[Review] Oktober-Lektüre

November 8, 2015 at 11:30 (Review)

Der Oktober war gar kein schlechter Lesemonat, wozu die Herbstlese-Aktion ganz sicher beigetragen hat. Außerdem hatte ich im Oktober noch ein paar Tage Urlaub 🙂 Zu einigen Titeln habe ich bereits etwas in die Aktionsbeiträge geschrieben; in diesen Fällen verlinke ich sie einfach.

Challenges:

– Meine Lesevorhaben: …

– Rory Gilmore Challenge:

– Herbstbücher: „The Witch Family“, „Der wispernde Schädel“ und „Halloween ~ Sieben verhexte Geschichten“ gelesen

1. Tana French: Grabesgrün

2. Peter Nusser: Der Kriminalroman

Ein Sachbuch, an dem ich ein paar Monate gelesen habe, weil ich es in der Büroschublade aufbewahrt habe 😉 Sehr interessant für einen Überblick, auch die Entwicklung des Genres, hängt mir aber doch am Ende zu sehr an den Grundtypen Detektivroman und Thriller fest, bis hin zu einer gewissen Klischeehaftigkeit (ich lese auch hin und wieder die Geringschätzung von Thrillern heraus – ich mag ja Krimis auch lieber, aber das ist dennoch ein wenig zu pauschal geraten), während ich innerhalb des Krimigenres doch sehr viele Differenzierungen wahrnehme und gerne mehr zu dieser derzeit herrschenden Vielfalt gelesen hätte.

3. Preston/Child: Dark Secret (Pendergast 6)

Dieser Fall schließt an „Burn Case“ und ist das Mittelstück der Trilogie um Agent Pendergasts Bruder Diogenes. Bekannte Charaktere und Orte (ich freue mich immer, wenn das Naturhistorische Museum Schauplatz ist) sind wieder mit von der Partie, das Buch ist spannend – alles gut. Störfaktoren: die sülzigen romantischen Momente (Viola finde ich bisher generell sehr entbehrlich) und, ja, Diogenes – ist mir zu sehr gewollt, diese evil mastermind-Sache, und nicht so richtig überzeugend geraten.

4. Diana Wynne Jones: The Lives of Christopher Chant (Chrestomanci 4)

Es hat wirklich furchtbar lange gedauert, bis Christopher seinen Onkel durchschaut, aber nachdem das einmal gelungen ist, konnte ich das Buch wieder recht uneingeschränkt genießen. Viel Spaß hat es jedenfalls gemacht, in die Vergangenheit des Chrestomanci, den ich bereits aus anderen Bänden der Reihe kenne, einzutauchen.

5. Steampunk 1851

6. Sonja Kaiblinger: Ab durch die Tonne (Scary Harry 4)

Wer die Vorgängerbände mochte, wird sicherlich nicht enttäuscht – in bewährter Manier (und mit den Illustrationen von Fréderic Bertrand) geht es weiter mit Otto, Emily, Harold und den Geistern, wobei diesmal ein geheimnisvoller Vertretungslehrer für Aufregung sorgt. Der Plot um Ottos Onkel wird auch wieder ein Stückchen vorangebracht.

7. Jonathan Stroud: Der wispernde Schädel (Lockwood & Co. 2)

Teil 3 erscheint – ich lese Teil 2. Ich habe ein paar Mal angesetzt, bis ich in der passenden Stimmung für „Der wispernde Schädel“ war. Die Fortsetzung ist wieder routiniert gut geschrieben und hat gruselige Spannung und eine interessante Welt zu bieten – als ich mich erstmal festgelesen hatte, habe ich die gut 500 Seiten auch schnell bewältigt. Um es noch besser zu finden, fehlt mir irgendwie etwas Besonderes, aber ich kann nicht so richtig den Finger darauf legen, was.

8.-9. Sabine Städing: Verhext und festgeklebt / Zauberschlaf und Knallfroschchaos (Petronella Apfelmus 1 + 2)

Zwei Mängelexemplare, weil ich nicht sicher war, wie ich diese Reihe finden würde. Ich habe beide Bücher dann aber doch recht gerne gelesen. Wie die „Magnolia Steel“-Trilogie recht beschaulich und wieder mit dem Thema Hexen, aber für etwas jüngere Leser (was vermutlich den Vorteil hat, daß der Romantik-Aspekt wegfällt).

10. Klüpfel/Kobr: Grimmbart (Kluftinger 8)

Ganz spontan beim Wocheneinkauf mitgenommen – dabei kenne ich den 7. Teil noch gar nicht. Ab und an habe ich doch Lust, die Reihe weiterzulesen… Es bleibt dabei, daß der 4. Band mein persönlicher Reihentiefpunkt war. Auch „Grimmbart“ hat wieder ein paar ermüdend dämliche Szenen (vor allem haben die vergeblichen Bemühungen um Konversation auf Englisch mit den Japanern genervt), aber mit dem Großteil des Buches kann ich ganz gut leben. Die etwas märchenhafte Stimmung hat mir gefallen.

