[Review] August-Lektüre

September 4, 2014 at 22:38 (Review)

Ich finde, daß ich im August ziemlich viele Mädchen-Bücher gelesen habe (gerade mal drei männliche Autoren dabei) – liegt vielleicht an der Jahreszeit. Leider habe ich keines der Sommerstapelbücher mehr geschafft, obwohl ich „Mothstorm“ weitergelesen habe (nur eben nicht beendet).

In Hinblick auf Challenges hat mich vor allem die Rory Gilmore Challenge beschäftigt – ich stelle immer wieder fest, daß sich in der Liste ganz viel entdecken läßt, was ich nicht von Anfang an auf dem Schirm hatte. Insbesondere gibt es viele Bücher, die in Deutschland nicht so sehr bekannt sind. Bei mir wirkt sich das übrigens so aus, daß ich diese Entdeckungen zwar kaufe, aber erst in einiger Zukunft lese. Hm. Es könnte sich jedenfalls lohnen, die Komfortzone zu verlassen und diese Titel kennenzulernen – offenbar sind aber viele Leser versucht, sich zunächst an die sichere Wahl zu halten und etwa Austen, Shakespeare, Dickens, Ruiz Zafón oder Kafka zu lesen. Ich nehme mich da nicht aus, hoffe aber, an der Challenge lange genug teilzunehmen, um darüber etwas hinauszugehen.

Challenges:

– Meine Lesevorhaben: „Northanger Abbey“

– Rory Gilmore Challenge: „Northanger Abbey“

– Sommerbücher: …

– Bücher-Bingo: „Nortanger Abbey“ + „The Marvelous Land of Oz“

1. Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen (Joachim Vernau 1)

Nach dem zweiten habe ich den ersten Teil gelesen – mache ich selten, aber „Die 7. Stunde“ hat mich zufällig zuerst interessiert. Bei „Das Kindermädchen“ war ich mir thematisch nicht so sicher, aber der Krimi ist wirklich gut. Ich mag die Anwälte als Charaktere und habe nebenbei ein wenig über einen historischen Aspekt gelernt, der mir noch unvertraut war (Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg).

2. Jane Austen: Northanger Abbey

3.-4. L. Frank Baum: Oz ~ The Complete Collection Volume 1 / Little Wizard Stories of Oz (Wizard of Oz 2-3 + Short Stories)

5. Sara Shepard: Unbelievable (Pretty Little Liars 4)

Damit habe ich den ersten Schuber abgeschlossen. Ein Handlungsstrang endet, das heißt, A wird enttarnt (die Raterei im Vorfeld hat mir allerdings noch mehr Spaß gemacht 😉 ). Leicht und immer noch spannend – ich kann mir allerdings noch nicht recht vorstellen, daß das Konzept sich über 16 Bände trägt; aber den nächsten Schuber werde ich noch lesen (und danach entscheiden).

6. Kerstin Gier: Silber ~ Das zweite Buch der Träume (Silber 2)

Ich war vom ersten Buch weniger begeistert als von der Edelstein-Trilogie, und dieser Eindruck bestätigt sich. „Das zweite Buch der Träume“ ist leider merklich ein Mittelband, in dem nicht allzu viel geschieht und der weitgehend von Giers lockerem Schreibstil getragen wird, der auch die alltäglichsten Geschehnisse unterhaltsam werden läßt. Der Leser folgt Liv, Mia und den weiteren Personen wieder auf ihren chaotischen Wegen in und außerhalb von Träumen (die Traumwelt finde ich immer noch toll). Außerdem bringe ich die männlichen Charaktere nicht mehr so sehr durcheinander wie im Vorgänger. Trotzdem fehlen Substanz und größere Entwicklungen. Secrecy ist wieder mit dabei, erinnert mich aber irgendwie an A aus Pretty Little Liars, nur weniger interessant.

7. Lemony Snicket: The Reptile Room (A Series of Unfortunate Events 2)

Wer kennt sie nicht, die Geschwister Baudelaire? „The Bad Beginning“ habe ich schon vor Jahren gelesen und wollte schon lange wissen, wie es weitergeht. Ich habe das Buch als Nachttischlektüre genutzt und daher langsam gelesen, immer wieder ein paar Seiten. Ein großer Pluspunkt der ganzen Reihe sind die kauzigen Illustrationen. Und ab und zu lernt man sogar eine neue Vokabel (so man auf Englisch liest).

8. Emilie Richards: Mrs. Wilcox und der Jahrmarkt der Eitelkeiten (Mrs. Wilcox 4)

Der letzte übersetzte Band der Reihe (es gibt noch einen, der nicht übersetzt wurde, den ich aber wohl nicht mehr lesen werde). Alles in allem haben sich die vier Bücher jedenfalls gelohnt, auch wenn ich beim Krimiteil immer wieder Abstriche machen mußte. Dafür ist der Autorin etwa die Darstellung des Familienlebens von Pfarrersfrau Mrs. Wilcox sehr gut gelungen. „Der Jahrmarkt der Eitelkeiten“ hat mit einer Art religiösem Zirkus ein Thema, mit dem ich etwas gefremdelt habe, aber die Handlung konzentriert sich zum Glück nicht zu stark darauf.

