[Review] Gelesen im Februar

März 2, 2018 at 20:22 (Review)

Der Februar war gar kein so übler Lesemonat. Drei Tage war ich zu Hause, und mein Wochenpensum ließ mir auch etwas mehr Freiheiten als im Januar :-)

1. Charles Dickens: To be read at Dusk

Ein „Little Black Classic“ (= super zum Mitnehmen), in dem drei Geistergeschichten gesammelt sind. Neben der titelgebenden sind das „The Signalman“ und „The Trial for Murder“. Die Geschichten mochte ich eher sprachlich als inhaltlich, denn das unheimliche Element wirkt auf den heutigen Leser wohl doch nicht mehr ganz so stark wie auf die Zeitgenossen. Vielleicht liegt Dickens diese sehr kurze Form auch nicht so sehr. Trotzdem war es schön, noch ein wenig Dickens im Original gelesen zu haben, bevor ich mich dem Wälzer „David Copperfield“ (überwiegend) auf Deutsch gewidmet habe (damit bin ich übrigens knapp zur Hälfte durch).

2. Miriam Rademacher: Dämonenjagd für Anfänger (Banshee Livie 1)

Dieser Roman endet mit dem Dahinscheiden von Livie, die sodann als neue Banshee von Schloss Harrowmore wieder zu sich kommt. Das Buch ist locker geschrieben und ich fand es unterhaltsam genug, um auch die Fortsetzung zu erwerben. Mir haben besonders der Humor und die ganzen verschrobenen Figuren mit ihren Eigenheiten gefallen.

3. Galen Backett: The Magicians & Mrs Quent (The Magicians & Mrs Quent 1)

An diesem Buch habe ich lange gelesen, schon weil es ziemlich umfangreich ist, und ich habe es genossen. Es steht in meinem Regency Fantasy-Regal und dieser erste Band ist in drei Teile aufgeteilt, von denen der erste ein wenig an „Pride and Prejudice“ erinnert und der zweite an „Jane Eyre“, also eine ganz andere Atmosphäre hat. Zudem gibt es ein paar Lovecraft-Einflüsse (durchaus ein Kaufargument für mich). Obwohl ich „Jane Eyre“ liebe, zog sich der zweite Teil durch die Erzählform ein wenig mehr hin, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

4. Haruki Murakami: Wenn der Wind singt / Pinball 1973 (Trilogie der Ratte 1+2)

Hier hätten wir dann einmal den einzigartigen Fall, dass ich den dritten Band einer Trilogie zuerst gelesen habe, nämlich „Wilde Schafsjagd“. Ich habe mich gefreut, als diese frühen Kurzromane endlich übersetzt wurden, und habe einiges sowohl aus der „Schafsjagd“ als auch vom späteren Murakami wiedererkannt. Schon um seine Entwicklung als Schriftsteller zu verfolgen, aber auch für sich fand ich das Buch lesenswert, wenn auch zerfaserter als spätere Werke.

5. Kelley Armstrong: Nacht der Hexen (Women of the Otherworld 3)

Ganz spontan habe ich dieses Buch wieder aus dem Regal gezogen – und es hat sich als genau passend für meien Leselaune herausgestellt. Tatsächlich habe ich Teil 4 direkt hinterhergeschoben und auch schon zur Hälfte gelesen. Man möge über die unschönen Titel und Cover der Übersetzungen hinwegsehen; ich finde, „Nacht der Hexen“ ist wirklich angenehme Urban Fantasy, wobei von den zahlreichen paranormalen Wesen in diesem Buch natürlich die Hexen im Vordergrund stehen, aber auch die Magier, deren Organisation in Kabalen ich ziemlich interessant finde. Ich mochte zur Abwechslung sogar den männlichen Protagonisten sehr :-)

6. Maya Shepherd: Asche, Schnee und Blut (Grimm-Chroniken 2)

In diesem Teil treffen wir vor allem ein vampirisches Schneewittchen, und langsam mehren sich die Fragen, die man sich zu den Protagonisten stellt. Ich mag weiterhin das Konzept der Reihe. Die Autorin hat am Ende auch wieder einige Worte zu dem Buch verloren und zum Beispiel erzählt, was Realität und was Fiktion ist.

7. Philip Pullman: The Collectors (ebook / Short Story)

Eine Kurzgeschichte aus dem „Dark Materials“-Universum. Schon allein das College-Setting und Pullmans Stil hätten mich wohl zufriedengestellt, aber auch die geheimnisvolle Geschichte um ein Gemälde und eine kleine Affenstatue gefiel mir sehr. Allerdings ist es schade, dass ich die Trilogie nicht mehr so präsent habe – es ist ewig her, dass ich sie gelesen habe (ich habe zwar begonnen, sie auf Englisch erneut zu lesen, aber das kann sich hinziehen ;-) ).

8. Agatha Christie: The Harlequin Tea Set (ebook / Short Story)

Ich fand „The Mysterious Mr Quin“ bemerkenswert, und als mir diese Kurzgeschichte über den Weg lief, konnte ich nicht widerstehen. Mit den Geschichten, die ich schon kenne, kann sie nicht ganz mithalten; trotzdem war es ein nettes Wiedersehen mit Mr Quin.

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