[Review] März-Lektüre

April 5, 2013 at 20:06 (Review)

In den ersten drei Wochen des Monats habe ich relativ wenig Bücher gelesen, weil mich die Klausuren geärgert haben. Nachdem diese vorbei waren, habe ich aber doch noch einiges beenden können. Letztlich sind es so sogar mehr gelesene Bücher als im Februar geworden 🙂

Challenges:

– Bücher, die man gelesen haben muß: Immerhin die Rezension meines zweiten Challenge-Buches habe ich geschrieben.

– Meine Lesevorhaben: Kein Fortschritt. Was soll’s – das Jahr ist ja noch jung. Und der erste Wälzer nähert sich dem Ende…

1.-2. Sabine Städing: Hexenflüstern / Hexendämmerung (Magnolia Steel 1 / 2)

Einem spontanen Verlangen nachgebend, habe ich beide Bücher schnell hintereinander gelesen. Es gibt sprachliche Schnitzer und andere Kleinigkeiten, die dafür sorgen, daß das Ergebnis nicht unbedingt perfekt ist. Teil 2 bedeutet insgesamt eine Steigerung, denn er entführt den Leser nach Amerika: dort findet ein großer Hexenkongreß statt. Der hat mir gefallen, weil aus der Mythologie bekannte Wesen aller möglichen Länder (wie eine yuki-onna :-)) zu Besuch sind; außerdem tritt hier kein so großer Wiedererkennungseffekt auf, Teil 1 greift nämlich – auch wenn ich ihn mochte – auf einige gängige Muster zurück.

3. Thomas Endl: Der Turm der tausend Schatten (Karfunkelstadt 1)

Ein erstes Lob gibt es für die Gestaltung, denn Format und Cover sind (jedenfalls für mich) ansprechend. Die Geschichte ist nicht allzu lang und geht daher nicht besonders in die Tiefe, die Grundidee paßt aber und die besondere Atmosphäre der Karfunkelstadt kam auch rüber. Mal sehen, wie diese Ausgangsbasis in den weiteren drei Bänden genutzt wird.

4. Daniela Winterfeld: Der geheime Name

Märchenadaptionen mag ich ja meist recht gern (vom Fehlversuch mit Frau Engelmann mal abgesehen), Rumpelstilzchen ist in diesem Bereich mal etwas Neues und die Moorlandschaft, in der große Teile des Buches spielen, war mir sehr sympathisch 🙂 Tatsächlich schreibt die Autorin sehr gut, nimmt sich zudem viel Zeit, um Landschaften und Personen zu beschreiben. Im Mittelteil wird die Beziehung zwischen Fina und Mora sehr intensiv entwickelt – das hatte das Potential, mir nicht zu gefallen, war aber eben gut genug gemacht, um mich auch dort zu überzeugen statt zu langweilen. Gerne mehr von Frau Winterfeld.

5. Maureen Johnson: The Name of the Star (Shades of London 1)

Besser als erwartet. Johnson nutzt bekannte Zutaten, daher war ich überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat (die Fortsetzung habe ich daraufhin gleich bestellt). Das liegt zum Beispiel an Rory, ihren Freunden und allen Nebencharakteren, die Personen waren, nicht nur Funktionen erfüllten. Auch der kleine Kunstgriff, die Protagonistin nicht als Britin, sondern als Amerikanerin zu gestalten, die sich im englischen Internat erst eingewöhnen muß und Unterschiede registriert, trägt dazu bei. Die ganze Ripper-Geschichte ist spannend aufgebaut. In der zweiten Hälfte spielt eine Organisation eine größere Rolle, was für mich nicht ganz so überzeugend war wie der Anfang – aber das ist Geschmackssache und schmälert den Gesamteindruck nicht wirklich.

6. Gail Carriger: Etiquette & Espionage (Finishing School 1)

Für dieses Buch habe ich „Heartless“ pausiert; macht nichts, denn der Ausflug in die Finishing School (in den Trailer habe ich mich sofort verliebt) liest sich flott und ist auch viel kürzer als die Alexia-Romane. Eigentlich hat Gail Carriger hier wieder alles richtig gemacht, das Lesen macht Spaß und die fliegende Schule ist klasse – Alexia finde ich als Charakter dennoch stärker, und entsprechend der jugendlichen Zielgruppe waren auch Plot und Stil etwas einfacher gehalten.