9. Shannon Hale: Austenland

Im Nachgang zu „Northanger Abbey“ habe ich gleich noch „Austenland“ abgeschlossen, seicht, aber nicht schlecht, wenn man in passender Stimmung ist, und jedenfalls besser geschrieben als einige andere Genretitel (Shannon Hale eben). Ich hatte beim Lesen jedenfalls meinen Spaß – vor allem mit den kurzen Rückblicken auf vergangene Liebschaften zu Beginn eines Kapitels. Vom Schluß sollte man natürlich nicht zu viel Originalität erwarten.

10. Sebastian Schnoy: Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt

Bibliotheksbuch. War mal ein Versuch mit dem Autor, der europäische Geschichte ordentlich nach nationalen Errungenschaften gegliedert und in unterhaltsamer Form vermittelt, und zwar „ohne Kriege“. Manchmal schießt der Humor übers Ziel hinaus und wird albern, aber es gibt auch gute und informative Stellen. Insgesamt lieber leihen als kaufen.

11. Jill Murphy: The Worst Witch to the Rescue (Worst Witch 6)

Letzter Teil der Worst Witch-Reihe (okay, seit letztem Jahr gibt es noch ein siebtes Buch, aber das gehört für mich irgendwie nicht mehr richtig dazu). Es sind Kinderbücher, die ich wirklich gern gelesen habe, aber das Schema ist letztlich immer ähnlich (Pechvogel Mildred im Schlamassel, wobei sich am Ende natürlich alles zugunsten der angehenden Hexe wendet), weshalb ich die Bücher auch nicht zum direkt hintereinander lesen empfehlen würde. Wer Lust hat, kann Harry Potter-Vergleiche wagen (aber solche zu entdecken hat mir bei Enid Blytons Dolly-Reihe viel mehr Freude bereitet…). Sehr charmante Illustrationen der Autorin!

12. Jessica Spotswood: Cate (Töchter des Mondes 1)

Bibliotheksbuch. Ich mochte die Leseprobe und habe die Reihe nun schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste, konnte mich bisher aber nicht zum Kauf durchringen. Es geht um drei Schwestern, die ihre Hexenkräfte entdecken. Der Hintergrund (Hexen, deren Herrschaft niedergeschlagen wurde, versus religiöse Bruderschaft; Kulisse des 19. Jahrhunderts in Neuengland) interessiert mich und wird sicherlich noch ausgebaut. Stimmungsvoll, aber YA-typisch leider ohne viel Tiefe (die Liebesgeschichte wirkt ein bißchen obligatorisch).

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5 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Ich habe leider nie alle Bände der „Worst Witch“-Reihe in die Finger bekommen, mochte aber die bislang gelesenen sehr gern. Da mag ich sogar die TV-Serie – und das passiert mir bei Buchverfilmungen ja sehr selten. 😉

  2. Kiya said,

    Die Taschenbücher kosten im Moment teilweise nur 4 € – da kann man wirklich nicht viel falsch machen 🙂

    Und durch die Bücher habe ich auch Lust auf die Serie bekommen und mir die ersten zwei Staffeln besorgt (nachdem Staffel 2 nun nach langer Wartepause doch noch auf DVD herausgekommen ist). Wußte vorher gar nicht, daß es eine britische Serie ist 🙂

  3. Winterkatze said,

    *seufz* Sag mir so was doch nicht! Ich halte das mal im Hinterkopf … (Diesen Monat habe ich meinen Etat eigentlich schon ausgeschöpft. :D)

    Die Serie lief vor einigen Jahren in irgendeinem Kinderprogramm, keine Ahnung, welcher Sender das war. Darüber habe ich die entdeckt und dann auch die Bücher in der Bibliothek aufgetrieben.

  4. Kiya said,

    So was wie ein Buch-Etat klappt bei mir nie. Finde ich sehr bewundernswert, wenn das bei anderen funktioniert 😉

    Ich habe mir gestern gleich noch eine „Worst Witch“-Folge angeschaut. Manche Folgen beziehen sich offenbar auf Geschichten der Bücher, andere sind für die Serie erfunden worden, fügen sich aber gut ein. Ich war überrascht, daß es sogar insgesamt 4 Staffeln gab.
    Spätere Episoden spielen nicht mehr an Miss Cackle’s Academy for Witches, sondern auf dem Weirdsister College (man kann sich bei Youtube einen Eindruck verschaffen).

  5. Winterkatze said,

    Naja, der Buch-Etat ist auch ein Versuch den SuB in Grenzen zu halten. Wenn ich jetzt noch das mit den Bibliotheksausleihen in den Griff bekäme. 😀

    Bei den College-Folgen bin ich damals eingestiegen und dann kamen zum Glück die ersten Staffeln in der Wiederholung. Aber danach habe ich die Serie nie wieder gesehen. Viel Spaß beim weiteren Schauen! 🙂

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