Arianas Adventslesen 2015 – 1. Advent

November 28, 2015 at 13:15 (Aktionen)

Wie schon in den letzten Jahren nehme ich in der Adventszeit an Arianas Adventslesen teil. 2013 habe ich dafür die Anthologie „Weihnachts-Geister“ gelesen, 2014 „Krampus“ – jeweils nur ein Buch, weil das Ganze ja gerade nicht in Streß ausarten soll. Ariana schreibt dazu:

„Die Vorweihnachts-Lesewochen gehen vom ersten Adventswochenende (also vom 28.11.) bis Weihnachten. Wie schon in den letzten Jahren entscheidet jede(r) Mitleser(in) für sich, wie er/sie die Adventswochen gestalten möchte, ob er/sie sich konkrete (Lese-)Ziele setzt oder einfach nur bewusst Zeit zur Entspannung und Besinnung einplant. Schließlich kann man die “staade Zeit” auf so viele verschiedene Arten interpretieren, da soll wirklich jede(r) für sich festlegen, wie die persönlichen Vorweihnachts-Lesewochen aussehen sollen. Allerdings wäre es schön, wenn ihr irgendeinen Bezug zur Advents- und Weihnachtszeit herstellen könntet – das ist ja immerhin der Grundgedanke der Aktion.“

Vermutlich werde ich wieder an jedem Wochenende einen Beitrag schreiben und aktualisieren. Über mein geplantes Buch bin ich zufällig gestolpert; zwar wollte ich es grundsätzlich schon länger haben, aber gekauft habe ich es spontan in der Bücherecke eines englischen Cafés, in dem ich mich gerne mal zu Scones und Tee verabrede.

Die „Briefe vom Weihnachtsmann“, die Tolkien seinen Kindern Jahr für Jahr geschrieben hat, gibt es auch auf Deutsch. In der Bibliothek habe ich auch schon in die Übersetzung reingelesen – toll sind vor allem die Zeichnungen und die unterschiedlichen Schriften, die Tolkien für die verschiedenen Figuren (der Weihnachtsmann, der Polarbär usw.) nutzt. Die Briefe wurden zwischen 1920 und 1942 geschrieben, es sind also knapp 24 und ich fand, die Lektüre bietet sich für das Adventslesen geradezu an 🙂

Sonntag, 18:13

In meinem Buch habe ich erst die Einleitung gelesen – richtig beginnen werde ich wohl erst mit dem ersten Dezembertag, sonst reicht es nicht bis Weihnachten 😉 Neben dem Polarbär und dem Weihnachtsmann wird das Erscheinen von „snow-elves, red gnomes, snow-men, cave-bears, and the polar bear’s nephews, Paksu and Valkotukka“ versprochen. Ansonsten habe ich noch ein wenig den Winterlesestapel (der kommt in den nächsten Tagen) herumgeschoben und ein wenig in „Lair of Dreams“ von Libba Bray gelesen, das ich wie schon den ersten Band wieder sehr mag.

Ansonsten bringe ich mich mit dem alten Adventure Syberia in frostige Stimmung und finde die Architektur wunderbar inspirierend. Ich habe einige heutige Internetminuten investiert, um zum Städtethema weiterzulesen (noch wenig erfolgreich, ich hatte spontan Calvino, Borges und Miéville im Kopf), was darin endete, daß ich Comics von François Schuiten bestellt habe…

Vorweihnachtlich wurde es dann im kleinen Familienkreis zum Adventstee aber doch noch:

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18 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Oh, „Die Briefe vom Weihnachtsmann“! Die habe ich mir vor sehr, sehr vielen Jahren in einer sehr schönen deutschen Ausgabe gegönnt und bestimmt seit 25 Jahren nicht mehr in der Hand gelesen. Ich wünsche dir viel Vergnügen damit! 🙂

    • Kiya said,

      Dann hast du vielleicht die Ausgabe, die ich auch in der Bibliothek gesehen habe 🙂 Ich glaube, es waren nicht so viele der Original-Briefe darin abgedruckt wie in der englischen Ausgabe, aber gefallen hat mir das Buch trotzdem.

      • Winterkatze said,

        „Ich glaube, es waren nicht so viele der Original-Briefe darin abgedruckt wie in der englischen Ausgabe, …“

        Ach, sag das doch nicht! Jetzt wird mir das genauso wenig Ruhe lassen wie bei den Agatha Christie! Ich brauche einen Lottogewinn, um all die gekürzten deutschen Ausgaben gegen ungekürzte englische auszutauschen. 😦

  2. BuecherFaehe said,

    Oh, da hast du dir aber ein tolles Buch ausgesucht! Also, nicht, dass ich es kennen würde, aber mit Tolkien kann man ja eigentlich nicht so viel falsch machen, oder?
    Und passend sogar noch fast 24 Briefchen. Leider hat unsere Bücherei das Buch nicht, sonst hätte ich das vielleicht spontan dazwischengeschoben. So komme ich aber vielleicht auch endlich mal dazu, meinen SuB abzuarbeiten.

