Neuzugänge November & Dezember – Teil II

Januar 9, 2016 at 23:47 (gekauft)

Es folgt der abschließende zweite Teil meiner Neuzugänge der vergangenen Wochen. Ich bestelle eher Taschenbücher als Hardcover, aber ab und zu packt es mich – wie das zweite Bild zeigt 😉

IMG_2761

Esther Friesner: Druidenblut

Ich bin irgendwo über Esther Friesner gestolpert und habe mir dann gebraucht dieses Buch bestellt. Das viktorianische London ist ja immer gut, dazu gibt es in dieser alternativen Variante einen Schutzwall um Britannien, der von den mächtigen Druiden errichtet wurde. Mr. Brithric Donne und Dr. John H. Weston (wohl nicht die einzigen Figuren, die man als Leser wiedererkennen wird) sind unterwegs, Gefahr für das Reich abzuwenden.

Patricia A. McKillip: Winterrose

Der Name ist mir natürlich schon untergekommen, aber ich habe noch nichts von der Autorin gelesen. „Winterrose“ habe ich von einer Liste mit Winterbuch-Empfehlungen. Corbet Lynn, der verflucht sein soll, kehrt in sein Dorf zurück, in dem auch das Mädchen Rois lebt – viel mehr weiß ich auch noch nicht.

Ferdinand von Schirach: Die Würde ist antastbar

Eine Vorbestellung und mein viertes Buch im Regal von Ferdinand von Schirach, diesmal eine Sammlung von Essays, die ursprünglich im Spiegel erschienen sind und wohl recht unterschiedliche Themen betrachten. Für juristisch Interessierte hoffentlich wieder sehr anregend.

Heinrich Steinfest: Der Allesforscher

Klingt nach einem skurrilen und äußerst merkwürdigen Buch, das mir aber durchaus gefallen könnte. Ich versuche lieber gar nicht erst, die Dinge zu ordnen, die ich bisher zum Inhalt gelesen habe 😉 Eigentlich warte ich auf „Das grüne Rollo“, das aber erst später im Jahr als Taschenbuch herauskommt.

J.K. Johansson: Lauras letzte Party / Noras zweites Gesicht / Venlas dunkles Geheimnis

Habe ich schnell hintereinander gekauft, gelesen und sogar rezensiert, und damit eigentlich genug zu den Büchern gesagt. Hier vielleicht noch die Anmerkung, daß mir die Gestaltung mit den etwas düsteren Landschaftsbildern auf den Covern gut gefällt.

Lauren Beukes: Moxyland

Eine Vorbestellung. Von dieser Autorin klingt erstaunlicherweise fast alles sehr originell – bisher kaufe ich ihre Bücher, wenn sie als Taschenbuch herauskommen. Wieder einmal ist Südafrika der Schauplatz, was eben mal etwas anderes ist. Ein „Zukunftsthriller“ laut Klappentext, in dem sich die Wege einer Fotographin, eines Videoblogger, einer Programmiererin und eines Antikapitalisten kreuzen.

Maria Lang: Tragödie auf einem Landfriedhof

Nach „Nicht nur der Mörder lügt“ ein zweiter Krimi der Autorin, in dem ich wohl wenigstens einer Figur wiederbegegnen werde. Während das erste Buch im Sommer spielte, ist dieses eher ein Winterbuch – weshalb es auch auf meinem Winterstapel gelandet ist.

David Lozano Garbala: Totengesang

Damit habe ich die Trilogie um die „Puerta Oscura“ nun vollständig im Regal, ohne eines der Bücher zum (im Verhältnis zum Lesespaß) erheblichen Neupreis gekauft zu haben. Band 1 habe ich gebraucht gekauft, die anderen beiden als Mängelexemplare. Beim Lesen stecke ich in Band 1, liest sich angenehm, ist aber sicher kein Meilenstein.

