[Neuzugänge] Dezember

Januar 14, 2017 at 00:45 (gekauft)

Ich habe 2016 tatsächlich nur ein einziges Buch zu Weihnachten bekommen. Zwar waren noch einige weitere im Adventskalender, die ich nicht unterschlagen will, aber trotzdem hat mich das überrascht. Ein Weihnachtsneuzugänge-Beitrag hätte sich also diesmal gar nicht gelohnt. Macht aber nichts – es gibt trotzdem genügend neue Bücher (natürlich).

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Judith u. Christian Vogt: Die verlorene Puppe

Steampunk in einem ganz eigenen alternativen 19. Jahrhundert, in dem bereits „Die zerbochene Puppe“ und die Anthologie „Eis & Dampf“ spielten – Europa nach einer Eiszeit, geprägt von Dampfkraft, Æronautik und Elektrizität. Dieses Buch scheint die Kenntnis der Vorgänger nicht vorauszusetzen. Interessant finde ich, dass es um einen Zirkus (im Luftschiff) und die aztekische Hochkultur geht.

Lauren Beukes: Zoo City

„Getierte“ in Johannisburg. Ich wollte dieses Buch schon länger haben, das für mich von den Werken der Autorin eigentlich am interessantesten klingt, aber weil immer noch kein Taschenbuch angekündigt ist, habe ich mir nun doch zähneknirschend die broschierte Ausgabe besorgt – allerdings gebraucht.

Mia Faber: Unruh ~ Das Ticken des Uhrwerks

Überraschend umfangreich für ein Buch aus dem Art Skript Phantastik Verlag. Es klingt nach einer besonderen Geschichte, auch wenn ich zum Inhalt noch nicht viel sagen kann. Jedenfalls spielt es in unserer Zukunft, und ein Uhrwerk und seine Hüter sind Teil der Geschichte.

Anja Bagus: Ætherseelen

Ich besitze fast alle Ætherwelt-Romane (die nun auch bei der Edition Roter Drache erscheinen) und freue mich wie oben bei der Eis & Dampf-Welt, wenn immer mal etwas dazu kommt. Bei „Ætherseelen“ handelt es sich um eine Sammlung von 14 unheimlichen Geschichten (von 12 Autoren), die sich mit der Nacht vor Allerseelen beschäftigen.

Ian R. MacLeod: Aether

Noch ein ganz spontaner Gebrauchtkauf. Auch dieses Buch geht in die Steampunk-Richtung, klingt aber nach einem klassischeren Vertreter des Genres als „Die verlorene Puppe“ oder „Ætherseelen“ – mal sehen, wie sich die Geschichte um ein London à la Charles Dickens, kombiniert mit Ätherbergwerken, Trollen und mächtigen Gilden liest.

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Boy Lornsen: Nis Puk in der Luk / Mit der Schule stimmt was nicht

Spontan habe ich mir dieses Buch gebraucht bestellt. Es geht um Hausgeister, die Puken genannt werden, und als es in einem Forum um Weihnachtswichtel, Heinzelmännchen und Kobolde ging, wurde es erwähnt.

Joshua Khan: Shadow Magic

Auch darauf bin ich in einem Forum gestoßen, in einer Liste mit mehreren sehr fein klingenden Jahreshighlights. Middle Grade-Fantasy in einer düsteren Welt mit sechs Häusern der Magie, Vampiren und Nekromantie, aber wohl auch einer guten Prise Humor.

Katharina V. Haderer: Blue Scales

Ich glaube, ich könnte die Welt in diesem Buch mögen, die nach chinesischen Einflüssen klingt. Ich mag die Kapitelnamen, die sich um Teezeremonien, Großmutter Song und Drachen-Tattoos drehen; es gibt einen Rat der Hexade, die aus sechs mächtigen Familien besteht, und diverse Gestaltwandler. Außerdem gefällt mir die Aufmachung mit Illustrationen, Familienchronik und Begriffslexikon

Michelle N. Weber: Die Rabenkönigin

Zu der Autorin kann man lesen: „Sie schreibt Fantasy-Romane, in denen sich Märchenelemente mit Gothic Romance und Mantel und Degen Einflüssen vereinen.“ Auch dieser Roman soll eine Art Gothic-Märchen sein, komplett mit Feenkönig, Spiegelgefängnis und sprechendem Raben :-)

Britta Strauss: Schnee und Orchideen

Fortsetzung von „Indigo und Jade“, und optisch sehr gelungen. Wüstendrachen, tödliche Orchideenwälder, Nebelwale, Opalfüchse und Feuervögel… Und mehr weiß ich noch nicht, weil ich den Klappentext noch nicht lesen möchte.