    • Kiya said,

      Ich finde schlicht den Gedanken dahinter, den Kindern diese Geschichten zum Geschenk zu machen, wunderbar. Und mit Tolkien kann man insofern nicht viel falsch machen, als er sich im Original sehr angenehm liest und in diese Briefe offenbar auch viele Ideen einfließen läßt 🙂

      • BuecherFaehe said,

        Ich hätte wohl ein bisschen Sorge, dass mein Englisch nicht ausreicht, bei all den Fabelwesen und so.. Aber was du da geschrieben hast, über die Wesen, die auftauchen, scheint ja doch halbwegs verständlich zu sein…
        Ich sollte mich wohl einfach mal mehr an englische Bücher herantrauen, aber die schiebe ich immer so vor mir her.^^

  3. Ariana said,

    Das klingt aber toll, da muss ich auch gleich mal stöbern gehen, ob es das bei uns irgendwo gibt. Bin gespannt, wie dir die ersten Briefe gefallen werden.

    • Kiya said,

      Kann sein, daß ich mit den Briefen erst Anfang Dezember so richtig beginne, damit sie auch knapp bis Weihnachten reichen 😉 Meine Bibliothek hat die deutsche Ausgabe, also könntest du gute Chancen haben.

  4. Kiya said,

    @ Winterkatze: Vielleicht täusche ich mich auch, müßte man mal direkt vergleichen… Hier sagt der Verlag jedenfalls, daß die Neuausgabe erweitert wurde:

    http://www.klett-cotta.de/buch/Weitere_Geschichten/Briefe_vom_Weihnachtsmann/5476

    Trotzdem halte ich das Kürzen von Büchern vor allem ohne entsprechenden Hinweis grundsätzlich für eine Unart 😦

    • Winterkatze said,

      Ja, das klingt wirklich, als ob meine Ausgabe nicht vollständig wäre (oder zumindest nicht so vollständig wie sie sein könnte).

      Mich machen all diese gekürzten Ausgaben wirklich ärgerlich! Vor allem, da es in der Regel keine oder nur sehr versteckte Hinweise darauf gibt.

  5. natira said,

    Das klingt nach einem wundervollen Buch für die Weihnachtszeit! Ich bin neugierig, was Du noch über diese Briefe schreiben wirst.

    • Kiya said,

      Danke 🙂 Ein bißchen kenne ich die Briefe schon, aber noch nicht systematisch und im Original. Die Menge ist auch schön zu bewältigen, sind jeweils nur ein paar Seiten.

      • natira said,

        Ich bin jetzt schon neugierig auf die Neffen des Polarbären!

        Kennst Du schon einen Schuiten-Comic oder andere Arbeiten von diesem Künstler/Autor? Den auf der Webseite beschriebenen Ansatz finde ich spannend.

  6. Kiya said,

    @ BuecherFaehe: Tolkiens Englisch ist natürlich ein wenig altmodisch, aber eigentlich gut verständlich und den Übersetzungen in meinen Augen deutlich vorzuziehen. Eine Freundin von mir fand schon zu Schulzeiten Tolkien leichter verständlich als Harry Potter – wegen der Slangausdrücke, die bei Harry Potter vorkommen. Und die Briefe sind zudem für Kinder geschrieben! Vielleicht ermutigt dich das 🙂

  7. Neyasha said,

    Aaaach, verflixt, die „Briefe vom Weihnachtsmann“ wollte ich eigentlich auch schon längst mal lesen, aber als ich gestern in der Bücherei war, habe ich natürlich nicht dran gedacht. Naja, vermutlich wären sie eh nicht da gewesen ….
    Aber vielleicht ergattere ich sie ja noch im Laufe des Dezembers.

    Ich wünsche dir noch einen schönen, gemütlichen Sonntagabend!

    • Neyasha said,

      Nachtrag: Jetzt hab ich grad nachgeschaut und die Briefe wären sogar auf Englisch in der Bücherei verfügbar gewesen. Verflixt, wieso hab ich da bloß nicht drangedacht? Na, hoffentlich schaff ich es in absehbarer Zeit nochmal hin.

      • Kiya said,

        Viel Glück in der Bücherei! Dezember könnte natürlich gerade der Monat sein, in dem das Buch sich einer gewissen Beliebtheit erfreut, aber jedenfalls hier sind die englischen Bücher nicht ganz so gefragt wie die deutschen.

  8. Kiya said,

    @natira: Diese finnischen (?) Namen klingen schon einmal sehr nett, nicht wahr?

    Nein, ich habe die „geheimnisvollen Städte“ gerade erst entdeckt. Aber für solche Architekturen kann man mich schnell begeistern (ein bißchen Architekten-Erbmasse ist für mich wohl auch abgefallen). Auf der Homepage des Verlags kann man wenige Seiten als Leseprobe anschauen, aber einen richtig guten Eindruck werde ich wohl erst bekommen, wenn die Comics eingetroffen sind (zwei, weil ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte *seufz*).

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