Howard Jacobson: J

Habe ich gebraucht erworben, weil mir der Neupreis doch zu heftig war dafür, daß ich noch nicht ganz sicher bin, ob das Buch auch wirklich mein Ding ist. In der Stadt Port Reuben gibt es seit einem bestimmten Ereignis das geflügelte Wort „was geschah, falls es geschah“. Außerdem haben alle Einwohner neue Namen erhalten. Mal sehen, was sich hinter all dem verbirgt.

IMG_2765

Nick Harkaway: Der goldene Schwarm

Dieses Buch liegt seit Erscheinen auf meiner Wunschliste und ich habe immer auf ein preiswertes Taschenbuch gehofft… Nun hatte ich genug und habe mir für 5 € ein vermeintliches Gebrauchtexemplar bestellt, das zu meiner Freude sogar noch eingeschweißt war 🙂 Der Klappentext verspricht einen „Genremix aus Spionageroman, Abenteuergeschichte und Gangsterkomödie“.

Jackson Pearce: Cold Spell

Noch ein Dauerwunschlistenbewohner; nach Hänsel und Gretel und weiteren Märchen hat sich die Autorin hier wohl die Schneekönigin vorgenommen. Ich wollte gerne das Hardcover, damit es zu „Fathomless“ paßt, und hatte es mir immer mal wieder zu Weihnachten oder zum Geburtstag gewünscht – immer erfolglos. Hab ich es jetzt eben selbst gekauft.

Catherynne M. Valente: Radiance

Ich kann der Beschreibung „decopunk pulp SF alt-history space opera mystery“ nicht widerstehen. Das Buch spielt in einem alternativen Sonnensystem mit Retro-Filmindustrie – klingt alles nach einer spannenden Mischung. Und ich habe von Valente inzwischen auch so einiges auf dem SuB; mehr als einen Fairyland-Band pro Jahr habe ich bisher aber noch nicht geschafft 😉

Pasi Ilmari Jääskeläinen: Lauras Verschwinden im Schnee

Mich interessiert Finnish Weird, und sowieso mag ich es, wenn mal Autoren übersetzt werden, die nicht aus dem englischsprachigen Ausland stammen. Es geht wohl um Ella, einen Club von Schriftstellern, das verschwundene Mitglied Laura Hermelin und ein geheimnisvolles Spiel.

Salman Rushdie: Zwei Jahre Acht Monate und Achtundzwanzig Nächte

Dieses Buch scheint mir geeignet, um einen Versuch mit Salman Rushdie zu wagen. Dschinnenwelt und Philosophie – das ist jedenfalls das, was ich mir erhoffe.

Suzanne Rindell: Die Frau an der Schreibmaschine

Bücher, die in den 20er Jahren spielen, reizen mich immer. Hier ist der Schauplatz New York, und die Stenotypistin Rose Baker ist die Hauptfigur. Sie trifft die glamouröse Odalie und kommt durch sie in Kontakt mit einigen gefährlicheren Ecken der Stadt.

Christopher Isherwood: Leb wohl, Berlin / Praterveilchen

Sehr hübsche Neuausgaben hat der Atlantik Verlag hier herausgebracht! „Leb wohl, Berlin“ zeigt das Berlin der 30er Jahre und ist „ein melancholischer Abgesang auf eine verlorene Welt“. „Praterveilchen“ knüpft daran an, spielt ebenfalls in den 30er Jahren, allerdings in England und entführt in die Welt der Filmindustrie.

J.J. Abrams: S ~ Das Schiff des Theseus

Das Buch hat einen stolzen Preis. Schon beim Auspacken war ich aber von der Gestaltung restlos begeistert – wenn ein Verlag einmal so etwas Besonderes macht, darf man das auch ruhig unterstützen, finde ich. Wenn ich herausgefunden habe, wie man dieses Buch denn nun am günstigsten liest (wahrscheinlich am besten ohnehin mehrfach), etwa ob gleich mit allen Anmerkungen oder ohne, kann ich starten 😉

Friedrich Dürrenmatt: Die Stücke

Ein (gewünschtes) Weihnachtsgeschenk. In dieser Ausgabe gibt es bereits die „Kriminalromane“, die ich ebenfalls besitze. „Romulus der Große“ und „Die Physiker“ kenne ich bereits, die anderen Stücke noch nicht – nicht einmal „Der Besuch der alten Dame“, wie ich gestehen muß. Aber dieses Versäumnis läßt sich nun ja nachholen.

