[Review] Oktober-Lektüre

November 30, 2016 at 20:33 (Review)

Kurz vor Ende des Monats will ich die Oktoberbücher noch schnell unterbringen…

Im Oktober habe ich mich auf’s Lesen konzentrieren können und auch im Vergleich zu den Vormonaten richtig viel geschafft. Dafür haben Herbstimmung, das Herbstlesen, mein Lesestapel (und damit reduzierte Parallelitis) und zwei Wochen, in denen mein Freund zu Hause war, im Verbund gesorgt :-) Zwar waren auch viele Bücher mit geringem Umfang dabei, aber die gab es vorher ja auch. Ich habe sogar so viel gelesen, dass es ein Minus auf dem SuB zu verzeichnen gibt (wann ist das zuletzt vorgekommen? *grübel*).

Ich schreibe nicht zu jedem Buch etwas – zum einen möchte ich auf die Herbstlesen-Beiträge verweisen (ich mache es wie schon im letzten Jahr und verlinke einfach), in denen ich zu vielen Büchern bereits etwas gesagt habe, zum anderen bin ich mit diesem Post schon sehr spät dran und habe nicht so richtig Muße für eine ausführlichere Fassung ;-)

1. C.S. Lewis: The Voyage of the Dawn Treader (Chronicles of Narnia 5)

2. Christopher Morley: Parnassus on Wheels

3. Dan Poblocki: The Gathering (Shadow House 1)

4. Christoph Marzi: London

Satte acht Jahre nach „Somnia“ erschien recht unverhofft noch eine Fortsetzung zur „Uralte Metropole“-Reihe, über die ich mich sehr gefreut habe. Ich kann Marzi nicht immer lesen, aber in gewissen Abständen mag ich seine Bücher meist. „London“ ist als Rückkehr in eine liebgewonnene Welt von vornherein etwas nostalgiebesetzt, aber das ist ja nichts Schlechtes. Emily und all ihr Freunde sind älter geworden. Hat mir gut gefallen, ist atmosphärisch und würde übrigens auch gut in den Winter passen. Auch die geheimnisvolle Geschichte um das vergessene London mochte ich.

5. Neil Gaiman: How the Marquis got his Coat back

Und weil’s so schön war, habe ich eine Kurzgeschichte aus der „Neverwhere“-Welt angeschlossen, von der Marzi seinerzeit nicht wenig inspiriert wurde. Das merkt man, aber Gaiman liest sich komplett anders – wo Marzi letztlich ein Träumer ist, ist Gaiman recht zynisch. Ich habe an beidem meinen Spaß, aber Gaimans Kurzgeschichten sind einfach unglaublich gut und geschliffen. Auch diese fand ich hervorragend.

6. Christoph Marzi: Charing Cross

Eine Novelle, die in der Welt der Uralten Metropole spielt. Eine kürzere Fassung kenne ich bereits aus der nicht uneingeschränkt empfehlenswerten Kurzgeschichtensammlung „Nimmermehr“ (ja, auf diesem Gebiet ist Gaiman wesentlich besser). Marie Antoinettes Leben dient als Grundlage für eine Vampirgeschichte ;-)

7. Robin Stevens: First Class Murder (Murder Most Unladylike 3)

8. Shirley Jackson: The Haunting of Hill House

9. Andreas Gößling: Die Rache der Vampirgeister

Ich habe mir jetzt einen Ruck gegeben, das Buch beendet und aussortiert – es lag schon so lange herum… Leider hat mir schon der erste Band nicht wirklich gefallen (nach dem zweiten wurde die ursprünglich als umfangreicher geplante Reihe auch nicht fortgesetzt). Dabei ist der mythologische Hintergrund gut gelungen, damit scheint sich der Autor auch auszukennen. Das ganze Agentengedöns funktioniert aber absolut nicht und ist unfassbar albern geschrieben, keine Ahnung, was man sich dabei gedacht hat…

10.-12. Rupert Kingfisher: Madame Pamplemousse and Her Incredible Edibles / Madame Pamplemousse and the Time-Travelling Café / Madame Pamplemousse and the Enchanted Sweet Shop

13. Geronimo Stilton: The Peculiar Pumpkin Thief

Eine kurze Badezimmerhalloweenlektüre. Ich finde die spießige Maus ja irgendwie lustig :-)

14. Sonja Kaiblinger: Hier scheiden sich die Geister (Scary Harry 5)

Ich lese die Reihe recht gerne, war aber nicht ganz in Stimmung für das Buch. Weil es so nach Halloween aussieht, wollte ich es aber doch gerne im Oktober lesen – obwohl letztlich Halloween gar keine so große Rolle spielt. Die Geschichte um Harry, der Otto nicht mehr besuchen darf, weil sein neuer Vorgesetzter es verboten hat, war wieder nett, aber ich kam – wie gesagt – nicht richtig in das Buch rein. Ich muss mal abwarten, ob die Reihe für mich mit der Zeit weniger interessant wird oder ob es wirklich eine Stimmungssache war.

