genderfragen, Psychoanalye und moderner Kunst. Vor allem ersteres ging mir mächtig auf den Zeiger, auch weil es mich schlicht wenig interessiert – fortwährend vor allem in den mittleren Kapiteln schwadroniert er über die Krise der Männlichkeit und die Frauenbewegung, wobei mich gelegentlich krampfhaft sexualisierte Deutungen egal welchen Themas, Wiederholungen und einseitige Wertungen gestört haben. Beim Thema Nervenkrankheiten wird beispielsweise der Aspekt, wie eine Modekrankheit funktioniert, völlig außer acht gelassen. Für mich eine mittelmäßige Lektüre.

7. W.S. Maugham: Der Magier

Mein erstes Buch von Maugham, ein „parapsychologischen Roman“ aus dem Umfeld der Pariser Bohème, dem ein sehr sympathisches autobiographisches Fragment vorangestellt ist. Die Bezüge zu Aleister Crowley (das Vorbild für Oliver Haddo) haben mich sehr amüsiert, die Personen sind teilweise hervorragend beschrieben, und der schwere, blumige Stil hat hervorragend zum Thema gepasst.

8. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel (Carbonel 2)

Ein englischer Kinderbuchklassiker zum Wohlfühlen aus den 60er Jahren um sprechende Katzen und viel Hexenzauber. Rosemary und John kennt man schon aus dem Vorgänger, und das Katzenkönigreich ist eine wirklich schöne Idee.

9. Perplies/Humberg: Jagd auf den Unsichtbaren (Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler 2)

Immer noch finde ich die Darstellung der aus dem Holmes-Kanon bekannten Figuren mäßig bis unpassend, aber da es um diese nur am Rande geht, kann ich das verschmerzen. Die Abenteuer von Lucius und seinen Freunden haben nämlich viele Elemente, die ich mag, ich wünschte nur, sie wären etwas tiefgehender. Leider trauen deutsche Kinderbücher den Lesern oft weniger zu als die englischsprachigen Middle Grade-Bücher – dazu passt eigentlich wenig, dass Anspielungen wie „Carnacki, der Geisterfinder“ eher von Erwachsenen verstanden werden dürften (ich habe mich sehr darüber gefreut!).

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[Ich lese] Von Doppelgängern

Juni 4, 2017 at 18:44 (Ich lese)

Ganz zufällig haben die ersten beiden Bücher vom Sommerstapel, in denen ich mich festgelesen habe, eine Gemeinsamkeit. Es geht nämlich um Doppelgänger. Dabei sind Genres und Geschichten sonst eigentlich recht verschieden.

„Totengleich“ ist der zweite Teil von Tana Frenchs „Dublin Murder Squat“-Krimireihe. Schon der Vorgänger „Grabesgrün“ hat mir gefallen, vor allem durch die ausführlichen Schilderungen und das besondere Augenmerk auf Charaktere. Beides wird wohl auch „Totengleich“ interessant machen, obwohl die Prämisse weit hergeholt scheint. Ermittlerin Cassie Maddox wird zu einem Tatort gerufen – die Leiche sieht ihr nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sondern trägt auch einen Studentenausweise bei sich, demzufolge es sich bei ihr um Lexie Madison handelt, Cassies Alter Ego aus einer früheren Undercoveroperation… Um den Mörder zu finden, soll Cassie sich als die Tote ausgeben (Bonus: momentan erinnert mich manches enorm an Donna Tartts „Geheime Geschichte“ 🙂 ).

„The Ivy Tree“ gehört wohl ins Genre Romantic Suspense, in dem ich nicht so bewandert bin, aber auch dieser Roman bietet umfangreiche Beschreibungen etwa der Landschaft Northumberlands; außerdem gelingt es Mary Stewart, dass mich die Figuren interessieren (also eine weitere Gemeinsamkeit neben dem Doppelgängermotiv), was ich gar nicht erwartet hatte. Hier besucht Mary Grey England und wird dort prompt mit der totgeglaubten Annabel verwechselt. Ein Geschwisterpaar überredet sie dazu, in der Rolle Annabels nun quasi nach Hause zurückzukehren und ihr Erbe anzutreten.

In beiden Romanen gibt sich also eine Frau als eine andere aus, die ihr extrem ähnlich sah. Ich mag solche Lesezufälle! Momentan habe ich 100 bzw. 150 Seiten gelesen.

 

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7 SuB-Bücher ~ Juni 2010-2016

Juni 1, 2017 at 10:00 (vorgestellt)

Ein kürzlich irgendwo gesehener Rückblick auf den Buchkaufmonat Juni 2016 unter der Fragestellung, welche Bücher davon bereits gelesen wurden oder nicht, hat mich ein bisschen angefixt. Um das sinnvoll zu beantworten, besitze ich zwar schlicht zu viele ungelesene Bücher, aber ich habe stattdessen einen Blick in meine Aufzeichnungen geworfen, die ich passenderweise seit Juni 2010 führe, und mir aus jedem Jahr bis hin zu 2016 ein im Juni erworbenes Buch ausgewählt, das ich spontan gerne lesen würde.

Tatsächlich konnte ich für jedes Jahr ein Buch finden, nur Juni 2010 (wo es nur noch ein einziges ungelesenes Buch gibt) und Juni 2011 (dort kam nur eines wirklich in Frage; dieses wird mir dafür höchstwahrscheinlich sehr gefallen) bestand nicht mehr viel Auswahl. Ich mag den Stapel, der auf diese Weise zustande gekommen ist – nicht nur, weil ich offenbar nie genug Stapel errichten kann – und würde gerne im kommenden Monat in das eine oder andere davon reinlesen.

„The Night Parade“ erinnert mich daran, dass in Japan Geister eher zum Sommer als zur kalten Jahreszeit gehören. Auch für „Krieg der Welten“ wäre gerade eine gute Zeit: letztes Jahr wäre H.G. Wells 150 Jahre alt geworden, und vor 120 Jahren erschien dieser Roman (deshalb gibt es auch so viele neue Editionen). In „Schwertschwester“ habe ich direkt eine Geschichte von Charles de Lint entdeckt, von dem ich gerade jede Menge lesen möchte. Der dritten Teil der „Dunkler Turm“-Reihe von Stephen King ist von den Büchern das einzige, das ich schon begonnen habe; tatsächlich habe ich es schon zur Hälfte gelesen.

 

H.G. Wells: Krieg der Welten (2014)

Robert van Gulik: Das Phantom im Tempel (2011)

Amanda Stevens: Totenstimmen (2015)

Stephen King: tot (2012)

Marion Zimmer Bradley (Hrsg.): Schwertschwester (2013)

J.R.R. Tolkien: Morgoth’s Ring (2010)

Kathryn Tanquary: The Night Parade (2016)

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[Lesen durch das Jahr] Sommerbücher

Mai 31, 2017 at 21:59 (Lesen durch das Jahr)

Im Sommer greife ich gerne mal zu einem Thriller, deshalb finden sich auch in diesem Jahr auf dem Sommerstapel für die Monate Juni, Juli und August wieder einige Bücher, die zu diesem Genre oder auch zu Mystery, Krimi und Horror passen. Urban Fantasy ist ebenfalls vertreten (es wird wirklich Zeit, „Harry Dresden“ weiterzulesen), ein moderner Klassiker von Evelyn Waugh und ein Kinderbuch, das zufällig im Hochsommer spielt und das ich deshalb auch dann lesen wollte 🙂 Insgesamt ist der Stapel äußerst optimistisch ausgefallen, weil fünf der zehn Bücher relativ umfangreich sind – ich bin gespannt, wie weit ich komme.

 

John Connolly: The Killing Kind

Jim Butcher: White Night

Evelyn Waugh: Scoop

Stephen King: Schlaflos

Tana French: Totengleich

Steve Hockensmith: Weiße Magie ~ mordsgünstig

Garcia/Stohl: Beautiful Darkness

Mary Stewart: The Ivy Tree

Scarlett Thomas: Das Ende der Geschichten

Sabine Städing: Zauberhut und Bienenstich

 

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[Neuerscheinungen] Juni

Mai 26, 2017 at 10:34 (vorbestellt)

Im Juni erscheinen einige Bücher, die mich interessieren, aber die ich nicht unbedingt sofort haben muss. Ich freue mich aber zum Beispiel sehr, dass „Frauen der 1920er Jahre“ eine Taschenbuchausgabe bekommt, weil mir das Hardcover immer zu teuer war. Übrigens sind drei der Neuerscheinungen vom Manesse Verlag, der in diesem Monat wirklich auffällig häufig vertreten ist.

