[Review] Februar-Lektüre

März 19, 2016 at 13:00 (Review)

Hoppla, den Beitrag hätte ich fast vergessen… Im Februar richtete sich die Buchauswahl verstärkt danach, wie gut man ein Buch in einer Hand halten und die Seiten so umblätter kann. Außerdem muß ich mir etwas einfallen lassen, wie sich mein übliches Parallesen damit in Einklang bringen läßt, daß ich Bücher nun auch noch häufig nach wenigen Seiten weglegen muß und dann für den Rest des Tages nicht mehr dazu komme ;-)

An der Anzahl gelesener Bücher merkt man das bisher noch nicht, weil ich zu Beginn des Monats noch einiges fertiglesen konnte, was ich im Januar angefangen hatte. Außerdem habe ich mehrere Bücher aus der Bibliothek rechtzeitig für die Rückgabe beenden wollen. Seltsamerweise habe ich auch gleichzeitig erstaunlich viele Rezensionen geschrieben, viel mehr als normalerweise in einem Monat.

Challenges:

– Rory Gilmore Challenge: ab und zu geht’s tatsächlich auch hier mal weiter – „Frankenstein“ und „Pin-up“ von Stephen King gelesen :-)

– Winterbücher: den Grischa-Trilogieauftakt gelesen… endlich mal!

1. Stephen King: Frühling, Sommer, Herbst und Tod

2. Anthony Horowitz: Höllenpforte (Die fünf Tore 4)

Die Jugendbuchreihe bleibt lesenswert – schade, daß man sie so selten irgendwo sieht. Nachdem wir schon unter anderem Peru kennenlernen konnten, spielt dieser Band zu großen Teilen in Hongkong. Der Fokus liegt diesmal auf Scarlett, der letzten Torwächterin. Bei den Alten und ihren Ränkespielen habe ich ja immer noch hin und wieder Cthulhu-Assoziationen… Spannend.

3. Leigh Bardugo: Goldene Flammen (Grischa 1)

Alle lesen gerade die nachfolgende Reihe und sind begeistert; wahrscheinlich waren meine Erwartungen etwas zu hoch. Das Buch war in Ordnung, aber keineswegs herausragend. Ich habe irgendwie mehr Hintergrundwelt und russisch inspirierte Folklore erwartet. Stattdessen waren viele typische YA-Elemente dabei. Aber die Autorin scheint sich ja zu steigern, also hoffe ich auf die Fortsetzungen.

4. Christoph Marzi: Piper und das Rätsel der letzten Uhr

Hat mich dazu gebracht, endlich das nachfolgende Buch vom SuB zu ziehen. Das allein ist schon fein, weil mir das Buch von James Thurber so gut gefallen hat, aber auch mit Piper war ich zufrieden. Eine schöne Geschichte um ein Mädchen, das während eines Aufenthaltes im vermeintlich langweiligen Buckbridge-in-the-Moor durch einen Schrankkoffer in eine geheimnisvolle Welt gerät. Mit einigen literarischen Verweisen.

5. Jamer Thurber: Die 13 Uhren / Das wundervolle O

6. Christoph Marzi: Helena und die Ratten in den Schatten

Habe ich meiner Tochter vorgelesen, so nach zwei Dritteln ist sie eingeschlafen ;-) Natürlich nimmt sie den Inhalt noch nicht auf, aber ich wollte es sowieso selbst lesen, deshalb bot sich das an. In ein paar Jahren könnte man das Buch aber sicherlich zum Vorlesezweck wieder aus dem Regal holen, dafür ist es nämlich wahrscheinlich gut geeignet. Hätte es die letzten Seiten nicht gegeben, hätte das Buch mit einem sehr interessanten Ende aufwarten können, aber auch so hat mir das kleine Büchlein gefallen.

7. Lemony Snicket: The Wide Window (Series of Unfortunate Events 3)

Nachdem ich nach und nach alle Bände der Reihe zusammengekauft habe, will ich sie natürlich auch nach und nach lesen. Dieses war als Begleitlektüre beim Stillen prima geeignet. Inhaltlich eben typisch Lemony Snicket. Empfehlenswert unbedingt auf Englisch – die unbekannten Worte bekommt man schließlich auf originelle Weise erklärt ;-)

8. Mary Shelley: Frankenstein

9. Franca Düwel: Julie und der achte Himmel (Julie 5)

Bibliotheksbuch. Die Reihe ist im Grunde recht schön, aber so langsam nutzt sich das Konzept für mich ab. Die Mißverständnisse mit diversen Jungs sind schon sehr konstruiert, und irgendwie wird Julie einfach nicht so richtig klüger.