Michael Dylan Foster: Pandemonium and Parade

Eines der Bücher, die ich im Adventskalender hatte (nicht alle sind auf dem SuB gelandet, es waren nämlich auch einige Malbücher dabei…). Ein auf den ersten Blick akademisches Werk zum Thema „Japanese Monsters and the Culture of Yokai“, das wirklich sehr vielversprechend aussieht.

Paul Marcus: Zwischen zwei Kriegen

Zweites Adventskalenderbuch mit dem Untertitel „Aus Berlins glanzvollsten Tagen und Nächten“. Ein Lesebuch über die 20er Jahre.

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Stanislaw Lem: Nacht und Schimmel

Es wurde hier besprochen und die erwähnte Geschichte hat mich fasziniert. Ich finde Lem grundsätzlich ziemlich großartig (und er wird viel zu wenig gelesen!), und dieses Buch hat mir ohnehin noch gefehlt. „… bietet einen Querschnitt durch Lems Schaffen der letz­ten 15 Jahre und durch die Vielfalt seiner Ideen und Stilmodalitäten. Das Spektrum reicht von frühen Grotesken wie ‚Gibt es Sie, Mister Johns?‘ bis zur ‚Neuen Kosmogonie‘, einer originellen Anwendung der Spieltheorie auf kosmogonische Probleme.“

Michael Hochgeschwender: Amerikanischer Bürgerkrieg / Jürgen Osterhammel: Kolonialismus

Zwei kleine Beck-Sachbücher zu Themen, über die ich gerne etwas mehr wissen möchte, ohne das Bedürfnis nach einer umfassenden Darstellung zu haben. Von Osterhammel habe ich bereits etwas gelesen und bin daher recht zuversichtlich, dass er das Thema gut behandeln wird.

Daphne du Maurier: Don’t Look Now / Evelyn Waugh: Put Out More Flags

Diese beiden boten sich an, um die Pocket Penguins mal zu testen. Waughs „Decline and Fall“ hat mich umgehauen, und ich will unbedingt mehr von ihm lesen (Klappentext: „Upper-class rogues, bohemians, dowagers, socialites, bureaucrats and delinquent evacuees prepare for England to change forever, in this hilarious and deadly serious 1942 satire on the ‚phoney war'“). „Rebecca“ fand ich seinerzeit auch sehr schön (dieser Band beinhalt die Kurzgeschichten „Don’t Look Now“,  „Not After Midnight“, „A Border-Case“, „The Way of the Cross“ und „The Breakthrough”).

Mary Elizabeth Braddon: Lady Audley’s Secret

Hier wollte ich die Penguin English Library testen und gleichzeitig viktorianischen Nachschub besorgen – wer soll sich eigentlich bei all den wunderschönen Penguin-Editionen für eine entscheiden können? Wie der Name sagt, geht es um Lady Audleys düsteres Geheimnis. Geht wohl ein wenig in Richtung Wilkie Collins.

Kate Mosse: The Mistletoe Bride and other Haunting Tales

Hier ist mir zuerst der Titel ins Auge gesprungen, und die „Mistletoe Bride“ hat sich bei mir festgesetzt, auch wenn Kate Mosse die Dame nicht erfunden hat (es gibt eine ältere Legende). „The perfect winter story collection … inspired by ghost stories, traditional folk tales and country legends from England and France“ klingt trotzdem gut.

