[Review] April-Lektüre

Mai 1, 2014 at 13:05 (gelesen, Review)

Wenn der 1. schon mal frei ist, läßt sich das doch gleich dafür nutzen, den Beitrag nicht wieder bis zur Monatsmitte aufzuschieben…

Der Lesemonat und überhaupt die Posts in diesem Monat waren teilweise geprägt durch „7 Days 7 Books“, wodurch alle anderen Challenges etwas in den Hintergrund getreten sind. Meine Meinung zu diesen Büchern habe ich in den Beiträgen schon geäußert, hier gibt’s noch einmal die Kurzzusammenfassung.

Challenges:

– Meine Lesevorhaben: …

– Rory Gilmore Challenge: „The Curious Incident of the Dog in the Night-Time“ gelesen.

– Frühlingsbücher: “Wie Marshmallows mit Seidenglitzer” gelesen.

– Bücher-Bingo: „Every Dead Thing“, „Halskette und Kalebasse“ und „Aethermagie“ haben gepaßt.

1. Barbara van den Speulhof: Pippa, Emilia und das Heißundeisland

Pippa und Emilia sind toll 🙂 Diesmal verschlägt es sie nach Island, wo es nicht nur Sprachtiere und Elfen für Pippa zu entdecken gibt. Eine der wenigen Kinderbuchreihen, bei denen ich bereit bin, den Preis für’s Hardcover zu bezahlen, weil sie so schön sprachwitzig und liebevoll erzählt ist.

2. Susanne Gerdom: Aethermagie

Ich bin froh, daß ich im letzten Monat endlich zugeschlagen habe. Das Cover finde ich nach wie vor etwas abschreckend; umso erfreuter war ich, daß neben der Klappentextheldin auch andere Charaktere sehr viel Raum bekommen. Die Szenen in der Irrenanstalt sind spannend, die kleinen Ätherwesen sind niedlich und die Figuren facettenreich. Lohnt sich 🙂

3. Sophia Bennett: Wie Marshmallows mit Seidenglitzer

Ich habe die Modemädchen-Trilogie ein wenig durcheinander gelesen – erst Band 1, dann Band 3 weil-er-gerade-ausleihbar-war, und nun Band 2, nachdem er als Taschenbuch kam (Band 3 dieser Tage übrigens auch, den ich zur Vervollständigung auch gekauft habe). Man muß über die vollkommen unrealistische Story hinwegsehen und das ganze wirklich als Modemärchen betrachten können, dann sind die Bücher wirklich nett. Vorausgesetzt, man mag Mode ein bißchen, aber es werden durchaus auch ernstere Themen angesprochen, hier z.B. Kinderarbeit.

4. Charles de Lint: Das verborgene Volk

Mein erstes Buch von Charles de Lint. Auf Englisch ist es „The little Country“, das auf Deutsch geteilt wurde. Erschienen ist es in der Heyne Fantasy-Reihe 1995, in der offenbar einige interessante Titel erschienen sind (siehe Teresa Edgerton). Es gibt zwei miteinander verwobene Handlungsstränge, wobei sich da wohl einiges erst in „Die vergessene Musik“ klären wird. Diese etwas ältere Fantasy liest sich, finde ich, auch anders, hat mir aber sehr gut gefallen. Den Nachfolger habe ich schon 🙂

5. John Connolly: Every Dead Thing

Der erste Teil einer längeren Reihe um Charlie Parker ist sehr detailliert ausgefallen. Ziemlich viele Leichen pflastern seinen Weg, was manche Rezensenten bemängelt haben. Tatsächlich gibt es noch einige Schwächen, dazu gehören auch enorm viele Figuren und eine leicht zerfaserte Handlung. Trotzdem bin ich immer bei der Stange geblieben und möchte auch weiterlesen. Der Schauplatz in Louisiana, den ich besonders mag, kommt gut zum Tragen.

6. Patricia C. Wrede: Talking to Dragons

2011 habe ich den Schuber mit 4 Bänden „Enchanted Forest Chronicles“ gekauft, ich habe also etwas mehr als ein Buch pro Jahr geschafft. Langsam, aber stetig sozusagen. Ich fand den Perspektivenwechsel hin zu Cimorenes Sohn interessant, konnte Daystar als Protagonist aber nicht so viel abgewinnen wie der Prinzessin. Alles in allem ist die eine wirklich angenehm zu lesende Tetralogie – auf Deutsch sind nur zwei Bücher erschienen, das Englisch ist aber sehr leicht.

7. Shannon Hale: The Unfairest of them All

Ich mag die Ever After High. Ziemlich überdreht durch die ganzen besonderen Begriffe à la „hexcellent“, „Castleteria“ und „MyChapter“. Es ist insofern auf eine junge und moderne Zielgruppe zugeschnitten, aber Shannon Hale weiß, was sie tut, und hat eine sehr unterhaltsame Geschichte daraus gemacht. Die Royal/Rebel-Dichotomie wird ein wenig aufgebrochen, und der Fokus liegt nicht mehr ganz so stark auf Apple White und Raven Queen, was der Reihe gut tut. Ich mag natürlich Madeleine Hatter besonders gern 😉

8. Kerstin Gier: Gegensätze ziehen sich aus

In gewissen Abständen kann man die Mütter Mafia-Geschichten gut lesen, direkt hintereinander wären sie vermutlich leicht nervig. Giers Vorliebe für Patchworkfamilien konnte sie hier deutlich ausleben, und die Mütter-Society-Foreneinträge sind immer wieder Highlights. Wieder besser als „Die Patin“, finde ich.