10. Sophie Kinsella: Schau mir in die Augen, Audrey

Bibliotheksbuch, das ich eigentlich nur lesen wollte, weil ich auf das erste Jugendbuch der Autorin neugierig war. Hat viel kinsellatypischen Humor und ein grundsätzlich ernstes Thema, das mir aber wie so häufig nicht ganz adäquat umgesetzt scheint, schon weil es mal wieder einen dieser Trends im Bereich psychische Störungen abhandelt. Außerdem geht der Geschichte in der zweiten Hälfte langsam die Luft aus, weil der Plot sehr schnörkellos ist.

11. Jason Segel: Nightmares! Die Stadt der Schlafwandler (Nightmares 2)

Bibliotheksbuch. Ich fand den ersten Teil ganz nett und war nicht sicher, ob ich weiterlesen wollte, deshalb war ausleihen ganz praktisch. Tatsächlich fand ich diesen Teil etwas interessanter als den ersten Band, weil ich die Bedrohung durch das Elixier, das eigentlich Alpträume verhindern soll, interessanter fand.

12. Sandra Greaves: Draußen im Moor

Bibliotheksbuch, spontan mitgenommen. Die Mooratmosphäre und der Ausgangspunkt fand ich ansprechend, in der Mitte verlor ich aber langsam die Geduld mit dem Buch, weil es zwischen Matt und Tilda ewig hin und her ging, wobei ich diese Zickerei und die ganzen Familienstreitigkeiten einfach ermüdend fand. Ganz nett, aber es hätte Potential für mehr gegeben.

13. Das Schloß in den Sternen [Comic]

Ich hatte die Graphic Novel aus dem Hause Splitter sowieso auf der Wunschliste und habe mich gefreut, sie in der Bibliothek zu entdecken. Die Kolorierung fand ich in der Vorschau gar nicht so überzeugend, mit dem Buch in der Hand dann aber doch recht schön. Spielt in einem steampunkigen Bayern des 19. Jahrhunderts zwischen Äthererkundung, preußischen Agenten und historischen Persönlichkeiten und hat Lust darauf gemacht, mal Ju Honisch weiterzulesen – oder Castle Falkenstein zu spielen ;-)

14. Marliese Arold: Edgar und die Schattenkatzen (Edgar 1)

Bibliotheksbuch. Edgar, der Kater, landet auf der Straße und schließt sich dem Kater Algernon und der Antiquariatskatze Leyla an, um dem geheimnisvollen Mr. Silver auf die Spur zu kommen. Es ist natürlich ein Kinderbuch, hat mir aber trotzdem recht gut gefallen zum zwischendurch lesen. Außerdem spielt es im viktorianischen London…

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4 Kommentare

  1. natira said,

    Irgendwann suche ich Horowitz mal bei skoobe. ;)

    • Kiya said,

      Mach das… und wenn die Jugendbücher nicht so deins sind, kannst du es alternativ mit den Holmes-Geschichten versuchen („Das Geheimnis des weißen Bandes“ und „Der Fall Moriarty“ – als kostenlose Kurzgeschichte gibt’s „Die drei Königinnen“).

  2. Caroline said,

    Hallo :)
    Den ersten Teil der Horowitz- Reihe hab ich auch mal gelesen, aber irgendwie hat es mich nicht so vom Hocker gehauen, deshalb bin ich da nicht dran geblieben. Aber ich finds interessant, dass es dir bei „Nightmares“ und „Grischa“ scheinbar genauso ging wie mir. Nightmares fand ich so wirr und zusammengesetzt aus vielen Ideen, die aber nicht alle so zusammen gepasst haben. Ich hab Jason Segel sogar live bei der Lesung dazu gesehen, das war auch echt toll, aber ich hab ehrlich gesagt kaum Lust, das weiter zu lesen.
    Und Grischa… Naja, das hat mich einfach nicht so fangen können. Aber ich hab auch schon gehört, dass die Reihe noch besser werden soll, also werde ich wohl doch irgendwann nochmal einen Versuch starten :)

    • Kiya said,

      Ich glaube, ich mochte von Anfang an bei der Horowitz-Reihe, daß es ein paar Lovecraft-Anleihen gibt… Und im weiteren Verlauf gefallen mir die unterschiedlichen Schauplätze (davon ist im ersten Teil noch nicht so viel zu merken, der spielt – meine ich – noch ganz in England).

      Tja, bei „Grischa“ hoffe ich wirklich, daß es noch besser wird, nicht nur, weil ich die Bücher wirklich wunderschön finde, sondern auch, weil die Grundidee eigentlich sehr viel her gibt.

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