Kelley Armstrong: Cainsville ~ Dunkles Omen

Olivia Taylor-Jones führt ein Leben wie aus dem Märchen: Sie ist schön, sie ist reich und sie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit einem aufstrebenden jungen Politiker. Doch dann zerbricht ihre heile Welt in tausend Scherben, als sie durch einen Zeitungsartikel in der Boulevardpresse erfährt, dass sie adoptiert wurde und ihre leiblichen Eltern wegen mehrfachen Mordes im Gefängnis sitzen. Um die Wahrheit über ihre Familie herauszufinden, reist Olivia in den Heimatort ihrer Eltern – nach Cainsville. Doch in dem hübschen kleinen Städtchen sind die Dinge so gar nicht, wie sie zu sein scheinen …

Charles Baudelaire: Wein und Haschisch

Wer Charles Baudelaire ausschließlich als Verfasser der dunkel-brillanten Gedichte aus «Die Blumen des Bösen» kennt, lässt sich ein wahres Lesevergnügen entgehen. In seinen geist- und pointenreichen Essays vergleicht Baudelaire die unterschiedlichen – und nicht gleichermaßen empfehlenswerten – Wirkungen von Wein und Haschisch, gibt jungen Schriftstellerkollegen Tipps zum Umgang mit Gläubigern, schildert seine Begeisterung nach der ersten Aufführung einer Wagner-Oper in Paris oder erteilt Ratschläge, wie man das Glück in der Liebe finden kann. In dieser exklusiven Zusammenstellung in Neuübersetzung begegnet uns der feinsinnige Ästhet als ironischer Lebenskünstler, als hellsichtiger Literaturkritiker und als wortmächtiger Protagonist der Pariser Boheme. Gebunden in dunkelroten Samt mit Glanzfolienprägung, ist der Band zudem ein bibliophiler Hingucker.

A.K. Benedict: Die Seelen von London

Glauben Sie an Geister? Nein? Dann geht es Ihnen wie Detective Inspector Jonathan Dark, der in London einen Frauenmörder jagt. Gerade erst hat das potentielle Opfer, die blinde Maria, bei einer ihrer „Schatzsuchen“ im Schlamm der Themse einen menschlichen Finger gefunden. Darauf ein gelber Diamantring und eine Botschaft in Braille-Schrift: „Willst du mich heiraten, Maria?“
Wenn Jonathan Dark Maria retten will, muss er lernen, seiner Intuition zu vertrauen. Und den Seelen, die unsichtbar zwischen den Lebenden wandeln und ihre ganz eigenen Rachepläne hegen.

Thomas Bleitner: Frauen der 1920er Jahre (TB)

In den 1920er Jahren war vieles wagemutiger, unkonventioneller und exzessiver als heute. Keine Zeit hat so viel Glamour, Stil und Avantgarde hervorgebracht, und eine nie gekannte Experimentierlust erobert Bühnen, Kunstateliers, den Sport und so manches Schlafzimmer. Frauen machen den Flug- und Führerschein, sie greifen zur Filmkamera, sie designen eine neue Mode, sie rauchen und trinken und tanzen fröhlich am Abgrund. Thomas Bleitner stellt in diesem opulent bebilderten Band legendäre und unvergleichliche Frauen aus Film, Fotografie, Sport, Mode und Kunst vor, die in den 1920er Jahren in Berlin, Paris und New York alte Rollenmuster auf den Kopf stellten und damit für Furore sorgten.

Chris Colfer: An Author’s Odyssey (TB)

In the highly anticipated continuation of the Land of Stories series, Conner learns that the only place to fight the Masked Man’s literary army is inside his own short stories! When the twins and their friends enter worlds crafted from Conner’s imagination, finding allies no one else could have ever dreamed of, the race begins to put an end to the Masked Man’s reign of terror. Can the twins finally restore peace in the fairy tale world?

 

 

916fybmhm7lTheodora Goss: The Strange Case of the Alchemist’s Daughter

Mary Jekyll, alone and penniless following her parents’ death, is curious about the secrets of her father’s mysterious past. One clue in particular hints that Edward Hyde, her father’s former friend and a murderer, may be nearby, and there is a reward for information leading to his capture… a reward that would solve all of her immediate financial woes. But her hunt leads her to Hyde’s daughter, Diana, a feral child left to be raised by nuns. With the assistance of Sherlock Holmes and Dr. Watson, Mary continues her search for the elusive Hyde, and soon befriends more women, all of whom have been created through terrifying experimentation: Beatrice Rappaccini, Catherin Moreau, and Justine Frankenstein. When their investigations lead them to the discovery of a secret society of immoral and power-crazed scientists, the horrors of their past return. Now it is up to the monsters to finally triumph over the monstrous.

Henry James: Die Kostbarkeiten von Poynton

Wertvolle Gobelins, Elfenbeinschnitzereien, edle Bronzen und alte spanische Altardecken … Adela Gereth hat in «Poynton Park», ihrem Landsitz aus dem 17. Jahrhundert, lebenslang leidenschaftlich erlesene Einrichtungsgegenstände aus ganz Europa gesammelt. Dass nun weder Sohn Owen noch die von ihm umworbene Mona Brigstock diese Kostbarkeiten zu würdigen wissen, bereitet Adela Kopfzerbrechen. Dass das junge Paar sie ausquartieren will, bringt sie gar an den Rand der Verzweiflung. Dabei hat sie in Fleda Vetch doch bereits eine adäquate und sachkundige Schwiegertochter ausgemacht. Fleda findet tatsächlich nicht nur Gefallen am Haus, sondern auch an Owen – und sitzt plötzlich zwischen allen Stühlen. Bekannt für seine sprachliche wie psychologische Raffinesse, lässt uns Henry James auch mit diesem Roman wieder in die Abgründe menschlicher Beziehungen blicken.

Carmen Korn: Zeiten des Aufbruchs

1949: Die vier Freundinnen Henny, Käthe, Ida und Lina stammen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen. Dabei sind sie im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst nicht weit voneinander entfernt aufgewachsen. Seit Jahrzehnten schon teilen sie Glück und Unglück miteinander, die kleinen Freuden genauso wie die dunkelsten Momente. Hinter ihnen liegen zwei Weltkriege. Hamburg ist zerstört. Doch mit den Fünfzigern beginnt das deutsche Wirtschaftswunder. Endlich geht es aufwärts: Hennys Tochter Marike wird Ärztin, Sohn Klaus bekommt eine Stelle beim Rundfunk. Ganz neue Klänge sind es, die da aus den Radios der jungen Republik schallen. Lina gründet eine Buchhandlung, und auch Ida findet endlich ihre Berufung. Aufbruch überall. Nur wohin der Krieg Käthe verschlagen hat, wissen die Freundinnen noch immer nicht. Im zweiten Teil ihrer Jahrhundert-Trilogie erzählt Carmen Korn mitreißend von der deutschen Nachkriegszeit, den pastellfarbenen Fünfzigern und der Aufbruchsstimmung der Sechzigerjahre.

Victor LaValle: The Changeling

When Apollo Kagwa’s father disappeared, all he left his son were strange recurring dreams and a box of books stamped with the word IMPROBABILIA. Now Apollo is a father himself—and as he and his wife, Emma, are settling into their new lives as parents, exhaustion and anxiety start to take their toll. Apollo’s old dreams return and Emma begins acting odd. Irritable and disconnected from their new baby boy, at first Emma seems to be exhibiting signs of postpartum depression, but it quickly becomes clear that her troubles go even deeper. Before Apollo can do anything to help, Emma commits a horrific act—beyond any parent’s comprehension—and vanishes, seemingly into thin air. Thus begins Apollo’s odyssey through a world he only thought he understood, to find a wife and child who are nothing like he’d imagined. His quest, which begins when he meets a mysterious stranger who claims to have information about Emma’s whereabouts, takes him to a forgotten island, a graveyard full of secrets, a forest where immigrant legends still live, and finally back to a place he thought he had lost forever.

Seanan McGuire: Down among the Sticks and Bones

Twin sisters Jack and Jill were seventeen when they found their way home and were packed off to Eleanor West’s Home for Wayward Children. This is the story of what happened first… Jacqueline was her mother’s perfect daughter–polite and quiet, always dressed as a princess. If her mother was sometimes a little strict, it’s because crafting the perfect daughter takes discipline. Jillian was her father’s perfect daughter–adventurous, thrill-seeking, and a bit of a tom-boy. He really would have preferred a son, but you work with what you’ve got. They were five when they learned that grown-ups can’t be trusted. They were twelve when they walked down the impossible staircase and discovered that the pretense of love can never be enough to prepare you a life filled with magic in a land filled with mad scientists and death and choices.

Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (Fischer Klassik-Ausgabe)

Ein Militär-Internat zur Zeit der Donaumonarchie: Die Kadetten Törleß, Reiting und Beineberg überführen ihren Mitschüler Basini des Diebstahls und missbrauchen ihn als Versuchsobjekt. Robert Musils berühmte Schülergeschichte aus dem Jahr 1906 erzählt nicht nur von den Unsicherheiten und Abgründen der Pubertät, sondern auch von den Gewaltpotentialen am Vorabend des Ersten Weltkriegs. 1966 von Volker Schlöndorff verfilmt, ist Musils Roman eine bis heute aktuelle Parabel über Gleichgültigkeit und Gewalt.

Daniel Polansky: A City Dreaming (TB)

Imagine a city within a city, where monsters walk the street and magic fills the night. This is New York, but not as you know it. This New York is a city of magic and monsters. Where ordinary people live alongside demons and nightmares, completely unaware of them. New York is home to M, a man with a past… and a secret. He knows more about the creatures who call his city home than anyone else in the world. He walks between the two worlds, at home in neither but more than comfortable in both. M is the man the monsters call when things get bad. And things are about to get really, really bad.

Laura Ruby: York (TB)

It was 1798 when the Morningstarr twins arrived in New York with a vision for a magnificent city: towering skyscrapers, dazzling machines, and winding train lines, all running on technology no one had ever seen before. Fifty-seven years later, the enigmatic architects disappeared, leaving behind for the people of New York the Old York Cipher—a puzzle laid into the shining city they constructed, at the end of which was promised a treasure beyond all imagining. By the present day, however, the puzzle has never been solved, and the greatest mystery of the modern world is little more than a tourist attraction. Tess and Theo Biedermann and their friend Jaime Cruz live in a Morningstarr apartment—until a real estate developer announces that the city has agreed to sell him the five remaining Morningstarr buildings. Their likely destruction means the end of a dream long held by the people of New York. And if Tess, Theo, and Jaime want to save their home, they have to prove that the Old York Cipher is real. Which means they have to solve it.

Upton Sinclair: Boston

Glamour, Jazz und endlose Partys: Das waren die Roaring Twenties. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit – Upton Sinclair zeigt uns die ganze. Denn während die Happy Few feierten, wurden die Massen mittels brutaler Klassenjustiz niedergehalten. Am Beispiel der einflussreichen Ostküsten-Sippe Thornwell zeigt «Boston», wie das System staatlich sanktionierter Korruption funktionierte. Als Kulminationspunkt dient der Schauprozess gegen die zwei bekanntesten Justizopfer der amerikanischen Geschichte, Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die 1927 wegen Mordes hingerichtet wurden. In diesem ergreifenden Buch geht es um die moralische Glaubwürdigkeit offizieller Repräsentanten und Institutionen, um Menschenliebe und Bürgerpflicht, um Gerechtigkeit und den Mut zur Wahrheit.

Francis Spufford: Neu-York

1746 in einer kleinen englischen Kolonialstadt an der Spitze der Insel Manhattan: Neu-York wirkt auch Jahrzehnte nach der Eroberung durch die Briten immer noch recht holländisch; die alteingesessenen Familien reden Englisch mit Akzent, am Hafen weht der Union Jack über schmalen Fachwerkhäusern, am anderen Ende der Stadt ist der Broad Way (vorher Breede Weg) auf Höhe der Wall Street durch ein Tor versperrt. Draußen hängen Skalps: Verbündete Indianerstämme haben sie französischen Soldaten abgenommen. Eines Tages steigt ein Brite namens Smith im Regen von einem aus London kommenden Segler. Der junge Mann scheint über Geld zu verfügen, er trägt den Wechsel einer Londoner Bank mit sich. Schnell findet er Zugang zur Gesellschaft, wird er zu einer Berühmtheit in der Stadt. Leider auch bei den Falschen: Smith wird überfallen und ausgeraubt. Niemand darf von der prekären neuen Lage erfahren, das Schuldgefängnis droht. Und dann kommt Smiths Affäre mit der Frau eines hohen Offiziers ans Licht. Ein Duell ist unumgänglich, und ausgerechnet sein bester Freund fordert ihn, ein exzellenter Fechter. Doch dann nimmt das Schicksal unseres Helden eine weitere überraschende Wendung – es wird nicht die letzte sein in diesem phantastischen, geistreichen, spannenden Wunderwerk von einem Roman.

Neal Stephenson: The Rise and Fall of D.O.D.O.

When Melisande Stokes, an expert in linguistics and languages, accidently meets military intelligence operator Tristan Lyons in a hallway at Harvard University, it is the beginning of a chain of events that will alter their lives and human history itself. The young man from a shadowy government entity approaches Mel, a low-level faculty member, with an incredible offer. The only condition: she must sign a nondisclosure agreement in return for the rather large sum of money. Tristan needs Mel to translate some very old documents, which, if authentic, are earth-shattering. They prove that magic actually existed and was practiced for centuries. But the arrival of the scientific revolution and the Age of Enlightenment weakened its power and endangered its practitioners. Magic stopped working altogether in 1851, at the time of the Great Exhibition at London’s Crystal Palace—the world’s fair celebrating the rise of industrial technology and commerce. Something about the modern world „jams“ the „frequencies“ used by magic, and it’s up to Tristan to find out why. And so the Department of Diachronic Operations—D.O.D.O. —gets cracking on its real mission: to develop a device that can bring magic back, and send Diachronic Operatives back in time to keep it alive… and meddle with a little history at the same time. But while Tristan and his expanding operation master the science and build the technology, they overlook the mercurial—and treacherous—nature of the human heart.

Jakob Wegelius: Esperanza

Der kleinwüchsige Halidon verdient seinen Lebensunterhalt als Einradakrobat. Er radelt durch die Straßen und jongliert mit silbernen Bällen. Abends kehrt er zu seinem Freund, dem Kapitän, zurück, mit dem er zusammen lebt. Doch eines Abends ist der Kapitän nicht zu Hause. Ist er vielleicht mit seinem Schiff Esperanza in See gestochen? Er hatte oft davon geträumt. Voller Sorge macht sich Halidon auf die Suche durch die dunkle Nacht.

Maja Winter: Träume aus Eisen

Die wahnsinnige Großkönigin Tenira hat den von ihr angezettelten Krieg gegen das Kaiserreich Kanchar verloren. Die Niederlage ist umso bitterer, als sie ihren Sohn Sadi als Unterpfand des Friedens in Kanchar zurücklassen muss. Karim, der Bastard des toten Großkönigs, sieht seine Chance gekommen. Um seine Ansprüche auf den Sonnenthron von Le-Wajun zu festigen, macht er sich auf die Suche nach der verschollenen Erbin Dilaya. Das ruft seine Gegner auf den Plan ― und beschert ihm unerwartete Verbündete.

Die wunderbaren Reisen des Marco Polo (Jubiläumsausgabe)

„Kaiser, Könige und Fürsten, Ritter und Bürger – und ihr alle, ihr Wissbegierigen, die ihr die Mannigfaltigkeit der Länder dieser Welt kennenlernen wollt – nehmt dieses Buch und lasst es euch vorlesen. Merkwürdiges und Wunderbares findet ihr darin …“ So beginnt eines der ganz großen Werke der Reiseliteratur: Il Milione – Die Wunder der Welt. Und wunderbare Dinge sind es in der Tat, von denen der große Reisende Marco Polo berichtet: Er besucht die Kreuzfahrerstädte Akko und Jerusalem, reist über Bagdad zum Persischen Golf und kommt schließlich an den Hof Kublai Khans. In dessen Auftrag bereist er China und Indien, bis er endlich auf abenteuerlichen Wegen reich begütert nach Venedig zurückkehrt. Die unglaublichen Erlebnisse des berühmtesten Reisenden aller Zeiten werden in diesem opulent ausgestatteten Buch farbig nacherzählt. Die atmosphärisch dichten, durch die orientalische und asiatische Kunst inspirierten Illustrationen der Künstlerin Claudia Lieb und die Fülle von Sachinformationen über die mittelalterliche Welt zwischen Venedig und Peking nehmen uns mit auf diese wunderbare Lese-Reise!