Rudyard Kipling: The Jungle Book / Tales of Horror & Fantasy

Nachdem mir mein Ausflug nach Indien mit Kipling im Herbst sehr gut gefallen hat und er als Person mich im „unwritten“-Comic ebenfalls interessierte, möchte ich noch mehr von mir lesen. Die „Tales of Horror & Fantasy“ dürften das Wichtigste umfassen, während ich das „Dschungelbuch“ erst seit kurzem lesen möchte. Nicht unschuldig daran ist, dass mein Mann seine (deutsche) Ausgabe unserer Tochter vorliest, die das Buch bereits heiß und innig liebt ;-) Ich bin jedenfalls in beiden Fällen gespannt, wie Kipling Indien darstellt.

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9 Kommentare

  1. Punkt und Ende said,

    Wow, das sind ja mal wieder eine ganze Menge Bücher und so viele unterschiedliche.
    „Zoo City“ steht schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste. Weil ich die Idee und das Setting so ungewöhnlich finde.
    „Unruh“ und „Indigo und Jade“ kommen mal auf meine Merkliste. Und „Die Rabenkönigin“ schaue ich mir auch gleich noch mal genauer an.

    Das ist das Schlimme. Bei dir finde ich immer so viele unterschiedliche Bücher, die ich sonst nicht unbedingt finde und viele davon klingen einfach interessant. Meine Wunschlisten explodieren immer.

    • Winterkatze said,

      @Ina: Es gibt schon Gründe, warum Kiya bei meinen Neuzugangsposts und Rezensionen sehr häufig Erwähnung findet. Ihr Blog ist eine nie endende Quelle für Buchempfehlungen. Dummerweise übernimmt sie nicht die Kosten, die uns dadurch entstehen! ;)

      • Punkt und Ende said,

        Oh weh, ich sehe schwere Zeiten auf mich zukommen :D Allerdings ist dein Blog nicht „besser“ – da sehe ich auch immer so viele tolle Sachen. Lady Trent seid ihr ja beide „schuld“ wenn das Ende des Monats bei mir einzieht :D

      • Winterkatze said,

        Mein Blog? Der ist doch ganz unschuldig! Ich rede doch kaum über Bücher … :D

  2. Hermia said,

    Ha, diesmal kenne ich sogar eines der Bücher! „Lady Audley’s Secret“ habe ich vor vielen Jahren gelesen (mindestens 15), mir hat es damals recht gut gefallen, wobei mir aber Wilkie Collins noch lieber war. ;)

    • Kiya said,

      Wilkie Collins ist wahrscheinlich nicht zu Unrecht der bekanntere Autor ;-) Aber ich bin trotzdem gespannt darauf – und vielleicht kann ich irgendwann mit Collins vergleichen, wobei ich von dem nur Übersetzungen habe.
      Was mochtest du von Wilkie Collins am liebsten?

      • Hermia said,

        „Die Frau in Weiß“ mochte ich sehr, dann las ich noch „Der Monddiamant“ – das fand ich eher durchschnittlich.
        Ich habe die Bücher und auch die Lady Audley allesamt auf deutsch gelesen. ;)

  3. Kiya said,

    @Ina + Winterkatze: Die Bücher von Lauren Beukes klingen alle toll! Vor allem, weil sie so unterschiedlich sind – diese Autorin scheint garantiert nicht immer nur mehr vom Gleichen zu schreiben. Und Südafrika ist auch ein ungewöhnlicher Schauplatz.
    Bin gespannt, ob eines der Bücher seinen Weg zu dir findet :-) Ich schaue gerne mal bei den kleineren Verlagen rein, weil manchmal die Texte weniger geglättet sind (manchmal hat man natürlich auch Pech).

    Ich freue mich immer, wenn ich jemanden auf ein Buch aufmerksam machen kann :-) Zur optimalen Empfehlungsversorgung empfehle ich, alle Neuerscheinungs- und Neuzugängepost der letzten Jahre nachzulesen *lach*
    Und ihr solltet mal meine Wunschlisten sehen… *seufz* Über Kosten möchte ich lieber nicht so genau nachdenken ;-)

    • Winterkatze said,

      Und über den Platzbedarf … da helfen auch ein paar neue Regalbretter nicht so lange. ;)

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