[Review] November-Lektüre

Dezember 4, 2013 at 23:36 (gelesen)

???????????????????????????????Bei den Challenges habe ich mich in diesem Monat mehr auf die „Herbstbücher“ und die „Bücher, die man gelesen haben muß“ konzentriert – also Challenges, die sich dem Ende zuneigen. Ich hatte noch einmal eine Woche Urlaub, in dem ich auch ein paar Bücher verschlungen habe (diese Tage waren leider wieder viel zu schnell vorbei).

Passend zum Monat habe ich – auch wenn ich „The Scorpio Races“ noch nicht gelesen habe – Maggie Stiefvaters „November Cakes“ gebacken (siehe links), die auch bei allen fünf Testessern sehr gut angekommen sind – fluffig und süß. Der Teig war äußerst widerspenstig und wuchs beim Gehen in erschreckende Höhen, was aber wohl auf die verwendete Hefemenge zurückzuführen war… Das Rezept auf Deutsch gibt es übrigens hier.

Challenges:

– Bücher, die man gelesen haben muß: „Anne of Green Gables“ und „The Wind in the Willows“ gelesen 🙂 Leider habe ich nun nur noch ziemliche Schinken auf der Wunschliste für diese Challenge, bei denen ich nicht zuversichtlich bin, sie noch im Dezember zu schaffen.

– Meine Lesevorhaben: Ich bin am Tad Williams und am Adorno dran, aber noch nicht ganz fertig. Sollten jedenfalls im Dezember klappen, lese ich vorrangig vor genannten Schinken.

– Rory Gilmore Challenge: …

– Herbstbücher: „Linger“, „Zauberlied“ und „In einer anderen Welt“ gelesen 🙂

1. A.G. Tucholke: Fürchte nicht das tiefe blaue Meer

War im Grunde nicht schlecht und versprüht gerade zu Beginn ein wenig Retro-Charme. Liegt vielleicht auch daran, daß Violet bevorzugt die Kleidung ihrer verstorbenen Großmutter trägt 😉 In der zweiten Hälfte war ich mit der Protagonistin nicht immer einverstanden, selbst wenn man berücksichtigt, daß sie beeinflußt wird. Gerade was den Gegenpart angeht, werden am Ende kaum Klischees ausgelassen (es gibt einige unangenehm dick aufgetragene Dialoge). Letztlich interessiert mich die geheimnisvoll-düstere Grundidee (und -stimmung), mit der aber vielleicht insgesamt  noch mehr möglich gewesen wäre.

2. L.M. Montgomery: Anne of Green Gables

3. Diana Wynne Jones: Deep Secret

Ein wenig Anlaufschwierigkeiten hatte ich, aber spätestens als Protagonist Rupert Venables sich auf die Suche nach potentiellen Nachwuchs-Magids macht, habe ich bereits mit wachsendem Vergnügen weitergelesen. Als Charakter mochte ich die leicht schräge Maree Mallory. Insgesamt am besten haben mir die Szenen auf der Fantasy-Convention gefallen, sehr lustig! Der Plotstrang um Koryfos und seinen Herrscher fiel demgegenüber subjektiv leicht ab, aber das schmälert den Gesamteindruck für mich nicht.

4. Maggie Stiefvater: Linger (Wolves of Mercy Falls 2)

Die Reihe überzeugt mich auch im zweiten Teil. Tolle Charaktere, gerade auch die Nebenfiguren (Isabel und Cole bekommen relativ viel Screentime). Die Sprache ist poetisch, ohne besonders gewollt zu wirken, und trägt das Buch auch, wenn die Handlung langsam voranschreitet. Wieder ein schönes Buch für den Spätherbst… ob ich „Forever“ zur gleichen Zeit 2014 lesen werde?

5. C.S. Lewis: The Horse and His Boy (Chronicles of Narnia 3)

Ein etwas irritierender Vertreter der Reihe, weil die bekannten Hauptfiguren nur am Rande auftauchen und man stattdessen den Jungen Shasta in einem orientalischen Setting begleitet, der (zusammen mit titelgebendem Pferd und weiteren Reisegefährten) erst gegen Ende des Buches Narnia erreichtet. War in Ordnung, aber mit den vier Protagonisten aus dem Vorgänger habe ich mich wohler gefühlt.

6. Elizabeth Scarborough: Zauberlied (Gretchen Grau 1)

Nachdem ich nun die ganze „Bibliothek der phantastischen Abenteuer“ zusammengesammelt hatte, wollte ich sie auch zu lesen beginnen. Gretchen Grau ist ein angenehmer, amüsanter Charakter (der mich zu Überlegungen inspiriert hat, eine Herdhexe als RPG-Charakter auszuprobieren…), und mit den Dialogen hatte ich Spaß. Am schönsten finde ich die Sprache, die in der etwas älteren Fantasy nicht so betont simpel übersetzt wird wie das heute gemacht wird.

