[Review] Mai-Lektüre

Juni 17, 2014 at 19:49 (Review)

Hm. Immerhin habe ich den Beitrag noch fertig bekommen, bevor der Juli beginnt…

Ich habe besonders in der ersten Maihälfte viel gelesen, was aber für einen insgesamt guten Schnitt noch reicht. Dafür hat es mit dem SuB-Abbau eher gehapert 😉 Richtig gut bin ich mit meinem Frühlingsstapel vorangekommen, der inzwischen ja schon dem Sommerstapel gewichen ist. Durch den Äethercircus habe ich kurzzeitig Lust auf Steampunk bekommen (klar), wobei ich in dieser Richtung im Mai noch nichts fertig gelesen habe.

Challenges:

– Meine Lesevorhaben: „Der viktorianische Vibrator“ gelesen.

– Rory Gilmore Challenge: … (es ist übrigens nicht so, daß ich nicht dran bleibe – ich quäle mich noch durch Spinozas „Ethik“, wovon ich mir wirklich mehr versprochen hatte)

– Frühlingsbücher: „Agatha Raisin“, „Das Schmetterlingsmädchen“ und „Everlasting“ gelesen 🙂

– Bücher-Bingo: habe das „Lexikon der populären Ernährungsirrtümer“, „Hyperbole and a Half“, „Everlasting“ und „Das Jahrhundertkind“ in’s Bingo aufgenommen.

1. Ben Aaronovitch: Der böse Ort (PC Grant 4)

Jeder Band steht unter einem bestimmten Thema – diesmal ist es Architektur, so daß man einige interessante Theorien zum Thema magische Gebäude erfährt. Ich mag die Reihe inzwischen sehr gern und freue mich immer auf die neuen Teile – allerdings bleiben sie mir immer nur in guter, nie in sehr guter Erinnerung. Leider kein afrikanisches Essen dabei diesmal 😦

2. Damian Dibben: Jake Djones und die Hüter der Zeit (Jake Djones 1)

Endlich mal wieder etwas von meinem Lesestapel beendet 🙂 War okay und ich spiele mit dem Gedanken, die Reihe bei Gelegenheit weiterzulesen. Man sollte sich aber bewußt sein, daß die Vermittlung historischer Details hier bestenfalls am Rande stattfindet. Da bietet die „Akademie der Abenteuer“ mehr.

3.-4. Frank M. Reifenberg: Die Schattenbande legt los! / Die Schattenbande jagt den Entführer (Schattenbande 1/2)

Kinderkrimis, die sich deutlich klassisch anfühlen, nicht nur weil sie in den 20er Jahren spielen. Protagonisten sind eine Bande Straßenkinder. Viele Zeichnungen – im Stil etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus passend. Habe ich sehr gerne gelesen (deshalb auch den zweiten Teil gleich angeschlossen).

5. Frank Patalong: Der viktorianische Vibrator

6. Holly-Jane Rahlens: Everlasting

Ziemlich kitschiges Cover – ich hatte aber gehört, daß „Everlasting“ ganz gut sein soll und habe es dann doch als Mängelexemplar mitgenommen. Es las sich tatsächlich ziemlich gut – ich mochte, wie man anhand von Elianas Tagebüchern gemeinsam mit Finn verfolgt, wie sie erwachsen wird. Natürlich ist die Liebesgeschichte zentral, hat mich aber überwiegend nicht gestört.

7. M.C. Beaton: Agatha Raisin and the Potted Gardener (Agatha Raisin 3)

Mal sehen, wie weit ich mit der Reihe komme, die offenbar bereits weit mehr als 20 Bände hat (die ersten sind jüngst übersetzt worden, haben aber unangemessen düstere Cover erhalten). Agatha Raisin ist nach wie vor eine amüsante Protagonistin, die sich von anderen Hobby-Ermittlerinnen doch ein wenig abzuheben vermag. Die Fälle sind in Ordnung und ich möchte auf jeden Fall noch einige lesen, könnte mir aber vorstellen, daß auf Dauer zu wenig Abwechslung herscht.

8.-10. Stephanie Lehmann: Vintage Love / Laura Moriarty: Das Schmetterlingsmädchen / Philip Sington: Das Einstein-Mädchen

11. Preston/Child: Formula (Pendergast 3)

Einige Szenen klangen fast ein wenig nach Lovecraft-Einflüssen, zumal ein Charakter Leng heißt… Mir gefällt, wie Reihe und Charaktere sich entwickeln und die einzelnen Teile unterschiedliche Themen aufgreifen – hier die Kuriositätenkabinette. Außerdem wie immer sehr spannend. Der Schreibstil ist dagegen wie gehabt durchschnittlich.

