[Review] Dezember-Lektüre

Januar 11, 2014 at 20:13 (Review)

Hui, diesmal bin ich aber spät dran mit dem Review-Beitrag… Im Dezember habe ich vor allem Bücher gelesen, die ich nicht mehr mit nach 2014 schleppen wollte, darunter einige Challenge-Bücher. So richtig viel Lesemuße hatte ich aber nicht – unter anderem habe ich in den letzten Tagen des Jahres ein wenig mehr Zeit mit dem neuerworbenen Nintendo 3DS verbracht… 😉

Challenges:

– Bücher, die man gelesen haben muß: Die Challenge ging zum 31.12. zu Ende – leider habe ich nur 9 von 12 Büchern geschafft; trotzdem war es eine schöne Challenge, für die ich gute Bücher gelesen habe.

– Meine Lesevorhaben: „Minima Moralia“ und „Berg aus schwarzem Glas“ 🙂

– Rory Gilmore Challenge: …

– Winterbücher: „Lettie Peppercorn und der Schneehändler“

1. Adorno: Minima Moralia

Adorno lohnt sich – man muß das nicht alles so fressen und genauso sehen (tu ich auch nicht, und auf bestimmte zeittypische Themen kommt er tatsächlich recht häufig in Variationen zurück), aber es gibt genügend Denkanstöße. Stilistisch im Schnitt herausfordernd, also nichts zum Entspannen.

2. Tad Williams: Berg aus schwarzem Glas (Otherland 3)

Otherland ist definitiv eine Reihe, für die man Geduld braucht. Ich bin wirklich ein Freund langsamer Handlungsentwicklung, aber als gegen Ende des 3. Bandes die verstreuten Gruppenmitglieder wieder zueinander finden, habe auch ich gedacht: endlich! Otherland ist aber auch eine sehr lohnenswerte Reihe mit vielen interessanten Ideen, der man bei Interesse für solche Geschichten jedenfalls einen Blick gönnen sollte.

3. Léon Bloy: Unliebsame Geschichten

Wenigstens ein weiteres Buch der Bibliothek von Babel wollte ich 2013 noch beenden, und das hat geklappt. Es ist das vierte, soll heißen, ich nähere mich bald dem Ende des 1. Staffel 🙂 Enthalten sind mehrere kurze bis kürzeste Geschichten, wobei mir nicht alle gleich gut lagen. Bloy hat einen schön schwarzen Humor, der mich nicht immer gepackt hat (zeitweise aber eben doch).

4. Sam Gayton: Lettie Peppercorn und der Schneehändler

Schöne Gestaltung der deutschen Ausgabe (mit Schneerezept und Illustrationen von Chris Riddell 🙂 ) und dazu passender Inhalt – tolles Kinderbuch mit Schnee-Alchimie, perfekt für den Dezember (auch wenn es nicht schneit). Empfehlenswert.

5. Amanda Stevens: Totenhauch

6. Jean-Christophe Grangé: Der steinerne Kreis

Interessant, definitiv mit guten Stellen und streckenweise auch sehr spannend, aber gegen Ende etwas konfus, hastig und ein wenig zu viel von allem, weil die unterschiedlichen Elemente (Kernfusion, Schamanismus, Ethologie usw.) eben alle zusammengeführt werden müssen. Wenn man nicht allzu große Erwartungen hegt, kann man sich bei Grangé aber gut unterhalten lassen, und „Die purpurnen Flüsse“ werde ich sicher auch noch irgendwann nachholen (zur Abwechslung kenne ich mal nur den Film).

7. Ali Shaw: Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Tolles, ungewöhnliches Buch mit wunderbaren Beschreibungen, die man Zeile für Zeile genießen kann, das aber auch sehr schwermütig ist. Man kann es sehr genießen, aber nicht in jeder Stimmung lesen, fand ich. Optisch eine Augenweide.