7. M.C. Beaton: Agatha Raisin and the Vicious Vet (Agatha Raisin 2)

So amüsant wie Teil 1, aber mit weniger Fokus auf den bereits eingeführten Charakteren. Agatha ist diesmal meist mit ihrem Nachbarn unterwegs, der einem gelegentlich durchaus leidtun könnte 😉 In meinen Augen trotzdem etwas schwächer, ich hoffe auf eine erneute Steigerung in Band 3.

8. Kerstin Gier: Die Patin (Mütter-Mafia 2)

Den ersten Teil der Reihe fand ich eigentlich recht lustig, Teil 2 bleibt mir als schwächer in Erinnerung. Gute Momente, aber auch einige wirklich dämliche und flache Witze. Der inhaltliche Schwerpunkt geht auch mehr in Richtung Familien- und Beziehungs-Eierei statt Übermütter. Die Ausgabe ist schön, und Teil 3, der auch in dieser Form erschienen ist, würde ich vermutlich noch lesen, wenn ich mal wieder Lust darauf habe, aber viel erwarten sollte man da natürlich nicht.

9. Maxime Chattam: Der Krieg der Kinder (Alterra 3)

Diesen Teil mußte ich leider gebraucht (und trotzdem nicht gerade günstig – höchstens noch im Vergleich zu den jetzigen Preisen…) kaufen, weil er total schnell nach Erscheinen nicht mehr in den Läden verfügbar war. Ich habe eine Weile gebraucht, um mit dem Buch warm zu werden, weil für meinen Geschmack zu Beginn die Helden sehr wenig zur Ruhe kommen und kaum Zeit für die schönen Ideen ist, die die Reihe für mich ausmachen. Mit der zweiten Hälfte habe ich mich dann trotz großen Showdowns wieder wohl gefühlt und kann hinter die Trilogie somit zufrieden einen Haken machen.

10. Elizabeth Chandler: Versteinerte Seelen

Ich dachte, es würde sich um den Beginn einer Reihe handeln, weil da mittlerweile vier Bücher mit Covern, die zueinander passen, erschienen sind. Die sind aber dann wohl doch jeweils abgeschlossen. An sich auch mal schön, aber damit ist die Geschichte (auf gerade mal 250 Seiten) eher kurz geraten. Als Lese-Fastfood ganz nett, aber ohne Tiefgang.

11. Louise Arnold: Arthur Unsichtbar und das Geheimnis der verschwundenen Geister (Arthur Unsichtbar 2)

Bibliotheksbuch. Wirklich eine unerwartet nette Reihe – nachdem mir Band 1 schon gefiel, konnte mich dieser Teil genauso gut unterhalten (so gut, daß ich mir die drei Bücher auch auf Englisch habe schicken lassen – für 4 € pro Buch keine allzu schmerzliche Entscheidung) Neben Arthur sind nun eine ganze Bande weiterer und amüsant unterschiedlicher weiterer Geister quasi in der Lehre, um ebenfalls Unsichtbare Freunde zu werden. Charmant 🙂

12. Marliese Arold: Das Rätsel des Dornenbaums / Gefangen in der Unterwelt (Magic Girls 3 / 4)

Beide Bände aus der Bibliothek. Mal sehen, wie’s weitergeht, mir hat bisher der erste Teil nach wie vor am besten gefallen. Nach dem eher auf Liebeswirren fokussierten Band 2 beschäftigen sich Bände 3 und 4 mit einem größeren Gegner, was leider eher auf Standardkost hinausläuft. Der angenehme Humor fehlt mir. Ich werde nach den nächsten Bänden auch erst einmal eher zum Leihen Ausschau halten und schauen, wie sich das Ganze weiter entwickelt.

13. C.J. Daugherty: Night School (Night School 1)

Was bei Maureen Johnson (s.o.) gut funktioniert, geht bei Daugherty daneben – beide Bücher nehmen sich die Neue im Internat vor, die mit geheimnisvollen Vorkommnissen zu kämpfen haben. So weit, so bla. „The Name of the Star“ war wie beschrieben trotzdem toll – „Night School“ ist zwar okay, aber schlecht geschrieben. Die Charaktere haben mich kein bißchen interessiert, und das wenige, was zum Ende über das Wesen der Schule aufgelöst wird, hatte ich schon zu Beginn erraten.

