[Review] April-Lektüre

Mai 8, 2016 at 08:41 (Review)

Beschäftigt haben mich besonders Drachen – erst im Krieg gegen Napoleon bei Naomi Novik, dann unterwegs mit neuen Büchern als Drachenpost, und schließlich beim Anlesen der Drachenmond-Bücher ;-) Das hat mir dann grundsätzlich wieder ein wenig Lust auf meine Kleinverlag-Ecke im Regal gemacht.

Ansonsten habe ich mich auch mal wieder „Game of Thrones“ gewidmet und – immerhin – eine ganze Folge der 2. Staffel gesehen. Gelesen habe ich auch so um die 200 Seiten in „A Storm of Swords“, bei dem ich nun endgültig die Hälfte überschritten habe. Bis ich es ausgelesen habe, vergeht aber wohl noch einige Zeit… Auch gelesen, aber nicht aufgeführt, weil meine Ausgabe ein Sammelband ist, habe ich das zweite „Mary Poppins“-Buch.

Challenges:

– Rory Gilmore Challenge: …

– Frühlingsbücher: „Das Orakel vom Berge“ gelesen.

1./2. Emily Carroll: Through the Woods / Baba Yaga’s Assistant

Eigentlich hätten diese beiden Bücher als Graphic Novels gar nicht auf meinen SuB gehört, aber sei’s drum. „Through the Woods“ sammelt fünf märchenhaft-düstere Kurgeschichten, „Baba Yaga’s Assistant“ erzählt die Geschichte von Masha, die von Baba Yaga verschiedenen Tests unterzogen wird. Emily Carrolls Zeichenstil bleibt im Gedächtnis und beide Bücher haben mir sehr gut gefallen – die Kurzgeschichten möglicherweise noch ein wenig besser, weil unheimlicher.

3. Jenny Nimmo: Charlie Bone und das magische Schwert (Charlie Bone 6)

Ein Nachttischbuch von mir. Schön langsam arbeite ich mich durch diese Reihe, der ich weiterhin zwiegespalten gegenüberstehe. Es gibt phantasievolle Elemente und Figuren, die ich mag, aber die Reihe ist viel zu detailarm und überhastet geschrieben, um sich wirklich zu lohnen. Ich werde sie ganz lesen und dann entscheiden, ob ich die Reihe behalte.

4. Philip K. Dick: Das Orakel vom Berge

Empfehlenswerte Alternate History, in der die Deutschen den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben und die hoffentlich von manchem Leser, der die Buchvorlage zu „Man in the High Castle“ kennenlernen will, als Einstieg in Dicks Werk genutzt wird – wäre eine Alternative zu „Blade Runner“. Der Plot kann mit dem Hintergrund nicht ganz mithalten, aber das Buch fand ich trotzdem interessant.

5. Robin Stevens: Murder most Unladylike (Wells & Wong 1)

Klassischer Krimi, der in einem Internat in den 30er Jahren spielt. Hazel Wong schreibt, und sie und Daisy Wells konnte ich mir sofort gut vorstellen und mochte sie als Charaktere wirklich gern. Beide haben eine „secret detective agency“ gegründet und untersuchen den Tod einer Lehrerin. Tatsächlich ein bißchen Marple meets Blyton, hat mich sehr gut unterhalten.

6. Derek Meister: Der magische Drachenstein (Drachenhof Feuerfels 2)

Badezimmerbuch. Ich lese jetzt den dritten Band und finde, daß die Reihe mit der Zeit interessanter wird. Der Einstieg hatte mir etwas zu viel Ponyhof-Flair (ein bißchen erhalten bleibt das natürlich weiterhin), aber nach und nach gibt es mehr Einblicke in eine Welt, in der mir unter anderem die untergegangenen Drachenvölker und die leisen Steampunk-Anklänge ganz gut gefallen. Leider gar nicht gelungen: die äußere Gestaltung. Außerdem kann man als älterer Leser den Verlauf der Handlung weitgehend absehen, aber das kann man einem Kinderbuch wohl nur begrenzt vorwerfen.

7. Naomi Novik: Drachenbrut

8. Marie Brennan: A Natural History of Dragons (Lady Trent 1)

Die fiktiven Memoiren der Lady Isabella Trent spielen in einem alternativ-viktorianischen Zeitalter, in dem es Drachen gibt. Die Lady hat ein naturwissenschaftliches Interesse an diesen und erzählt in diesem ersten Band von ihren Anfängen als Forscherin. Mir haben Isabellas Erzählstimme ebensogut gefallen wie die Zeichnungen. Dafür kann ich sogar über den mittlerweile wirklich langweilig gewordenen Mädchen-muß-sich-in-der-Männedomäne-durchsetzen-Topos hinwegsehen und habe die Folgebände schon besorgt.

