[Herbstlesen im Oktober 2019] Wochenende 4

Oktober 27, 2019 at 11:33 (Aktionen)

Auf den letzten Herbstlesentag bei Konstanze möchte ich wieder mit einsteigen. Gestern hätte es zeitlich gar nicht gepasst, und auch heute werde ich mich bis zum späten Nachmittag nur sporadisch melden, aber immerhin 😉 Das Foto ist übrigens schon gestern entstanden, als ich noch dachte, ich könnte ein Mitmachen vielleicht doch schaffen. Es passt aber heute eigentlich ebensogut (nur, dass die Schokocupcakes inzwischen alle sind…), weil ich auch heute schon zwei oder drei Seiten in „The Serpent’s Shadow“ gelesen habe. Gestern bin ich ein Stückchen darin vorangekommen, als meine Tochter schlief (sie hatte in der Nacht Ohrenschmerzen und wenig Schlaf und holte das dann tagsüber nach; heute scheint sie zum Glück wieder fit zu sein). Bis heute Nachmittag sind wir beiden allein, deshalb werde ich erst spät in eine Blogrunde starten, aber gerade sitzt sie mit Büchern, Papier und Stiften in ihrem Zelt und beschäftigt sich beim Schein einer Lichterkette selbst 😉

Das Buch ist der erste Band einer recht langen und noch laufenden Reihe von Mercedes Lackey. Ich habe inzwischen gut 130 von knapp 400 Seiten gelesen. Es geht um „Elemental Masters“, im Prinzip Elementarmagier, die in einer alternativen meist edwardianischen Zeit leben. Jeder Band scheint zudem sehr lose auf einem Märchen zu basieren. Diese Mischung fand ich spannend 🙂 Ich mag die detailreiche Schreibweise und das Worldbuilding, wobei Elementarmagie an sich schon ziemlich ausgereizt ist. Die Protagonistin Maya, eine Ärztin mit indischen Wurzeln, die nun in London praktiziert, wäre angenehm, wenn sie nicht so anstrengend perfekt wäre – ihre Nachteile betreffen ihre Kenntnisse über Magie und ihren Status als „Mischling“, aber das engelsgleiche Wesen scheint über keinerlei schlechte Eigenschaften zu verfügen. Das ist langweilig. Schauen wir mal, was sich weiter tut. Die Handlung nimmt inzwischen langsam Fahrt auf, die Bedrohung konkretisiert sich und Maya hat einen Mentor gefunden (die beginnende Liebesgeschichte haut mich auch nicht so vom Hocker, auch die finde ich bisher zu glatt).

16:15

herbstlesen19So, ab jetzt könnte es so langsam ein wenig mit dem Lesen klappen… 😉 Mein Mann ist jetzt wieder da und wird dann wohl mit dem kleinen Mädchen demnächst in die Badewanne gehen.

Wir haben jede Menge Zeit damit verbracht, Herbstkekse zu backen. Meist backt mein Mann, ich fand es also einigermaßen schweißtreibend, mir schnell ein passendes Rezept für Kekse mit gemahlenen Haselnüssen rauszusuchen und das einigermaßen unfallfrei mit Kleinkind umzusetzen. Die ersten Kekse wurden dann auch eher schwarz als lecker (ich habe den Ofen dann 20° niedriger gestellt als im Rezept angegeben, dann passte es so halbwegs mit der vorgeschlagenen Backzeit). Der Rest hat dann ganz gut funktioniert.

21:30

Ich habe ein längeres Kapitel in „The Serpent’s Shadow“ gelesen, in dem zum ersten Mal die Perspektive der Gegenspieler eingenommen wurde, was recht interessant wurde. Ich habe mich über die Erwähnung von „Crawly“ und „Blat-sky“ erwähnt – so jedenfalls hat die Inderin sich die Namen gemerkt.

Außerdem habe ich drei Märchen in einem Buch mit „Gruselmärchen aus aller Welt“ gelesen („Gespensterreigen“ von Käthe Recheis und Friedl Hofbauer): „Die drei Jäger und der Dämon in der Hütte“ (PenobscotIndianer/Nordamerika), „Die Zaubergespenster“ (Russland) und „Yai Dscheng und das Haus, in dem es spukte“ (Korea). Auf dem Foto sieht man eine der Illustrationen zu dem koreanischen Märchen, das ich sehr mochte. Danach hatte ich Lust, noch ein bisschen in Asien zu bleiben und habe mir den halb gelesenen van Gulik aus dem Regal geangelt. Könnte morgen meine Zuglektüre werden…

herbstlesen20

Offenbar komme ich so langsam in die passende Halloweenstimmung! *lach* Ich werde wohl, obwohl ich morgen etwas später los muss, nicht mehr allzu lange wach bleiben, weil das Wochenende doch in mancher Hinsicht fordernd war, aber der ewige Lockwood liegt gegebenenfalls auch noch bereit – und „Valentina und die dreizehnte Nacht“, ein Buch aus meiner Kindheit, das ich momentan (momentan meint hier einen unbestimmbar langen Zeitraum) noch einmal lese. Damit beginnt eine vierteilige Gruselreihe von Eddy C. Bertin, die ich damals ziemlich gut fand.

Damit ist das Herbstlesen auch schon wieder vorbei – wie schnell das wieder ging. Aber schön war’s 🙂

27 Kommentare

  1. Herbstlesen im Oktober (So., 27. Oktober) – ALLES AUẞER LYRIK said,

    […] Neyasha Ina Sunny Anette Natira Kiya […]

  2. Konstanze said,

    Der Cupcake sieht wirklich köstlich aus, kein Wunder, dass du davon keine mehr hast. 😀 Schön, dass es deiner Tochter heute besser geht und sie so lieb ist und sich selber beschäftigt, während du schon mal den Beitrag auf den Weg schickst.

    Deine Beschreibung von „The Serpent’s Shadow“ klingt ja etwas gemischt und hat mich darauf gebracht, dass ich unbedingt mal wieder Mercedes Lackey lesen müsste, um herauszufinden, ob ich ihre Figuren und Geschichten heute noch mögen würde. Ich brauche definitiv mehr Lesezeit in meinem Leben! 😉

    Ich wünsche dir einen wunderschönen und entspannten (Vor-)Mittag! 🙂

    • Kiya said,

      Grundsätzlich macht mir das Buch ja Spaß, sonst würde ich es nicht weiterlesen und hätte auch nicht schon einige Fortsetzungen angesammelt 😉 Mir fallen einfach auch einige Schwächen auf.
      Mal schauen, was du zu der Autorin meinst; ich glaube, du hast ganz andere Bücher von ihr gelesen als ich.

      Ha, mehr Lesezeit! Ich nehme auch ein bisschen was davon 🙂

      • Konstanze said,

        Herbstigel und -katzen! Ich bin dafür und hätte dann gern eine Portion Kekse! 😀

        Es wäre halt blöd, wenn die Schwächen sich irgendwann so sehr anhäufen, dass dir das Buch keinen Spaß mehr macht. Und ja, ich habe ganz andere Bücher von ihr und vor allem deutlich ältere Titel.

        • Kiya said,

          Oh ja, es gibt auch Regenschirme, Eichhörnchen, Pilze, Drachen, Eicheln, Ahornblätter, Kürbisse und Äpfel… *lach* Herbstkatzen für die Winterkatze?

          Mal sehen, momentan bin ich geneigt, mich gut unterhalten zu lassen. Ich finde es insgesamt immerhin komplexer als einige andere Märchenadaptionen, die ich schon gelesen habe 😉

        • Konstanze said,

          Drachenkekse! ❤ Ich habe noch nie in meinem Leben Drachenkekse gegessen. (Verdammt, jetzt habe ich nach Drachenformen geschaut und sogar eine schöne gefunden, aber die gibt es nur im Set mit lauter Sachen, die ich nicht haben will. *geht schmollen*) Oh, und beinah hätte ich mich damals Herbst- statt Winterkatze genannt, aber ich hatte Angst, dass es zu viele Verwechslungen mit den Herbstkätzchen (in der Regel der letzte Wurf des Jahres im September). *g*

          Ich finde es auf jeden Fall toll, dass du so eine vielseitig Ausstechersammlung hast. 🙂

  3. nettebuecherkiste said,

    Boah, jetzt hab ich total Lust auf Muffins! Werde mich mit Lebkuchen begnügen müssen. Sind ja aber auch lecker 🙂

  4. JED Schmökerstube said,

    Lustig, mir ist auch sofort der Cupcake ins Auge gesprungen. Starke Konkurrenz für das Buch. *lach*

    • Kiya said,

      Glücklicherweise kann man beides parallel genießen 😉

  5. natira said,

    schönes Frosting. 🙂
    Ich glaube, die Protagonistin wäre mir zu langweilig – oder hat sie einen etwas realistisch-ausgewogenern Charakter bekommen im weiteren Verlauf?

    • Kiya said,

      Das Frosting fand ich auch lecker, es war aber, glaube ich, nichts weiter Spezielles dran (die hat mal wieder mein Mann gebacken).

      Eine schwierigere Ausgangssituation macht eben keinen komplexen Charakter, aber vielleicht ist das ja am Ende sogar gewünscht? *grübel* Durch die Märchenadaptionssache soll sie vielleicht zu einer Märchenadaption passen? Ich musste übrigens nachschauen, welches Märchen hier die Anregung sein soll – so dezent ist das Märchenthema.

      • natira said,

        Sicherlich hat die Zielgruppe auch Einfluss auf die Gestaltung des Protagonisten, aber Märchen sind ja nicht zwingend für Kinder oder nur für Kinder. …

        Den Katzenausstecher habe ich inzwischen auch, er kommt aber erst wieder in der Weihnachtsbäckerei zum Einsatz. Der Igel ist ja auch klasse; hoffentlich brechen die Stacheln nicht ab beim weiteren Verarbeiten bzw. nach dem Backen.

