[Ich lese] Regency Fantasy

März 24, 2017 at 20:52 (Ich lese)

Ich bin in diesem Monat literarisch ganz ins 19. Jahrhundert abgetaucht – angefangen bei Dickens‘ „Great Expectations“, das ich noch aus dem Februar mitgenommen hatte. Dann kam „Midnight in Austenland“ (und dort habe ich, nebenbei bemerkt, überhaupt erst einmal gelernt, was mit Regency eigentlich genau gemeint ist).

Weitergemacht habe ich mit der dreiteiligen BBC-Reportage „Elegance and Decadence“ und Alison Goodmans „The Dark Days Club“. Das Buch spielt 1812 – ungefähr in diesem Jahr beginnt zufälligerweise auch „Great Expectations“ 😉 – und die Autorin hat sich große Mühe mit der Recherche gemacht und dafür sogar eine Ecke auf ihrer Homepage reserviert. Ich hatte viel Spaß mit dem Roman, auch mit dem phantastischen Aspekt.

Google hat mich dann darauf hingewiesen, dass es tatsächlich ein Subgenre namens Regency Fantasy gibt (andererseits: welches Subgenre gibt es eigentlich nicht?) – und dass ich einige Bücher besitze, die mehr oder weniger dazu passen. Ich entdecke so etwas gerne, und sobald mir das einmal aufgefallen war, musste ich direkt ein wenig Platz im Regal schaffen, wo sie alle beisammen stehen können (das war nämlich bisher nicht der Fall, sie sortierten sich bei Fantasy, Steampunk, Feen- oder Kinderbüchern ein). Einige Neuzugänge konnten sich dort auch gleich einreihen…

Oft spielen die Geschichten in einem alternativen England so um 1810 herum, in dem es Magie gibt. Mir gefallen oft der Humor, die Dialoge und die Schwierigkeiten, die die Verbindung von Etikette und Zauberei so mit sich bringen 😉 Bälle und Romanzen spielen allerdings in vielen, aber nicht allen Fällen eine größere Rolle als sonst in meiner Lektürewahl.

Eigentlich ist eher die viktorianische Zeit „meine“ Epoche, aber da mich im weiteren das ganze lange 19. Jahrhundert interessiert, passt die Regency-Zeit gar nicht so schlecht dazu, zumal mich die Temeraire-Reihe von Naomi Novik sowieso schon dazu bewogen hat, mich mehr zur napoleonischen Zeit zu informieren.

Oh, und was den ganz unmagischen Regency-Klassiker Jane Austen angeht: zwei ihrer Romane kenne ich nun bereits, ohne ein großer Fan geworden zu sein. Dennoch finde ich, dass sie gute Konversationen schreiben kann, und kann den Stil, der mir in der Übersetzung oft platt vorkommt, im Original auch mehr genießen. 2017 ist ja ein Austen-Jubiläum (das 200. Todesjahr), insofern würde es sich anbieten, in den nächsten Monaten zu einem dritten Roman zu greifen (wahrscheinlich „Emma“).

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8 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Mir war diese Genrebezeichnung auch kein Begriff, aber ich habe auch einiges davon in den letzten Monaten gelesen und genossen. Und ich freue mich immer über jede neue Entdeckung aus dem Bereich!
    *vergrößert das Foto, um die Bücher genauer zu studieren*

    • Kiya said,

      Ah, dann kannst du mir bestimmt noch einige Empfehlungen da lassen? Ich bin mir nicht sicher, ob ich auf deinem Blog alle mitbekommen habe 🙂
      Auf dem Foto müsste man eigentlich alles ganz gut erkennen können (bis auf „Jonathan Strange & Mr Norrell“, das etwas früher spielt, aber trotzdem recht gut reinpasst).

      • Winterkatze said,

        Ich glaube, wir haben uns gegenseitig ganz gut inspiriert. (Die Frontier-Magic-Reihe würde eigentlich auch ganz gut passen, wenn es nicht die USA wären.) Ansonsten müsste ich eigentlich noch ein paar Sachen in meinen Kartons haben – wenn ich die endlich (vermutlich erst Anfang 2018) auspacke, dann kann ich gern noch mal schauen. 🙂

  2. Kiya said,

    Mach das! Wenn dir noch etwas einfällt, schau ich es mir auf jeden Fall an 🙂

    (Erst 2018? Nach unserem Umzug hatte ich überhaupt keine Ruhe, bis ich auch das letzte Buch aus seinem Pappkarton befreit hatte ^^)

    • Winterkatze said,

      Ohne ausreichend Regalplatz hat es wenig Sinn die Kartons jetzt alle auszupacken. Kartons kann man immer noch schneller aus dem Weg räumen als mehrreihige Bücherstapel. Weihnachten gibt es hoffentlich weitere Regale.

      • Winterkatze said,

        Ich bin gerade über „Murder, Magic and what we Wore“ von Kelly Jones gestolpert – spielt 1818 und klingt von der Inhaltsangabe sehr nett. Erscheint als Hardcover im September, vielleicht wäre das ja auch was für dich. 🙂

  3. Kiya said,

    Das klingt doch wirklich interessant – danke! Ich hab es gleich mal auf der Neuerscheinungsliste notiert 🙂

    • Winterkatze said,

      Gern geschehen! Ich verfolge Stephanie Burgis auf Twitter und die Frau verlinkt jeden Tag unglaublich viele interessante Bücher. Sehr gefährlich!

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