IMG_2769

Neil Gaiman: Trigger Warning

„Short Fictions and Disturbances“ lautet der Untertitel. Gaiman ist einer der wenigen Autoren, die meiner Meinung nach wirklich gut darin sind, Kurzgeschichten zu schreiben, und nach „Smoke and Mirrors“ und „Fragile Things“ mußte natürlich auch diese neue Sammlung her, nachdem sie endlich in einem ansprechenden Format erschienen ist.

Jim Holt: Gibt es alles oder nichts?

Auch dieses Buch hat einen Untertitel: „eine philosophische Detektivgeschichte“. Das Taschenbuch hatte ich vorbestellt. Es versucht zwar mit der Holmes-Pfeife auf dem Cover zu ködern, was auch irgendwie funktioniert hat, weil es meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, aber interessant ist das Buch wohl aus anderen Gründen. Der Werbetext behauptet: „Eine ebenso intelligente wie unterhaltsame Mischung aus Philosophie und Naturwissenschaft, Reisereportage und persönlichem Erfahrungsbericht.“

Philip K. Dick: Das Orakel vom Berge

Ich habe früher bereits sehr viel Dick gelesen und über die Vorlage zu „Blade Runner“ sogar meine erste Hausarbeit im Philosophiestudium geschrieben. Dieses Buch kenne ich noch nicht, und es jetzt zu lesen, bietet sich angesichts von „The King in the High Castle“ ja an. Die Fischer Klassik-Ausgaben gefallen mir ohnehin, und ich werde noch ein paar weitere Bücher, die ich von Dick noch nicht gelesen habe, aufstocken.

David Morrell: Der Opiummörder

Thomas de Quincey und sein Essay „Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet“ (das ich als Little Black Classic besitze, aber noch nicht ausgelesen habe…) spielen eine wichtige Rolle in diesem historischen Thriller, der im 19. Jahrhundert angesiedelt ist. Im Thriller-Dschungel ist es oft nicht so einfach, die Perlen zu finden – dieser Roman klingt aber immerhin vielversprechend.

China Miéville: Iron Council

Miéville ist ähnlich wie Valente ein Autor, von dem ich mittlerweile viele mußtmaßlich ganz großartige Bücher auf dem SuB gesammelt habe („Iron Council“ setzt „Perdido Street Station“ und „The Scar“ fort), zu denen ich aber irgendwie noch nicht gekommen bin – liegt wohl daran, daß ich wahrscheinlich lange Zeit daran lesen werde und mich deshalb nicht recht rantraue. Tatsächlich beendet habe ich von Miéville bisher erst drei Bücher, davon zwei auf Deutsch.

Marissa Meyer: Winter

Eine Vorbestellung, zu der ich eigentlich gar nichts sagen muß, weil sie momentan sowieso auf zahlreichen Blogs zu sehen ist. Hoffentlich kann der Lesespaß bei diesem vierten Band der SF-Märchenadaptions-Reihe mit dem gewachsenen Umfang mithalten!

Alan Garner: Feuerfrost & Der Mond von Gomrath / Eulenzauber / Elidor

Ich möchte den Autor ausprobieren und habe mir eine kleine Auswahl gebrauchter Bücher bestellt 🙂 Soweit ich sehe, spielen Mythen und Sagen der britischen Inseln immer eine größere Rolle. Ich glaube, es handelt sich überwiegend um Jugendbücher, die in den 60er bzw. 80er Jahren geschrieben wurden – ich lasse mich mal überraschen.

Advertisements

6 Kommentare

  1. Neyasha said,

    Wow, da ist ja einiges zusammengekommen!

