[Review] März-Lektüre

April 6, 2015 at 21:02 (Review)

Im März habe ich schon einige Frühlingsstapel-Bücher gelesen und einige weitere angefangen; in meinen Langzeit-Challenges bin ich dafür nicht weitergekommen. Nebenbei habe ich die ersten beiden Bände der Fables Deluxe Edition beendet. Wenn man sich einmal an den Stil des Comics gewöhnt hat, kann man sich auf die Geschichte einlassen, lohnt sich 🙂

Challenges:

– Meine Lesevorhaben: …

– Rory Gilmore Challenge: …

– Frühlingsbücher: „Poeten und Mörder“, „Carbonel, the King of the Cats“ und „House of Many Ways“

1. Judith C. Vogt: Gesichtslos (Die Geister des Landes 2) Der zweite Band hat sich stilistisch merklich gegenüber dem ersten Teil gesteigert. Inzwischen ist der Mix recht gelungen, den die Autorin auf ihrem Blog einen „Social-Media-Cyber-Mythen-Thriller“ in der Eifel genannt hat. Sicher nicht perfekt, aber dadurch auch erfrischend. Der abschließende dritte Teil ist gerade erschienen und wird bereits gelesen.

2. Barbara Sleigh: Carbonel, the King of the Cats Ein schönes, klassisches Kinderbuch der 50er Jahre um Katzen, Freundschaft und Magie. Es macht immer wieder Spaß, Bücher aus der Zeit vor Computern zu lesen – Rosemary ist ständig unterwegs und muss eben überall hin laufen, wenn sie etwas wissen will 😉 Schön, daß die Reihe in den letzten Jahren in mehreren ansprechenden Designs wieder aufgelegt wurde.

3. Sienna Mercer: Lucy und das Vampirgeheimnis (Lucy & Olivia 1+2) Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt – hat aber seine amüsanten Stellen. Zuerst dachte ich (ohne den Autorennamen wahrzunehmen), es wäre eine Art Nachahmung der „Vampirschwestern“, aber die Autorin lebt in Toronto… Die Cover mag ich recht gern. Unbedingt weiterlesen muß ich trotzdem nicht.

4. Chris Mould: The Buccaneer’s Bones (Something Wickedly Weird 3) Lag ewig auf meinem Nachttisch als Abendlektüre, und mit der Zeit mußte ich feststellen, daß ich das Interesse an der Reihe verloren habe. Vielleicht habe ich inzwischen doch zu viele bessere Kinderbücher gelesen. Die Illustrationen sind nett, und das Piratensetting auch, aber die Textqualität hält nicht so ganz mit; ich habe mit Stanley Buggles nun abgeschlossen und die Reihe aussortiert.

5. Robert van Gulik: Poeten und Mörder Richter Dis Ermittlungen habe ich wie immer sehr genossen – wie üblich bekommt der Leser sowohl chinesische Geschichte als auch einen guten Kriminalfall. In diesem Buch geht es nebenbei um die chinesische Dichtkunst, insofern paßt der Titel durchaus. Ein Bonus waren für mich definitiv die stimmungsvollen Fuchsgeistelemente.

6. Terry Pratchett: I Shall Wear Midnight (Tiffany Aching 4) Ich habe in diesem Monat den notwendigen Anreiz bekommen, um die zweite Hälfte des Buches zu lesen – somit kann ich die Reihe nun auch endlich vom SuB streichen. Die Feegles-Bücher habe ich wegen des Slangs von Anfang an auf Englisch gelesen und kann das auch nur jedem ans Herz legen. Schöner Abschluß, aber doch zäher als die Vorgänger.

7. Diana Wynne Jones: House of Many Ways (Ingari 3)

8. Joshua Mowll: Operation Red Jericho Meine Leseeindruck ist im Grunde bis zum Schluss bestehen geblieben. Hat mich gut unterhalten, hat allerdings bei all dem Trubel nicht allzu viel Zeit, die Charaktere zu entwickeln.

9. Chris Riddell: Goth Girl and the Pirate Queen (World Book Day) Mini-Buch. Eine nette kleine Geschichte, deren Charme wie üblich maßgeblich durch die zahlreichen Zeichnungen mitbestimmt wird, in der Ada nach Brighton zur „World Frock Night“ reist… Gut, um die Wartezeit bis „Goth Girl and the Wuthering Fright“ zu überbrücken 🙂

10. Meredith Haaf: heult doch Bibliotheksbuch und auch wirklich nichts zum Selberkaufen. Spontangriff, weil die Autorin genau meine Generation beschreiben will. Gerade am Anfang gelingt das ganz gut und hat mir ein paar Anregungen gegeben, aber zum Ende hin ist mir zu viel Jammerei aus ihrer spezifischen politischen Ecke inklusive feministischer Phrasen dabei, und beides kann ich überhaupt nicht haben. Zweites Problem: sie beschreibt eben keine Generation, sondern ganz überwiegend den Ausschnitt, den sie selbst kennt, nämlich die Studenten und Absolventen so Mitte 20 bis 30, die damit beschäftigt sind, ihren beruflichen Weg zu ergründen.

11. Christiane Kohler-Weiß: Das perfekte Kind Bibliotheksbuch. Sehr interessant, obwohl es von einer evangelischen Pfarrerin geschrieben wurde (die Ansichten sind nicht immer die, die man erwartet). Das letzte Kapitel zum Thema Glauben habe ich mir mangels Interesse gespart, aber bis dahin fand ich es vernünftig und reflektiert. Was nicht heißt, daß man als Leser nun alles genauso sehen muß, bei ethischen Fragestellungen ist das nun einmal so. Macht aber nichts, das Buch lädt ein, Argumente aufzunehmen und abzuwägen, und so soll’s sein.

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3 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Wieder eine interessante Mischung – und erneut eine Erinnerung, dass ich die Richter-Di-Bücher mal wieder lesen wollte!

    • Kiya said,

      Absolut – ich bin der „Larpzeit“, die ich normalerweise nicht besonders interessant finde und nur aus Langeweile bei einem Bekannten durchgeblättert hatte, immer noch für die Buchvorstellung dankbar 🙂

      Deprimierend, daß solche Reihen so wenig bekannt sind, während sich die Hauptzielgruppe historischer Romane lieber mit Wanderhuren-Titeln schmückt…

      • Winterkatze said,

        Die Wanderhure wirft eben nicht mit so vielen fremdartigen Dingen um sich und ist viiiiiel emotionaler geschrieben! *seufz*

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