[Review] Dezember-Lektüre

Januar 4, 2015 at 11:43 (Review)

Dezember war ein schöner Lesemonat für mich. Das lag zum Beispiel am Adventslesen, aber auch an den arbeitnehmerfreundlich gelegenen Feier- in Verbindung mit einigen Urlaubstagen 🙂 Ich habe mir einige Bücher in den Kopf gesetzt, die ich noch 2014 beenden wollte. Das hat ziemlich gut geklappt, ging allerdings auf Kosten der Challenges, die ich im Dezember schlicht komplett ignoriert habe (vom Adventsbuch „Krampus“ einmal abgesehen). Ich war in Krimi- und Kinderbuchlesestimmung, wie man an den gelesenen Büchern sehen kann.

Da ich mich zu vielen Büchern schon während des Adventslesens oder im Jahresrückblick geäußert habe, schreibe ich nicht zu jedem Titel etwas.

Challenges:

– Meine Lesevorhaben: …

– Rory Gilmore Challenge: …

– Winterbücher: …

– Bücher-Bingo: …

1. Judith Merchant: Loreley singt nicht mehr (Jan & Edith Seidel 2)

Highlight der Reihe bleibt die toughe Oma des Polizisten Jan Seidel. Sie rettet die „Loreley“ für mich vor dem Mittelmaß, denn insgesamt fand ich die Fortsetzung etwas schwächer als „Nibelungenmord“: für meinen Geschmack zu viele Beziehungskisten und ermüdende Debatten über Frauenrollen stehen im Mittelpunkt.

2. Gareth P. Jones: Constable & Toop

3. Catherynne M. Valente: The Girl who fell beneath Fairyland and led the Revels there (Fairyland 2)

Das dunkle Gegenstück zu Fairyland Above oder auch dem ersten Teil der Reihe. In Fairyland Below regiert Hallowe’en und tummeln sich die Schatten. Ebenso schön geschrieben wie der Vorgänger und voller eigenwilliger Wesen – Spetember trifft zum Beispiel den Duke of Teatime, die Vicereine of Coffee und den Night-Dodo Aubergine. Sehr interessant fand ich auch die Goblin Economicks und Questing Physicks.

4.-5. Maya Seidensticker: Röhrenjeans und Schulterpolster / Minirock und Flower-Power (we love fashion 1+2)

Ich habe den kommenden dritten Teil entdeckt (20er Jahre!) und habe zur leichten Unterhaltung vorher diese beiden Bände bestellt. Kurz: zwei Schwestern, Schülerinnen an einer Modeschule, können gemeinsam in die Vergangenheit reisen, hier in die 80er und in die 60er. Kurz und ohne großen Tiefgang, aber mit interessanten Einblicken in die entsprechenden Jahrzehnte, die sich tatsächlich nicht nur auf Mode beschränken. In den 60ern besuchen Lucy und Hanna zum Beispiel Woodstock, ein Beatles-Konzert und eine Mondlandungsparty.

6. Charles Gilman: Professor Gargoyle (Lovecraft Middle School 1)

Ich konnte dem Thema der Reihe und dem Cover nicht widerstehen. „Professor Gargoyle“ ist ein dünnes Buch mit vielen typischen Middle School-Themen und funktioniert wohl auch wirklich am besten für diese Altersgruppe, aber es hat mich mit seinen Mythos-Anleihen durchaus amüsiert.

7. Brom: Krampus

8. Michael Buckley: The Problem Child (Sisters Grimm 3)

Lust auf „Once Upon A Time“ mit einer Prise „Fables“ für Kinder? Die Grimm-Akten (unter diesem Titel wurden die ersten beiden Bände übersetzt) bzw. die Sisters Grimm Sabrina und Daphne sind als Nachfahren der Brüder Grimm zusammen mit ihrer Großmutter als Märchendetektive in Ferryport Landing unterwegs. Mir gefällt die Reihe, die auch mit schönen Illustrationen punkten kann, immerhin so gut, daß ich nun nach einigen Jahren Pause auf Englisch weiterlese.