Die Luftschiffabenteuer von Little Nemo

Wo ließe es sich besser träumen als in einem lautlos dahinschwebenden Zeppelin? Das fand auch Winsor McCay und schickte seinen Helden Little Nemo auf farbenfrohe Luftschiffabenteuer. Diese himmlischen Kapriolen aus TASCHENs Little-Nemo-Gesamtausgabe zeigen einige der aufregendsten Eskapaden des kleinen Traumreisenden. Mit einem einführenden Essay des Comicexperten und Kunsthistorikers Alexander Braun.

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[Neuzugänge] April

Mai 23, 2017 at 19:57 (gekauft)

Der April brachte Buchmesse-Nachwehen, weitere Frühjahrsneuerscheinungen und einen bunten Rest 🙂

Jane Austen: Lady Susan / The Beautiful Cassandra

Ich mag die preiswerten Little Black Classics und wollte diese beiden gerne haben, solange es sie noch gibt. Sind sozusagen noch während der März-Regency-Fantasy-Lesephase mit reingerutscht 😉

Robert Harris: Enigma

Ein Mängelexemplar, das ich in irgendeinem Supermarkt geschossen habe, während wir im Kurzurlaub waren. Der Roman spielt 1943 in England und es geht natürlich um die Chiffrier-Maschine Enigma.

Stephen King: Basar der bösen Träume

Die jüngste Kurzgeschichtensammlung Stephen Kings gibt es nun als Taschenbuch 🙂

Laini Taylor: Lips Touch

Ich mochte zwar „Daughter of Smoke & Bone“ sehr, hatte diese drei Kurzgeschichten aber weniger auf der Liste, weil der Titel so romantisch klingt. Dina ist schuld daran, dass ich sie nun doch lesen will.

C.S. Harris: What Angels Fear

Erster Band einer Reihe von Regency-Krimis. Spielt 1811 und Sebastian St. Cyr, Sohn eines Earls, wird eines Verbrechens verdächtigt und beschließt, dieses selbst aufzuklären.

Paige McKenzie: Sunshine Girl ~ Die Heimsuchung

Erster Teil einer spukigen YA-Trilogie, den ich auf der Buchmesse entdeckt und kurz darauf bestellt hatte. Hab ich im April bereits gelesen.

Eva Ibbotson: The Secret of Platform 13

Alle 9 Jahre öffnet sich am Bahnsteig 13 in King’s Cross ein Tunnel in eine andere Welt… Ich bin neugierig, welche Parallelen zu Harry Potter sich hier so finden (oder auch nicht), hoffe aber ganz unabhängig davon auf ein schönes Kinderbuch.

Katherine Woodfine: The Painted Dragon

Teil 3 einer Middle Grade-Mystery-Reihe, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. Die Protagonisten arbeiten in einem neu eröffneten großen Warenhaus – mal ein etwas anderes und sehr passendes Setting. Ich lese derzeit den ersten Band („The Clockwork Sparrow“).

Robin Hobb: The Fool’s Assassin

Ich habe noch viel Robin Hobb auf dem SuB, aber ich möchte gerne auch die neue Trilogie in einer Ausgabe, die zu den anderen Büchern passt, deshalb habe ich jetzt schon zugeschlagen.

Diana Wynne Jones: Cart and Cwidder

Auftakt des „Dalemark Quartet“. Die vier Bände sind eher klassische Fantasy als ihre anderen Werke, wenn ich das richtig verstanden habe, und sind eher lose miteinander verbunden – ganz sicher bin ich da aber auch nicht. Bisher hat mich die Autorin noch nicht enttäuscht, deshalb möchte ich auch diese Reihe ausprobieren, nachdem sie endlich ebenfalls in der neuen Ausgabe erhältlich ist.

Mary Stewart: The Ivy Tree

Der Roman stammt aus den 60ern, also wird ihm wohl ein wenig Retro-Flair anhaften, spielt in Northumberland und wird wohl dem seinerzeit beliebten „romantic suspense“-Genre zugerechnet. Mit etwas Glück eine atmosphärische Geschichte, zumal in einigen von Mary Stewarts Romanen auch übernatürliche Elemente eine Rolle spielen.

Natasha Narayan: The Mummy Snatcher of Memphis

Weil ich Middle Grade Mysteries in viktorianischer Zeit ganz schwer widerstehen kann. In Oxford wird eine ägyptische Mumie gestohlen, wodurch ein Fluch heraufbeschworen wird. Erinnert mich ein wenig an Theodosia Throckmorton.

P.G. Wodehouse: Auf geht’s, Jeeves!

Schön, dass doch noch weitere Jeeves-Bücher erscheinen! Langsam wird meine Sammlung eklektisch: vorher suhrkamp, nun Insel, und eins von der Süddeutschen Zeitung Bibliothek habe ich auch noch. Und die eine oder andere englische Ausgabe…

Laini Taylor: Strange the Dreamer

Ich mag zwar „Daughter of Smoke & Bone“, habe mich aber trotzdem erst ganz spontan dazu entschlossen, „Strange the Dreamer“ haben zu wollen. Das Hardcover ist allerdings wirklich sehr schön geworden – hoffentlich gefällt mir auch das Innenleben! Es klingt aber wieder nach einer Welt voller phantastischer Details.

Lucinda Riley: Die Sturmschwester

Zweiter Teil der Reihe. Ich mag ja Kate Mortons Romane und hier klingt die Idee um sieben Plejadenschwestern auch gut. Leider habe ich inzwischen den ersten begonnen und vorerst enttäuscht beiseite gelegt, weil die Figuren bisher arg simpel erscheinen…

Kate Morton: Das Seehaus

Neu im Taschenbuch. Wie gesagt: Kate Mortons Familiengeheimnisromane mag ich. Jedenfalls die drei, die ich schon kenne 😉 Der historische Teil spielt diesmal in Cornwall im Jahr 1933.

Neil Gaiman: The View from the Cheap Seats

Ich habe auf diese Ausgabe gewartet, die immerhin zu meiner Ausgabe von „Trigger Warning“ passt. Natira hat beim letzten Herbstlesen so viele Themen und Personen genannt, über die Gaiman spricht, dass ich mich seitdem wirklich auf’s Lesen freue.

Paige McKenzie: Sunshine Girl ~ Das Erwachen

s.o. Das ist Teil 2.

Diana Wynne Jones: Dogsbody

Ein Buch der Autorin, das mir noch fehlte. Es fehlte mir deshalb, weil Hunde nicht wirklich mein Thema sind und ich insofern andere Bücher dringender wollte, aber da es nun eben von Diana Wynne Jones ist, vermute ich, dass es mir dennoch gefallen wird und habe es also doch noch besorgt.

Katherine Woodfine: The Mystery of the Jewelled Moth

s.o. Das ist Teil 2.

Rick Riordan: Greek Heroes

Nach „Greek Gods“ das zweite (hoffentlich) unterhaltsame Buch zur griechischen Mythologie von Rick Riordan. Wieder gibt es Percy Jacksons Sicht der Dinge, und ich habe wieder darauf geachtet, die illustrierte Ausgabe zu bekommen.

Daniel O’Malley: Stiletto

Fortsetzung des schon 2012 erschienenen „The Rook“. Da selbiges noch auf dem SuB ruht, habe ich hier den Klappentext nicht gelesen. Soll jedenfalls eine interessante und komplexe Urban/Contemporary Fantasy-Variation sein, die ich allerdings sehr selten besprochen sehe.

Darran Anderson: Imaginary Cities

„A Tour of Dream Cities, Nightmare Cities, and Everywhere in Between“. Dieses Buch habe ich in molosovskys Regal entdeckt, und da das Thema mich schon seit langem fasziniert, ist es klammheimlich in den Einkaufswagen gewandert.

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[Review] April-Lektüre

Mai 9, 2017 at 21:17 (Review)

Momentan bewegt sich viel in meinem Leben, aber es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich ab Mitte Juni und über den Sommer ganz gut zum Lesen kommen werde, ab Herbst dann bis auf Weiteres weniger. Es könnte durchaus sein, dass sich das an der Frequenz der Beiträge bemerkbar machen wird, aber ich bleibe dran 😉

Nun zum April. Der Monat begann lesestark und schwächelte dann etwas. Ich lese mich aber auch in kleinen Schritten durch den dritten Teil der Farseer-Trilogie von Robin Hobb; so ein Buch beschäftigt mich lange, ohne dass die Statistik es abbildet (bei Goodreads trage ich die Fortschritte aber regelmäßig ein). Sehr schön war der Lesetag am Ostermontag – einige der gelesenen Bücher werdet ihr wiedererkennen.

