[Review] Mai-Lektüre

Juni 8, 2013 at 17:38 (Review)

Der Mai hat sich als unerwartet guter Lesemonat herausgestellt 🙂 Vermutlich liegt das auch an meinem Lesestapel-zur-Parallelitis-Reduktion. Mit den Bibliotheksbüchern bin ich nicht so recht vorangekommen, habe mir gestern aber einige erneut ausleihen können (bei den Vormerkpreisen nimmt das natürlich niemand in Anspruch…).

Challenges:

– Bücher, die man gelesen haben muß: Zwei Bücher habe ich gelesen und auch rezensiert (wenn ich auch für den Gatsby lange gebraucht habe); mein Rückstand ist damit aufgeholt. Für den Juni möchte ich nun unbedingt „Gormenghast“ beenden, um die Halbjahresscheide ohne Strafbuch zu überstehen 😉

– Mein Lesevorhaben: Leider kein Fortschritt, auch wenn der nächste Wälzer sich dem Ende nähert.

1. Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street (Oona Crate Mysteries 1)

Das war zum Teil ein Coverkauf, der sich aber gelohnt hat. Die Dark Street an den Grenzen New Yorks hat mir gefallen, ich könnte mir vorstellen, daß sie auch noch viele weitere Geheimnisse (für kommende Bände) bergen könnte. Ein wenig Zauberei, ein wenig Detektivgeschichte, und eine neugierige, eigenwillige Protagonistin.

2. Michael Scott: The Magician (Nicholas Flamel 2)

Der Band ist immer noch stark auf Handlung ausgelegt, scheint mir aber nicht ganz so hektisch wie der Vorgänger. Die mühelose Vermengung diverser Mythologien besticht nach wie vor, auch die Charaktere kennt man inzwischen besser – sie gewinnen langsam mehr Profil, aber da ist immer noch Luft nach oben; auch ruhige und beschreibende Momente kommen immer noch sehr kurz.

3. John Kenneth Galbraith: Die Ökonomie des unschuldigen Betrugs

4. F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby

5. Lissa Evans: Sieben Rätsel und ein magischer Stern (Stuart Horten 2)

Mittlerweile ist die Freundschaft mit April ein fester Bestandteil von Stuarts Leben, und inzwischen mag ich die kleine Reporterin auch. Zusammen lösen sie erneut Rätsel, die mit dem Erbe seines Großonkels zusammenhängen – ebenso schön wie der erste Band 🙂

6. Ilona Andrews: Magic Bleeds (Kate Daniels 4)

Ich kann es nur immer wieder sagen: die Reihe verdient diese grausigen Cover nicht (offenbar egal welche Ausgabe man betrachtet). Kate Daniels mit ihrem bekloppten Schwert, Kampfszenen und Macker-Dialoge kosten mich zwar regelmäßig Nerven, aber der Hintergrund ist wirklich toll ausgearbeitet. Mittlerweile erfährt man auch immer mehr über die Strukturen bei den Gestaltwandlern, die ebenfalls sehr durchdacht sind. Ein weiterer Bonus sind die mit Mythologie angereicherten Plots.

7. Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate 4)

Nach Band 2 bisher mein bisheriger Favorit der Reihe 🙂 Es gibt vielleicht ein klein wenig viel Schwangerschafts-Slapstick, aber das ist immer noch besser als die Standard-Lovestory-Kost, die mich an Teil 1 etwas gestört hatte. Ansonsten macht Gail Carriger mal wieder alles richtig und ich freue mich sehr auf den letzten Band.

8. Sujata Massey: Die Tote im Badehaus (Rei Shimura 1)

Als Krimi okay, aber der hauptsächliche Reiz besteht im japanischen Flair, wobei traditionelles und modernes Japan aufeinander treffen. Dahingehend wird offenbar in jedem Teil ein anderer kultureller Aspekt beleuchtet. Liest sich flott und ohne allzu großen Tiefgang, aber den habe ich auch nicht erwartet.

9. Mary Hooper: In königlichem Auftrag (Zauberer 2)

Was für den Vorgänger gilt, kann man hier eigentlich ebenso wieder sagen. Ein zwar kurzer, aber angenehmer Aufenthalt im elisabethanischen England, ergänzt um einige Anmerkungen. Wer mehr will, sollte Grace Cavendish versuchen.

10. Rosie Banks: Enchanted Palace (Secret Kingdom 1)

Ich mag den Stil der Zeichnungen im Buch, die ansprechender sind als das Cover, ansonsten ist der allgemeine Eindruck der frappierender Knuffigkeit.

11. Colin Meloy/Carson Ellis: Wildwood (Wildwood 1)

Das Schlechteste an diesem Buch ist der Roughcut. Der hat mich äußerst verärgert, darüber hinaus mochte ich das Buch. Warum auch immer, aber es entsteht ein gewisser Retro-Charme; wahrscheinlich tragen die sehr schönen Illustrationen dazu bei. Die Welt im Wald – der sog. undurchdringlichen Wildnis -, die sich aus North Wood, South Wood, Avian Principality und Banditengebiet zusammensetzt, bleibt im Gedächtnis, und für ein Kinderbuch sind Handlung und politisches Geschehen gar nicht wenig komplex. Und ich weiß jetzt, daß ein Schwarm Krähen „a murder of crows“ heißt 😉

12. Daphne du Maurier: Rebecca

13. Philip Reeve: Lerchenlicht (Larklight 1)

Warum habe ich dieses kleine Schmuckstück eigentlich erst jetzt entdeckt? Tolle Geschichte mit Weltraumabenteuer- und Steampunk-Anklängen, und eine Gestaltung, die keine Wünsche offenläßt. Ich bereue jedenfalls nicht, den Nachfolger gleich mit geordert zu haben (schade ist nur, daß Teil 3 offenbar nicht mehr übersetzt wird, aber daran soll’s ja nun nicht scheitern).

14. Juliet Blackwell: A cast-off Coven (Witchcraft Mysteries 2)

Ein schöner zweiter Band, der alles weiterführt, was mir am ersten Teil schon gefallen hat (insbesondere das Setting). Die Geschichte um Spuk und Mord in der San Francisco School of Fine Arts hat mich wieder überzeugt; kleines Manko: anfangs wurden viele Personen kurz eingeführt, die ich nicht gleich auseinanderhalten konnte, weil sie mir wenig distinkt erschienen.

15. Clive Barker: The Thief of Always

Ich hatte ja mit einem Roman gerechnet, nicht mit einem Comic, aber sei’s drum, gefallen hat es mir trotzdem sehr. Ein wenig skurril-unheimlich, also ganz das Richtige für mich. Gerade die „Four Faces of Darkness“ sind wunderbar gezeichnet.

16. Sophia Bennett: Wie Sahnewolken mit Blütentaft (Modemädchen 3)

Den zweiten Teil der Trilogie kenne ich noch nicht (ich warte auf das Taschenbuch im Herbst), aber da Teil 3 so unverhofft in der Bibliothek herumstand, nahm ich ihn mit. Wenn man sich einmal damit abgefunden hat, daß in den Büchern alle unverschämt begabt und berühmt sind, sind sie wirklich schön zu lesen. Es bleiben eben „Modemärchen“ 🙂

17. Roddy Doyle: Mary, Tansey und die Reise in die Nacht

Bibliotheksbuch. Erinnerte mich thematisch an „Sieben Minuten nach Mitternacht“, mit dem ich aber noch mehr anfangen konnte, nicht zuletzt durch die beeindruckenden Illustrationen. Das Buch von Roddy Doyle ist keineswegs schlecht, die Figuren sind sympathisch und der Aufbau ist durchdacht, aber es ist doch eher wenig komplex, die Aussage ist eben auch schnell klar.

18. Kate Klise: Till Death do us Bark (43 Old Cemetery Road 3)

Band 4 kenne ich schon, Band 3 habe ich jetzt nachgeholt. Wie für alle bisherigen Bände gilt: tolle Reihe, die durch die aus Briefen, Zeitungsartikel und Bildern zusammengesetzte Form überzeugt.

19. Tommy Krappweis: Götterdämmerung (Mara und der Feuerbringer 3)

Bibliotheksbuch. Damit habe ich die Reihe nun beendet, die sicher ihren eigenen Charme hat, aber nicht immer meinen Nerv getroffen hat. Die letzten beiden Trilogie-Bände fand ich überzeugender als den ersten, aber ins Regal stellen muß ich die Bücher nicht. Band 1, den ich seinerzeit über Arvelle bezogen habe, habe ich daher wieder aussortiert.

20. Franziska Gehm: Ferien mit Biss

Bibliotheksbuch. Wenn ich was von den Vampirschwestern entdecke, nehme ich mir als Zwischenlektüre immer mal einen Band mit; zum Kaufen wären sie nichts, finde ich.

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3 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Ich versuche mir gerade meine Neugier auf „The Wizard of Dark Street“ zu verkneifen – deine Monatsrückblicke sind in der Beziehung ganz schrecklich für mich.

    Den letzten Band der Vampirschwestern fand ich erschreckend enttäuschend … ansonsten kann ich dir zustimmen, die Bücher sind was nettes entspannendes für Zwischendurch.

    Und jetzt gehe ich mal meinen Wunschzettel mit Kinderbücher und Fortsetzungen auffüllen …

  2. Kiya said,

    Schön, wenn etwas für dich dabei war, auch wenn es die Wunschliste wachsen läßt 😉 Ich warte im Moment darauf, daß die Fortsetzung zu „The Wizard of Dark Street“ als Taschenbuch angekündigt wird… Es gibt übrigens eine nette Homepage, hier Bilder der Charaktere: http://www.thewizardofdarkstreet.com/characters.htm

    Es gibt aber wirklich viele tolle Kinderbücher momentan – geradezu erschreckend oft sind sie auch noch viel besser geschrieben als Jugendbücher. Außerdem fokussieren Jugendbücher leider so oft auf Liebesgeschichten 😦

  3. Winterkatze said,

    *seufz* Ich war doch so stolz, weil die Wunschliste nach dem letzten Weihnachtsfest so schön geschrumpft war. 😉

    Oh, die Homepage gucke ich mir mal an. Danke!

    Bei Kinderbüchern gibt man sich anscheinend – und zum Glück – immer noch mehr Mühe. Und diese eingebauten Liebesgeschichten gelten ja inzwischen für jedes Alter und jedes Genre. Wirklich schade!

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