Das Bücherregal meiner Tochter

Februar 12, 2017 at 22:05 (vorgestellt)

Zum ersten Geburtstag hat meine Tochter – wie sollte es in unser Bücherwurmbehausung auch anders sein – ihr erstes eigenes Bücherregal bekommen. Da es tatsächlich schon für sehr kleine Menschen sehr schöne Bücher gibt, wollte ich euch einige davon zeigen. Ich bin ja nicht die einzige Bloggerin mit Kind, aber auch ohne Kind kann man, finde ich, an Bilderbüchern Freude haben.

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Das Regal hat uns gefallen, weil es allgemein zum Stil des Raumes passt, außerdem kann sie selbst an alle Bücher herankommen. Durch die Rollen ist es schnell verschiebbar.

Darin befinden sich vor allem die schöneren Bücher, wie ich dazu sagen muss. Wir haben auch einige Bücher, die eher zum allgemeinen Ankauen freigegeben sind und die an anderer Stelle liegen. Sie hat viele Bücher, aber das lässt sich in diesem Haushalt nicht verhindern 😉

Ich besitze einige englische Bücher, weil mir bei vielen deutschen Büchern für die Kleinsten die fehlende Abwechslung missfällt – man sehe sich mal in einem Buchladen an entsprechender Stelle um: fast von jedem Cover grinst einen ein albernes Tierbaby an. Muss ich nicht haben.

Einige Bücher im Detail:

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„M is for Monocle ~ A Victorian Alphabet“ ist von Greg Pabrocki illustriert; in dieser Aufmachung (pro Seite ein Buchstabe) gibt es noch fünf ähnliche Bücher zu anderen Epochen. Ich habe noch das Medieval und das Industrial Revolution Alphabet.

Man findet diese Bücher bei Gibbs Smith unter dem Stichwort BabyLit, ebenso wie „Dracula ~ A Counting Primer“. Der Verlag schreibt: „BabyLit® is a fashionable way to introduce your toddler to the world of classic literature.“ Tatsächlich enthalten die verschiedenen Bücher keinen Text, sondern Bilder, die einen Bezug zum jeweiligen Klassiker haben. Bei Dracula kann man zum Beispiel Schlösser, Grabsteine und Ratten zählen, auch die Protagonisten des Romans sind mit Namen versehen abgebildet. Ich finde das Konzept sehr nett und habe aus der Reihe noch die Bände zu Alice, Oz und Jane Eyre.

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Das sind einige der auf Deutsch übesetzten Bücher, die mir gefallen, wobei die „Belle & Boo“-Reihe wohl wirklich eher etwas für Mädchen ist (süß, nostalgisch und englisch).  Erzählt werden kleine Begebenheiten um das Mädchen Belle und den Hasen Boo. „Gute Nacht, kleiner Hase“ ist seit Monaten unsere Einschlafgeschichte. in der Reihe „Mein erstes Buch“ von arsEdition erscheinen alle möglichen Bände von den Jahreszeiten über Tiere bis hin zum Körper – nicht zu überladene Illustrationen, und durch Dreh- sowie Schiebeeffekte hat die Kinderhand auch etwas zu tun.

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Zuletzt wollte ich noch kurz das Thema Märchen anschneiden. Ich habe mich nämlich etwas schwer damit getan, und freue mich über weitere Tipps 🙂 Zwar habe ich jede Menge Märchenbücher, aber ganz überwiegend sind die noch nicht für meine Tochter geeignet. Ich habe etwas umfangreich Illustriertes gesucht, das aber keine Ausgabe ist, die man nur mit Samthandschuhen anfassen kann, und gleichzeitig etwas mit nicht vollkommen verfälschten, vereinfachten und gekürzten Texten. Ich möchte die Märchen noch wiedererkennen und sehe auch kein Problem darin, Vokabeln und Kontexte zu erläutern.

„Meine wunderbare Märchenwelt in Erzählbildern“ gefällt mir vom ersten Eindruck her gut – nach jedem Märchen gibt es eine doppelseitige Illustration, auf der man die Stationen des Märchens nachverfolgen kann. „Die schönsten Märchen der Gebrüder Grimm“ hat dafür noch ein wenig hübschere Illustrationen.

Soweit ein kleiner Einblick in eines der wenigen Bücherregale unserer Wohnung, dessen Inhalt ich in einem einzigen Beitrag vorstellen kann 😉 Kennt ihr empfehlenswerte Bücher für Kleinkinder?

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7 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Keine Kinder und zu lange aus dem Buchhandel, um in letzter Zeit über schöne Kinderbücher für das Alter gestolpert zu sein. Aber ich finde es toll, dass deine Tochter jetzt schon so ein schönes Bücherregal hat und dass das von dir auch mit schönen britischen Titeln bestückt wird. 🙂

    (Bist du dir darüber im klaren, dass ihr vermutlich in spätestens zehn Jahren ein Haus braucht, um die gemeinsamen Büchersammlungen unterzubringen? :D)

    • Kiya said,

      Es ist doch nie zu früh, um in einem Dracula-Pappbuch Särge zu zählen, oder? *g*

      Wenn sie die Bücherliebe erbt, dann ganz bestimmt 😉 Eigentlich könnten wir den Platz schon jetzt gebrauchen, aber das allein genügt leider nicht, um diesen Platz auch zu bekommen.
      Immerhin konnte ich jüngst wieder fünf Bücher aussortieren (Genevieve Cogman und Ursula Poznanski – mit mir und Beatrice Kaspary wird das wohl wirklich nix mehr…).

      • Winterkatze said,

        Niemals! 😀

        Kann ich verstehen, ich habe nach dem zweiten Roman die Kaspary-Titel auch nicht weitergelesen. Und inzwischen versuche ich Poznanskis neue Titel gar nicht mehr, weil ich auch ihre Jugendbücher nicht mehr so packend finde. Manchmal ist Routine keine Verbesserung..

  2. Kiya said,

    Ich habe von ihr nur noch Erebos und Saeculum, die zwar ein paar Schwächen hatten (ich mochte das Ende bisher in keinem ihrer Bücher), aber sonst sehr spannend waren und durch diese Spielthematiken auch originell 🙂 Was sie sonst noch veröffentlicht hat, interessiert mich eigentlich weniger.

  3. Katalin Vati-Hajdu said,

    Hallo, wollte fragen, wo man das Regal kaufen kann? Es gefällt mir auch super 🙂 Dankeschön! Kata

  4. Kiya said,

    • Katalin Vati-Hajdu said,

      Dankeschön!

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