1. Stephen King: Nachtschicht

Eine Kurzgeschichtensammlung. Ich wollte eigentlich nur mal mit einer Geschichte beginnen, habe mich dann aber schnell festgelesen und das Buch in wenigen Tagen ausgelesen. Es handelt sich merklich um frühe Geschichten, die teilweise recht klassische Schockmomente aufweisen („Spätschicht“) oder sich deutlich bei Lovecraft anlehnen („Briefe aus Jerusalem“, das ich aber gerade deshalb sehr mochte). Aber ich fand die meisten trotz ihrer Kürze sehr spannend und gelungen, und viele Stärken Kings sind bereits erkennbar. Viele Stories wurden auch verfilmt („Der Wäschemangler“, „Kinder des Mais“, …).

2. Nancy Atherton: Aunt Dimity’s Good Deed (Aunt Dimity 3)

Ich kenne nur wenige Reihen, die so gemütlich und gemächlich voranschreiten wie die um Aunt Dimity, Lori Shepherd und ihre Familie und Freunde. Hier wird das Cozy, nicht das Mystery groß geschrieben, auch wenn es stets ein Geheimnis zu lüften gilt. Man muss in Stimmung dafür sein und darf sich nicht die Haare raufen, wenn zu wenig Blut fließt, aber die Reihe ist bisher tatsächlich nicht schlecht. Figuren und Umgebungen finde ich zum Beispiel sehr lebendig geschildert. „Good Deed“ ist übrigens Band 3, und man lernt die britische Seite der Familie kennen.

3. Paige McKenzie: Die Heimsuchung (Sunshine Girl 1)

Die ersten zwei Bände dieser Trilogie sind mir auf der Buchmesse über den Weg gelaufen. Dort habe ich sie nicht mitgenommen, aber mir den Auftakt wenig später bestellt. Das The Haunting of Sunshine Girl Network kannte ich vorher nicht (ich habe reingeschaut, hatte aber nicht lange Geduld dafür), aber grundsätzlich hat es dem Roman wahrscheinlich gut getan, dass es bereits so viel Material gab. Ich mag Spukhausgeschichten hin und wieder sehr gerne und mich hat auch diese gut unterhalten. Ich mochte sogar die Protagonistin ein wenig. Allerdings ist „Die Heimsuchung“ in vielerlei Hinsicht ein typisches Jugendbuch, das mir nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.

4. Sarah Lotz: The Three

Ein schwieriger Fall. „The Three“ hat mich von Anfang an gefesselt, und ich war sehr angetan von dem besonderen Format – als Buch im Buch wird in Form von Chat-Protokollen, Interviews, Berichten und vielem mehr von den Geschehnissen rund um die vier Flugzeugabstürze berichtet. Die vielen verschiedenen Stimmen der Menschen aus England und den USA, aber auch aus Südafrika und Japan, sind, denke ich, das Beste an diesem Buch. Unter diesen ausführlichen Schilderungen voller interessanter Nebensächlichkeiten verliert der Plot in der Mitte des Romans aber so sehr an Schwung, dass ich lange an dem Buch gelesen habe. Gegen Ende habe ich dann aber doch wieder mitgefiebert und „The Three“ letztlich auch überwiegend zufrieden zugeklappt.

5. P.G. Wodehouse: Ohne mich, Jeeves!

Den vollen Jeeves-Genuss erhält man fraglos nur in der Originalsprache, aber da Wodehouse mutmaßlich über ein reichhaltiges Vokabular verfügt, kann ich als Leser der Übersetzung immerhin sagen, dass ich auf diese Weise wenigstens alles verstanden habe. Ich habe auch mit dem deutschen Text meinen Spaß gehabt und bleibe bei Wodehouse auch vorerst bei dieser Sprache, werde allerdings für nicht übersetzte Titel auf das Englische zurückgreifen.

6. Keith R.A. DeCandido: Nevermore

Der erste Roman zur Serie „Supernatural“. An so einen Roman geht man im Allgemeinen ohne hohe Erwartungen heran, und mir ging es nicht anders. Man sollte sich bewusst machen, dass ein Autor eine Serienfigur möglicherweise etwas anders interpretiert als man selbst, und sich daran nicht zu sehr stören. Insgesamt hat mich der Roman ganz gut unterhalten, ich mochte das Grundmotiv rund um Edgar Allan Poe, die Figuren und das urbane Flair funktionieren. Das Finale war leider recht unspektakulär.

7. Philip Pullman: Once Upon A Time in the North

Es ist lange her, dass ich die Trilogie um den Goldenen Kompass las, aber ich habe sie insgesamt als sehr anregend in Erinnerung und möchte sie unbedingt noch einmal auf Englisch lesen. Diese Novelle erzählt vom ersten Treffen der bekannten Figuren Lee Scoresby und Iorek Byrnison. Die Ausgabe ist nicht nur schön gestaltet, auch die Geschichte hat mich überzeugt und meine Vorfreude auf „The Book of Dust“ nur noch gesteigert.

8. Paul van Loon: Voodoo in der alten Villa

Das war ein Badezimmerbuch – ich besitze den Großteil der in den 90er Jahren erschienenen Kinderbuchreihe „Grusel & Co. ~ Der Club“; die zuletzt (gebraucht) erworbenen habe ich noch nicht gelesen, darunter eben dieses. Eine nette Lektüre mit lebendigen Figuren und einer interessanten Voodoo-Variation, bei der für erwachsene Leser aber der Verlauf der Handlung früh absehbar ist.

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[Neuerscheinungen] Mai

April 27, 2017 at 22:07 (vorbestellt)

Im Mai gibt es nicht so viele interessante neue Bücher für mich. „Der Galgen von Tyburn“ wird sicherlich schnell gekauft, schon weil ich bei der Reihe auf Stand bin. Außerdem interessieren mich momentan „Die Schule der Nacht“ und „Stadt der tanzenden Schatten“ sehr, beide von mir noch unbekannten Autoren. Bei den anderen Büchern warte ich wahrscheinlich noch ab 🙂 Mary Stewart würde ich grundsätzlich gerne mal testen, aber ich weiß noch nicht genau, mit welchem Buch ich beginnen sollte.

Ben Aaronovitch: Der Galgen von Tyburn

In seinem sechsten Fall muss der fabelhafte Peter Grant
– ein verschollenes altes Buch wiederfinden einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären
– versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben
– vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden
– sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.

Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

Anne Bishop: Krähenjagd

Meg Corbyn konnte zwar das Vertrauen der Anderen im Lakeside Courtyard gewinnen, jedoch fällt es ihr schwer herauszufinden, was es bedeutet, unter ihnen zu leben. Als Mensch sollte Meg eigentlich nur als Beute wahrgenommen werden, doch die Fähigkeiten einer Cassandra Sangue machen sie zu etwas Besonderem. Zwei suchterzeugende Drogen lösen plötzlich Gewalt zwischen Menschen und den Anderen aus, die zu Toten auf beiden Seiten führt. Als Meg von Blut und schwarzen Federn im Schnee träumt, fragt sich Simon Wolfgard der Anführer der Gestaltwandler aus Lakeside -, ob seine Blutprophetin vergangene Angriffe oder zukünftige Bedrohungen gesehen hat. Während Meg immer häufiger von Prophezeiungen heimgesucht wird, findet das Grauen einen Weg in den Courtyard. Die Anderen und die unter ihnen lebenden Menschen müssen nun zusammenarbeiten, um den Mann aufzuhalten, der ihre Blutprophetin zurückfordert, und die Gefahr aufzuhalten, die sie alle zu zerstören droht.

Markus Cremer: Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemare

Jeder exzentrische Held braucht eine starke Frau an seiner Seite … mit geladenem Schusseisen und ohne Skrupel! Der eigensinnige Archibald Leach und die waffenvernarrte Tüftlerin Sarah Goldberg werden in die Machenschaften des skrupellosen Marquis de Mortemarte hineingezogen. Der Schurke verwendet Okkultismus, Voodookult und Ätherkraft, um die Welt mit seinen Monstrositäten ins Chaos zu stürzen. Mit Hilfe skurriler Verbündeter, dubioser Artefakte und Erfindungsgeist versuchen die Abenteurer den drohenden Krieg zu verhindern. Dabei führt ihr Weg sie über vier Kontinente und die eigenen Grenzen hinaus.

