[Neuzugänge/Buchbilder] London

Oktober 29, 2014 at 20:22 (gekauft)

Es tat mir zwar ein wenig leid, daß ich nicht an den letzten beiden Herbstlese-Wochenenden teilnehmen konnte, aber eine Woche Urlaub in London ist natürlich noch viel besser. Ich war nicht zum ersten Mal in der Stadt, was bedeutet, daß ich die großen Sehenswürdigkeiten bereits gesehen habe und mir einige Dinge ansehen konnte, die nicht ganz so sehr von Touristen überschwemmt sind. Hier einige buchige Eindrücke:

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Cecil Court soll möglicherweise als Inspiration für die Winkelgasse gedient haben. Die Gasse liegt nahe der Charing Cross Road und ist voller kleiner Buchläden und Antiquariate, darunter eine Esoterik-/Okkultbuchhandlung („Watkins“) und ein Kinderbuchantiquariat (mit Dalek an der Decke *g*). Wenn man möchte, kann man dort viel Geld ausgeben, aber auch ganz einfach stöbern und auf Entdeckungsreise gehen (ich habe mehr Zeit dort verbracht als vorher angenommen).

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Flourish&Blotts 😉

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Ich habe den Besuch für einen Abstechner zum „Forbidden Planet“ genutzt und dort auch die meisten Bücher (s.u.) gekauft. Vom Erdgeschoß hatte ich mir etwas mehr versprochen (mit Plastik-Merchandise kann ich nun doch nicht sooo viel anfangen), dafür war der Comic/Fantasy/SF-Buchladen im Untergeschoß wirklich toll.

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Der Highgate Cemetery lohnt sich, insbesondere die Führung durch den Westteil – im Ostteil liegen allerdings mehr bekannte Persönlichkeiten. Hier das Grab von Douglas Adams, dem treue Leser immer wieder Kugelschreiber spenden.

Und das sind die Bücher (und Lesezeichen), die ich gekauft habe. Gut, daß mein Handgepäck am Flughafen nicht gewogen wurde 😉

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A Hedgerow Cookbook / Ley Lines / Poisonous Plants / Native British Trees

Bücher von Wooden Books. Ich kenne die Reihe, die ein etwas spezielles Themenspektrum hat, bereits, und beim Durchblättern fand ich alle vier informativ. Zeichnungen gibt es auf jeder Seite. Wer mag, kann auf der Homepage (Bücher einfach anklicken) Leseproben anschauen.

Complete Etiquette for Ladies

Das kleine Büchlein habe ich spontan für 5 £ im Shop des Highgate Cemetery mitgenommen. Der Text stammt aus dem Jahre 1876 und soll die Damen in korrekter viktorianischer Etikette instruieren; die Kapitel heißen zum Beispiel „Tea Visitors“, „Offers and Refusals“ und „Courtship“.

Chris Riddell: Goth Girl and The Ghost of a Mouse / Goth Girl and the Fete Worse Than Death

Ich habe diese Titel schon seit einer Weile im Blick, wollte aber eigentlich auf die Taschenbücher warten. Bei Waterstones habe ich festgestellt, daß die Hardcover mir auch sehr gut gefallen, weil sie so schön klein und voller Riddell-typischer wunderbarer Illustrationen sind. Den ersten Teil habe ich auf der Reise bereits gelesen.

Dan Abnett: The Silent Stars Go By / Jonathan Morris: Touched By An Angel

Zwei Doctor Who-Romane, die ich im Who-Shop gekauft habe – der zum 11. Doctor und der zu den Weeping Angels (aus der Monster-Reihe). Ich habe auch noch einen wenig Kleinkram gekauft (wenn man schon mal da ist), aber es gibt wirklich ausnehmend teure/häßliche Plastikfiguren, die ich nicht haben muß. Dann lieber die Bücher 🙂

Patrick Rothfuss: The Wise Man’s Fear

Das Buch habe ich schon seit längerem, aber in einer wuchtigen Ausgabe, die nicht zu meinem ersten Teil paßt. Diese paßt – und ist außerdem signiert, ohne deshalb teurer zu sein. Gab’s im „Forbidden Planet“.

Lauren Owen: The Quick

„Forbidden Planet“ die zweite. Es geht um einen geheimnisvollen Club im viktorianischen London, klingt alles sehr gut und habe ich ohnehin auf der Wunschliste gehabt. Die Ausgabe gefiel mir auch, also habe ich es mitgenommen.