12. Allie Brosh: Hyberbole and a Half

Tolles Buch. Nicht nur, weil es überwiegend wahnsinnig lustig ist, sondern gerade auch, weil es zwischendurch ernste Untertöne gibt, etwa wenn Allie Brosh ihre Depression sehr eindringlich in ihren Bildergeschichten verarbeitet. Kann ich sehr empfehlen (für meinen Geschmack gibt es etwas zu viele Kapitel, die sich mit Hunden befassen, aber selbst die habe ich gerne gelesen). Beeindruckend, wie viel Ausdruck die Autorin ihren einfachen Comicwesen zu geben vermag.

13. Hans-Ulrich Grimm: Chemie im Essen

Über die Grundlagen der Bösartigkeit von Zusatzstoffen wissen wir ja nun alle Bescheid, in den Details kenne zumindest ich mich allerdings nicht so aus. Bei Ratgebern dieser Art muß man immer sehr filtern, weil sie offenbar immer zu einem reißerischen Tonfall neigen. Trotzdem kann man sich einige interessante Informationen entnehmen. Nützlich ist hier vor allem das enthaltene Lebensmittel-Zusatzstoff-Lexikon zum Nachschlagen.

14. Pollmer/Warmuth: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer

Pollmer war amüsant, weil er sehr ideologisch gegen die üblichen Ernährungsideologien schießt 😉 Das Buch ist nach Themen alphabetisch geordnet, wobei manche Dinge schon länger bekannt sind, andere dagegen bei Lesern Entrüstung hervorrufen. Auch hier gilt: mit Vorsicht genießen und an der Polemik vorbeilesen.

15. Ralf Isau: Das Jahrhundertkind (Kreis der Dämmerung 1)

Ralf Isau hat eine bestimmte Art zu schreiben, die man wohl entweder mag oder eben nicht. Bei mir schwankt es; manchmal kann er ziemlich moralisch daherkommen, was mich ungeduldig macht, aber er hat auch immer wieder gute Ideen. „Das Jahrhundertkind“ ist der erste von vier Teilen der Reihe „Kreis der Dämmerung“, die das ganze 20. Jahrhundert umspannen wird. Große Teile des Buches spielen in Japan, was mir sehr gut gefallen hat, doch der Plot führt die Charaktere durch die ganze Welt.

16. Martin Clauß: Fluch der Liebe (Falkengrund 3)

eBook. Eigentlich schade, daß die Episoden so kurz sind, aber so läßt sich hin und wieder ein Stückchen Falkengrund an einem langen Arbeitstag durchlesen… Bekannte Figuren der Okkult-Akademie-Reihe werden näher beleuchtet, und die Handlung des zweiten Teils wird fortgesetzt, aber ich habe trotzdem das Gefühl, erst kleine Einblicke erhalten zu haben. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt jedenfalls.

17. Boris Pfeiffer: Das Erbe des Rings (Akademie der Abenteuer 4)

eBook. Ich habe jahrelang darauf gewartet, daß das Buch endlich erscheint, weil ich mit den ersten drei Teilen viel Spaß hatte. „Das Erbe des Rings“ ist nun bei einem anderen Verlag erschienen und mit anderem Cover. Es war schön, einen Abschluß zu haben, aber ich war nicht so begeistert wie in der Vergangenheit – zum einen, weil der Plot zu wenig Überraschungen bot, vieles sich genau so entwickelte, wie es sich bereits angedeutet hatte, und zum anderen, weil mir das biblische Thema nicht so lag.

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3 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Uff, du hast ja wieder einiges geschafft (und ja, mir ist bewusst, dass vieles davon nicht im Mai angefangen wurde, trotzdem ist dein „Durchlauf“ beachtlich).

    Pollmers Bücher finde ich auch immer interessant, kann sie aber nur mit großen Abständen und häppchenweise lesen, weil er eben doch etwas zu Übertreibungen neigt, wenn er seinen Standpunkt verdeutlichen möchte.

  2. Kiya said,

    Ich bin auch immer von der Zahl erstaunt 🙂 Aber so etwas wie die Falkengrund-Bücher geht eben ganz schnell (der Sammelband der Bände 1-4 hat 168 Seiten…), und auch die Schattenbande ist fix gelesen. Ich bin eher beeindruckt, wenn manche Blogger jede Menge Bücher mit 500+ Seiten verschlingen 😉

    Das Dumme ist, daß in diesem Ernährungsbereich offenbar alles so ideologisch aufgeladen ist. Außerdem geht mir diese Kämpferei zwischen den jeweils quasi-religiösen Veganern und Low-Carb-Essern auf den Geist. Ich hätte gerne ein Buch, das weniger dogmatisch ist – sag Bescheid, falls du eines kennst.

  3. Winterkatze said,

    Wenn es das richtige Buch mit 500+ Seiten ist, dann geht das auch an einem Tag – solange man an dem Tag nicht so viele andere Verpflichtungen hat. 😉

    Sorry, ich kenne auch keins. Bei den meisten Autoren ärgere mich nicht nur über diese quasi-religiöse Ansichten zum Thema Essen, sondern auch über das Hochhalten so mancher schon längst widerlegten Informationen. Aber nun gut, das Thema Essen betrifft eben jeden einzelnen persönlich. 😉

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