11. Eleanor Estes: The Witch Family

12. Birgit Otten: Halloween ~ Sieben verhexte Geschichten [ebook]

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11 Kommentare

  1. Neyasha said,

    Oh, „Der Kriminalroman“ habe ich mal für eine Vorlesung gekauft, es dann aber lediglich überflogen (die Prüfung hab ich trotzdem hinbekommen *gg*). Das Buch wollte ich ja eigentlich auch irgendwann mal ganz lesen.

    • Kiya said,

      Mach das, lohnenswert fand ich es schon, aber eben nicht der Weisheit letzter Schluß 😉 Überfliegen hat vermutlich gereicht, weil diese Einteilung Detektivroman/Thriller eben so beherrschend ist.

      • Neyasha said,

        Die Einteilung war auch schon in der Vorlesung sehr beherrschend – insofern hatte ich wohl beim Überfliegen das Gefühl, nicht mehr sehr viel Neues darin zu finden. 😉
        Na, mal sehen, vielleicht greif ich ja doch nochmal danach.

  2. Winterkatze said,

    Beim zweiten Lockwood-Roman war ich auch nicht ganz so angetan wie vom ersten – vermutlich weil die Idee im ersten Band noch erfrischender war. Aber er gefiel mir gut genug, um in einem Zug ausgelesen zu werden, und dann kann ich über manche Schwäche hinweglesen. 🙂

    Schön, wie viel du von deiner Herbstleseliste im Oktober gelesen hast! 🙂

    • Kiya said,

      Mir ging es eigentlich mit dem ersten Lockwood-Roman ganz ähnlich – sehr gut runter zu lesen, eine interessante Welt… vielleicht ist es manchmal zu sehr nach bewährten Rezepten geschrieben (das geht mir bei Kai Meyer auch, nur noch stärker, so und stört mich sehr – seine älteren, ziemlich chaotischen und vollgepackten Romane mag ich deshalb lieber).

      Ich hoffe, im November noch ein oder zwei weitere Bücher vom Herbststapel zu schaffen („Forever“ ist letzte Woche beendet worden!)… trotzdem habe ich gestern bereits begonnen, Winterbücher herauszulegen; Vorfreude und so…

    • Winterkatze said,

      Bei Kai Meyer lassen mich die Figuren auch recht kalt, während ich Lucy in den Lockwood-Romanen sehr mag. Die Jungs sind mir etwas zu klischeehaft, aber da Lucy die Erzählstimme ist, kann ich damit leben. Popcorn-Romane halt. 😉

      Vorfreude ist immer sehr wichtig! Ich habe einen „Adventslesenstapel“ im SuB. *g*

  3. Kiya said,

    @Neyasha: Als Ansatz ist diese Teilung ja auch tauglich – ich mag’s nur nicht, wenn man sich durch die eigene Theorie so einschränkt, daß man nicht mehr alles im Blick hat (ist mir im Studium erschreckend häufig begegnet).
    Um ein wenig den Blick dafür zu schärfen, was Krimi und Thriller so unterscheidet, ist das Buch aber auf jeden Fall nützlich.

    @Winterkatze: Tatsächlich lassen mich die Figuren bei Lockwood auch eher kalt – in dem Sinne, daß ich auch nicht behaupten könnte, sie nicht zu mögen. Und Popcorn-Roman trifft es gut 🙂 Ich schätze, im nächsten Herbst werde ich auch den dritten Teil wieder ziemlich gerne lesen.

    Ich bin neugierig, was zum Adventslesen so gelesen wird (und auf deinen Adventsstapel)… Ich werde mich dann wohl erst kurzfristig entscheiden, noch bin ich nicht ganz in Stimmung dafür.

  4. Winterkatze said,

    Ich habe heute überraschenderweise große Lust auf kitschige Weihnachtsliebesgeschichten. So rundum heile Welt und Romantik in Bilderbuchorten mit durchgehend liebenswerten Nachbarn und Familien, die bezaubernde Kinder haben, die ihren Nachbarn ganz gewiss nicht die Küchenfenster mit der Wasserpistole verzieren. 😉 Ansonsten werde ich mich wohl auf Märchen(varianten) konzentrieren und hoffentlich endlich ernsthaft den „Krampus“ angehen.

    • Kiya said,

      Mit dem „Krampus“ solltest du vielleicht warten, bis du auch die nicht so liebenswerten Nachbarn und weniger bezaubernden Kinder verkraften kannst ^^ A propos Kitsch: ich habe derzeit ein Aunt Dimity-Buch am Wickel…

      • Winterkatze said,

        Ah, das Tantchen! Auch sehr erholsam! 😀 Wenn ich nicht schon alle vorhandenen Bände aus der Bibliothek gelesen hätte, wäre das auch für mich eine Alternative. *g*

  5. Kiya said,

    Ich find’s stilistisch besser als viele (im Genre) ähnliche Bücher – man muß sich eben nur vorher klar machen, daß die Bücher höchstens sehr begrenzt als Krimi taugen, sonst ärgert man sich ^^

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