[Review] September-Lektüre

Oktober 6, 2016 at 10:36 (Review)

Das Lesetief war offenbar im August erreicht, im September habe ich zwar nur wenig, aber etwas mehr gelesen. Spiele und Malbücher hatten mich noch etwas mehr im Griff, aber mit dem Duft nach Herbst kommen auch die Bücher wieder :-)

Der Lesemonat war merkwürdig, weil ich meist konstant recht gute Bücher lese (Äquivalent 3,5 oder 4/5 Sternen), mit einigen Ausreißern nach oben oder unten. Dieser Monat dagegen brachte einige Bücher, die mir sehr gut, und einige, die mir gar nicht gefallen haben – ohne Mittelfeld.

Challenges:

– Rory Gilmore Challenge: …

– Herbstbücher: „Der Wald der träumenden Geschichten“

1. Jennifer Estep: Frostfluch (Mythos Academy 2)

So, damit ist für mich wirklich Ende bei dieser Reihe – auch wenn ich lieber nicht nie sage: momentan will ich nicht weiterlesen. Ich fand schon den Auftakt ein bißchen albern, und der zweite Band entwickelt sich nicht besser. Am liebsten mochte ich eigentlich die Szenen, in denen es um’s Essen geht ;-) Ich mag mythologischen Hintergrund sehr, aber mit dieser Reihe werde ich nicht recht warm. Sie gehört zu denen, in denen Figuren nur durch Haar- und Augenfarbe sowie ihre Kategorie („die Gypsy“, „der Spartaner“ etc.) beschrieben werden. Ich hab die Bücher nun aussortiert und lese lieber „Vampire Academy“ weiter, das hat mir besser gefallen :-)

2. Thomas Finn: Dark Wood

Hat mir überraschenderweise auch nicht besonders gefallen. Ja, es geht um eine Survival-Fernsehshow, aber müssen für die Figuren deshalb wirklich alle Klischees aufgefahren werden? Alle, wirklich alle Charaktere gingen mir schwer auf die Nerven. Behalten habe ich es vorerst trotzdem, weil ich das wilde Zeug am Ende irgendwie wieder ganz lustig fand. Allerdings ist nichts davon neu. Horrorthriller stand übrigens drauf, ist ab und an auch drin, aber die meiste Zeit zanken sich die Pappfiguren miteinander über ihre Geheimnisse in bester Talkshow-Manier. Schade, weil Thomas Finn sonst oft Ideen hat, die ich mag.

3. Malcolm McNeill: Der Wald der träumenden Bücher

Das wiederum habe ich sehr gerne gelesen, weil es ein bißchen speziell ist – das kann man an den stark gemischten Meinungen sehen. Nachvollziehen kann ich, daß der Klappentext und die restliche Aufmachung wie so oft falsche Erwartungen wecken. Man erkennt Zutaten wieder, aber Der Wald ist keine freundliche Welt. Es gibt übrigens sogar ein paar philosophische Gedanken :-) All das hat das Buch zu etwas Besonderem gemacht, aber ich muß zugeben, daß der Anfang etwas stärker war als das Ende.

4. Stefanie Hasse: Die Magie zwischen den Zeilen (BookElements 1)

Das habe ich mit meiner allerersten Leserunde gelesen. Die Leserunde hat mir auch viel Spaß bereitet, allerdings war das Buch nicht besonders (ich behalte es nicht). Der Anfang war gar nicht so übel (ich hatte ja reingelesen, bevor ich es mir besorgt hatte), und hin und wieder gab es Ideen oder kleine Abschnitte, die Potential hatten, aber damit hatte es sich auch. Langweilige, leblose Figuren, jede Menge Klischees und vor allem fehlende Kunstfertigkeit der Autorin haben mich gestört.

5. Lene Kaaberbøl: Blutsschwester (Wildhexe 4)

Die Wildhexenreihe der in Dänemark bekannten Autorin kann ich nun wieder nur empfehlen. Sechs wunderschön gestaltete Bücher aus dem Hanser-Verlag, bei denen man sich nicht durch die geringe Seitenzahl abschrecken lassen sollte, auch nicht davon, daß es sich um Kinderbücher handelt. Einige Szenen wären für jüngere Kinder wahrscheinlich ohnehin zu intensiv.

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8 Kommentare

  1. Kathrin said,

    Danke für deine Einblicke :) „Dark Wood“ stand seit längerem auf meiner Merkliste – ich fand den Klappentext interessant, aber habe immer gefürchtet, das Ganze könnte trashig oder zu vorhersehbar werden und konnte mich deswegen nie zum Kauf durchringen. Scheinbar war es gut, dass ich mir „Dark Wood“ nicht geholt habe – auf Klischees habe ich nun so gar keine Lust… Schade, dass nicht mehr drin war :-/

    Das Buch von Malcom McNeill mochte ich damals auch, auch wenn es mich nicht nachhaltig geprägt hat. Ich mochte die erste Hälfte, die Londonbezüge und so manche außergewöhnliche Idee, aber das Ende hat mich nicht so sehr überzeugt und die Auflösung war mir persönlich zu unspektakulär.

