Lesesonntag im Januar

Januar 20, 2019 at 11:51 (Aktionen)

Heute möchte ich gerne wieder einmal beim Lesesonntag bei Konstanze mitmachen. Ich habe mir für heute nichts vorgenommen, also hoffe ich, auch ein bisschen zum Lesen zu kommen. Im Winter komme ich oft nur bei künstlichem Licht zum Lesen, was gerade bei englischen Taschenbüchern mit kleiner Schrift manchmal nicht so angenehm ist – vielleicht schaffe ich es heute, ein bisschen Tageslicht abzugreifen 🙂 Außerdem wäre es schön, wenn ich auch mal wieder zu einem umfangreicheren Buch kommen würde – es ist ein wenig frustrierend, dass ich dafür abends oft nicht mehr die Konzentration finde. In den letzten beiden Tagen habe ich einige Seiten in „American Gods“ weitergelesen; da würde ich heute gerne weitermachen. Außerdem habe ich gestern den Comic „Sorceline“ bekommen (den habe ich Ende Dezember im Comicladen entdeckt), in dem es um einen Sommerkurs in Kryptozoologie geht. Den habe ich mir ebenfalls für heute vorgenommen.

Wir haben entspannt gefrühstückt, und Mann und Tochter sind jetzt zum Spaziergang in die frostige Kälte hinausgezogen. Zum Wachwerden und zwischendurch habe ich ein Kapitel in meinem aktuellen Sumpflochbuch gelesen („Am Rand der Abendwelt“) und „Sorceline“ angefangen, das wirklich sehr niedlich zu werden verspricht. Es gibt viele magische Wesen, Rivalitäten und Freundschaften zwischen den Teilnehmern des Sommerkurses und natürlich hübsche Bilder zum Ansehen. Damit werde ich jetzt noch ein bisschen weitermachen – bis später!

15:45

Ich melde mich mal zwischendurch, obwohl ich mich gerade ganz schön festgelesen habe, wenn auch nicht an „American Gods“.

lesesonntag3Stattdessen habe ich nach „Sorceline“, das mir bis zum Schluss gut gefallen hat, ein Kapitel in „A Winter’s Promise“ gelesen. Das ist ein französischer Fantasyroman, in dem die Welt in verschiedene Archen zersplittert ist. Ophelia, die durch Spiegel reisen kann, soll auf eine Polararche ziehen, um einen Adligen zu heiraten. Ich bin kein großer Fan von solchen Heiratsplots, aber abgesehen davon liest sich das Buch bisher sehr angenehm und ich bin neugierig darauf, mehr über die Welt zu erfahren.

Weil ich dann beim Lesen über französische und in Frankreich spielende Roman nachdachte, fiel mir „Schlaflose Stimmen“ ein. Das ist der zweite Band der Libri Mortis-Trilogie von Peter Schwindt, und ich habe ihn schon vor Jahren angefangen. Weil die Bücher in der hinteren Reihe im Regal stehen, übersehe ich sie leider oft 😉 Jedenfalls habe ich mir das Buch jetzt endlich mal vorgenommen und versucht, mich wieder einzulesen. Mir ist zwar noch nicht alles Geschehene wieder präsent, aber ich finde mich zurecht, und Rosalies Erlebnisse in den Katakomben unter Paris sind wieder so spannend, dass ich verhalten optimistisch bin, dass ich das Buch mit etwas Glück heute sogar beenden könnte. Ich fand den ersten Band damals schon toll, düster und geheimnisvoll, und mit Rosalie kann man nie ganz sicher sein, ob sie Wahnvorstellungen hat oder nicht; psychische Erkrankungen spielen immer wieder eine Rolle.

Kuchenbilder kann ich euch heute leider nicht anbieten. Dafür haben wir gerade Gulasch gegessen, und frisch gestärkt werde ich mich jetzt wieder „Schlaflose Stimmen“ widmen – um dann vielleicht auch noch mal um „American Gods“ zu kommen, das ich für heute noch nicht ganz aufgegeben habe.

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21:45

Das wird meine letzte Aktualisierung für heute. Den Lesetag heute konnte ich wirklich genießen, wahrscheinlich weil ich Donnerstag und Freitag schon zu Hause war; sonst braucht es immer eine Weile, bis ich wirklich im Wochenende angekommen bin und abschalten kann (und dann ist meist der Montag schon wieder in Sicht).

