[Review] Dezember-Lektüre

Januar 3, 2016 at 13:06 (Review)

Ab Mitte Dezember hatte ich frei und habe diese Tage dann auch sehr genossen, auch wenn gerade vor in der Woche vor Weihnachten noch viele Termine anstanden. Trotzdem haben die Feiertage zu einem guten Lesemonat geführt. Ich bin an einigen Reihen ziemlich gut dran geblieben und habe gleich zwei oder drei Bände gelesen 🙂 Ansonsten hat mich natürlich das Adventslesen wieder beschäftigt.

Challenges:

– Meine Lesevorhaben: …

– Rory Gilmore Challenge: …

– Winterbücher: „Träum niemals von der Wilden Jagd“ und „Letters from Father Christmas“ gelesen, außerdem einige Geschichten in „Märchen und Geschichten zur Winterzeit“

1.-3. J.K. Johansson: Lauras letzte Party / Noras zweites Gesicht / Venlas dunkles Geheimnis (Palokaski 1-3)

4. Märchen vom Essen und Trinken

Wenigstens ein Märchenbuch gehört doch in den Dezember. Das zum Essen und Trinken habe ich schon vor Monaten angefangen, aber ich habe es eben nicht am Stück gelesen, sondern immer mal wieder ein Märchen. Die Einteilung erfolgt nach „Von Hunger und Überfluß“, „Essen und arbeiten“ und „Von gastlichen und ungastlichen Leuten“. War in Ordnung, aber ich hätte mir eine schönere Auswahl der Märchen vorstellen können (Texte, die mir jedenfalls sofort zu dem Thema eingefallen sind, wie das Schlaraffenland, der süße Brei oder Tischlein deck dich, kommen gar nicht vor). Der Herausgeber Hans-Jörg Uther ist eher an den zugrundliegenden gesellschaftlichen Wertvorstellungen interessiert.

5. Wieland Freund: Träum niemals von der Wilden Jagd! (Jannis & Motte 2)

Noch ein Buch um Jannis und Motte ist erschienen, wie ich im Herbst entdeckt habe 🙂 Das erste habe ich mit kleinen Einschränkungen gemocht, ganz toll fand ich dort schon die Gestaltung. Dieser zweite Teil hat mir noch besser gefallen – die Gestaltung mit all den Blatt- und Waldillustrationen ist wieder wunderbar und die Schwäche des Vorgängers, nämlich die sei-lieb-zum-Außenseiter-und-hab-nicht-so-viele-Vorurteile-Keule, ist hier deutlich weniger präsent. Zudem sind das Wintersetting und die Wilde Jagd schlicht thematisch genau richtig für mich. Bonus: schön, Worte wie „obzwar“ in einem Kinderbuch zu entdecken.

6.-7. Lene Kaaberbøl: Die Feuerprobe / Die Botschaft des Falken (Wildhexe 1/2)

Diese Kinderbuchreihe hatte ich schon seit einiger Zeit auf der Wunschliste, wollte aber eigentlich auf die angekündigten Taschenbuchausgaben warten. Jetzt bin ich froh, mich doch für die Hardcover entschieden zu haben – ja, sie sind in Anbetracht der geringen Seitenzahl teuer, aber der Hanser Verlag weiß, was er tut, und ich mag die Ausgaben sehr. Vor allem die Buchrücken gefallen mir. Gut geschriebene Geschichten um Clara und die Welt der Wildhexen, Wilden Wege, Tiere und Chimären. Besonders gefallen hat mir, daß die Natur eben kein netter Ort sind, sondern einer, an dem „große Tiere kleine Tiere“ fressen und der spätestens ab Band 2 recht gefährlich ist.

8.-10. Holly Webb: Emily Feather and the Enchanted Door / Emily Feather and the Secret Mirror / Holly Webb and the Chest of Charms (Emily Feather 1-3)

Die Winterkatze hat nun „Rose“ gelesen und hat mich wieder auf die Autorin gebracht. „Rose“ kenne ich schon, jetzt habe ich „Emily Feather“ kennengelernt. Vier Bände gibt es insgesamt, alle kurz mit um die 200 Seiten und großer Schrift. Sind eben Bücher für Kinder. Nachteilig daran ist, daß manche Themen, wie Schulstänkereien, mich nicht so besonders beeindrucken, und zudem insgesamt wenig Raum bleibt, um die Handlung ausführlicher zu gestalten. Ich mochte die Bücher trotzdem. Mit Emily und ihrer außergewöhnlichen Familie habe ich mich nämlich sehr wohl gefühlt. Das Haus voller geheimnisvoller Türen, in dem sie zusammen leben, ist toll, und die Feenwelt ist nicht putzig wie in vielen deutschen Kinderbüchern, sondern ziemlich bedrohlich.

11. J.R.R. Tolkien: Letters from Father Christmas

Mein Buch zum Adventslesen, das ich dann auch pünktlich am 23.12. beendet habe 🙂 Mir hat’s sehr gut gefallen, stimmungsvoll durch Tolkiens Zeichnungen und die liebevolle Gestaltung der Briefe von den Briefmarken bis zu den Schriftarten. Details stehen in meinen Beiträgen zum Adventslesen.

12. Sabine Städing: Foxgirls (Foxgirls 1)

War von der Autorin wohl das Buch, das für mich im Vorfeld am spannendsten klang (Kitsune, Stadtwölfe in Hamburg und U-Bahn-Ghule…) und mich dann doch weniger überzeugt hat als Magnolia Steel oder Petronella Apfelmus. Die Voraussetzungen sind eigentlich da, aber die Welt, die so viel zu bieten haben könnte, ist noch wenig ausgearbeitet – und in diesem Bereich liegen die Vergleiche zu viel besseren Autoren wohl auch zu nahe. Trotzdem werde ich die Reihe im Blick behalten und schauen, wie sie sich entwickelt.