15. Rudyard Kipling: The Gate of the Hundred Sorrows

16. Shusterman/Elfman: Tesla’s Attic (Accelerati 1)

Erster Teil einer Middle Grade-Trilogie, der mich sehr gut unterhalten hat. Ich hatte schnell konkrete Vorstellungen von den Figuren, die eine Stärke des Buches sind. Außerdem liebe ich es, wenn kleine Wissenschaftsinfos in Büchern für jüngere Leser untergebracht werden, ohne dass es belehrend ist (John Connollys „The Gates“ ist dafür auch ein schönes Beispiel). Ich freue mich auf die Fortsetzungen.

17. Rainbow Rowell: Attachments

Ich mochte „Fangirl“, und auch „Attachments“ fand ich sehr kurzweilig. E-Mail- oder Briefromane lese ich oft schnell weg, und das ging mir hier auch wieder so. Das Setting kurz vor der Jahrtausendwende war mal etwas anderes, weil das ganze Internetthema für die Figuren (die sind alle um die 28 Jahre alt) noch etwas neuer ist als für uns heute. Im direkten Vergleich zu „Fangirl“ muss ich aber sagen, dass einige Ähnlichkeiten bestehen, letzteres aber einfach mehr zu bieten hat.

18. Ilona Andrews: Magic Slays (Kate Daniels 5)

Ich werde die Reihe weiterverfolgen, trotz ihrer genretypischen Schwächen, die ich schon hin und wieder erwähnt habe (immerhin hat Kate nur einen Lover, und der ist seit fünf Bänden derselbe). Der Hintergrund ist recht sorgfältig ausgearbeitet, und ich mag die von Mythen inspirierten Plots und Welt, die immer zwischen Magie und Technik schwankt, sodass die Charaktere immer auf beides vorbereitet sein müssen.

19. Del Rio/Staehle: Warren der 13. und das Magische Auge

Auffällig ist natürlich die tolle Gestaltung in Schwarz, Rot und Weiß. Das ganze Buch ist wirklich schön illustriert und detailverliebt aufgemacht – bis hin zu passenden kleinen Überschriften für jede Seite, wobei die Kapitel, in denen es um Hexen geht, spiegelverkehrt gedruckt sind. Hinter diesem Augenschmaus bleibt die Geschichte ein wenig zurück, auch wenn ich sie ganz nett fand.

20. Charles de Lint: Die vergessene Musik (Das kleine Land 2)

Ich habe das Buch noch in unserer alten Wohnung begonnen und es durch den Umzug etwas aus den Augen verloren. Durch die lange Pause fiel es mir relativ schwer, wieder in die Geschichte hineinzukommen; es gibt zwei Cornwall-Varianten mit gewissen Überschneidungen, wodurch alles etwas komplex wird. Der Zweiteiler war mein erster Versuch mit Charles de Lint, von dem ich sicherlich noch mehr lesen werde; die verträumte, musikalische Geschichte hat mir sehr gut gefallen.

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2 Kommentare

  1. Ina said,

    Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ihr das alle macht. Irgendwie habe ich das Gefühl eine der wenigen Blogger zu sein, die nicht mehr als zehn – fünfzehn Bücher im Monat liest. Ich scheine meine Prioritäten echt falsch zu setzen. In meiner Blogger-Anfangszeit hat mich das nicht gestört und auch danach eigentlich nicht, aber in letzter Zeit fällt mir das immer mehr auf.
    20 Werke !!! Echt krass :D Und schön, dass Vieles dabei war, was dir Freude gemacht hat.

    • Kiya said,

      Ich habe lange nicht mehr so viel gelesen! Seit April hatte ich keine 10 Bücher mehr im Monat, insofern war das für mich auch ein außergewöhnlich lesestarker Monat.
      Und 14 der 20 Bücher haben unter 300 Seiten, also lass dich nicht von der großen Zahl beeindrucken ;-)

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