    Ein paar der Bücher kenne ich:
    „Winterrose“ war für mich meine erste Berührung mit Patricia McKillip und das Buch hat mich sehr fasziniert, auch wenn mir inzwischen ein paar andere Romane von ihr besser gefallen. Ich bin gespannt, wie es dir gefallen wird – ich hatte es mittlerweile schon dreimal aus der Bücherei ausgeliehen (wird Zeit, dass ich mir das mal kaufe). 🙂
    „Der Allesforscher“ hat mich persönlich leider enttäuscht. Ich fand den Anfang toll, aber dann wurde es mir zu skurril und abgefahren.
    Die Bücher von Alan Garner sind vielleicht sogar eher Kinder- als Jugendbücher. Ich habe „Feuerfrost“ vor ein paar Jahren gelesen und es hat mir ganz gut gefallen, aber nicht gut genug, dass ich „Der Mond von Gomrath“ auch noch lesen wollte.

    Bei „Das Schiff des Theseus“ versuche ich auch noch herauszufinden, wie ich das wohl am besten lese. Ich glaube auch, dass man da auf jeden Fall mehrere Durchgänge braucht.

    Viel Spaß mit deinen neuen Büchern!

    • Kiya said,

      Dreimal ausleihen und dann erst irgendwann kaufen habe ich meiner Erinnerung nach nur als Kind gemacht – mit der „Unendlichen Geschichte“ 🙂

      Ich bin auch ganz und gar nicht sicher, daß mich „Der Allesforscher“ ganz überzeugen kann, aber ich denke, es wird interessante Aspekte geben und ich bin einfach mittlerweile neugierig genug, um es mal anzutesten.
      Ich konnte mich nicht so recht entscheiden zwischen den Alan Garner-Büchern. Und bei Rebuy haben sie alle nur 1-2 € gekostet, sollten sie mir also nicht so gut gefallen, war es keine allzu große Investition.

      Dann bin ich gespannt, wofür du dich beim „Schiff des Theseus“ entscheidest. Momentan tendiere ich schon dazu, die Anmerkungen gleich mit einzubeziehen.

  2. Winterkatze said,

    Esther Friesner habe ich eine Zeitlang sehr gern gelesen, brauchte dann eine Pause von der Autorin und habe sie irgendwie aus den Augen verloren. Vielleicht kannst du mir ja wieder Lust auf sie machen, wenn du das Buch anfängst.

    Und zu „Die Frau an der Schreibmaschine“ hätte ich auch gern – wenn du es irgendwann anfängst – einen Leseeindruck. Die Inhaltsangabe klingt gut! 🙂

    • Kiya said,

      Kannst du noch etwas von Esther Friesner empfehlen? „Druidenblut“ klang weniger albern als einige der anderen Titel, unter anderem deshalb habe ich mich erstmal dafür entschieden. Die mit „Die Katze läßt das Zaubern nicht“ wäre die nächste Option gewesen, aber da war nicht so sicher, wie sehr mich der Humor ansprechen wird.

      Ich geb mir Mühe, was den Leseeindruck angeht 🙂

      • Winterkatze said,

        Uhhh, lass uns darüber noch einmal reden, wenn ich meine Kisten auspacke. Spontan ging mir eben „Der Wunschbringer“ durch den Kopf, aber der ist von Craig Shaw Gardner – die beiden habe ich zur selben Zeit gelesen ebenso wie Tom Holt … und dann hat es wirklich mit den „humorvollen Fantasybüchern“ gereicht. *g*

  3. Kiya said,

    Ich sehe schon, wir werden alle etwas davon haben, wenn es mit deinen Regalen klappt 😉 Die beiden von dir genannten Autoren sagen mir (noch) nichts, aber humorvolle Fantasy ist ja immer ein wenig speziell. Muß man ausprobieren, ob der Autor einem liegt, und auch dann vertrage ich es nur dosiert – schöner ist es, wenn das Buch noch etwas mehr zu bieten hat, als nur lustig sein zu wollen, wie bei der Scheibenwelt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: