Lesesonntag im Februar

Februar 20, 2022 at 10:22 (Aktionen)

Ich möchte heute gerne ein bisschen mitlesen, aber ich werde wahrscheinlich nicht besonders viel Zeit haben, weil wir die Familie einer Freundin meiner Tochter besuchen. Allerdings haben wir einen relativ weiten Fahrtweg, den ich vielleicht nutzen kann, ein wenig Zeit am Vormittag und einen Abend gibt es ja auch noch.

Gestern gab es Neuigkeiten zum Magical Readathon, der hoffentlich im April stattfindet – ich habe dazu im September schon ein paar Challengeaufgaben erfüllt, aber die Prompts zum Charakterhintergrund laufen bis April, insofern habe ich die dann aus den Augen verloren. Jetzt habe ich Lust, mich damit wieder ein wenig zu beschäftigen. Das Buch, das ich gerade lese (also, das ich gerade intensiver lese als die anderen angefangenen Bücher), passt auch zu einer der Aufgaben, also versuche ich, es in der nächsten Zeit fertig zu lesen.

Es handelt sich um „The Watchmaker of Filigree Street“ von Natasha Pulley, und ich habe bisher knapp ein Drittel gelesen. Es geht in London um einen Telegraphisten, der einen Bombenanschlag überlebt, einen einsamen japanischen Uhrmacher und seinen mechanischen Oktopus. In Oxford geht es um eine Studentin mit naturwissenschaftlichen Neigungen. Ein bisschen viktorianisches England also, ein bisschen Japan in der Meiji-Zeit, ein bisschen Clockpunk und soweit sehr angenehm für mich – ich mag aber besonders auch den Schreibstil, der auf seine Weise filigran ist und mich eher zum langsamen Lesen animiert. Ich weiß nicht, ob die englischen Feinheiten sich auch übersetzt gut lesen würden, aber es gibt jedenfalls eine deutsche Ausgabe. Und auf Englisch bereits eine Fortsetzung, in der Japan scheinbar noch mehr im Vordergrund steht und die ich vorsorglich bereits bestellt habe.

18:00

So, wir sind wieder zu Hause – Zeit für eine kurze Zwischenmeldung, dann bringe ich aber meine Tochter ins Bett. Danach ist der Abend aber frei 🙂 Besonders viel gelesen habe ich natürlich noch nicht, aber über den Morgen und die Fahrt sind es etwa 30 Seiten geworden. Hauptsächlich habe ich Thaniel begleitet, der gerade dem Home Office entwendet und spontan dem Foreign Office einverleibt wurde. Dort schnüffelt er gerade ein wenig herum. Ein Kapitel beschäftigte sich auch mit Grace – Thaniels Teil finde ich momentan aber spannender, weil bei Grace der übliche, schon so oft gelesene Kram (Frau-in-Männerdomäne, könnte doch besser heiraten mimimi) im Zentrum stand – hier hoffe ich, bald mehr über ihre Forschungsgebiet, den lichtdurchlässigen Äther, zu erfahren, das gefällt mir besser. Ansonsten nähern sich die Kreise der Figuren langsam einander und ich nehme an, dass sie sich bald verbinden werden.

Heute Nachmittag wurden wir mit Schokoladenfondue und selbstgebackenen Donuts beköstigt:

21:45

Ich habe bis zum Ende des ersten Teils von „The Watchmaker of Filigree Street“ gelesen, was ein guter Pausenpunkt zu sein schien. Mir gefällt es immer noch sehr gut (allerdings habe ich weiterhin sehr wenig von Grace gesehen, aber das ist in Ordnung so). Dann bin ich auf die Suche nach einem Buch zum Wechseln gegangen, etwas Gemütlichem für den Abend, das ich vielleicht auch gut mit in die Badewanne nehmen kann, aber ich konnte mich nicht so richtig entscheiden. Stattdessen habe ich gerade noch ein paar Minuten Cozy Grove gespielt (ein hübsches kleines Spiel, und im Verlauf eines knappen Jahres habe ich heute immerhin den 30. Tag erreicht!). Ich denke, ich werde jetzt den Laptop ausmachen und dann sehen, ob mich heute noch ein Buch anspricht (vielleicht werfe ich einen Blick in „Ein verhängnisvoller Auftrag“ von Y.S. Lee – Instagram hat mich darauf gestoßen, dass ich das auch mal lesen könnte) oder ob ich gerade doch noch zu sehr in die Filigree Street hänge.