9. Jeffery Deaver: Der Knochenjäger (Lincoln Rhyme 1)

10. Ursula Poznanski: Fünf (Kaspary & Wenninger 1)

Ich hätte es nicht direkt nach Deaver lesen sollen, „Fünf“ hält dem Vergleich schlicht nicht stand, schon was den Recherchestandard angeht. Ich mochte sowohl „Erebos“ als auch „Saeculum“ bis auf den jeweiligen Schluß recht gerne – vermutlich funktionieren sie besser, weil keine professionellen Ermittler handeln. In „Fünf“ stolpern sich die Polizisten lähmend langsam und ahnungslos durch den Plot, reagieren nur und spielen die Spielchen des Täters mit, ohne ihm je voraus zu sein. Insbesondere Protagonistin Beatrice Kaspary wirkt hilflos, überfordert und inkompetent in einem; zudem reagiert sie fortwährend unprofessionell und sozial unangemessen. Was mir gefallen hat, war der unverbrauchte Geocaching-Hintergrund – Poznanskis dritte Variante des Themas Spiel 🙂 Trotzdem: ich war enttäuscht, werde aber die Fortsetzung noch lesen, weil mich das Thema wieder interessiert. Sollten die Figuren sich darin aber nicht ein bißchen am Riemen reißen, lasse ich die Reihe danach bleiben. Ach ja: inklusive Hauptfigur-in-Gefahr-und-Täter-enthüllt-alles am Ende. Leider wenig überraschend.

11. Maris Putnins: Die wilden Piroggenpiraten

Toll, mal ein Buch von einem lettischen Autoren übersetzt zu bekommen – sollte man durch einen Buchkauf unbedingt unterstützen, vor allem bei einer so schönen und liebevoll erdachten Geschichte. Das Besondere an dem Piratenabenteuer sind die handelnden Backwaren rund um die entführte Mohnschnecke, den mutigen Pelmen, den verliebten Eclair und viele andere.

Link zur Leseprobe und zu den Rezepten („Helden zum Nachbacken“)

12. Tone Almhjell: The Twistrose Key

Die Autorin erschafft mit Sylver eine besondere Welt voller phantastischer Orte mit Namen wie Cracklemoor und Peppersnap Nook, die im Gedächtnis bleibt. Lindelin Rosenquist und „Petling“ Rufus (in Sylver leben die verstorbenen, einst geliebten Haustiere) sind auf der klassischen Reise, um eine fremde Welt zu retten, aber diese Variante des Themas ist wirklich einfallsreich ausgestaltet. Die Stimmung ist frostig, das Buch für die Lektüre zur Winterzeit wärmstens empfohlen.

13. Petra Oelker: Die kleine Madonna (Felicitas Stern 2)

Ich kenne den ersten Teil nicht, was aber kein großes Hindernis darstellt. Mich hat das Thema Mord im Klostergarten und überhaupt ein Krimi im Klosterambiente interessiert. Ist in Ordnung (und ich weiß jetzt, woher der Begriff „hohe Kante“ kommt 😉 ), aber plätschert schon ziemlich dahin, und einen guten Teil der Lösung hatte ich auch schon vorher erraten.

14. Giada de Laurentiis: Paris! (Recipe for Adventure 2)

Das Anliegen der Reihe, Kinder mit frischem Essen und Zutaten bekannt zu machen, ist lobenswert. Tatsächlich ist Giada de Laurentiis sonst für ihre Kochbücher bekannt. Die schnell gelesenen Bücher sind aber auch einfach nett zu lesen, und man erfährt durchaus ein wenig über Kochkulturen. Nach Neapel geht es für Alfie und Emilia nach Paris, wo sie unverhofft an einem Kurs zur französischen Küche teilnehmen. Enthält wieder zwei Rezeptkarten (Crêpes & Heiße Schokolade).

15. Thomas/Paul: Winnie the Witch 6-in-1 Collection (Winnie the Witch 1-6)

Mit „Winnie the Witch“, „Winnie in Winter“, „Winnie flies again“, „Winnie’s Magic Wand“, „Winnie’s New Computer“ und „Winnie at the Seaside“. Die letzte Geschichte fand ich nicht mehr so schön, ansonsten aber sehr putzig illustriert. Auf Deutsch heißt Winnie übrigens Zilly 😉

16. Dr. Seuss: How the Grinch Stole Christmas!

17. Tim Burton: The Nightmare before Christmas

18. J.K. Rowling: Harry Potter and the Goblet of Fire (Harry Potter 4)

Am letzten Tag des Jahres habe ich dieses Buch noch beendet – 2014 habe ich also die ersten 4 Bände gelesen (auch eine letzte Doctor Who-Folge wurde übrigens an diesem Tag gesehen, damit habe ich 2014 7 Staffeln komplett geguckt). Der dazugehörige Film ist der, den ich am wenigsten mag, das Buch dagegen ist wie gewohnt sehr, sehr gut. Beim wiederholten Lesen macht es Spaß, auf die vielen kleinen Krabbeltiere zu achten, die über das Buch verteilt auftauchen und erst spät als Rita Skeeter identifiziert werden 🙂 Auch das Ende liest sich, wenn man weiß, was nun alles noch kommt, deutlich intensiver…

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