Joe Hill: Fireman

Eine weltweite Pandemie ist ausgebrochen, und keiner ist davor gefeit: Alle Infizierten zeigen zunächst Markierungen auf der Haut, bevor sie urplötzlich in Flammen aufgehen. Die USA liegt in Schutt und Asche, und inmitten des Chaos versucht die Krankenschwester Harper Grayson, sich und ihr ungeborenes Kind zu schützen. Doch dann zeigt auch sie die ersten Symptome. Jetzt kann sie nur noch der »Fireman« retten – ein geheimnisvoller Fremder, der wie ein Racheengel durch die Straßen New Hampshires wandelt und scheinbar das Feuer kontrollieren kann.

 

Blake Crouch: Dark Matter

“Are you happy with your life?”Those are the last words Jason Dessen hears before the masked abductor knocks him unconscious. Before he awakens to find himself strapped to a gurney, surrounded by strangers in hazmat suits. Before a man Jason’s never met smiles down at him and says, “Welcome back, my friend.”
In this world he’s woken up to, Jason’s life is not the one he knows. His wife is not his wife. His son was never born. And Jason is not an ordinary college physics professor, but a celebrated genius who has achieved something remarkable. Something impossible. Is it this world or the other that’s the dream? And even if the home he remembers is real, how can Jason possibly make it back to the family he loves? The answers lie in a journey more wondrous and horrifying than anything he could’ve imagined—one that will force him to confront the darkest parts of himself even as he battles a terrifying, seemingly unbeatable foe.
Robin Hobb: Assassin’s Fate

Prince FitzChivalry Farseer’s daughter Bee was violently abducted from Withywoods by Servants of the Four in their search for the Unexpected Son, foretold to wield great power. With Fitz in pursuit, the Servants fled through a Skill-pillar, leaving no trace. It seems certain that they and their young hostage have perished in the Skill-river. Clerres, where White Prophets were trained by the Servants to set the world on a better path, has been corrupted by greed. Fitz is determined to reach the city and take vengeance on the Four, not only for the loss of Bee but also for their torture of the Fool. Accompanied by FitzVigilant, son of the assassin Chade, Chade’s protege Spark and the stableboy Perseverance, Bee’s only friend, their journey will take them from the Elderling city of Kelsingra, down the perilous Rain Wild River, and on to the Pirate Isles. Their mission for revenge will become a voyage of discovery, as well as of reunions, transformations and heartrending shocks. Startling answers to old mysteries are revealed. What became of the liveships Paragon and Vivacia and their crews? What is the origin of the Others and their eerie beach? How are liveships and dragons connected? But Fitz and his followers are not the only ones with a deadly grudge against the Four. An ancient wrong will bring them unlikely and dangerous allies in their quest. And if the corrupt society of Clerres is to be brought down, Fitz and the Fool will have to make a series of profound and fateful sacrifices.

Eowyn Ivey: To the bright Edge of the World (TB)

Lieutenant Colonel Allen Forrester receives the commission of a lifetime when he is charged to navigate Alaska’s hitherto impassable Wolverine River, with only a small group of men. The Wolverine is the key to opening up Alaska and its rich natural resources to the outside world, but previous attempts have ended in tragedy. Forrester leaves behind his young wife, Sophie, newly pregnant with the child he had never expected to have. Adventurous in spirit, Sophie does not relish the prospect of a year in a military barracks while her husband carves a path through the wilderness. What she does not anticipate is that their year apart will demand every ounce of courage and fortittude of her that it does of her husband.

Maria M. Lacroix: Secrets

Als Nessyas Freundin von einem grausamen Feenprinz in sein Reich entführt wird, kann ihr nur der Heeresführer der Seelenfresser helfen. Doch sein Preis ist hoch. Als Magielose war Nessya im Síd den Feenhügeln eine Schande für ihre Mutter und floh deshalb in die Welt der Menschen, nach Dublin. Um Emma zu retten, muss sie Jahre später dorthin zurückkehren, wo ihre Flucht einst begann, und sich auf einen Pakt mit dem gefährlichsten aller Fay einlassen …

 

Sarah J. Maas: A Court of Wings and Ruin

Feyre has returned to the Spring Court, determined to gather information on Tamlin’s manoeuvrings and the invading king threatening to bring Prythian to its knees. But to do so she must play a deadly game of deceit – and one slip may spell doom not only for Feyre, but for her world as well. As war bears down upon them all, Feyre must decide who to trust amongst the dazzling and lethal High Lords – and hunt for allies in unexpected places.

 

 

Ann A. McDonald: Die Schule der Nacht

»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …

Daniel José Older: Stadt der tanzenden Schatten

Endlich Sommer. Sierra freut sich auf entspannte Tage mit ihren Freunden und auf ihr erstes großes Kunstprojekt: ein Drachen-Wandbild. Doch als bei einer Party ein Toter auf sie zustolpert, ihr Großvater plötzlich wirres Zeug redet und eins der Porträts an Brooklyns Häuserwänden Tränen weint, ist klar, dass diese Ferien alles andere als entspannt werden. Durch den Sprayer Robbie erfährt Sierra auch warum: Sie gehört zur geheimen Zunft der »Shadowshaper«, d.h. sie kann mit den Geistern ihrer Ahnen Bilder zum Leben erwecken. Aber jemand hat es auf Leute wie sie abgesehen!

Sarah Perry: The Essex Serpent (TB)

London 1893. When Cora Seaborne’s controlling husband dies, she steps into her new life as a widow with as much relief as sadness. Along with her son Francis – a curious, obsessive boy – she leaves town for Essex, in the hope that fresh air and open space will provide refuge. On arrival, rumours reach them that the mythical Essex Serpent, once said to roam the marshes claiming lives, has returned to the coastal parish of Aldwinter. Cora, a keen amateur naturalist with no patience for superstition, is enthralled, convinced that what the local people think is a magical beast may be a yet-undiscovered species. As she sets out on its trail, she is introduced to William Ransome, Aldwinter’s vicar, who is also deeply suspicious of the rumours, but thinks they are a distraction from true faith. As he tries to calm his parishioners, Will and Cora strike up an intense relationship, and although they agree on absolutely nothing, they find themselves at once drawn together and torn apart, affecting each other in ways that surprise them both.

Luzia Pfyl: Frost & Payne ~ Die Jagd beginnt

Die ehemalige Diebin Lydia Frost eröffnet eine Agentur für Verlorenes und Vermisstes. Ihr neuster Auftrag führt sie ausgerechnet zurück zur berüchtigten Madame Yueh und den ‚Dragons‘, der Organisation, von der sie sich gerade erst hart ihre Freiheit erkämpft hat. Als gäbe das nicht schon genug Probleme, muss sie auch noch den Pinkerton Jackson Payne ausfindig machen. Doch der Amerikaner hat seine eigenen Aufträge. Frost steht plötzlich im Kreuzfeuer und muss sich zwischen Paynes Leben und ihrer Freiheit entscheiden.

 

Heidi Rehn: Das Haus der schönen Dinge

Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Zwar begegnet seine Frau Thea Jacobs Enthusiasmus mit einer gewissen Skepsis, doch der Erfolg des Kaufhauses belehrt sie eines Besseren. Tochter Lily übernimmt das Kaufhaus am Münchner Rindermarkt in den goldenen 20ern und wähnt sich am Ziel aller Wünsche. Eine glückliche Zukunft scheint auf die Familie zu warten, doch als die Nazis die Macht ergreifen, müssen die Hirschvogls erleben, wie sich Bayern und München, das für sie stets Heimat war, plötzlich gegen sie wendet …

Mary Stewart: Touch not the Cat / Nine Coaches Waiting [Neuausgaben]

Linda Martin understands what is to be lonely: her parents died when she was young, and she was raised in an orphanage. When she is hired as a governess to the orphaned young Philippe, Comte de Valmy, Linda finds a kindred spirit in the lonely little boy. But Philippe is the heir to a vast estate in Savoy, and his dangerously handsome uncle may be willing to kill to ensure that Philippe never inherits it.

 

 

Jodi Taylor: Lies, Damned Lies, and History

Rules are meant to be broken, aren’t they? ‚I’ve done some stupid things in my time. I’ve been reckless. I’ve broken a few rules. But never before have I ruined so many lives or left such a trail of destruction behind me.‘ Max has never been one for rules. They tend to happen to other people. But this time she’s gone too far. And everyone at St Mary’s is paying the price. With the History Department disintegrating around her and grounded until the end of time, how can she ever put things right?