    • Kiya said,

      Ja, es ist komisch und anders als das, was ich sonst von dem Autor kenne. Aber vielleicht würde es dir ja auch besser gefallen als mir.

      Das Ende fand ich auch nicht so gut wie den ersten Teil, wie gesagt, aber letztlich fand ich es doch harmonisch abgeschlossen. Vor allem freue ich mich aber immer, wenn ich mal etwas zu lesen bekomme, das nicht so nach Schema F geschrieben ist, schon dadurch hat das Buch einen dicken Pluspunkt bekommen :-)

  2. Winterkatze said,

    Ich mag die „Mythos Academy“-Bücher ja, auch wenn du recht hast, wenn du meinst, dass die Figuren sehr schubladig beschrieben werden und es stellenweise albern ist (und dazu kommen dann noch die vielen, vielen Wiederholungen). Ich kann gar nicht sagen, warum ich die Reihe so mag, aber für mich sind es Wohlfühlbücher. (Ich darf sie nur nicht zu schnell hintereinander lesen.)

    Die Wildhexe habe ich deinetwegen ja schon auf dem Wunschzettel. Jetzt muss sie davon nur einmal runter und in den Einkaufskorb wandern. Auf jeden Fall ist es gut zu wissen, dass dir bislang alle Teile gefallen haben. :)

    • Kiya said,

      Ab und an gab es Szenen, die auch für mich Wohlfühlbuchcharakter hatten, bei der Großmutter zum Beispiel. Aber die negativen Aspekte überwogen dann doch. Dabei haben mich ähnliche Bücher wie „Hex Hall“ eigentlich ganz gut unterhalten :-)

      Inzwischen gibt es ja auch schon einige Taschenbücher zur Wildhexe. Aber ich liebe die Hardcover-Ausgabe sehr, muß ich sagen. Vielleicht hast du mal im Buchladen die Chance, die Ausgaben zu sehen und reinzulesen.

      • Winterkatze said,

        Während ich die Fortsetzungen von „Hex Hall“ so ärgerlich fand, dass ich inzwischen sogar mit dem ersten Teil Probleme habe. Schon lustig, wie fein oft die Linie zwischen Gefallen und Nichtgefallen ist. :)

        Bislang habe ich noch keine gesehen, aber ich bin ja auch selten im Buchladen. Mein armer Buchhändler kennt mich auch vor allem von meinen „bitte bestell mir und schick dann den Fahrradkurier“-Mails. *g*

  3. Kiya said,

    Wir hatten ja schon festgestellt, wie oft das am richtigen Zeitpunkt hängt, und bestimmt auch an kleinen weiteren Dingen wie Assoziationen, Vorlieben… Hui, die Fortsetzungen habe ich noch nicht (sehr weit) gelesen – das ermutigt mich nun nicht gerade, sie in Angriff zu nehmen. Hm.

    Okay, unser größter Thalia hat sie jedenfalls. Sie stehen aber eben in der Kategorie „ab 12“ (oder sogar „ab 10“? …) ;-) Ich bin auch selten im Buchladen und wenn, dann kaufe ich – Überraschung – normalerweise sehr wenig. Die Auswahl ist mir einfach zu klein.

    • Winterkatze said,

      Ja, damit hat es auch viel zu tun! Vielleicht gefallen dir die Fortsetzungen ja besser als mir, aber für mich hat sich die Autorin mit dem zweiten Teil genau in die falsche Richtung entwickelt.

      Es gibt zumindest in den meisten Buchhandlungen wenig Überraschungen neben den Standardtiteln, die man online eigentlich schon durchgeschaut hat. Es gibt hier eine Buchhandlung, die eine tolle und überraschende Krimiauswahl hat, aber die liegt in einem Stadtteil, in dem ich sehr selten bin. Und ich merke bei mir auch, dass ich einfach mehr nach englischen Büchern schaue, weil sie eben günstiger sind. Die muss ich dann meistens bestellen, obwohl meine Buchhandlung englische Titel im Angebot hat.

      • Kiya said,

        Schöner sind Genrebuchhandlungen, aus Berlin kenne ich das (das „Otherland“ und direkt um die Ecke ein Krimibuchladen z.B.). Wen ich dort bin, lasse ich da auch gerne etwas Geld.
        Bei uns gibt es irgendwie nur Standardkost, was ich schade finde. Aber so gibt es für mich auch meist keinen Grund, vor Ort zu kaufen oder zu bestellen – mir fehlen dann schlicht Argumente, die gegen Onlinebestellungen sprechen würden.

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