7. Barbara van den Speulhof: Pippa, Emilia und die Käsekuchenschlacht (Pippa 2)

Mochte ich wie schon den ersten Band (der mir aufgrund der zahlreicheren Wortspiele vielleicht noch ein klein wenig besser gefallen hat…), zaubert immer wieder ein Lächeln auf die Lippen, wenn es um Pippa und und die Pippatät und Emilia, die nicht ver-nymph-tig sein möchte, geht.

8. Kenneth Grahame: The Wind in the Willows

9. Columbus/Vizzini: House of Secrets

Ich habe wenige Fehlkäufe, aber bei diesem Buch tut es mir leid um’s Geld. Dabei war der Anfang ganz nett, und mit geheimnisvollen Häusern kann man mich eigentlich auch erstmal interessieren. Leider ist „House of Secrets“ eines dieser Bücher, die offenbar nur mit Blick auf eine eventuelle filmische Umsetzung geschrieben wurden, liest sich wie ein mieses Drehbuch (gleiches Problem wie bei Cornelia Funkes „Reckless“). Sehr lieblos und oberflächlich, aber ich wollte es doch wenigstens zu Ende lesen, bevor ich es nun aussortiert habe.

10. Christina Jones: Zimt und Zauber (Mad Villages 1)

Ohne Tiefgang (klar), aber nett zu lesen. Christina Jones hat ein Händchen für Charaktere, außerdem gab es verschiedene interessante Verwirrungen, die durch das Ausprobieren der geheimnisvollen Rezepte von Mitzis Großmutter entstanden. Gegen Ende nimmt die Harmonie allerdings sehr überhand, der Schluß ist wohl genretypisch reichlich kitschig. Ich kann mir vorstellen, hin und wieder bei passender Lesestimmung wieder ein Buch aus der Reihe zu lesen – allerdings lieber nicht im Übermaß 😉

11. Jo Walton: In einer anderen Welt

Sehr schön, was ich anfangs gar nicht erwartet hatte, aber ein leises Buch, in dem übrigens auch viel über Bücher gesprochen wird. Das hat mir gefallen, auch wenn ich nur wenige der erwähnten Autoren selbst gelesen habe – die Handlung spielt 1979, d.h. die erwähnten Fantasy- und SciFi-Titel sind bis zu diesem Jahr erschienen. Echte Magie gibt es allerdings auch, und um die wird auch gar nicht viel Aufhebens gemacht – für Morwenna gehört sie eben dazu. Ist im Tagebuchstil geschrieben, was mich regelmäßig dazu verleitet, ein Buch besonders schnell zu lesen.

12. Teresa Edgerton: Unter dem Trollmond (Goblin Moon 1)

Das ist ein älteres Fantasybuch mit etwas Gaslight-Flair, welches dem heutigen Lesegeschmack vielleicht eher entgegenkommt als dem damaligen (erschienen im Original 1991). Jedenfalls hatte ich diesen Eindruck nach dem Lesen einiger irritierter Rezensionen. Die gestaltete Welt erinnert ein wenig an ein alternatives 18. Jahrhundert und fühlt sich schnell vertraut an, und ich bin jedem der verschiedenen Handlungsstränge gerne gefolgt (die führen am Ende natürlich alle zusammen). Es gibt einen zweiten Teil, der sich bereits in meinem Besitz befindet 🙂

13. Judith Merchant: Nibelungenmord (Jan & Edith Seidel 1)

Hat mich ganz gut unterhalten. Ich fand die Charaktere – auch wenn sie alle nicht wirklich originell sind – lustig, vor allem die an Miss Marple angelehnte ältere Dame. Die Lösung war mir ein bißchen zu klischeehaft, dafür gefiel mir die nibelungeninspirierte Grundidee. Leider wenig einprägsamer Schreibstil.

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4 Kommentare

  1. Neyasha said,

    Hihi, die „November Cakes“ hab ich neulich auch gebacken – mit denselben Erfahrungen wie du: ein sehr widerspenstiger Teig, der in schier unendliche Höhen gewachsen ist.
    Aber lecker sind sie! 🙂

  2. Kiya said,

    Danke noch einmal für den Tipp, durch deinen Hinweis bin ich darauf aufmerksam geworden 🙂 Was mir beim amerikanischen Backwerk immer gefällt: auch bei Verwendung von Hefeteig ist es fluffig. Aber lustig, daß dein Teig genauso widerborstig war *g

  3. Winterkatze said,

    Ach, schön, dass dir das Gretchen gefallen hat! Ich freu mich immer so, wenn jemand „meine persönlichen Klassiker“ auch mag. 😀

    Mhh, die Novembercakes sehen lecker aus, aber mit Hefeteig habe ich gerade nicht so wirklich viel Glück. Entweder ist die Küche zu kalt (obwohl der Teig auf der extra dafür angeworfenen Heizung stehen darf) oder ich muss mir mal andere Hefe besorgen. *grübel*

    „Unter dem Trollmond“ ignoriere ich jetzt mal ganz tapfer … ganz bestimmt … weil ich ja mal vernünftig sein sollte … also wirklich … 😉

  4. nebelmade said,

    Hey, dank dir für die Verlinkung der sensationell und unfair leckeren November-Cakes! 😉

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