9. Marah Woolf: Wörter durchfluten die Zeit (Bookless 1)

Ich könnte nicht mal sagen, daß ich das Buch in irgendeiner Hinsicht besonders fand, aber es las sich unwahrscheinlich schnell und glatt weg, was ja auch ein Pluspunkt ist. So richtig logisch fand ich die Geschichte um Lucy und Nathan nicht, aber sie hat mich grundsätzlich unterhalten und außerdem den (zweiten) Pluspunkt, den Bücher über Bücher nun einmal haben.

10. K.A. Applegate: Die grausame Gottheit (Everworld 2)

Noch ein Nachttischbuch. Noch ein Buch mit fürchterlichem Cover. Man könnte heutzutage eigentlich die ganze Reihe in einem Band veröffentlichen, da jeder nur ca. 150 Seiten hat. Es gibt immer wieder zwischendurch Szenen, die richtig gut gelungen sind, aber nach nun zwei Bänden gibt es immer noch nicht viel, was die Protagonisten über die geheimnisvolle Everworld wissen.

11. Martin Thomas Pesl: Das Buch der Schurken

Die Idee ist klasse, und das Buch lädt mit Zeichnungen und kurzen Steckbriefen zum Blättern ein. An den Texten zu den Schurken merkt man, daß der Autor sich mit der Literatur beschäftigt hat. Die Auswahl ist erklärt subjektiv – das muß man hinnehmen. Mir ist manchmal zu viel Bemühen um political correctness dabei, davon abgesehen habe ich das Buch sehr gerne gelesen und zwischendurch immer wieder überlegt, daß man daraus eine schöne Lesechallenge machen könnte. Selbst erlesen habe ich bisher ein gutes Drittel der 100 Schurken, aber es gibt sicherlich 10-15, die ich noch kennenlernen möchte.

12. Martin Clauß: Nummer Dreizehn [ebook] (Falkengrund 5)

Mein Kindle ist derzeit wieder mehr in Benutzung, weil er für das einhändige Hantieren praktisch ist. Die Falkengrund-Reihe besteht aus kurzen Geschichten, die es kostenlos bis preiswert (je nach Bezugsquelle) gibt. Der Autor beschreibt sie als „moderne Schauerserie über eine private Schule des Okkulten im Schwarzwald„. In dieser Episode werden mehrere Studenten auf kreative Weise angegriffen – ein Rätsel auch für die spukerfahrenen Dozenten. Unterhaltsam und nicht trashig.

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8 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass eine Schurkenchallenge von dir für mich bzw. meinen SuB gefährlich werden könnte. Du findest doch schon so immer genügend Bücher, die mich reizen! Oo

    • Kiya said,

      Aber Spaß machen würde es… und es wäre mal ein originelles Challenge-Thema, oder?

      Aber momentan wären Challenges für mich leider unvernünftig, weil ich die Kapazitäten einfach nicht habe. Ich bin froh, wenn ich in diesem Monat noch ein Frühlingsstapel-Buch schaffe ;-) Ich lasse mich in der vorhandenen Lesezeit momentan eher durch andere Bücher ablenken.

      • Winterkatze said,

        Es wäre ein großartiges Challenge-Thema! :D

        Ich bin eh erstaunt, was du gerade alles noch so liest und schaffst. Du scheinst deine Zeit sehr effektiv zu nutzen. :)

  2. Kiya said,

    Ich finde ja, man sollte sich seine Interessen auch irgendwie bewahren, ich will ja nun nicht den ganzen Tag nur mein Baby anschauen ;-)

    Aber Veränderungen bleiben nicht aus – momentan sind etwa Bücher, die ich unkompliziert in einer Hand halten kann, ganz toll. Und wenn sie weniger schläft und sich dafür mehr fortbewegt, wird das Chaos wahrscheinlich auch noch mal zunehmen *g*.

    • Winterkatze said,

      Definitiv – auch wenn dein Baby bestimmt ganz entzückend anzuschauen ist. :)

      Auf jeden Fall schadet es für die Zukunft vermutlich nicht, dass du darin geübt bist auch lange Bücher in kleinen Häppchen und mit größeren Pausen zu lesen. *g*

  3. Neyasha said,

    Dieses „Mädchen/Frau muss sich in Männerwelt behaupten“ ist inzwischen wirklich schon recht ausgewalzt, aber ich finde, dass es bei Lady Trent noch ganz gut umgesetzt ist. Band 2 hat mich zwar leider ein wenig gelangweilt, aber er war trotzdem wieder nett zu lesen.

    • Kiya said,

      Mich nervt es vor allem dann, wenn das Thema immer noch als irgendwie originell gefeiert wird ;-) Aber ja, bei Lady Trent hat es ganz gut funktioniert.

      Ist Band 2 schlechter oder warst du nicht in der passenden Stimmung? Und liest du trotzdem weiter?

      • Neyasha said,

        Ich werde trotzdem weiter lesen.
        Woran es lag, kann ich gar nicht so genau sagen, allerdings ist es mir auch mit Band 1 schon ein wenig so ergangen. Zwar finde ich den Schreibstil sehr charmant, aber offensichtlich ist er doch nicht hundertprozentig mein Fall.

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