[Ich lese] John Connolly: The Gates

März 6, 2013 at 12:41 (Ich lese)

Wenn ich schon gerade die Rezensionen nicht so richtig auf die Reihe kriege, soll es wenigstens in Kurzform Einblicke in meine Lektüre geben 😉 Eines der Bücher, die ich gerade lese, ist mein erster Versuch mit John Connolly.

Der Autor dürfte vielen vor allem durch „Das Buch der verlorenen Dinge“ bekannt sein. Selbiges hatte ich irgendwann sogar mal als Mängelexemplar in der Hand, aber der Stil hat mich nicht recht angesprochen. Trotzdem bin ich immer wieder auf ihn gestoßen und wollte es einmal in der  Originalsprache probieren, die ich irgendwo lobend erwähnt gefunden habe, und mit einem seiner anderen Bücher (möglichst ohne gleich mit der großen Charlie Parker-Reihe zu beginnen).

„The Gates ~ Samuel Johnson versus The Devil: Round 1“ hat einen äußerst langweiligen Klappentext, der auf „kleiner Junge rettet die Welt vor bösen Nachbarn, die das Tor zur Hölle öffnen wollen“ hinausläuft und den ich deshalb ausnahmsweise nicht wiedergebe… Stattdessen eine der Lobeshymnen vom Buchanfang, die das Interessante an „The Gates“ viel besser widerspiegelt: „Though some of his writing is directed particularly to children, John Connolly is not afraid to include quite complicated vocabulary, philosophy and scientific theory.“

Genau dieser Punkt hat mich spontan angesprochen und ist nun auch das, was – neben einer gewissen Skurrilität der Handlung – das Lesen sehr vergnüglich macht: eingebettet in die Geschichte um Samuel, seinen Hund und verschiedene Dämonen sind zahlreiche Erläuterungen und Fußnoten, die sich unter anderem mit Quantenphysik, einem Teilchenbeschleuniger und der Arbeit des CERN, Albert Einstein, Shakespeare und Thomas von Aquin befassen. Zuletzt habe ich etwas über ein mathematisches Problem gelernt, das Lewis Carroll sich ausgedacht hat und das sich etwa hier nachlesen läßt (so etwas führt dann dazu, daß ich solche Bücher entdecke ;-)),

Mir gefällt das so sehr, gerade weil das Buch sich an Kinder richtet – und der Autor diese Zielgruppe trotzdem nicht für dumm verkauft, wie das sonst gerne gemacht wird (vor allem von Pädagogen!). Es wird natürlich wieder Leser geben, die über jede Abweichung vom Hauptplot jammern und nicht einsehen, was das ganze überflüssige Zeug in dem Buch verloren hat, aber ich habe offenbar meinen Zugang zu John Connolly gefunden – und ich bleibe wohl beim Englischen. Das Buch ist als „Das Portal der Dämonen“ übersetzt und mittlerweile auch als Taschenbuch erhältlich; ich habe es im Buchladen gefunden und mal reingeschaut, werde aber mit der deutschen Fassung tatsächlich nicht ganz warm, die feineren humorvollen Nuancen gehen irgendwie unter.

Gelesen habe ich bisher knapp die ersten 100 Seiten und hoffe, daß der gute Ersteindruck bestehen bleibt 🙂

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