[Review] Gelesen im März

März 31, 2018 at 20:22 (Review)

Ich sitze immer noch an Dickens‘ „David Copperfield“, den ich aber im April beenden sollte (mir fehlen noch ca. 150 Seiten). Davon abgesehen habe ich wieder alle mögliche an-, aber nicht fertiggelesen. Ein paar beendete Bücher sind es nun aber doch, und da es heute auch nicht noch mehr werden, gibt es die Übersicht schon heute.

1. Ruth Chew: The Wednesday Witch

Mein Badezimmerbuch Anfang März. Es erschien 1969 als das erste von zahlreichen chapter books der amerikanischen Autorin. Eine klassische Abenteuergeschichte um Kinder, eine Hexe, fliegende Rollschuhe und einen Staubsauger.

2. Kelley Armstrong: Pakt der Hexen (Women of the Otherworld 4)

Dieser Teil erzählt die Geschichte von Paige und Lucas weiter, allerdings ist der Fall wieder in sich abgeschlossen. Auch dieser Band der Reihe hat mir sehr gut gefallen – ich mag die Figuren, die Welt mit ihren zahlreichen paranormalen Wesen, deren Organisationsstrukturen, Verhalten und Vorurteilen, und auch den Humor. All das zusammen hat mich leicht darüber hinweggetröstet, dass der Plot in der ersten Hälfte etwas zu geradlinig verlief.

3. Halo Summer: Aschenkindel

Halo Summer kenne ich durch die Sumpfloch-Saga, und „Aschenkindel“ habe ich vor allem gelesen, weil es in derselben Welt spielt. Ich mag den Stil der Autorin, und es hat mir gefallen, immer wieder auf vertraute Details zu stoßen. Mir kam diese märchenhafte Geschichte ein wenig wie eine Spielwiese zum Fabulieren vor, als Entspannung angesichts der inzwischen komplexeren Sumpfloch-Handlung mit ihren zahlreichen Figuren und Handlungsfäden. Ich habe festgestellt, dass mir Figuren und Plot auf den gegebenen Seiten nicht vergleichbar im Gedächtnis geblieben sind, dass ich aber, während ich gelesen habe, die Geschichte mochte – auch, weil manche Dinge, die eben in die Sumpfloch-Welt gehören, die man gar nicht unbedingt in einer Aschenputter-Adaption erwartet, sich wie Reibungspunkte anfühlten.

4. Christoph Marzi: Der letzte Film des Abraham Tenenbaum

Mir war mal wieder nach einem Buch von Christoph Marzi, und da das angekündigte auf sich warten lässt, habe ich mir die letzte Veröffentlichung als Mängelexemplar besorgt. Es ist eine Geschichte ganz ohne phantastische Elemente. Gefallen hat mir alles rund um alte Kinos und Filme und die Brooklyn-/Edward Hopper-Stimmung. Der Plot an sich war gar nicht so spektakulär und wird vor allem auch nicht in einem süßlichen Happy End aufgelöst, aber das soll auch so sein, glaube ich. Manchmal fand ich ihn allerdings recht vorhersehbar. So richtig hängen blieb die Geschichte bei mir nicht, weshalb ich das Buch auch nicht behalten werde. Oh, und das Cover mag ich auch nicht.

5. Sherry Thomas: The Burning Sky

Das ist so ein Buch, welches mich auf den ersten Blick überhaupt nicht interessierte – Titel, Cover, Klappentext, alles nicht mein Ding. Gut, dass ich trotzdem eine Leseprobe konsultierte, denn schon die einleitenden Worte machten mich wesentlich neugieriger als der Klappentext. Da ging es nämlich plötzlich um das Eton College und das Jahr 1883… Die Geschichte spielt also nicht in einer reinen Fantasywelt, sondern es gibt magische und nichtmagische Teile, und die Protagonisten halten sich größtenteils in einem alternativen England auf :-) Es gibt erkennbar Schwächen, zum Beispiel verhält sich insbesondere Titus nicht unbedingt altersgemäß und manche Szenen sind etwas verwirrend geschrieben, aber irgendwie hat mich das alles nicht besonders gestört und ich habe das Buch in Rekordzeit durchgelesen. In einigen Monaten erscheint die Fortsetzung auf Deutsch, die ich auf jeden Fall auch lesen werde.

6. Jane Austen: The Beautifull Cassandra

Das sind einige ausgewählte Juvenilia von Austen, für die ich gerade in der passenden Stimmung war, und „Emma“ wollte ich nicht beginnen, solange mich „David Copperfield“ noch beschäftigt… „The Beautifull Cassandra“ dagegen gehört zu den Little Black Classics und lässt sich sogar von mir Schneckchenleser bequem an einem Abend beenden. Ich gehöre nicht zu den ganz großen Austen-Ahängern, aber schon wegen der ganzen Adaptionen und Zitate will ich ihre Romane lesen. Diese Auswahl von Jugendtexten ist stilistisch schwankend (man sollte insofern wirklich nicht mit dem Anspruch der Romane herangehen), aber tatsächlich ziemlich witzig, wenn man sich darauf einlässt – auf wenigen Seiten passieren so einige Absurditäten. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß mit diesen kurzen Texten :-)

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3 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Das erinnert mich daran, dass ich irgendwann mehr von Jane Austen lesen muss … Schön, dass du im März so viel lesen konntest und dich dabei anscheinend sehr gut unterhalten gefühlt hast. :)

    • Kiya said,

      Ich kenne von Jane Austen auch erst „Pride and Prejudice“ und „Northanger Abbey“, was die Romane angeht… Als nächstes kommt wahrscheinlich „Emma“. Und „Sense & Sensibility“ ist dieses Quartal als Folio-Ausgabe via Büchergilde bei mir eingezogen :-)

      • Winterkatze said,

        Mir fehlt „Lady Susan“ und ich wollte mir ihre Jugendwerke seit langem mal ansehen.

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