Lesetag im August

August 20, 2017 at 09:41 (Aktionen)

Heute geht es mir wie schon im Juli – ich bin den ganzen Nachmittag verabredet, aber vormittags und abends würde ich mich zu diesem Lesesonntag trotzdem gerne anschließen 🙂 Hier ist der Beitrag der Winterkatze. Mal sehen, ob wir wieder so zahlreich werden wie im Juli.

In den letzten Wochen habe ich nicht ganz so viel gelesen (unter anderem lenkt mich mein neuer Laptop ab, auf dem ich endlich Sims 4 spielen kann…). Einige der Bücher, die ich derzeit lese und die hoffentlich abwechslungsreich genug sind, liegen für heute bereit.

Die „Enzyklopädie des Exquisiten“ kennt ihr schon aus dem letzten Monat. Mittlerweile habe ich mich bis zum Buchstaben W vorgearbeitet, mir fehlt also nicht mehr viel. Als nächstes warten Wandervögel und Weiße Tünche auf mich – ich bin gespannt 😉

„Jackaby“ liegt schon seit Erscheinen auf meinem SuB (ich habe die deutsche Ausgabe), aber ich bin kürzlich wieder irgendwo darauf aufmerksam geworden und habe es deshab gestern spontan aus dem Regal gezogen. Die ersten zwei Kapitel habe ich gelesen und bin interessiert, auch wenn der Autor sich manchmal sprachlich ein klein wenig verheddert. Es scheint einige Sherlock Holmes-Anspielungen zu geben, aber auch eine übernatürliche Komponente in den Fällen zu geben, was ich ja meist sehr mag.

In den anderen beiden Büchern habe ich schon über die Hälfte gelesen, in „Schlaflos“ bin ich auf Seite 566 von 1039 und in „Meet me at the Cupcake Café“ auf Seite 274 von 456. „Schlaflos“ ist gut, aber auch für King-Verhältnisse etwas langatmig. Das Thema Alter spielt eine große Rolle. „Meet me at the Cupcake Café“ ist ein leichtes Sommerbuch mit Rezepten, das sich gut liest. Die Figuren sind sogar ganz in Ordnung.

Gefrühstückt habe ich und kann mir jetzt voraussichtlich ein Lesestündchen gönnen. Ich melde mich vielleicht schon mittags wieder, ansonsten erst heute Abend.

12:30

Eine kurze Zwischenmeldung: ich habe den Buchstaben W gelesen (hinter Wandervögeln verbarg sich übrigens ein Artikel über Reisende in den 1930er Jahren wie Rosita Forbes und Freya Stark; bei der weißen Tünche ging es um Elsie de Wolfs Einrichtungskonzept). Außerdem habe ich in „Schlaflos“ das 16. Kapitel gelesen; Ralph und Lois lernen ihre Fähigkeiten der Aurawahrnehmung besser kennen und begeben sich auf der Suche nach bestimmten kahlköpfigen Ärzten in eine Klinik.

Auch in „Jackaby“ bin ich ein Stückchen weitergekommen. Zwischendurch wurden ukrainische und deutsche kleine Fabelwesen erwähnt, wofür ich eine Schwäche habe. Abigail und Jackaby haben nun einen Tatort erreicht und sehen sich um.

21:45

Hier bin ich wieder, etwas später als gedacht, aber ich wollte doch erst einmal wieder etwas gelesen haben, wovon ich erzählen kann 😉 Außerdem war das nicht-mehr-ganz-so-kleine Mädchen unruhig. Ich hatte aber einen sehr schönen Nachmittag bei meiner Freundin mit leckerem Kuchen, Tee und einer Schokoladenkerze.

Am Abend habe ich die „Enzyklopädie des Exquisiten“ beendet; es gibt viele Literaturhinweise, deshalb bin ich über die letzten Seiten schneller als erwartet gestolpert. Es gab nämlich nur noch ein Stichwort mit Y und keines mit Z. Trotzdem ein sehr feines Buch voller vergnüglicher Anekdoten und Details, von denen mir viele noch unbekannt waren. Solche Funde würde ich gerne häufiger machen.