13. Sven Nordqvist: Morgen, Findus, wird’s was geben

Dieses Kinderbuch wiederum hat mir besser gefallen als erwartet. Ist mein erster Kontakt mit Pettersson und Findus und ich war angenehm überrascht davon, daß das Buch trotz Weihnachtsthemas recht unkitschig ist und viele eigentümliche Figuren vorstellt.

14. Greg Keyes: Der Schatten Gottes (Bund der Alchemisten 4)

Habe ich mir eisern für den Dezember vorgenommen und tatsächlich auch Ende des Monats beendet. Damit schließe ich eine Reihe ab, die mich schon lange begleitet und auch schon seit Jahren auf meinem SuB sitzt. Ich hatte ein wenig Probleme, mich wieder einzufinden, aber das ist allein meine Schuld, weil ich so viel Pause zwischen den Büchern hatte und es inzwischen doch ziemlich viele Fraktionen gab. Alles in allem eine originelle Reihe, die wirklich zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat, mit historischen Figuren wie Isaac Newton und Benjamin Franklin sowie vielen spannenden Ideen und anregenden Dialogen.

15. J.K. Rowling: Harry Potter and the Deathly Hallows (Harry Potter 7)

Ich wollte den Reread der Reihe so gerne 2015 beenden und habe es knapp geschafft: die letzten 100 Seiten habe ich am 31.12. gelesen. Somit habe ich 4 Bücher 2014 und 3 Bücher 2015 gelesen und nehme mir für 2016 nun alle Filme vor – vielleicht schaffe ich es, sie bis zum Kinostart von „Fantastic Beasts“ zu schauen. Beim Lesen fiel mir auf, wieviel besser der Spannungsbogen im Buch funktioniert als in den beiden dazugehörigen Filmen – und wie beim ersten Lesen bin ich der Meinung, daß die Autorin die Reihe zu einem für eine größtmögliche Schnittmenge an Lesern zufriedenstellenden Ende gebracht hat. Das Buch war wieder wunderbar, auch wenn mir in den letzten Bänden wohl immer ein wenig die Schulatmosphäre der ersten Teile fehlen wird 😉

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6 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    „Die Wildhexe“ spukt mir seit deiner ersten Erwähnung im Kopf rum, aber noch sind mir die Bände zu teuer.

    Bei Emily hingegen freu ich mich, dass sie dir so gut gefallen hat. Auf der Wunschliste sitzt sie schon, jetzt muss ich nur sehen, ob der Etat die Reihe im Laufe des Jahres hergibt. Aber vermutlich werde ich es irgendwie hinbekommen. 😀

    • Kiya said,

      Die Taschenbücher erscheinen ab April so nach und nach 🙂 Aber schau dir die Hardcover ruhig mal im Buchladen an, ich finde sie wie gesagt wider Erwarten doch vom Erscheinungsbild her ihr Geld wert.

      Ich hätte eigentlich damit gerechnet, zuerst „Lily“ zu lesen, aber „Emily“ las sich dann so gut weg, daß ich damit noch gar nicht begonnen habe. Der vierte und letzte Emily-Band liegt momentan (neben diversen anderen Büchern) auf meinem Nachttisch, da er sich auch sehr schläfrig noch gut lesen läßt 😉

      • Winterkatze said,

        Mal schauen, vielleicht hat die Kinderbuchhandlung neben dem Zahnarzt die Wildhexe-Ausgaben – wobei ich den Preisunterschied schon sehr groß finde. 🙂

  2. alysande said,

    Viele schöne Bücher hast Du da gelesen, den Tolkien habe ich mir für die Zeit in 11 Monaten gemerkt.
    Manch andere Buch würde ich einfach gerne einmal durchblättern, aber hier gibt es da leider keine Möglichkeit dank vieler eingegangener Buchhandlungen. Als wir herzogen gab es mehr als doppelt so viele wie jetzt und die privat geführten sind auch an die Großketten verkauft worden, seufz.
    Dir ein wunderbares Lesejahr und Glück und Gesundheit in 2016!
    Aly mit den zwei KuhKatzen

  3. Kiya said,

    @ Winterkatze: Kann ich auch gut verstehen – zur Optik hinzu kam für mich der Faktor, daß ich bei den HC gleich alle haben konnte und bei den Taschenbüchern eine ganze Weile auf Vervollständigung warten müßte. Die Bücher sind schließlich alles in allem recht schnell gelesen (ich habe gestern Band 3 beendet und werde bestimmt bald Band 4 beginnen…).

  4. Kiya said,

    @ alysande: Der Tolkien lohnt sich auf jeden Fall!

    Ich gebe ganz offen zu, fast alle Bücher im Internet zu bestellen – diese tollen kleinen Buchhandlungen, von denen man gerüchteweise hört, gibt es hier kaum und die großen Ketten besuche ich nur selten.
    Online hat man doch aber gute Möglichkeiten, in Bücher reinzulesen – sei es durch Leseproben bei Online-Shops oder Verlagen (die ich mir manchmal auch für den Kindle runterlade, ist für mich augenschonender), Vorschauen bei Google Books, Videos oder Bildimpressionen… fast immer reicht mir das zur Entscheidung aus 🙂

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