„Schlaflose Stimmen“ habe ich wie erhofft zuende gelesen. Damit konnte ich dann auch mal wieder ein Buch streichen, dass schon etwas länger auf meinem SuB liegt, nämlich seit Januar 2012… Das Ende lässt noch ziemlich viele Fragen offen, weshalb ich vorsorglich mal den dritten Band aus dem Regal gezogen habe. Bin gespannt, wann ich den dann wirklich lese.

Dann habe ich noch ein weiteres Kapitel in „A Winter’s Promise“ gelesen, in dem der Verlobte ankommt, der einen überaus frostigen Eindruck macht. Ophelia ist das ganz recht so. Auf „American Gods“ konnte ich mich am Abend dann nicht mehr so richtig einlassen, aber ich habe einige Seiten gelesen, um den ersten Teil abzuschließen. Shadow hat das „Ibis and Jacquel Funeral Parlor“ verlassen.

Schließlich habe ich mir nach den Carola Dunn-Kommentaren bei Konstanze noch „The Winter Garden Mystery“ rausgelegt und erneut angefangen. Den Anfang habe ich schon einmal gelesen, aber das ist so lange her, dass ich neu beginnen muss – bei den Figuren und Familienbeziehungen muss man immer ganz schön aufpassen. Bei den ersten Seiten habe ich mich wieder einmal gefragt, wie man diese Dialoge wohl übersetzen will, und in die deutsche Leseprobe reingeschaut. Hm.

Jetzt werde ich langsam ins Bett gehen und mir zum Ausklang noch „The Werewolf Meets His Match“ mitnehmen, dem zweiten Band der Nocturne Falls-Reihe, die leicht (was die Figuren und das Sprachniveau betrifft), aber unterhaltsam (was die Stadt angeht) ist und die ich gerade sehr mag, wenn ich nicht wach genug für komplexe Sätze bin 😉

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17 Kommentare

  1. Lese-Sonntag im Januar 2019 – ALLES AUẞER LYRIK said,

    […] Natira Neyasha Kiya […]

  2. Konstanze said,

    Oh, du hast „Sorceline“ für dich entdeckt! Das war für mich im vergangenen Jahr einer der Comics, die ich besonders gern mochte, auch wenn er in erster Linie „nur“ niedlich ist (und weil ich nicht damit rechnete, dass ich ihn so nett finden würde). Leider ist die Fortsetzung – soweit ich weiß – noch nicht in Sicht, was ich wirklich schade finde.

    Ich hoffe, du kannst den Lesetag gut für dich nutzen und hast viel Spaß mit deinen Büchern! (Was die kleine Schrift in englischsprachigen Taschenbücher angeht, so habe ich in den letzten Tagen entdeckt, dass das wieder viel besser geht, seitdem ich die neue Brille habe – das ist so eine Erleichterung! *g*)

    • Kiya said,

      Amazon Frankreich meint, dass der zweite Band auf Französisch im April erscheint, und das Comicforum behauptet, dass dieser Monat auch der Erscheinungstermin für die deutsche Ausgabe ist. Mal sehen. Auf jeden Fall wirklich hübsch! Ein bisschen Tierwesenflair 🙂 Für mich hätte die Geschichte ruhig noch umfangreicher sein können.

      Bisher kann ich den Tag wirklich gut nutzen. Ich habe ihn meinem Mann offenbar rechtzeitig angekündigt 😉

      • Konstanze said,

        Ich hatte beim Verlag geschaut und nichts gefunden (was aber auch an mangelnden Französischkenntnissen liegen kann) – noch schöner ist, dass ich nach dem Lesen deines Kommentars noch mal meine Mails durchgeschaut hatte und feststellte, dass Jano mir die Pläne zu „Sorceline 2“ in seiner Neujahrsmail mitgeteilt hatte. *hüstel*

        Ich hoffe ja, dass die Reihe gut genug läuft, um noch deutlich mehr zu der Welt und den Charakteren zu erzählen.

        Sehr schön – du kannst ihm dann schon mal die Liste mit den restlichen Lesesonntagen für dieses Jahr in die Hand drücken, damit er sich auf die Bespaßung eurer Tochter vorbereiten kann! *g*

        Den ersten Libri-Mortis-Band hatte ich vor ein paar Jahren auch gelesen und mochte die Katakomben und die Atmosphäre, fand es aber ziemlich anstrengend, dass man Rosalie als Erzählerin nicht vertrauen kann.

        • Kiya said,

          Ach ja, du hast ja da direkten Kontakt, das ist natürlich praktisch 🙂 Du weißt nicht zufällig, in welchen Abständen „Courtney Crumrin“ veröffentlicht werden wird, oder? Ich habe die ersten vier Bände noch in der s/w Modern Tales-Ausgabe und muss mal drüber nachdenken, ob ich die Bände ab 5 mal auf Englisch nachkaufe oder ob es sich lohnt, auf die deutsche Ausgabe zu warten. Steht zu befürchten, dass das auch alles so lange dauert wie bei „Monster Allergy“? 😉

          Ich liebe Erzähler, denen ich nicht vertrauen kann 😉 Insofern hat mir auch der zweite Teil wieder richtig gut gefallen. Hab mir jetzt auch mal den dritten rausgelegt, hoffentlich brauche ich dafür nicht auch wieder 7 Jahre *hüstel*

        • Konstanze said,

          Eigentlich will er die „Courtney Crumrin“ in relativ regelmäßigen und nicht so großen Abständen veröffentlichen. Die sind nicht so arbeitsaufwändig wie z.B. MA, weil das Grundmaterial in besserem Zustand ist und es da vor allem um die Übersetzung und eine eventuelle Überarbeitung geht. 🙂

          Ich fühle mich da schnell vom Autoren hintergangen, wenn ich nicht genügend Hinweise bekomme, die mir zumindest ein Gefühl dafür geben, was wahr ist und was nicht. *g*

  3. natira said,

    Ich wusste doch, dass ich „Sorceline“ schon mal gehört hatte, und dachte mir auch, dass es bei Dir, Konstanze, gewesen ist. 🙂

    „American Gods“ habe ich vor Ewigkeiten gelesen und dabei das Gefühl gehabt, dass mir als Leserin etliches „entgangen“ ist. Ich wollte das Buch immer noch einmal lesen, aber wie das so ist … es steht und steht und steht. 🙂

    Hier im nördlichen Westfalenland ist es heute auch strahlend schön und sonnig-kalt und in der Wohnung aktuell tageshell. Wollte ich aber ein von Dir beschriebenes Taschenbuch lesen, würde ich wohl nicht auf dem Sofa, sondern direkt mit dem Rücken zum Fenster einen Leseplatz bei mir einnehmen. Zur Sicherheit. 😀

    • Kiya said,

      Ich habe „American Gods“ auch schon vor Ewigkeiten angefangen, habe das Buch aber immer wieder so knapp bei 100 Seiten weggelegt. Ich habe mir jetzt vorgenommen, endlich weiterzulesen, und bin jetzt bei knapp 250 Seiten. Immerhin!

      Jetzt wird es schon wieder zu dunkel für’s Tageslicht, leider. Das ist zum Lesen einfach angenehmer als Lampen, finde ich. Aber über Mittag habe ich das Tageslicht nutzen können 🙂

      • natira said,

        Peter Schwindt – die Libri Mortis und auch die Morland-Reihe habe ich vor Jahren mal aus der Bücherei ausgelesen und damals verschlungen. Gute Unterhaltung mit ihm.

        Gulasch. Hach, Gulasch. seufz. Mit Salzkartoffeln. Oder Kartoffelklößen. Meine Mutter konnte ein sehr gutes Gulasch kochen.

        • Kiya said,

          Die Morland-Reihe hatte ich auch mal aus der Bibliothek entliehen, aber ich glaube, ich habe es nicht geschafft, sie in der Leihfrist zu lesen. Jedenfalls habe ich daran keine Erinnerung. Ist das ähnlich wie Libri Mortis?

          Wir hatten lange kein Gulasch. Haben diesmal besseres Fleisch gekauft, nachdem ich die letzten Male immer dran rumgemäkelt hab 😉 Hast du das Rezept deiner Mutter? Unseres war lecker, aber es ist durchaus noch Luft nach oben.

        • natira said,

          Nein, das Rezept habe ich nicht – zu der Zeit war ich so etwas von überhaupt nicht interessiert am Kochen und später wollte ich es mir geben lassen und dann ging es unter. Wie das manchmal so ist.

