Lesesonntag im Januar

Januar 16, 2022 at 09:42 (Aktionen)

Den ganzen Herbst über hat es mit Konstanzes Lesesonntag bei mir nicht so recht geklappt, aber heute habe ich Zeit. Zwar werden Bücher und PC-Spiele heute ein bisschen konkurrieren, aber das macht ja nichts. In der vergangenen Woche habe ich ziemlich viel gelesen und mein zweites Buch für 2022 beendet („Die Stadt ohne Wind“ hat mir gut gefallen). Außerdem lese ich ab und zu in „Sabriel“, das ich schon sehr lange anfangen wollte, und in den „Nachrichten aus Mittelerde“, worin ich langsam vorankomme – ich habe mich inzwischen zum Dritten Zeitalter vorgearbeitet. Mein Hauptbuch heute ist aber wahrscheinlich „Ansuz ~ Das Flüstern der Raben“ von Malene Sølvsten, ein dicker Wälzer, übersetzt aus dem Dänischen.

Am ehesten erinnert es mich an die Engelsfors-Trilogie von Strandberg und Elfrgen, die damals aus dem Schwedischen übersetzt wurde. Auch sehr umfangreiche Jugendbücher mit nordischem Flair. Ich habe Lust, in meinen Regalen zu stöbern, um weitere nordeuropäische Bücher mit Phantastik-Elementen zu finden. Fallen euch auch welche ein?

12:45

Ich habe ein bisschen gespielt, gefrühstückt und ein bisschen gelesen. Da ich gerade Teil II, „Die Geheimnisse der Götter“, beendet habe, schien mir das ein guter Moment für einen Zwischenbericht. Ich habe inzwischen fast die Hälfte der 800 Seiten gelesen (natürlich nicht nur heute, trotzdem bin ich ziemlich stolz auf mich, so gut voranzukommen, ohne das Buch zu wechseln), Teil III heißt „Die Wege der Mutter“. Da sind Anne und ihre Freunde, aber auch viele weitere Personen, die besondere Fähigkeiten haben und zu unterschiedlichen Fraktionen gehören. Wer nun Freund und wer Feind ist, wissen wir in vielen Fällen noch nicht so genau. Es gibt geheimnisvolle Morde an rothaarigen Mädchen, die derzeit nur teilweise gelöst wurden, und der Asenglauben wird häufig angesprochen. Bisher wurden aber vor allem viele Fragen aufgeworfen und die Erklärungen ein bisschen künstlich aufgeschoben, aber das stört mich nicht allzusehr. Das Buch liest sich zügig und ich mag, dass es sich viel Zeit lässt, um die komplexen Beziehungen und Geschehnisse aufzubauen.

19:15

Ich bin immer noch mit „Ansuz“ beschäftigt und habe Seite 470 erreicht. Seit dem letzten Update gab es ziemlich viele Enthüllungen. Ich finde es schön, wenn es mir gelingt, mich festzulesen – momentan fällt es mir jedenfalls schwer, das Buch zu wechseln („Sabriel“ oder die „Nachrichten aus Mittelerde“ haben aber die besten Chancen, morgen früh als Bus-Buch ausgewählt zu werden, „Ansuz“ eignet sich absolut nicht zum Mitnehmen). Im Laufe des Nachmittags haben wir auch unsere Tochter wieder von der Oma abgeholt – ich werde ihr gleich zum Einschlafen etwas vorlesen und dann später wieder zu meinen eigenen Büchern zurückkehren.

26 Kommentare

  1. Lese-Sonntag im Januar 2022 – ALLES AUẞER LYRIK said,

    […] Kiya […]

  2. Konstanze said,

    Oh, die Engelsfors-Trilogie habe ich in guter Erinnerung (auch wenn ich mit der Auflösung nicht ganz glücklich war), dann bin ich gespannt, was du heute noch weiter von „Ansuz“ zu sagen hast – vielleicht wäre das ja auch was für mich. *g*

    Ich muss gestehen, dass ich inzwischen so viel auf Englisch lese, dass ich kaum noch über (nord-)europäische Veröffentlichungen stolpere. Was etwas schade ist, aber auf der anderen Seite gibt es auf Englisch so viele andere Ecken der Welt zu entdecken, dass ich nicht das Gefühl habe, dass das bei mir so schnell ein Ende nehmen wird.