Shaun Tan: The Arrival

„Forbidden Planet“ die dritte. Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit in einem Comicladen in Köln entdeckt, konnte mich aber trotz der sehr stimmungsvollen Zeichnungen nicht so recht zum Kauf eines Hardcovers durchringen. Dem Taschenbuch konnte ich nicht mehr widerstehen.

Jeff VanderMeer: Wonderbook

„Forbidden Planet“ die vierte.“The Illustrated Guide to Creating Imaginative Fiction“ lautet der Untertitel, und ich war eigentlich immer der Meinung, dieses Buch nicht haben zu müssen – bis zum Reinschauen. Die Aufmachung hält die Aufmerksamkeit sofort und lädt zum Weiterblättern ein. Ist also für mich eines der Bücher, die man tatsächlich eher im Laden entdeckt als im Internet.

Children’s Dinosaur and Prehistoric Animal Encyclopedia

Mitbringsel aus dem Natural History Museum. Die Dinosaurierausstellung war schön 🙂

Lewis Carroll: Through the Looking-Glass and What Alice Found There

Ich habe das Buch natürlich schon in diversen Ausführungen, aber irgendetwas mußte ich in diesem Kinderbuch-Antiquariat einfach kaufen, und diese Ausgabe mit einer Einleitung von Zadie Smith und Illustrationen von Mervyn Peake hatte es mir angetan.

Highgate Cemetery

Ein kleiner Führer, den ich nach der Tour durch den Westteil mitgenommen habe, mit Bildern, Geschichten, Friedhofssymbolik usw.

Lesezeichen von der Harry Potter Studio Tour, vom Highgate Cemetery, aus dem Sherlock Holmes-Museumsshop und dem Globe Theatre.

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13 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Moment mal! Du fandest diesen Urlaub schöner als zwei Wochenenden Herbstlesen?! Kann ich gar nicht verstehen! All diese Buchhandlungen (ohhh, Flourish&Blotts) – wer will denn da schon rein? 😉

    Na gut, es klingt nach einem netten Urlaub und bei deiner Handgepäckbemerkung musste ich schmunzeln – so ging es mir bei meinem USA-Urlaub auch. Schön, dass du die Zeit so genossen hast und (wie immer) viel Spaß beim Lesen! 🙂

    • Kiya said,

      Der Gedanke, daß es bestimmt weitere Lesewochenenden geben wird, hält mich aufrecht 😉

      Bei einem USA-Urlaub ist das bestimmt noch schlimmer – dort findet man ja noch mehr, was man hier nicht ohne weiteres bzw. zum selben Preis bekommt. Eigentlich hätte ich viele der obigen Bücher auch ganz normal über das Internet kaufen können, aber so habe ich die Erinnerung an die Orte dazu 🙂

      • Winterkatze said,

        Aber es dauert doch bestimmt noch Wochen bis zum nächsten Lesewochenende! (Hast du gesehen, dass Ariana wieder das Adventslesen macht?)

        Vor allem war ich in den USA, als man in Deutschland nur sehr schlecht und sehr teuer englische Bücher bekommen konnte. Ich habe dort mit großer Freude lauter Romane von meinen Lieblingsautoren entdeckt, die es nie ins Deutsche geschafft haben. 😀

  2. Kiya said,

    Oh – nein, habe ich noch nicht. Muß gleich mal schauen gehen… Diese Woche war etwas hektisch, ich habe noch nicht wieder alle Blogs gesichtet 🙂

    Ich bin wirklich froh, daß man heute so unkompliziert Dinge aus so vielen Ländern beschaffen kann. Wobei viele deutsche Buchhändler über die Entwicklung wahrscheinlich nicht so glücklich sind…

    • Winterkatze said,

      Och, mein Buchhändler bekommt von mir auch meine englischen Bestellungen. Da dauert es zwar länger und ist einen Tick teurer als z.B. bei Amazon, aber ich fühle mich wohler damit.

      Aber so grundsätzlich ist es wirklich fantastisch. Früher mussten wir immer Leute finden, die z.B. Sachen aus Asien importierten und dann monatelang warten – und konnten nicht sicher sein, dass die gewünschten Dinge auch dabei waren -, während man jetzt eigentlich fast alles direkt bestellen kann und es innerhalb von zwei Wochen in den Händen hält.