Dann habe ich in „Jackaby“ weitergelesen. Viel mehr kann ich noch nicht dazu sagen, ich bin nun etwa auf Seite 60, aber der Lesefluss ist in Dialogen besser als bei Beschreibungen (die sind nicht schlecht, aber es gibt Redundanzen). Es gab Anspielungen auf frühere Fälle mit Fabelwesenbeteiligung und ich hoffe auf mehr davon. Die leicht holmesige Atmosphäre sagt mir jedenfalls momentan sehr zu.

Zuletzt habe ich dann eine Kurzgeschichte aus der Märchenanthologie dazwischen geschoben, die letzten Herbst im Drachenmond Verlag erschien. Ich finde die Gestaltung sehr gelungen und mag auch die Mischung aus deutschen und amerikanischen Autoren. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine solche Anthologie, die wohl auch den Weg in mein Regal finden wird. Die Kurzgeschichte war jedenfalls von Seanan McGuire und lyrischer, als ich es von ihrer Urban Fantasy gewöhnt bin.

Ich werde jetzt wohl noch einen Blick zu den anderen Mitlesern werfen und dann vielleicht noch etwas „Jackaby“ oder „Meet me at the Cupcake Café“ lesen (letzteres eignet sich nämlich besonders gut für die späten Abendstunden, jedenfalls für mich – King lese ich lieber tagsüber). Für den September arbeite ich daran, zur Abwechslung keine Konkurrenzverabredung zu haben 😉

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19 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Schön, dass du trotz des verplanten Nachmittags wieder dabei bist. 🙂

    „„Schlaflos“ ist gut, aber auch für King-Verhältnisse etwas langatmig.“ – uh, ich kenne nicht viel von King, aber ich fand schon die von mir angetesteten Geschichten ziemlich langatmig, obwohl sie von King-Fans anscheinend nicht so empfunden wurde. Das ist vermutlich also definitiv kein Buch für mich. *g*

    Das Cupcake-Café habe ich in diesem Sommer auf ziemlich vielen Blogs gesehen und trotzdem habe ich keine Ahnung worum es in dem Buch geht. Aber leichtes, gut lesbares Sommerbuch klingt nett.

    Ich hoffe, du hast noch viel Spaß beim Lesen und einen schönen Nachmittag mit deiner Verabredung! 🙂

    • Kiya said,

      Vielleicht würden dir seine Kurzgeschichten mehr liegen? Normalerweise habe ich kein Problem mit seiner ausschweifenden Art, weil seine Milieuschilderungen eine seiner größten Stärken sind. Aber gegenüber den letzten beiden Büchern, die ich von King gelesen habe („Nachtschicht“ und „Frühling, Sommer, Herbst und Tod“), die beide kürzere Geschichten beinhalten, fällt „Schlaflos“ für mich doch etwas ab.

      Lustig, ich habe das „Cupcake Café“ nirgendwo gesehen, aber ich habe inzwischen vier Bücher von Jenny Colgan auf dem SuB und wollte endlich mal eins lesen – das ist es geworden.

      • Winterkatze said,

        Mein Mann meinte auch, dass Kings Kurzgeschichten ihm deutlich besser gefallen hätten als die Romane, die er früher von ihm gelesen hat. Wenn ich also noch einmal einen Versuch mit King wage, kann ich ja darauf zurückgreifen. 🙂

        Was für deutsche Fabelwesen wurden denn in deinem Buch erwähnt? Ich finde es ja immer schade, dass ich nur so wenig kenne, weil man doch deutlich mehr Informationen über die Fabelwesen anderer Länder bekommt.

        (Die Enzyklopädie klingt immer noch verflixt reizvoll … *seufz*)

      • natira said,

        Ich könnte Dir „Zwischen Nacht und Dunkel“ von King mal mitbringen, Winterkatze, sind auch Kurzgeschichten. 🙂 Aber ich tippe, Deine Bücherei könnte auch Kurzgeschichtensammlungen von ihm auf Lage haben.