    • Kiya said,

      Da ich mit Auflösungen generell selten glücklich bin, versuche ich mir davon das Leseerlebnis nicht allzu sehr trüben zu lassen. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie Engelsfors ausging, aber ich mochte die Art, wie die Bücher erzählt waren, sehr.

      Bei mir hält es sich die Waage mit deutschen und englischen Büchern. Gerade Titel, die nicht im Original Englisch waren, lese ich lieber auf Deutsch. Klar, der Markt ist auf Englisch besonders groß und ich bin auch sehr froh darüber, dass ich diese Bücher lesen kann, aber ich entdecke auch gerne deutsche Neuerscheinungen.

      • Konstanze said,

        Ich habe auch keine detaillierteren Erinnerungen mehr (ist ja auch schon ein paar Jahre her), aber dieses kleine Hm-Gefühl am Ende ist bei mir haften geblieben. Ansonsten kann ich dir zustimmen und sagen, dass mir die Erzählweise insgesamt auch gut gefallen hatte. Und ich habe jetzt mal geschaut, was ich an Informationen zu Ansuz finden kann (die Amazon-Rezensionen haben mich aber zum Teil eher abgeschreckt *g*) und ob ich das Buch in der Bibliothek ausleihen könnte. Leider ist es nicht im Bestand und bevor ich es beantragen könnte, müsste ich meinen Ausweis verlängern, was nur geht, wenn ich in die Bibliothek gehen könnte, was gerade … schwierig ist.

        Was deutsche Neuerscheinungen angeht, so habe ich festgestellt, dass ich sehr viele deutsche Bücher, die ich in den letzten Jahren sehr nett fand, langfristig dann doch wieder aus dem Regal aussortiert hatte, weil sie nicht nett genug zum Behalten waren. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich gerade eine so lange Merkliste mit englischen Titeln habe, dass ich gar nicht in Versuchung gerate mich nach anderen Büchern umzuschauen. Mir entgeht da bestimmt eine Menge, aber so ist es halt.

        • Kiya said,

          Einige deutsche Titel habe ich auch schon wieder aussortiert, gerade die Kinderbücher sind mir oft zu kindlich geschrieben. So erging es mir zum Beispiel mit der „Duftapotheke“ oder „Petronella Apfelmus“. Andere wie die „Luftpiraten“ haben bessere Chancen, aufbewahrt zu werden, schon allein, weil meine Tochter auch noch Spaß daran haben könnte.

          Ja, man kann nicht alles verfolgen und leider auch nicht alles lesen, was interessant wäre.

        • Konstanze said,

          Ui, dass dich das Buch so packt, ist wirklich eine Empfehlung! 🙂 Dann hoffe ich, dass du heute Abend nach dem Tochter-zu-Bett-bringen noch etwas Ruhe zum Lesen findest. 🙂

  3. Neyasha said,

    Ui, ich bin sehr gespannt, wie dir „Ansuz“ gefällt, da es auch auf meiner Leseliste steht.
    Fantasy mit nordischem Flair wäre z.B. die „Rabenringe“-Trilogie von Siri Pettersen.

    • Kiya said,

      Die Rabenringe fielen mir auch direkt ein. Da sie im gleichen Verlag erscheinen und die Optik so gut zusammenpasst, hatte ich erst erwartet, dass Ansuz in diese Richtung gehen würde. Nach dem Anlesen würde ich es wie gesagt eher in Richtung Engelsfors verorten.

      • Neyasha said,

        Ich habe auch das Gefühl, dass Ansuz ein wenig in Richtung der „Rabenringe“ vermarktet wird, obwohl es inhaltlich sehr unterschiedlich sein dürfte. Engelsfors sagt mir bisher nichts.