8. Ulf Diederichs: Weihnachts-Geister

9. Stefan Bachmann: The Peculiar

Ich habe das Buch relativ spontan im Buchladen mitgenommen, weil es so einen ansprechenden Feen-Info-Teil enthielt. Tatsächlich hat mir das Buch dann ziemlich gut gefallen. Insbesondere ist es besser geschrieben als es aussieht 😉 In den besten Momenten konnte ich ein bißchen an Susanna Clarke denken (von der ich wirklich sehr gerne mal wieder etwas Neues lesen würde *seufz*).

10. Alex Flinn: Beastly

„Magical“ und „Kissed“ haben mir einen Tick besser gefallen, weil mehr unterschiedliche Märchen verwendet wurden (auch gezielt solche, die nicht ganz so bekannt sind). „Beastly“ fokussiert (bis auf die amüsanten Chat-Sitzungen zwischendurch) doch sehr auf die Geschichte um die Schöne und das Biest. Trotzdem immer noch besser, als ich anfangs von allen drei Büchern vermutet hätte 😉

11. Yalda Lewin: Ruf der Drachen (ePrequel)

Ich habe vor einer Weile den ersten Paranormal Berlin-Band gekauft, aber noch nicht gelesen (das Prequel-Lesen hat mir jetzt den nötigen Schubs zum Anfangen gegeben). Das Prequel spielt Ende der 80er Jahre. Inzwischen konnte ich feststellen, daß ich in das Prequel leichter reingekommen bin als in den folgenden Roman – ich empfinde es als Vorteil, daß ich nun den Protagonisten schon etwas kennengelernt habe. Nicht außergewöhnlich, aber ich mag die Thematik und habe mich schnell festgelesen.

12. Paul Auster: Stadt aus Glas (New York Trilogie 1)

Ich mag eine bestimmte Sorte seltsamer Krimis, die nicht unbedingt reine Kriminalgeschichten sind, und genau das, was mir an Paul Auster gefallen hat, gefällt mir etwa auch bei Jedediah Berrys „Handbuch für Detektive“ oder Radek Knapps „Reise nach Kalino“. Ich werde mehr von Auster lesen.

13. Martin Clauß: Der Begleiter (Falkengrund 2)

Habe ich an einem ruhigen Nachmittag bei der Arbeit auf dem Kindle gelesen (die Reihe ist ja nur elektronisch verfügbar). Während „Schnitt“ eher ein Prolog war, der mich neugierig auf mehr gemacht hat, geht es mit „Der Begleiter“ nun wirklich nach Falkengrund, auch wenn ich noch immer nicht viel über die „Schule des Okkulten“ weiß. Auch dieser Teil hat nur ca. 60 Seiten, was ganz angenehm ist, um hin und wieder zwischendurch eine Episode zu lesen.

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2 Kommentare

  1. Neyasha said,

    Otherland und Geduld – ja, da sagst du was! ich hab die Reihe leider mitten in einem Band abgebrochen (ich glaube, es war sogar der 3.), weil es mich einfach nicht mehr interessiert hat. Schade, weil sie mir am Anfang noch sehr gut gefallen hat.
    „Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ steht ja auch schon ewig auf meiner Leseliste. Wenn ich es nur endlich mal in der Bücherei ergattern könnte!

  2. Kiya said,

    Dann hast du vielleicht abgebrochen, kurz bevor die Handlungsstränge wieder zusammengeführt werden? Im 4. Band wird’s sicher wieder besser.
    Ich mag die Reihe, ich könnte sie einfach nur nicht am Stück lesen (das sind die Bücher, bei denen ich meine Parallelitis ganz praktisch finde) und lasse so ein Buch auch mal Monate lang liegen, bis ich wieder Lust darauf habe. Aber früher oder später geht’s weiter 🙂
    (Hat wohl was mit dem Autor zu tun, beim „Geheimnis der Großen Schwerter“, was ich auch sehr lesenswert finde, mache ich es ähnlich.)

    Mein Eindruck ist, daß „Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ sehr polarisiert hat. Bin gespannt, wie es dir mit dem Buch ergeht 🙂

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