      • Winterkatze said,

        @Natira: Über King-Leihgaben können wir ja irgendwann einmal nachdenken. Aktuell bin ich eher nicht in der Stimmung (und sollte überhaupt erst einmal deine letzten Leihgaben lesen). 🙂

  2. natira said,

    „Schlaflos“ habe ich vor Ewigkeiten mal gelesen und habe nicht mehr viel von dem Roman in Erinnerung. Er sthet hier aber in meinem King-Regal, wenn ich also wollte … 😀 Ja, Stephen King lässt sich gern mal Zeit, um seine Charaktere einzuführen. 😉

    Gute Unterhaltung beim Lesen und eine schöne Zeit mit Deiner Familie und der Verabredung! 🙂

    • Kiya said,

      Eigentlich finde ich Kings Charaktere oft sehr gut, auch in Kurzgeschichten gelingt es ihm, distinkte Figuren zu erschaffen. Die in „Schlaflos“ sind übrigens überraschend sympathisch! Vielleicht ist es sogar der Fokus auf relativ wenige Figuren, der bei mir den Eindruck hinterlässt, dass sich manches ein wenig im Kreis dreht, bevor es weitergeht.

      Danke 🙂 Dir auch!

      • natira said,

        Ich finde, dass King ein sehr guter Beobachter ist, was die von ihm geschaffenen Charaktere sehr gut zeigen, auch in Kurzgeschichten. Aber ich weiß auch, dass er – wenn er mehrere einführt – seine Zeit braucht, so z.B. in The Stand oder Es oder Arena etc. :).

  3. Kiya said,

    Übrigens ist es mir gerade bei euch beiden nicht gelungen zu kommentieren, sowohl am Handy als auch am Laptop *frust* Ich probier es später noch mal.

    • Winterkatze said,

      Also macht wohl Blogspot wieder Probleme. Wie ärgerlich! Ich wüsste auf meiner Seite nichts, was ich noch ändern könnte, um das Kommentieren zu vereinfachen. Hoffentlich klappt es später bei dir wieder!

      • natira said,

        wie ärgerlich. Ich weiß aber auch nicht, was Blogspot immer hat…

  4. Kiya said,

    Ich versuch es mit dem Kommentieren gleich noch mal! IIch bin jetzt wieder da und werde demnächst zum zweiten Teil der Lesesitzung starten. Allerdings muss ich vorher unbedingt noch etwas im Sims-Baumodus ausprobieren… 😉

    Von King habe ich deutlich mehr Romane als Kurzgeschichten gelesen. Jedem bleiben wohl andere gut in Erinnerung, „Es“ ist allerdings nicht nur eines meiner liebsten Bücher – momentan wird es durch die Verfilmung ja allgemein viel gelesen.
    Bei „Arena“ und „The Stand“ bin ich noch nicht zum Ende gekommen, muss ich zugeben… Aber das hole ich irgendwann nach.

    Bei Jackaby wurden ein Domovoi (und die Unterschiede zwischen russischen und ukrainischen Spezies) sowie ein deutscher Klabautermann erwähnt, den Abigail irgendwo aufgelesen hat. Nichts Besonderes also, aber ich mochte die Erwähnung dieser kleinen Wesen 🙂

    • natira said,

      Ich habe auch deutlich mehr Roman als Kurzgeschichtensammlungen, wobei ja schon die Dunkle-Turm-Reihe 8 Bücher ausmacht. 🙂 Mir fehlen aber auch noch etliche von ihm, insbesondere auch vollständig die Mr Mercedes-Romane. Nun, so bleibt immer was zum Nachkaufen, lach.

      • Kiya said,

        Viele Romane kenne ich noch von früher mit 12-14, als ich sehr viel von King gelesen habe. Mir fehlt aber auch noch viel, wobei ich das meiste, was für mich besonders von Interesse ist, schon mal gehamstert habe.
        Beim Dunklen Turm stecke ich allerdings immer noch in Band 3. Die Mr Mercedes-Romane besitze ich noch nicht – irgendwie befürchte ich, die könnten mir zu sehr wie klassische Thriller sein, auch wenn das wahrscheinlich nicht so ist.

    • Winterkatze said,

      Ah, ein Klabautermann. Ja, ich freu mich auch immer über solche Elemente, aber ich wünsche mir auch, es gäbe mehr davon.

      Wirklich interessant fand ich von Stephen King „Das Leben und das Schreiben“, vielleicht bin ich deshalb noch nicht so ganz gewillt den Autor aufzugeben.