18 Kommentare

  1. Lese-Sonntag im Februar 2022 – ALLES AUẞER LYRIK said,

    […] JED Kiya […]

  2. natira said,

    Fahrweg nutzen könnte ich lesend nur in einer Bahn, in Bussen oder Autos klappt das nicht. Hörbuch allerdings geht überall. 🙂

    • Kiya said,

      Hörbücher gehen für mich nicht so gut, weil ich Kopfhörer nicht so gern benutze. Bahn, Bus oder Auto sind zum Glück kein Problem – so kann ich trotzdem den Arbeitsweg nutzen, um ein wenig zu lesen.

  3. Konstanze said,

    Ich finde es schön, dass du den Lese-Sonntag stückchenweise genießen magst, auch wenn ihr den Tag schon zum Großteil verplant habt. 🙂

    Bei „The Watchmaker of Filigree Street“ fühle ich mich immer wieder von dem (relativ) schlichtem Cover angezogen, bin mir dann aber nicht sicher, ob mich der Inhalt ansprechen würde. Genau genommen schreckt mich ein bisschen der letzte Satz der Inhaltsangabe ab – ich bin also gespannt, ob du heute noch mehr zu dem Buch erzählst. 🙂

    • Kiya said,

      In meinem Buch ist der letzte Satz der Inhaltsangabe: „As the lives of these three characters become entwined, events spiral out of control until Thaniel is torn between loyalties, futures and opposing geniuses.“ Ich glaube, du musst mir dein Problem damit erst erklären 🙂

      • Konstanze said,

        Nichts gegen Schokoladenfondue, aber die Donuts sehen so richtig köstlich aus! Verflixt, jetzt bringst dich mich wieder darauf, dass ich mir vor kurzem Donutbleche angeschaut (und mich vernünftigerweise dagegen entschieden) hatte. Ich brauche kein Donutblech, nein, wirklich nicht! Aber es wäre schon schön … *g*

        Jaha, das ist der Teil der Inhaltsangabe. Ich weiß nicht, ob ich gerade Lust auf Loyalitätskonflikte in einer Geschichte habe. Was vermutlich nur einen kleinen Part der Handlung ausmachen wird, aber mich momentan noch abschreckt.

        • Kiya said,

          Ich glaube, ich habe bisher sehr selten selbstfrittierte Donuts bekommen, also war das schon etwas Besonderes. Ein Blech dafür braucht man, glaube ich, aber tatsächlich nicht unbedingt 😉

          Bisher kann ich zu dem Thema noch nicht viel sagen – wahrscheinlich werden die Loyalitätskonflikte erst später zum Problem. Vielleicht gibt es im Laufe des Abends noch mehr dazu zu sagen.

        • Konstanze said,

          Ich kenne es halt bei Donut-Rezepten, dass ein Blech und ein Spritzbeutel mit großer Tülle benötigt werden – beides gibt es nicht in meinem Haushalt. *g*

          Ich finde es immer sehr schwierig einzuschätzen, ob mich Loyalitätskonflikte stören. Wenn ich nachvollziehen kann, wieso der Charakter Probleme hat sich für eine Seite zu entscheiden, dann geht es in der Regel. Wenn ich hingegen das Gefühl habe, dass es doch eigentlich relativ einfach sein sollte sich zu entscheiden, dann werde ich ungeduldig mit der Figur. Es sind oft einfach nur Kleinigkeiten, die so etwas für mich kippen lassen, und es hängt eben auch oft daran, wie die Charaktere aufgebaut sind.

          Oh, „Cozy Grove“ habe ich auch noch auf der Spiele-Merkliste – ich habe nur das Gefühl, ich habe gerade eh zu wenig Zeit zum Spielen, da sollte ich nicht auch noch mit etwas neuem anfangen. *g*

          Ich wünsche dir noch schöne Lesezeit und einen guten Start in die Woche! 🙂

  4. nettebuecherkiste said,

    Moin! Du kannst im Auto lesen? Mir wird es im Auto manchmal schon schlecht, ohne dass ich lese 😉 Wünsche dir jedenfalls viel Spaß bei dem Besuch!

