[Ich lese] Japan: Manga, Ikebana, Schafe und Kami

Juli 14, 2014 at 17:09 (Ich lese)

Obwohl der Japanisch-Unterricht momentan etwas eingeschlafen ist, habe ich momentan in erster Linie Bücher zum Thema Japan zu lesen begonnen und sogar wieder mal Lust bekommen, einige Manga zu erwerben 🙂

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Ich habe früher so gut wie keine Manga gelesen, aber in den letzten Jahren nach und nach einige Reihen entdeckt, die mir gefallen. Dabei liegen mir offenbar düstere bzw. lustige Manga mehr als romantische oder Actionmanga. Mit „Soul Eater“ habe ich jedenfalls gerade sehr viel Spaß (schon das erste Bild hat mir gefallen – mag den Mond*). Zu „B.A.D.“ kann ich noch nicht so viel sagen, außer daß ich einer Detektei für übernatürliche Fälle nun mal nicht vorbeigehen konnte 😉

Ziemlich weit bin ich schon in „Verdächtige Geliebte“ (dessen Titel ich immer wieder mit „Gefährliche Geliebte“ durcheinanderbringen, auch wenn ich das nicht einmal besitze) – ich habe mir das Aufeinanderprallen der Geiseskräfte von Ishigami und Yukawa ein wenig spannender vorgestellt. Das Buch gefällt mir, entwickelt sich aber langsamer als gedacht und ist tatsächlich eine eher ruhige Kriminalgeschichte.

Der zweite Krimi auf dem Bild ist „Bittere Mandelblüten“, dritter Band der Rei Shimura-Reihe, der diesmal im Dunstkreis einer Ikebana-Schule spielt. Interessant, weil das so ein Thema ist, mit dem ich mich überhaupt nicht auskenne. Ich bin etwas irritiert davon, daß der Klappentext einen „rasanten Krimi voller Witz und Erotik“ anpreist – das Tempo ist auch hier recht gemächlich, und Erotik kam bisher auch nicht vor. Stattdessen wieder viel japanische Lebenswelt aus Sicht der amerikanisch-japanischen Protagonistin.

„Ink“ habe ich vom Lesestapel weggelesen (auf dem es ungefähr ein Jahr lang lag *hust*) – dafür bin ich aber passend zum Erscheinen der Fortsetzung „Rain“ fertig geworden, in der ich also gleich weiterlesen kann. Ich hoffe endlich auf eine Vertiefung der Kami-Thematik. Übrigens zeigt auch diese Reihe eine Hauptfigur, die als Ausländerin nach Japan kommt.

Und schließlich darf wieder mal Murakami nicht fehlen – weil er ohnehin auf meinem Sommerstapel vertreten war. „Wilde Schafsjagd“ ist schon 1982 erschienen, könnte sich also deutlich von „Mister Aufziehvogel“, das ich zuletzt von ihm gelesen habe, unterscheiden. Der Anfang spielt jedenfalls in den 60er/70er Jahren.

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8 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    „B.A.D.“ beginnt etwas seltsam, fand ich, aber nach dem zweiten Kapitel kommt die Geschichte so langsam in Fahrt. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass man da doch mehr als einen Zweiteiler hätte machen können.

  2. Kiya said,

    Okay, also sollte ich nicht gleich aufgeben, falls der Anfang komisch ist… Ich bin etwas zwiegespalten bei Zweiteilern: einerseits nicht schlecht, wenn es keine Endlosreihe wird – andererseits möchte man bei einer schönen Geschichte auch etwas mehr lesen…

  3. Winterkatze said,

    Ich denke, dass sich etwas Geduld da lohnt. Nach dem ersten Kapitel fand ich das alles nur noch seltsam, aber je mehr ich las, desto neugieriger wurde ich auf die Hintergründe. Ich finde Zweiteiler eigentlich auch angenehm. Es gibt tolle lange Reihen, aber finanziell gesehen sind die immer ein Risiko, und beim Antesten bin ich bei den kurzen Sachen auch „mutiger“. Aber „B.A.D.“ ist ja die Mangaumsetzung einer Romanreihe, da ist es – meinem Gefühl nach – immer schwierig genug zu erzählen und ausreichend Hinweise in die Zeichnungen einzubauen, damit der Leser auch alle relevanten Elemente der Geschichte mitbekommt.

  4. nebelmade said,

    Lustige Japan-Koinzidenz auf unseren Blogs… *hihi* (Ich schreib grad an einer Murakami-Rezension zu 1Q84 – mal sehn, wann ich die fertigkriege.) Und das Bild mit dem Mond ist doch wirklich zuuuuu schön. *grins*

  5. Kiya said,

    @ Winterkatze: Ich glaube, ich mag so mittellange Reihen (wie „Death Note“ mit 12 Bänden). Bei längeren Reihen kann es auch sein, daß ich sie abbreche – oder vielleicht eher unterbreche; wer weiß, vielleicht will ich doch irgendwann weiterlesen… („Vampire Knight“ ruht zum Beispiel schon einige Jahre)
    „B.A.D.“ ist Umsetzung einer Romanreihe? Interessant! Kann man die als Japanisch-Unkundiger irgendwo lesen?

    @ nebelmade: „1Q84“ habe ich noch nicht mal angefangen… Hast du schon beide Bücher gelesen?
    Nicht wahr @Mond? 🙂 Die Sonne ist aber mindestens genauso toll, vor allem wenn sie abends zu gähnen beginnt…

  6. natira said,

    *g* Ich habe meinen Blogpost zu „Verdächtigte Geliebte“ auch immer wieder korrigieren müssen, weil ich den Murakami-Titel im Kopf hatte. 😀

    „Wilde Schafsjagd“ habe ich vor ein paar Jahren mal gelesen und der Titel war mir etwas zu schräg. 😉

  7. Kiya said,

    „Verdächtige Geliebte“ habe ich heute übrigens beendet 🙂 Interessantes Ende… und irgendwie habe ich bei der Auflösung ab und zu an Agatha Christie denken müssen, die hätte sich etwas ähnliches ausdenken können.

    Ich bin noch nicht so weit bei „Wilde Schafsjagd“, um dazu ein sicheres Urteil abgeben zu können. Aber die schrägen Titel sprechen mich bei Murakami immer grundsätzlich mehr an als die romantischen 😉

  8. natira said,

    Ich überlege ja immer noch, ob ich mir die Neuübersetzung von Naokos Lächeln besorgen sollte. 😉

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