          Die Morland-Reihe ist anders, spielt in einer Fantasy-Welt – es ist ziemlich lange her, ich glaube, die Libris-Reihe gefiel mir im direkten Vergleich besser, aber ich mochte beide.

  4. Neyasha said,

    In punkto Licht bzw. Schriftgröße bin ich meist sehr glücklich über meinen E-Reader, den ich ja am liebsten (wenn auch nicht nur) für englische Bücher nutze.

    Wie gefällt dir „American Gods“ bisher? Ich war von dem Buch leider ziemlich enttäuscht, aber Gaiman ist sowieso nicht immer ganz mein Fall.

    • Kiya said,

      Am frohesten über meinen Kindle bin ich tatsächlich, wenn ich gar kein Papierbuch lesen könnte, wie bei Autofahrten im Dunkeln *g* Ich habe ihn fast immer dabei, nutze ihn aber weiterhin eher für Angebote, Leseproben und Bücher, die ich nicht auf Papier haben möchte.

      Eigentlich gefällt mir „American Gods“ ganz gut. Ich finde den Titel sehr passend, es ist sehr amerikanisch und es sind immer wieder gute Stellen drin. Ich habe aber wenig Probleme, das Buch immer wieder zur Seite zu legen. Von dem, was ich bisher von Gaiman kenne, vermute ich, dass ich seine Kurzgeschichten einfach ein Stück weit stärker finde als seine Romane.

      • Neyasha said,

        Kurzgeschichten habe ich von Gaiman noch nicht gelesen (sollte ich vielleicht mal), aber von seinen Romanen hat mich nur „The Ocean at the End of the Lane“ so richtig überzeugt.

        Bei mir ist ja ein wenig das Problem, dass ich Bücher auf dem Reader immer schwuppsdiwupp weglese (da ich ihn immer unterwegs in den Öffis mit dabei habe) und die Printbücher meist etwas länger liegenbleiben.

        • Kiya said,

          „The Ocean at the End of the Lane“ habe ich noch nicht gelesen, aber ich mochte „Neverwhere“ (obwohl das auch ein paar Längen hatte, aber insgesamt ist es eine gute Geschichte), „Stardust“ und „Coraline“. Die Kurzgeschichten kann man auf jeden Fall mal ausprobieren, sind mehr auf den Punkt.

          Printbücher, die sich nicht zum Mitnehmen eignen (weil zu dick, zu groß, zu schwer, zu schön oder zu kompliziert für unterwegs), liegen bei mir auch gerne mal länger. Ich fahre momentan auch mit ÖPNV, aber neben dem Kindle habe ich meist noch ein dünnes Printbuch mit dabei, und oft greife ich dann doch lieber dazu. Ich schau auch so schon den ganzen Tag auf einen Bildschirm… Trotzdem bin ich froh, den Kindle zu haben, gerade zum Ausprobieren oder für Kurzgeschichten nehme ich ihn sehr gerne.

  5. sayuri13 said,

    Es ist spannend, mir ging es mit „American Gods“ auch so, dass ich es ein paar Mal angelesen und dann doch nicht reingekommen bin. Allerdings brauche ich bei Neil Gaiman einfach häufig viel Anlaufzeit am Stück, damit ich viel Spaß mit ihm habe.

    Dein Lesesonntag klingt auch sehr schön und durchmischt – schön, dass Du auch ein bisschen freie Zeit für Dich organisieren konntest.
    Eure Suppe sieht gut aus und hat den durchgefröstelten Mitmenschen bestimmt sehr gut getan.

    Hab einen schönen Abend und vielleicht bis in vier Wochen!

    • Kiya said,

      Hast du „American Gods“ dann irgendwann beendet? Aber ich finde auch, dass ich hierfür einen langen Atem brauche. Weder bei „Neverwhere“ noch bei „Coraline“ oder „Stardust“ ging mir das so, die sind aber natürlich auch alle kürzer.

      Ja, heute konnte ich den Lesetag wirklich genießen. Wahrscheinlich, weil ich Donnerstag und Freitag schon mit dem erkälteten Mädchen zu Hause war und insofern wirklich von der Arbeit abschalten kann.

      Mal sehen, ob es in 4 Wochen klappt – schön wäre es!

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