14. Lissa Evans: Acht Münzen und eine magische Werkstatt (Stuart Horten 1)

Schönes Kinderbuch, nicht nur von außen! Die Gestaltung hat mir gleich gefallen, in der Bibliothek habe ich es mir dann also gesichert, sobald ich es entdeckte. Es hat Spaß gemacht, zum einen Stuart Horten dabei zu folgen, wie er den Spuren der acht Münzen folgt – gute klassische Rätselkost -, zum anderen aber auch die sich entwickelnde Freundschaft zu April, der Möchtegern-Nachbarschaftsreporterin (alle Figuren sind ein wenig skurril, ohne zu überzogen zu wirken).

15. Alyson Noël: Die Unsterblichen (Evermore 1)

Bibliotheksbuch. Das Cover ist wirklich das Beste am Buch 😉 Die Grundgeschichte ist vollkommen einfallslos – ja, schön, daß es nicht um Vampire geht, aber abgesehen davon, daß diese Unsterblichen kein Blut trinken, unterscheidet sie absolut gar nichts von selbigen. Ich habe es zu Ende gelesen, weil ich bis zum Schluß auf ein paar originelle Hintergründe hoffte, aber Fehlanzeige. Trotzdem kein Totalreinfall: es gibt immer wieder einzelne Szenen oder Personen, die ich mochte, zum Beispiel Geisterschwester Riley.

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5 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Ich musste so überlegen, woher mir „Magnolia Steel“ bekannt vorkommt – und dann bin ich beim Stöbern durch meine Liste darüber gestolpert, dass ich den erste Band letztes Jahr gelesen hatte! Viel ist davon wirklich nicht hängen geblieben. *g*

    Die neue Gail-Carriger-Reihe habe ich bislang total ignoriert – ich muss erst einmal mit den Alexia-Romanen weiterkommen. Aber schön zu lesen, dass die Geschichten nicht so schlecht sind. 🙂

    Du bist schon die Zweite, bei der ich über den Stuart-Horten-Roman stolpere – ich glaube, ich muss mir den mal genauer angucken.

  2. Kiya said,

    Nein, zum Hängenbleiben ist das wohl kein Buch 🙂 Aber ich hatte gerade so richtig Lust auf eine nette kleine Hexengeschichte, deshalb haben die beiden Bücher genau zur Stimmung gepaßt. Und – wie gesagt – Band 2 hat mir auch etwas besser gefallen.

    Eigentlich wollte ich auch Alexia erst beenden, aber das dauert bestimmt noch einige Zeit… und das neue Buch ließ sich so schön dazwischenschieben („… nur mal kurz reinlesen…“ jaja ;-)). Mag nicht erst damit anfangen, wenn es schon wieder drei Teile gibt (im Herbst kommt ja schließlich schon der zweite…).

    Ja, versuch es mal mit Stuart Horten 🙂 Ich wollte es nach dem Lesen jedenfalls noch für’s eigene Regal haben.

  3. Winterkatze said,

    Die Veröffentlichungsgeschwindigkeit finde ich auch schon fast abschreckend – das geht mir aber bei vielen Reihen so. Dann lieber wie bei den October-Daye-Büchern immer schön ein Jahr warten. 😉

    Ich packe den Horten mal auf die Liste … *ohje* Nicht, dass die nicht schon lang genug wäre. 😀

  4. WindspriteMüsli said,

    Woher hattest du den „Krieg der Kinder“ noch? Ich habe es mir so sehr gewünscht, aber ich habe nirgends mehr bekommen.

  5. Kiya said,

    Ich gehöre leider auch zu denen, die es nicht mehr neu bekommen haben, was mich damals ziemlich geärgert hat. Ich habe über den Amazon Marketplace aber noch Glück gehabt, eine gut erhaltene gebrauchte Ausgabe nur wenig über dem Neupreis zu erwischen – auch wenn das Lesebändchen fehlte.
    Mittlerweile kriegt man es ja wirklich gar nicht mehr zu vernünftigen Preisen 😦 Ich drück dir die Daumen, daß du es doch noch mal irgendwo entdecken kannst…

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