      • Kiya said,

        Das hab ich bei Thalia auch mal versucht – mit dem Erfolg, daß sie im Laden einen Preis nach Tageskurs oder was weiß ich verlagen, jedenfalls nicht den, zu dem ich das Buch bestellt habe (sondern immer teurer). So kann man natürlich auch sicherstellen, daß niemand bei einem englische Bücher bestellt…

        Thema Asien: mein Freund erinnert sich noch daran, wie er früher versucht hat, Manga-Importe oder Soundtracks oder solche Dinge zu bekommen, bevor es das alles so einfach gab – abenteuerlich 😉

      • Winterkatze said,

        Du könntest es mal bei Osiander versuchen. Was auf Lager ist z.B. die Harry-Dresden-MassPaperbacks bekommt man innerhalb von zwei Tagen, alles andere dauert schon ein paar Wochen, weil es direkt beim Importeur besorgt wird, aber dafür bekommt man es zum online angegebenen Preis und umsonst ins Haus geschickt.

        Oh ja, das war wirklich eine lustig Zeit. Wir hatten zum Glück irgendwann einen Typen gefunden, der die meisten Sachen über Hongkong importierte, aber da war es auch ein bisschen ein Glückspiel, ob man bei Anime Original-DVDs bekam oder nicht. 😉

  3. Neyasha said,

    Eine tolle Ausbeute und sehr schöne Lesezeichen! Cecil Court erinnert wirklich an die Winkelgasse. 🙂
    Hach ja, ich will auch mal wieder nach London. Und du hast die Harry Potter Studio Tour gemacht? *neeeiiiid*

    • Kiya said,

      Ja, wenn ich schon einmal da war, wollte ich die Studio Tour unbedingt mitnehmen, auch wenn sie wirklich sehr teuer ist (zu zweit haben wir alles in allem 118 £ bezahlt, auch wenn da natürlich die Busfahrt dabei ist…). War aber wirklich toll, vor allem die Winkelgasse!
      Eine kleinere Ausstellung scheint es übrigens momentan in Köln zu geben – falls du da in den nächsten Monaten vorbei kommen solltest 😉

  4. Kathrin said,

    Oh, da hast du ja ordentlich eingekauft! 😀 Die Lesezeichen sind toll – mir gefällt vor allem das „Oh, put me in thy book“!

    Danke für den Tipp mit „Forbidden Planet“ – den Shop muss ich mir unbedingt für meinen nächsten London-Trip merken (der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt 😉 ).

    Ich staune ja immer wieder, dass in den Londoner Buchhandlungen und Comicläden so viele signierte Bücher verkauft werden – wir haben 2012 auch eine signierte Graphic Novel ergattert. Hier in Deutschland sieht man so etwas ja doch sehr selten – andererseits ist es natürlich etwas Besonderes, wenn man sein signiertes Exemplar eines Buches mit einer Lesung oder ähnlichem verbindet und so immer eine Erinnerung hat.

    • Kiya said,

      Lesezeichen benutzt man einfach lange, deshalb nehme ich die gerne zur Erinnerung an Orte mit 🙂 Vor allem, weil ich nicht so der Nippes-Typ bin…

      Das Forbidden Planet lohnt sich tatsächlich mal – und die signierten Bücher stehen einfach zwischen den anderen Titeln herum, also nicht auf einem extra Tisch oder so.
      Wahrscheinlich bekommt man sie in London so häufig, weil die Autoren eben öfter mal vorbeikommen. Signierte Exemplare von teilweise auch im Internet, wenn man möchte.

  5. Ariana said,

    Hach, der Forbidden Planet, da bekomme ich ganz nostalgische Gefühle. Mein letzter Besuch dort war nämlich vor 16 Jahren. Warum ich dieses Jahr im Mai während unserer London-Woche nicht dort war, verstehe ich gar nicht – hätte gut zu meiner Tour durch die Buchläden gepasst …

    Ich hatte übrigens das Glück, dass wir mit British Airways geflogen sind und bei denen das Handgepäck genauso schwer sein darf wie die aufgegebenen Koffer (also 23 kg). Mein Büchertrolley, den ich extra zu diesem Zweck quasi leer mitgenommen hatte, wog am Ende des London/Hay-on-Wye-Urlaubs immerhin 12 kg und außer Büchern (21 Stück insgesamt) war nix drin. 😉

    • Kiya said,

      Es gibt eben so viele Möglichkeiten in London, da kann man sogar den Forbidden Planet mal vergessen 😉 Beim nächsten Mal!

      23 kg *träum* Wir sind mit Ryanair geflogen, die ja gerne jedes zusätzliche kg ganz böse in Rechnung stellen…

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