Rick Riordan: The Lost Hero

Mai 3, 2015 at 12:43 (gelesen)

Ich bin eher spät dran mit der Nachfolgereihe zu Percy Jackson, aber ich brauche bekanntlich meist lange für Reihen und habe „The Last Olympian“ erst im Herbst beendet – mit Rachels Prophezeiung ist bereits der Ausgangspunkt der neuen Reihe „The Heroes of Olympus“ gegeben.

„The Lost Hero“ ist nun deren Auftakt. Die Reihe umfaßt inzwischen ebenfalls fünf Bände, die aber deutlich umfangreicher ausfallen als die der Reihe um Percy Jackson. Percy, Annabeth und andere liebgewonnene Charaktere tauchen wieder auf, was ich zu schätzen weiß, aber es gibt eine neue Queste und die Hauptfiguren sind andere:

Jason has a problem. He doesn’t remember anything before waking up on a school bus holding hands with a girl. Apparently she’s his girlfriend Piper, his best friend is a kid named Leo, and they’re all students in the Wilderness School, a boarding school for „bad kids.“ What he did to end up here, Jason has no idea-except that everything seems very wrong. Piper has a secret. Her father has been missing for three days, and her vivid nightmares reveal that he’s in terrible danger. Now her boyfriend doesn’t recognize her, and when a freak storm and strange creatures attack during a school field trip, she, Jason, and Leo are whisked away to someplace called Camp Half-Blood. What is going on? Leo has a way with tools. His new cabin at Camp Half-Blood is filled with them. Seriously, the place beats Wilderness School hands down, with its weapons training, monsters, and fine-looking girls. What’s troubling is the curse everyone keeps talking about, and that a camper’s gone missing. Weirdest of all, his bunkmates insist they are all-including Leo-related to a god.“

Ich hatte mit Percy zu Beginn ja ein paar Einstiegsschwierigkeiten, weil der Humor recht speziell ist und der Gedanke, die Götter seien mit der Zivilisation in die USA gewandert, mich ein wenig aufgeregt hat. Auf Englisch hat es mir dann besser gefallen, so ab Band 3/4, aber es kann auch sein, daß der Autor sich gesteigert hat.

Mit „The Lost Hero“ bin ich nämlich bisher ziemlich zufrieden, der Umfang von 550 Seiten erlaubt auch eine komplexere Geschichte als „The Lightning Thief“. Der Stil bleibt allerdings einfach. Die Kapitel werden wechselnd aus der Sicht von Justin, Leo und Piper erzählt, wobei ich von allen dreien gerne lese.  Der Fokus liegt dadurch nicht so sehr auf einer Figur, wie es zuvor bei Percy der Fall war. Für sarkastische Sprüche ist meist Leo zuständig 😉

Nicht nur die griechische, sonder auch die römische Mythologie spielt in dieser Reihe eine große Rolle, was unter anderem zu interessanten Debatten zum Verhältnis römischer und griechischer Erscheinungsformen der Götter führt. Durch den Zuwachs an Halbgöttern ist die ganze Welt rund um Camp Half-Blood bunter und vielfältiger geworden.

Geblieben ist eine gewisse erfrischende Respektlosigkeit im Umgang mit den Mythen – wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, kann man sich daran durchaus erfreuen, gerade weil Riordan sie gut kennt und viele Details einbaut. Man begegnet so auch nicht nur den Göttern, sondern zum Beispiel auch Medea, König Midas und Lycaon. Gegen Ende gibt es natürlich den unvermeidlichen Showdown, in dem mir die drei Protagonisten fast schon zu mächtig sind.

Endlich gibt es auch das Glossar, das mir bisher gefehlt hat (vor allem weil die deutschen Ausgaben eins hatten) und das in den Folgebänden noch umfangreicher wird. Nicht nur deshalb halte ich Riordans Bücher für einen gelungenen Weg, um die antike Mythologie (grundsätzlich oder einmal auf eine etwas andere Weise) kennenzulernen. Der Autor hat mit „The Lost Hero“ jedenfalls gezeigt, daß von den Halbgöttern noch viel mehr zu erwarten ist, als ich beim Lesen des ersten Percy Jackson-Buches gedacht hätte.

„Zeus looked like a really buff, really angry hippie.“

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6 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Ich mag diese Reihe auch gern – und muss mir mal endlich weitere Bände davon ausleihen. 🙂

    Hast du eigentlich auch die Kane-Chroniken von ihm gelesen?

    • Kiya said,

      Wie weit hast du die Reihe bisher gelesen?

      Und die Kane-Chroniken besitze ich in einem Schuber, habe sie aber noch nicht gelesen. Der ursprüngliche Plan sah vor, sie nach den Percy Jackson-Büchern zu lesen, aber dann hat mich das Ende der Reihe so neugierig auf die Fortsetzungen gemacht, daß ich erstmal weiterlesen wollte.
      Die Kane Chronicles sind wohl allgemein auch nicht so beliebt, aber ich freue mich auf die ägyptische Mythologie (und im Sommer auf das neue Asgard-Buch!).

      • Winterkatze said,

        Die ersten beiden Bände habe ich bislang gelesen. Band 3 habe ich gestern Abend noch vorgemerkt. 😀

        Bei den Kane-Chroniken mag ich die Mythologie sehr gern, die beiden Hauptfiguren hingegen finde ich lange nicht so sympathisch wie die anderen Charaktere des Autors. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich zum ersten Band das Hörbuch hatte und Sadie da unangenehm klang, aber so richtig werde ich mit den Geschwistern nicht warm.

        Oh, ein Asgard-Buch? Klingt gut!

  2. Kiya said,

    Dann viel Spaß mit Teil 3 🙂 Ich habe die ersten drei gleich im Schuber gekauft, ist ganz praktisch.

    Mal sehen, wie mir die Kane Chronicles gefallen – vielleicht gerade besonders gut, nachdem meine Erwartungen nicht allzu hoch sind, wer weiß.

    Wird sicherlich wieder eine Reihe („Magnus Chase and the Gods of Asgard“ -> http://readriordan.com/book/the-sword-of-summer/), der erste Teil heißt „The Sword of Summer“. Ich freu mich drauf (jetzt hätte ich nur bitte noch gerne eine Reihe mit japanischer Mythologie im Anschluß…)

  3. Hermia said,

    Ach richtig, das Buch wollte ich eigentlich auch bald lesen. So habe ich es mir zumindest letztes Jahr vorgenommen. 😉

    • Kiya said,

      Bei mir hat es geholfen, es auf den Frühlingsstapel zu legen 😉 Mal sehen, wann ich es zum zweiten Band schaffe…

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