        • Kiya said,

          Das könnte sein, Engelsfors ist schon einige Jahre alt, eine schwedische Trilogie, auch ziemlich dick für Jugendbücher. Der erste Band heißt „Zirkel“ und erschien auf Deutsch 2012 bei Dressler. Hat ein bisschen Magical Girl-Anklänge, aber schön gemacht 😉

  4. jedschmoekerstube said,

    Schön, dass es heute bei Dir passt. :o))

    Wenn ich an den Norden denke, fallen mir nur Thriller ein, aber vielleicht habe ich im Laufe des Tages noch eine Idee. Bis dahin liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

  5. nettebuecherkiste said,

    Moin! „Sabriel“ habe ich auch auf meiner Liste, wie so vieles, seufz. Überlege auch, mich noch mal ein bisschen mit dem 2. Zeitalter zu befassen, was Tolkien angeht, bevor im Herbst die Serie startet. Bin aber immer noch so im Wheel of Time-Fieber, dass ich regelrecht eifersüchtig über die Serie wache und nicht recht will, dass die Mittelerde-Serie besser ankommt 😉

    • Kiya said,

      Ich habe den Schuber mit Sabriel und den beiden Fortsetzungen schon seit Jahren im Regal und den ersten Band schon so oft auf Leselisten gepackt… Ich weiß auch nicht, warum es bisher nie gepasst hat – ich bin mir eigentlich recht sicher, dass ich die Reihe mögen werde. Diesmal habe ich aber wirklich angefangen. Hoffentlich bleibe ich jetzt auch dabei 😉

      Ich bin erstmal skeptisch, was die Tolkien-Serie angeht. Im Zweifel versucht man bei Verfilmungen (vor allem bei Netflix) momentan gerne, dermaßen viel politische Überzeugunsarbeit zu leisten, dass ich schon beim Trailer jegliches Interesse verliere. Wenn ich mich positiv überraschen lassen darf, freut mich das natürlich.

      Ganz viel Spaß mit Wheel of Time! Mein Mann hat einige Bände gelesen, ich hatte bisher noch keinen Kontakt dazu.

      • nettebuecherkiste said,

        Bin da auch vorsichtig, aber die Idee, ein anderes Zeitalter zum Thema zu machen, finde ich spannend.
        Danke! The Wheel of Time war DIE Reihe meiner Jugend, und jetzt, 30 Jahre später, gibt es endlich eine Verfilmung 🙂

        • Kiya said,

          Eine gute Seite der Verfilmungen ist, dass dann auch die Bücher neu aufgelegt werden und so auch eine neue Lesergeneration damit bekannt gemacht wird 🙂

        • nettebuecherkiste said,

          Ja, bei The Wheel of Time ist das gerade so, das erste Buch ist wieder auf der Beststeller-Liste 🙂

  6. natira said,

    Nein, sorry, nordeuropäische Phantastikbücher kann ich Dir nicht nennen. Ich fürchte, ich bin vor Jahren bei den Andersen-Märchen stehen geblieben.

    • Kiya said,

      Die Andersen-Märchen sind aber auch sehr schön 🙂 Ich finde, die gehen auch als Phantastik durch.

      • natira said,

        ja, das sind sie 🙂

        • natira said,

          „Ansuz“ hat Dich wirklich gut gefesselt, sonst wechselt Du deutlich häufiger zwischen Deinen Büchern an Lesetagen. 🙂 Noch weiter gute Unterhaltung damit!

  7. sayuri said,

    Viel Spaß beim Lesen in Deinen vielen Büchern – ich finde, Deine Auswahl klingt sehr interessant und fordernd.

  8. Kiya said,

    @ natira & Konstanze: Ich habe inzwischen tatsächlich mehr Ruhe, um bei einem Buch auch länger zu bleiben („Die Stadt ohne Wind“ vorher habe ich auch sehr zügig gelesen) – vor allem heißt das, dass sich das Buch schnell lesen lässt und mich gut unterhält. Es gibt ganz wunderbare Bücher, die ich viel langsamer lese, zum Beispiel weil die Sprache komplexer ist oder ich das Genre nur selten mag.

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