[Ich lese] G.N. Lippert: James Potter and the Hall of Elders‘ Crossing

September 28, 2016 at 09:23 (Ich lese)

Zur Abwechslung schreibe ich an dieser Stelle mal über ein ebook. Und dann auch noch über eine Fanfiction. Fanfictions lese ich eigentlich so gut wie gar nicht, aber unter anderem durch „Harry Potter and the Cursed Child“ war ich wieder in Stimmung für die Welt rund um Hogwarts. Und dann bin ich auf gebundene Ausgaben dieser ebook-Reihe gestoßen, die nur auf kompliziertem Wege zu erstellen sind.

Vier umfangreiche Bände von „James Potter“ existieren und man kann sie als PDF, MOBI oder EPUB kostenlos herunterladen (hier geht’s zur Homepage), also vergibt man sich beim Ausprobieren wirklich nichts. Die Reihe setzt ein Jahr vor dem Epilog an, also in James Potters erstem Schuljahr in Hogwarts (schon deshalb machen Vergleiche zu „Cursed Child“ irgendwie Spaß, zumal dem Skript ja viele vorwerfen, es lese sich wie eine Fanfiction 😉 ). Ich habe inzwischen so um die 30% des ersten Teils, „James Potter and the Hall of Elders‘ Crossing“ (von 2007) gelesen und bin meistens gut unterhalten. Für eine Fanfiction ist es gut geschrieben und es macht Spaß, wieder durch die Flure von Hogwarts zu streifen 🙂 Bekannte Orte und Figuren tauchen auf, aber im Fokus stehen die eigenen Ideen des Autors.

Man muß sich allerdings darauf einlassen, daß nun einmal nicht J.K. Rowling das Buch geschrieben hat, sonst kann man das Experiment nicht genießen. Besonders stark fällt mir als Unterschied auf, daß der Autor US-Amerikaner ist, und das merkt man. Das Flair eines englischen Kinderbuches, das ich bei Harry Potter so liebe, geht deutlich verloren, aber das ist wohl zwangsläufig so. Jedenfalls macht Lippert aus der Not eine Tugend: einer der Protagonisten kommt aus Amerika und zudem gibt es einen Austausch mit einer amerikanischen Schule. Mit ein wenig Unbehagen stelle ich immer wieder Amerikanismen fest, besonders in den Dialogen, ebenso bei dem Versuch, die Magie wissenschaftlich zu untermauern (Stichwort Technomancy) – auf der anderen Seite hat der Autor einige wirklich nette Ideen, die für mich gut nach Hogwarts passen.

Ich bin jetzt schon gespannt, wie ich diesen amerikanischen Harry Potter beurteilen werde, wenn ich weiter gelesen habe. Auch wenn man damit nichts anfangen kann, braucht man sich jedoch nicht so aufzuregen wie einige Potter-Jünger: immerhin hat der Autor das ganze Unternehmen schlicht als Erzählung für seine Kinder begonnen, um die bekannte Post-Potter-Leere zu füllen, und kann die Bücher naturgemäß bis heute nicht gewinnbringend veräußern.

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