 

Mark Watson: Die Stadt im Nichts

Ein etwas undurchsichtiger Auftrag führt den Werbetexter Tim Callaghan nach Dubai. Bevor er weiß, wie ihm geschieht, steht er zwischen Wolkenkratzern, die inmitten der Wüste erbaut wurden, und fährt bei 45 Grad in vollklimatisierten SUVs über achtspurige Highways. Doch kaum hat er sich an seine neue Umgebung gewöhnt, wird ein Mitarbeiter seines Teams tot aufgefunden. Das Merkwürdige daran ist, dass es niemanden so recht zu stören scheint …

 

Elizabeth Wein: The Pearl Thief

Sixteen-year-old Julie Beaufort-Stuart is returning to her family’s ancestral home in Perthshire for one last summer. It is not an idyllic return to childhood. Her grandfather’s death has forced the sale of the house and estate and this will be a summer of goodbyes. Not least to the McEwen family – Highland travellers who have been part of the landscape for as long as anyone can remember – loved by the family, loathed by the authorities. Tensions are already high when a respected London archivist goes missing, presumed murdered. Suspicion quickly falls on the McEwens but Julie knows not one of them would do such a thing and is determined to prove everyone wrong. And then she notices the family’s treasure trove of pearls is missing.

Andrew Wilson: Agathas Alibi

Im Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie spurlos. Eine groß angelegte Suchaktion beginnt, an der sich sogar Arthur Conan Doyle beteiligt. Doch Christie, deren jüngstes Buch »Alibi« gerade zum Welterfolg lanciert, bleibt verschwunden. Erst elf Tage später wird sie in einem Hotel gefunden, in das sie sich unter dem Namen der Geliebten ihres Mannes einquartiert hat. Bis heute weiß niemand, was damals geschah. Was, wenn Christie an einen bösartigen Widersacher geraten ist? Was, wenn sie erpresst worden ist? Was, wenn die Königin der rätselhaften Morde selbst gezwungen worden ist, ein Verbrechen zu begehen?

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Lesetag Ostermontag 2017

April 17, 2017 at 11:16 (Aktionen)

Die Winterkatze und Natira lesen schon seit Freitag gemeinsam und nutzen das ganze Osterwochenende. Ich schließe mich nur heute an, freue mich aber schon, endlich wieder an einem Lesetag teilzunehmen 🙂 Bisher habe ich zwar noch keine Zeile gelesen, aber ich bin startbereit, denn ich habe gefrühstückt und ein paar Minuten Pokemon Sonne gespielt (nach mehrwöchiger Abstinenz habe ich gestern wieder damit begonnen – meine Schwester hat es nämlich auch und bei Familienzusammenkünften kann man sich schön gegenseitig zum Weitermachen motivieren).

Mann und Kind sind gerade noch unterwegs und spazieren tapfer durch das regnerische Wetter. Ich werde gleich eine kleine Runde zu den Mitlesern drehen und dann überlegen, was ich lesen möchte. Mein Lesestapel ist zwar seit dem Start im Oktober etwas zerfasert, aber immer noch funktionsfähig. So sieht er momentan aus und daraus werde ich heute also meine Bücher auswählen:

„Complete Etiquette for Ladies“ ist eigentlich gar kein SuB-Buch, dafür habe ich „Sophie im Narrenreich“ auf dem Bild vergessen 😉 Momentan komme ich am schnellsten in „Once upon a Time in the North“ (einer Novelle aus dem „Dark Materials“-Universum), „Nevermore“ (dem ersten Roman zur Serie „Supernatural“) und „Ohne mich, Jeeves“ voran, aber das kann sich schnell wieder ändern. Mal sehen, welches Buch es wird – ich melde mich später wieder 🙂

14:30

Das kleine Mädchen hat sagenhafte 30 Minuten Mittagsschlaf gemacht, in denen ich immerhin ein Kapitel in „Nevermore“ gelesen habe. Zur Serie gibt es mehrere Romane, die wie Einzelfolgen ohne viel Metaplot funktionieren. Momentan schauen wir die fünfte Staffel, in der es vorrangig um die großen Entwicklungen geht – die urban legend-Folgen der ersten beiden Staffeln vermisst man da mitunter schon, was ein Grund für mich war, die Romane zu testen.

„Nevermore“ spielt zwischen zwei Folgen der zweiten Staffel, ist leichte Unterhaltung und bietet etwas Abwechslung, denn die Brüder sind in New York unterwegs. In der Serie sind die Schauplätze oft kleinere Orte, was viel zum Flair beiträgt, aber in der Großstadt haben sie mit Dingen zu kämpfen, die ihnen üblicherweise nicht begegnen – verstopfte Verkehrsadern, Parkprobleme und die NYPD 😉 Der Slang ist anstrengender zu lesen als zu hören, dafür mag ich die Grundidee um rituelle Morde nach dem Vorbild diverser E.A. Poe-Geschichten. Und ich glaube, sogar einen kleinen Harry Dresden-Verweis entdeckt zu haben („a woman in Chicago named Murphy“, als es um ein Netzwerk von Polizisten geht, die sich mit dem Übernatürlichen auskennen).

Zwischendurch habe ich mich wieder für einige Minuten zu Pokemon Sonne hinreißen lassen, aber jetzt wird weitergelesen 🙂

20:00

Ich habe „Nevermore“ weitergelesen. Mir fehlen nun noch knapp 100 Seiten bis zum Schluss, und die Brüder haben sich auf den Weg gemacht, um einen weiteren Mord zu verhindern. Ich finde es angenehm, dass ich die Figuren auch wiedererkenne, auch wenn natürlich ein Autor seine eigene Sicht auf diese mit einbringt. Romane zu Serien sind ja allgemein ein eher schwieriges Thema, aber „Nevermore“ unterhält mich weiterhin recht gut – ich kann es mir wirklich als eine Art Folge, die nicht verfilmt wurde, vorstellen.

In der Badewanne habe ich zu „Ohne mich, Jeeves!“ gewechselt. Im Original ist das wohl der achte Roman um Bertie Wooster und seinen Butler Jeeves, für mich ist es aber erst das zweite Buch von P.G. Wodehouse. Die Geschehnisse sind abgeschlossen, aber hin und wieder werden mir unbekannte, frühere Ereignisse erwähnt. Es ist wahrscheinlich empfehlenswert, Wodehouse auf Englisch zu lesen, aber auch auf Deutsch kann ich die Romane genießen, zumal das Englische wohl einige nicht ganz leicht verständliche Nuancen aufweist. Ich spiele mit dem Gedanken, sie mir zu einem späteren Zeitpunkt ergänzend noch auf Englisch anzuschaffen. „Ohne mich, Jeeves!“ heißt im Original „Joy in the Morning“ und stünde bei Interesse hier zum Reinhören bereit.

Verschiedene ungünstige Verwicklungen plagen Wooster, der sich derzeit plötzlich und sehr unwillkommen in einer Verlobung wiederfindet. Ich bin gespannt, auf welche Ideen zur Rettung Jeeves verfallen wird! Kennt ihr Wodehouse? Für Freunde des skurrilen, englischen Humors und des edwardianischen Settings sind seine Romane einen Blick wert.

Ich werde mich noch einmal bei den Mitlesern umsehen und dann, wie ich es Natira zugesichert habe, auf jeden Fall noch ein paar Seiten in Philip Pullmans „Once Upon A Time in the North“ lesen 🙂

23:00

Dies wird die letzte Aktualisierung für heute; danach lese ich noch ein paar Seiten in Ruhe, bis das Bett ruft. Wie versprochen habe ich – neben „Nevermore“ (da ich mich langsam dem Ende nähere, möchte ich es nun auch gerne demnächst auslesen) – in Pullmans Novelle gelesen.

„Once Upon A Time in the North“ hat gut 100 Seiten und ist ein Prequel zur mit „Der goldene Kompass“ beginnenden Trilogie. Die Ausstattung gefällt mir sehr gut – das Büchlein hat ein kleineres Format, ist illustriert und beinhaltet auch noch das Spiel „Peril of the Pole“, das auf dem Bild zu sehen ist.