9. Robert van Gulik: Halskette und Kalebasse

Ein Richter Di-Buch ohne die gelegentlichen mystischen Anklänge, etwas handfester und über weite Strecken ohne die bekannten Gefährten, aber gewohnt sehr gut. Wer für Krimis im historischen China etwas übrig hat, kann nicht viel falsch machen.

10. Dana S. Eliott: Taberna libraria

Ich habe das Gefühl, daß es eines der Bücher ist, auf die ich im Rückblick wohlwollender zurückschauen werde als in dem Moment, in dem ich es gelesen habe. Trotz merkbarer Schwächen, was Konsistenz der Welt, Stil usw. angeht, habe ich es irgendwie gemocht. Ich könnte mir vorstellen, daß ich mich mit etwas Abstand auch auf den zweiten Teil freuen werde.

11. Stuart/Riddell: Die verschwundenen Schriftrollen

Ich habe ein bißchen gebraucht, um mich wieder im Klippenland zurechtzufinden, war dann aber umso mehr gefesselt. Es war schön, in 4 längeren Rindenrollen = Kurzgeschichten noch einmal zu bekannten Charakteren wie der Steinpilotin zurückzukehren. So schön, daß ich nun „The Immortals“ kaufen mußte.

12. Mark Haddon: The Curious Incident of the Dog in the Night-Time

Fing gut an, hätte ein amüsanter Kinderkrimi mit originellem Protagonisten sein können, verliert sich dann aber in jede Menge mehr oder weniger plattem Familiendrama und ausgedehnte Szenen (wie die Reise nach London), die nicht allzu interessant sind. Trotzdem okay, aber etwas enttäuscht war ich doch.

13. Susanne Goga: Der verbotene Fluß

Schöner Schmöker, das vielleicht Leser von Kate Morton ansprechen soll, aber nicht ganz so gut ist. Am meisten hat mich gestört, daß ich nach zwei Dritteln geahnt habe, worauf die Geschichte hinausläuft. Genau wie erwartet kam es dann auch, sodaß sich nicht wirklich ein Überraschungseffekt einstellte.

14. Agatha Christie: The Mysterious Mr Quin

Die Krimiqueen von einer anderen, eher unbekannten Seite. Mr Harley Quin (Überraschung: inspiriert von der Figur des Harlekin) ist sicherlich eine der geheimnisvollsten Figuren im Christieversum – genau mein Ding. Enthalten sind Kurzgeschichten, was die sinnvollste Form für einen Charakter ist, der ganz plötzlich kommt und geht. Übergreifende Themen sind Liebe und Tod.

15. William Joyce: E.Aster Bunnymund and the Warrior Eggs at the Earth’s Core!

Ich habe es zwar leider erst nach den Ostertagen fertig bekommen, aber immer noch zeitnah. Der Hase, auf den ich so neugierig war (im Buch übrigens ein Pooka), tauchte allerdings viel später auf als erwartet, nämlich erst etwa nach der Hälfte. Am besten hat mir der Ausflug in seine schokoladen- und eiergeprägten Gefilde gefallen 🙂

16. Jon Mayhew: Mortlock

Bibliotheksbuch. Ich war vom Anfang sehr angetan, und es gibt zwischendurch immer wieder schöne Elemente, aber die Möglichkeiten sind nicht ausgeschöpft, es fehlt Tiefgang.

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2 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Ich mag ja diese älteren Fantasygeschichten – mir war aber nicht bewusst, dass Charles de Lint geteilt wurde (das könnte aber einige Verwirrungen beim Lesen in meiner Jugend erklären). 😀

    Den Wechsel bei der Drachenprinzessin fand ich auch gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Noch hübscher wird es, wenn man noch die Kurzgeschichte kennt, in der man die Familie zusammen erlebt.

    Okay, der Goga hört sich im Nachhinein nicht ganz so toll an. Vielleicht ganz gut so. 🙂

    Du hast auf jeden Fall wieder eine ganze Menge geschafft!

    • Kiya said,

      Wenn du mir noch ältere Fantasy ans Herz legen kannst, sag Bescheid 🙂 Dazu gibt es nicht so viel im Internet, deshalb ist es ein bißchen schwierig, die interessanten Titel zu finden. Die „Bibliothek der phantastischen Abenteuer“ habe ich aber inzwischen vollständig 🙂

      Wenn die Kurzgeschichte im „Book of Enchantments“ enthalten ist, kenne ich sie auch. Das habe ich allerdings vor dem Schuber gelesen, zum Testen…

      Naja, der Goga war schon okay, aber Kate Morton ist eben merklich eine andere Klasse. Wenn ich die Pointe früh ahne, vertrage ich meistens im Buch das Tamtam um die Auflösung nicht mehr so gut. Davon abgesehen hat’s mir schon gefallen, ohne eben herausragend zu sein.

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