        • Kiya said,

          Märchen sind definitiv nicht nur für Kinder 🙂 Aber die Heldinnen in den Prinzessinnenmärchen sind ja oft recht tugendhaft.

          Durch diverse Halloween-Sets habe ich verschiedene Katzen, und dadurch konnte ich sie mir beim Herbstthema auch gut vorstellen (es waren Haselnusskekse, also wirklich spezifisch herbstlich – zu Weihnachten lassen wir uns dann etwas anderes einfallen). Heute kamen zwei der Katzen zum Einsatz. Mit dem Igel gab es keine Probleme, der Drachenausstecher war tückisch und ein Fuchs, der auch innen Linien hat (da hätte ich lieber nochmal einen unkomplizierteren).

  6. weirdwordswithin said,

    Seltsamerweise mag ich Elementarmagie noch immer, auch wenn ich sie schon in hunderten Facetten gelesen habe. Wenn sie gut geschrieben ist und zum Kontext passt, zieht sie mich noch immer an. Ähnlich wie Drachen. Oder generell tierische Begleiter. Die Mischung, die du beschreibst allerdings spricht mich eher weniger an. Ich drücke dir die Daumen, dass sich die Charaktere noch ein wenig entwickeln und interessanter werden. 🙂

    • Kiya said,

      Stimmt schon, Elementarmagie und auch Drachen können in ganz unterschiedlichen Varianten daherkommen 🙂 Deshalb lasse ich mich davon auch nicht unbedingt abschrecken, es ist nur nicht gerade ein Pluspunkt für mich. Seltsam, dass die meisten Magiesysteme irgendwann doch bei Elementen herauskommen.

      • weirdwordswithin said,

        Die Falling Kingdoms Reihe wurde mal auf einigen englischen Booktube Kanälen sehr gehyped. Und da kam ja auch Elementarmagie darin vor. Das war der Grund warum ich damals den ersten Band gelesen habe. Und ich fand das Buch einfach schrecklich. Also diese Form von Magiesystem allein reicht mir auch nicht 😀 – Bei der Codex Alera Reihe, die ja irgendwie auch auf einem elementar magischen System beruht, mochte ich es dagegen wieder sehr.

        • Kiya said,

          Falling Kingdoms musste ich jetzt googlen, offensichtlich bin ich da nicht auf dem neuesten Stand *lach* Klingt aber auch nicht ganz so reizvoll, diese rivalisierenden Königshäuser allerorten gehen mir momentan ein bisschen auf den Wecker 😉

          Codex Alera mag ich auch! Ich müsste nur mal weiterlesen…

  7. Neyasha said,

    Cupcakes und Herbstkekse … darf ich mich bei dir einladen? 😉
    „The Serpent’s Shadow“ klingt ja vom Setting her interessant, aber so perfekte Hauptfiguren sind ja wiederum eher mühsam.

    • Kiya said,

      Die Kekse gibt es erst, seit die Cupcakes alle sind *g*
      Manchmal habe ich den Eindruck, dass Autoren bestimmte Figuren selbst ganz toll finden. Das nervt dann eher. Bisher überwiegen bei „The Serpent’s Shadow“ die Dinge, die ich interessant finde – die Figur ist ja auch nicht furchtbar, nur eben etwas unglaubwürdig, was die Fülle guter Eigenschaften angeht.

  8. weirdwordswithin said,

    😀 Ich habe von Codex Alera tatsächlich auch bisher nur die ersten drei Bände gelesen. Der vierte wartet im Regal und ich sollte auch endlich mal weiter lesen. Aber irgendwie ist das immer so. Es warten so viele Bücher 😀

    • Kiya said,

      Da bist du aber besser als ich, ich stecke in Band 2…

      • weirdwordswithin said,

        Band 2 mochte ich überhaupt nicht. Band 1 fand ich große klasse und Band 3 fand ich dann wieder ganz in Ordnung. Vielleicht habe ich deswegen ein bisschen Sorgen wegen Band 4 😀

        • Kiya said,

          Ich würde ja gerne sagen, das motiviert mich jetzt, aber das ging wohl nach hinten los *lach* Wenn ich einmal richtig drin bin, liest sich die Reihe gut, aber in den letzten Jahren habe ich, wenn es um Jim Butcher ging, eigentlich immer zu Harry Dresden gegriffen…

        • weirdwordswithin said,

          Dafür bin ich nie über den ersten Harry Dresden Band hinweg gekommen. 😀 hab noch dieses Steampunk Buch gelesen in einer Leserunde. Fand das aber nur so mäßig ok

  9. Kiya said,

    @weirdwordswithin: Die Harry Dresden-Reihe wird über die ersten sechs Bände immer besser und hält danach, soweit ich aus meiner Erfahrung und anderen Berichten weiß, ein hohes Niveu 🙂 Weiterlesen lohnt sich – allerdings natürlich nur, wenn einem die Reihe grundsätzlich liegt.

    Das Steampunkbuch habe ich auch im Regal (dachte eigentlich auch, das würde eine Reihe werden *hmm*), aber ich kann noch nicht viel dazu sagen, außer dass ich die ersten Seiten recht gut fand *lach*

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