Es geht um Lee Scoresby und dessen erste Begegnung mit dem Bären Iorek Byrnison. So weit bin ich noch nicht; ich habe Lees Landung im arktischen Novy Odense und seine ersten Schritte in der Stadt verfolgt. Dort halten sich auch Bären auf, die aber nicht besonders wohlgelitten sind. Gerade habe ich von einer Konfrontation mit einem Kandidaten für das Bürgermeisteramt gelesen. Bisher finde ich alles sehr nachvollziehbar und gut beschrieben und freue mich über die Rückkehr in Pullmans Welt 🙂

Der Lesetag heute war schön und ich hoffe, dass es bald wieder einen geben wird.

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[Neuzugänge] März

April 12, 2017 at 20:42 (gekauft)

Meine März-Neuerwerbungen lassen sich wunderbar in zwei Teile teilen: die Neuerscheinungen inklusive der Buchmessenkäufe und die mit Englandthematik inklusive Regency Fantasy.

Daniel Pool: What Jane Austen ate and Charles Dickens knew

Mit dem Untertitel „the Facts of Daily Life in 19th-Century England“. Auf den ersten Blick sieht es sehr informativ und praktisch aus. Das erste Kapitel listet zum Beispiel Details zur Währung, Feiertagen und Maßeinheiten auf; später geht es um das Leben im Land und auf der Stadt ebenso wie die Schattenseiten der Zeit.

Sarah Waters: Tipping the Velvet

Ich besitze von Sarah Waters schon „Der Besucher“, darüber hinaus hat sie aber noch viele weitere Romane geschrieben, die interessant klingen, schon weil sie oft in viktorianischer Zeit spielen 😉 So auch dieses hier, das wohl viele Aspekte wie Varieté, Theater, aber auch Arbeiteraufstände thematisiert.

Alexis Soyer: The Chef at War

Ein Band der Penguin Great Food-Reihe (eine schöne Vorstellung der ganzen Reihe findet sich bei Valentinas Kochbuch – dort bin ich darauf aufmerksam geworden). „This is his colourful account of his time at the front in the Crimean War, where he joined British troops in order to improve the quality of the food they were eating.“ Ich bin gespannt, was der berühmte französische Koch von der Front zu berichten hat.

Cynthia Harrod-Eagles: The Dark Rose

Zweiter Teil der verrückt langen Reihe um die Morland-Dynastie, die gleichzeitig die englische Geschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert verfolgt. Dieser Band beginnt 1501 und spielt zur Zeit von Henry VIII.

Peter Ackroyd: Foundation / Tudors / Civil War

Die ersten drei von geplanten sechs Bänden zur Geschichte Englands. Der erste Band endet 1509, im zweiten Band folgt die Tudor-Zeit, im zweiten Band geht es vor allem um das 17. Jahrhundert.

Mary Robinette Kowal: Shades of Milk and Honey

Auftakt der Glamourist Histories, der direkt ins neue Regency Fantasy-Regal gewandert ist. Dieser erste Teil geht wohl klassisch in die Austen-mit-Magie-Richtung, aber das gilt offenbar nur für diesen Roman, denn scheinbar unterscheiden sich die einzelnen Bände der Reihe stilistisch sehr voneinander. (Auf der Buchmesse habe ich gelernt, dass Mary auch bei „Writing Excuses“ mit Brandon Sanderson dabei ist.)

Galen Beckett: The Magicians and Mrs. Quent / The Master of Heathcrest Hall / The House on Durrow Street

Eine Trilogie, ebenfalls Regency Fantasy. Ich habe, wie man sieht, gleich alle drei Bände besorgt – besonders gelockt haben mich der Umfang (der zweite und dritte Band sind jeweils ca. 700 Seiten lang) und die Lovecraft-Einflüsse…

Beth Deitchman: Mary Bennet and the Bloomsbury Coven

Auftakt des Regency Magic-Zweiteilers. Mary Bennet hat Geschmack an Romanen gefunden, „but when a mysterious book arrives addressed to her, she embarks on a magical and thrilling adventure of her own.“

Alison Goodman: The Dark Days Pact

Fortsetzung von „The Dark Days Club“, das mir im März sehr, sehr gut gefallen hat.

Robin Stevens: Cream Buns and Crime

Neuerscheinung. Eine Sammlung zu den Wong & Wells-Mysteries. Drin sind zum Beispiel einige bisher nur als ebook erschienene Kurzgeschichten, aber auch Texte zu „How to set up your own Detective Society“ oder „The Queens of Crime“, außerdem ein paar Rezepte 🙂 Nicht ganz so begeistert bin ich vorerst von zwei Geschichten, die wohl von den „Junior Pinkertons“ stammen.

Keigo Higashino: Böse Absichten

Taschenbuch-Neuerscheinung mit schreiend pinkfarbenem Buchrücken… Es geht um einen ermordeten Schriftsteller, aber hier interessiert mich weniger der Klappentext, sondern mehr, was der Autor daraus macht – ich erwarte wieder einen interessante, japanischen Krimi.

Laura Labas: Ein Thron aus Knochen und Schatten

Auf der Buchmesse gekauft. Ich habe den ersten Teil noch nicht gelesen, aber wenn man schon mal die Möglichkeit zum Signieren hat… (von den ausliegenden Neuerscheinungen des Drachenmond Verlags hat mich nur dieses interessiert).

Bertrand Santini: Hugo und die Dämonen der Nacht

Auf der Buchmesse gekauft. Ganz spontan bei Jacoby & Stuart vom letzten Geld (für „Alice im Spiegelland“ hat es nämlich nicht mehr gereicht). Hugo ist tot. „Allerdings fällt es ihm schwer, sich an den Tod zu gewöhnen, obwohl die Geister der längst Verstorbenen auf dem alten Friedhof keine so schlechte Gesellschaft sind. Sie kehren sogar noch einmal ins Leben zurück, um Hugo zu rächen, richten dabei allerdings vor lauter Lebensfreude nur Unfug an.“

Julia Lange: Irrlichtfeuer

Auch auf der Buchmesse gekauft und hinterher festgestellt, dass es inzwischen auch den Seraph gewonnen hat. Ich hatte es im Herbst schon auf der Neuerscheinungen-Liste. Endgültig mitgenommen habe ich es wegen eines Zitats von Christoph Marzi auf dem Buchrücken („als hätten sich Jules Verne, die Brüder Grimm und Hayao Miyazaki in einem gemeinsamen Traum gefunden“).

Dan Poblocki: Shadow House ~ You Can’t Hide

Eine Fortsetzung. Den ersten Band der Haunted House-Trilogie mochte ich sehr, nicht nur wegen der gruseligen Bilder und Beschreibungen, sondern vor allem auch, weil trotz der geringen Seitenanzahl die Charaktere so dreidimensional wurden.

Karschnick/Münter: Trümmerwelten ~ Das Geheimnis der Alice Sparrow

Auf der Buchmesse gekauft (und nach der Lesung signieren lassen). Ann-Kathrin Karschnick höre ich sehr gerne lesen. Das Buch klingt mehr nett als großartig – zwei Figuren auf der Suche nach dem Geheimnis eines Medaillons -, aber an schöne Lesungen nehme ich mir gerne eine Erinnerung mit 🙂 Außerdem haben die beiden einiges zu ihrer Zusammenarbeit erzählt, und ich bin gespannt, wie sich das Buch mit diesen Informationen im Hinterkopf liest.

Fred Vargas: Das barmherzige Fallbeil

Taschenbuch-Neuerscheinung. Ich weiß gar nicht, worum es genau geht, aber es ist eben der neueste Ableger der Kommissar Adamsberg-Reihe, die mich bisher erst einmal (ein wenig) enttäuscht hat.

Katharina Fiona Bode: Der Schneckenreiter

Neuerscheinung, auf die ich mich sehr gefreut habe. Die Bilder sind wunderbar, und auch der Rest klingt ganz nach meinem Geschmack. Clockville, die Stadt der Uhren, in der die Uhrlinge leben, bedroht von der aufquellenden Teigüberschwemmung.

Perplies/Humberg: Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler ~ Angriff der Automatenmenschen

Neuerscheinung. Ich lese momentan den zweiten Band der Reihe um den Sohn von Irene Adler und seine Freunde – dies ist der dritte. „In ganz London gibt es sie: Automatenmenschen, die jeden tatkräftig unterstützen. Doch plötzlich scheinen sie ein Eigenleben zu entwickeln, richten sich gegen ihre Besitzer.“

Mechthild Gläser: Emma, der Faun und das vergessene Buch

Auf der Buchmesse gekauft und bereits gelesen. Protagonistin Emma besucht ein Internat und findet dort ein altes Buch, das wahr werden lässt, was man darin schreibt. Dazu gibt es leichte Jane Austen-Bezüge.

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