    • Kiya said,

      Danke schön! Ja, ich kann im Auto gut lesen. Allerdings hat man da selten lange Ruhe zum Lesen – oder die Lichtverhältnisse sind schlecht (da kann dann der Kindle helfen).

  5. Neyasha said,

    „The Watchmaker of Filigree Street“ von Natasha Pulley habe ich auch auf meiner Leseliste stehen, allerdings wollte ich es mir aus der Bücherei ausleihen, wo es zumindest bis jetzt nur die deutsche Übersetzung gibt. Guter Hinweis zu den englischen Feinheiten – vielleicht schaue ich dann doch lieber, dass ich es im Original lese.

    • Kiya said,

      Vielleicht ist die Übersetzung richtig gut 🙂 Ich greife auch oft genug zu Übersetzungen, wenn mir danach ist, aber die feineren Nuancen sind eben schwer übertragbar. Auch durch Dinge wie fehlendes Gerundium im Deutschen lesen sich für mich die Übersetzungen aus dem Englischen oft ein bisschen platt, vor allem wenn die Übersetzung hingehuscht wird wie es bei Genrebüchern oft vorzukommen scheint.

      • Neyasha said,

        Ich werde mich wohl entscheiden müssen, ob ich das Geld für das englische Original ausgeben möchte oder lieber das deutsche Bibliotheksexemplar wähle. Aber ich kann mir ja letzteres mal ausleihen und wenn es sich komisch liest noch immer das Buch auf Englisch kaufen.

        Wow, selbstgebackene Donuts habe ich noch nie gegessen. Sie schauen sehr köstlich aus! Mein Schokofondue-Set könnte ich auch mal wieder entstauben ….

        • Kiya said,

          Wenn ich unsicher bin, schaue ich gerne bei Amazon in die ersten Seiten rein und vergleiche Deutsch und Englisch, dann entscheide ich 🙂

          Ich fand das Fondue-Set heute so schön klein. Unser Raclette ist auch für zwei Personen, so kann man es auch ohne große Runde nutzen.

  6. Kiya said,

    @Konstanze: Ich lese gerade weiter – ein Loyalitätskonflikt liegt wohl bei dem Telegraphisten – zwischen seinem Arbeitgeber und dem japanischen Uhrmacher. Ich finde den aber eigentlich nicht störend. Was genau würde dich denn ärgern?

  7. Kiya said,

    @Konstanze: Es gibt Themen, die einen ärgern. Ich bin auch immer sauer, wenn der ganze Plot darauf basiert, dass zwei Personen nicht einfach mal ein Gespräch miteinander führen und es nur deshalb nicht zustande kommt, weil die Figuren dafür zu kindisch sind oder ständig auffällige Zufälle das Gespräch verhindern. Wobei das gar nicht mehr so häufig genutzt wird, glaube ich.

    Ich mache das mit Spielen wie mit Büchern: ich hamster sie am besten, wenn mir danach ist, und irgendwann spiele ich sie auch mal. Inzwischen habe ich auch wieder Zeit dazu. Schwierig sind nur immer noch die Spiele, für die man einen langen Atem braucht (irgendwann würde ich gerne mal wieder Spellforce spielen, aber wenn man es nicht einigermaßen am Stück spielt, kommt man schlecht wieder rein).

    Ah, ich hatte erst an ein Blech mit besonderen Vertiefungen gedacht wie bei Muffins oder Mini-Guglhupfen. Tja, dann solltest du diese Dinge (Tülle und Blech) wohl auf jeden Fall anschaffen!

    • Konstanze said,

      Ohhhh, sowas hasse ich auch! Wobei ich das Gefühl habe, dass das vor allem ein Liebesroman-Ding ist (oder zumindest, dass das da noch am Häufigsten vorkommt).

      Ich habe so einige gehamsterte Spiele, vor allem freue ich mich auf „Ni no kuni 2“ – ich habe jahrelang darauf gewartet, dass das Spiel für die Switch erscheint! Aber ich weiß auch, dass ich für all diese gehamsterten Spiele viel Zeit brauche und das ist gerade nicht drin. Was der Grund ist, wieso ich nicht noch mehr Spiele hamstern will. *g* Aber ich habe eine Liste mit Wunschtiteln, die ich regelmäßig aktualisiere. 😉

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