      • Kiya said,

        Es wurden noch ein paar kleine Wesen in Zusammenhang mit Fällen erwähnt, aber ich schätze, für den großen Kriminalfall wird etwas weniger Putziges aufgefahren 😉

        Oh, „Das Leben und das Schreiben“ fehlt mir noch, interessiert mich aber sehr. Vielleicht machst du dann mit „Danse Macabre“ weiter – das habe ich hier angefangen im Regal.
        Ansonsten kann es natürlich sein, dass du King einfach nichts abgewinnen kannst, aber er hat inzwischen doch ziemlich vielfältig geschrieben, sodass durchaus etwas für dich dabei sein könnte. Musst nur herausfinden, in welche Richtung es gehen soll. Natira kann dich da bei der Auswahl bestimmt hervorragend beraten 🙂

      • Winterkatze said,

        Och, wenn man richtig damit umgeht, dann kann doch auch etwas „Putziges“ angemessen kriminalfallig sein. ;D

        Bei einigen Autoren scheine ich mit ihren Sachbüchern glücklicher zu sein als mit ihren Romanen. Ich wundere mich sowohl bei King als auch bei Murakami ja selber darüber, dass ich mit ihren Geschichten so wenig glücklich bin – oft komme ich so wenig rein, dass ich sie nicht mal beende. Wobei ich zumindest Murakami noch nicht aufgegeben habe, vielleicht braucht es einfach die richtige Stimmung und mal nicht den Abgabetermindruck durch die Bibliothek. *g*

        Die Kuchen sehen sehr lecker aus – schön, dass der Nachmittag mit deiner Freundin so nett war. 🙂 Eigentlich ist das doch die perfekte Mischung mit Verabredung und morgens und abends lesen.

        Die Anthologie will ich mir auch noch irgendwann holen, aber da ich einige der deutschen Autoren unter „ganz nett, aber nicht ganz überzeugend“ abgespeichert habe, steht die nicht sehr hoch auf meiner Prioritätenliste. Wie gefallen dir bislang die Märchen?

  5. Kiya said,

    Jetzt kam eine Banshee vor, das war auch nett gemacht 🙂 Ich freu mich schon auf’s Weiterlesen.

    Tja, ich mag sowohl King als auch Murakami, wobei ich von Murakami noch deutlich weniger gelesen habe (und mich außerdem eher an die schrägeren Romane halte und an den Liebesgeschichten weniger interessiert bin) und King lange Zeit gar nicht las, bis mir vor einigen Jahren der Wiedereinstieg gelungen ist. Ich bin gespannt, ob du bei beiden Autoren noch ein passendes Buch für dich findest 🙂

    Eine gute Mischung ist es, das stimmt, aber ich finde es immer etwas sonderbar, wenn ich zum Hauptteil des Tages nicht mitlesen und -kommentieren kann…

    In der Anthologie habe ich inzwischen ungefähr ein Viertel gelesen und bin ganz zufrieden. Es war noch keine Geschichte dabei, die mich richtig umgehauen hat, aber auch keine, die mir gar nicht gefiel.
    Die Geschichten, die ich schon gelesen habe, waren von Julia Adrian (aus dem Dreizehnte Fee-Universum, insofern eine schöne Ergänzung, besagte von Seanan McGuire, eine relativ kurze von Kate Forsyth, und dann waren noch zwei deutsche Autorinnen vertreten, die vielleicht in deine ganz-nett-Kategorie fallen, die ich aber wirklich gerne lese (Nina Blazon und Susanne Gerdom). Mir gefällt auch das ganze Konzept, weil es Märchenanthologien nicht wirklich häufig auf dem deutschen Buchmarkt gibt.

  6. Winterkatze said,

    Hm, vielleicht solltest du dich in Zukunft zum Frühstück mit deiner Freundin verabreden und kannst dann ab der Mittagszeit mitlesen. 😉

    Von Nina Blazon habe ich schon wunderschöne Bücher gelesen, aber Susanne Gerdom fällt bei wirklich in die „ganz nett“-Kategorie. Mir gefällt das Konzept auch und für Märchen bin ich normalerweise ja auch zu haben.

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