[Review] Februar-Lektüre

März 3, 2013 at 18:15 (Review)

Der Februar war ein etwas mühsamer Monat, geprägt von Terminen sowie Geburtstags- und Klausurvorbereitungen, der aber trotzdem auch Zeit für einige schöne Bücher gelassen hat. Weder in der Menge der gelesenen Bücher noch der Blogbeiträge ließ sich allerdings – erwartungsgemäß – der Januar wiederholen 😉

Challenges:

– Bücher, die man gelesen haben muß: Die Januar-Rezension ist geschrieben, das Februar-Buch gelesen. Allerdings wage ich mich noch nicht an die umfangreicheren Klassiker, da ich Schwierigkeiten ahne, diese in der vorgegebenen Zeit zu beenden…

– Chaos-Challenge: Diese Challenge ging Mitte Februar zu Ende; sie lief bei mir immer irgendwie im Hintergrund und so habe ich letztlich zwar 11 von 15 Büchern gelesen, aber nur 5 rezensiert. Mäßiger Erfolg insofern.

– Meine Lesevorhaben: Nix. In einigen Wälzern habe ich zwar ein wenig weitergelesen, aber das war’s auch schon.

1. Mike Carey: Den Teufel im Blick (Felix Castor 1)

Auf den ersten Blick erinnert hier vieles an Harry Dresden, und die Zielgruppe ist sicherlich ähnlich. Allerdings empfand ich Felix Castors Geschichte als düsterer, nicht nur weil der Protagonist als Exorzist sich mit zahlreichen unheimlichen Geisterscheinungen herumschlagen muß. Ein guter Einstieg, der mir summa summarum sogar besser gefallen hat als seinerzeit der erste Harry Dresden (der mir mit seinen Sprüchen dann doch eher auf den Keks ging, aber mit weiterem Verlauf der Reihe an Qualität gewinnt).

2. Margit Ruile: Mira und der weiße Drache (Mira 1)

Das Buch sieht schon recht kindlich aus, aber der Blick auf die ersten Leseproben-Seiten hat mich doch für „Mira und der weiße Drache“ eingenommen. Und weil ich wissen wollte, was es mit der Geschichte nun auf sich hat, habe ich das Buch als Mängelexemplar gekauft. Die Geschichte ist dann auch sehr liebenswert geschrieben und voller sympathisch-skurriler Figuren.

3. Alexander Felden: Rabenschwarz

Wer Black Mirror (die PC-Spiele) mochte, wird wohl auch an diesem Buch seinen Spaß haben. Es gibt außerdem Verweise auf Poe und Lovecraft und eine Schulklasse, die mittendrin steckt. Ich habe es gerne gelesen, vor allem weil es diesen ziemlich klassischen Ansatz eben doch nur noch selten gibt, muß aber doch sagen, daß „Rabenschwarz“ ziemlich vorhersehbar ist, vor allem was die Personen betrifft.

4.-5. C.S. Lewis: The Magician’s Nephew / The Lion, the Witch and the Wardrobe (Chronicles of Narnia 1/2)

6. M.C. Beaton: Agatha Raisin and the Quiche of Death (Agatha Raisin 1)

Nachdem er einige unbeachtete Monate im Regal verbrachte, habe ich es mit dem ersten Agatha Raisin-Teil nun aufgenommen und ihn in kürzester Zeit ausgelesen. Agatha Raisin, die Ex-PR-Frau aus London, ist eine störrische, gleichwohl interessante Protagonistin abseits des Cozy-Klischees, mit der ich sehr gerne auf Mörderjagd gegangen bin. Offenbar versucht man es mit der Reihe nun auch auf dem deutschen Markt, allerdings mit schockierend abweichendem Cover (hier vs. hier).

7. Stephen R. Lawhead: Die Zeitwanderer (Die schimmernden Reiche 1)

Ich verstehe die allgemein eher verhaltenen Rezensionen nicht ganz – „Die Zeitwanderer“ empfand ich als ziemlich gutes Buch. Der Ley-Linien-Hintergrund bringt viele Möglichkeiten, und der Plot entwickelt sich bereits hin zu erfreulicher Komplexität. Das geschieht allerdings tatsächlich erst einmal gemächlich, was mir aber eher gefallen hat, weil es Raum für Details gibt. Besonders gerne habe ich Minas Handlungsstrang rund um das erste Kaffeehaus Prags verfolgt. Zwei Folgebände sind bereits übersetzt 🙂

8. Libba Bray: The Diviners (Diviners 1)

Die Gemma Doyle-Trilogie mochte ich mit ein paar Abstrichen, dieser erste Diviners-Band läßt für mich dafür kaum Wünsche offen. Ich habe den Eindruck, daß Libba Bray sich als Schriftstellerin weiterentwickelt hat, aber das Buch lag mir zugegebenermaßen auch sehr: düstere Morde, Geister und religiöser Wahn im New York der 1920er Jahre. Dazu kommt eine sehr starke Protagonistin, die anfangs auch die anderen (zahlreichen) anderen Charaktere etwas in den Schatten stellt – diese gewinnen aber im Verlauf der Handlung alle an Profil. Die Atmosphäre von Stadt und Epoche ist hervorragend eingefangen, und auch typische sprachliche Wendungen werden immer wieder eingeflochten. Hoffentlich muß ich nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten…

9. Richard P. Feynman: Was soll das alles? ~ Gedanken eines Physikers

Bibliotheksbuch, enthält drei Vorträge. Gut finde ich natürlich den Ansatz, sich als Naturwissenschaftler einigen untypischen Fragen zu stellen und sich die Sache auch nicht unbedingt zu leicht zu machen. Weniger gut, daß man den Amerikaner doch immer wieder ganz stark merkt – und das Alter der Texte. Und irgendwie niedlich den sense of wonder, der Naturwissenschaftler im Angesicht der Welt immer zu packen scheint ^^

10. Logik: Ein Sachcomic

Sicherlich der interessanteste Sachcomic, den ich bisher gelesen habe, und inhaltlich fordernder als „Kapitalismus“ und „Shakespeare“. Auch wenn ich Vorkenntnisse habe, konnte ich noch einige Themen anreißen, die mir bisher weniger untergekommen sind, weil hier speziell auch auf viele Entwicklungen im 20. Jahrhundert eingegangen wird (dafür habe ich zur Modallogik wenig gefunden).

11. Philip Pullman: Lyras Oxford

Ein wahrlich kleiner Ergänzungsband zur Reihe um den Goldenen Kompaß, der mir nichtsdestotrotz sehr viel Lust gemacht hat, mal wieder etwas von Philip Pullman zu lesen (Ergebnis: „Four Tales“ wurde gekauft und „The Shadow in the North“ begonnen). Enthalten sind neben einer kurzen Erzählung einige Gimmicks wie eine Karte von Oxford.

12. Thomas Thiemeyer: Der Atem des Teufels (Chroniken der Weltensucher 4)

Und auch Teil 4 konnte ich in der Bibliothek ergattern 🙂 Wieder eine schöne Ergänzung der Reihe, diesmal auf Java und inkl. Hohlwelt-Theorie. Stilistisch ist mir leider negativ die in der zweiten Hälfte häufige Wiederholung von „Das ist/wäre doch Wahnsinn!“ aufgefallen. Band 5 kommt voraussichtlich im Juni – ich freue mich auf den Abschluß und werde die Reihe auch sicherlich noch für mein Regal kaufen.

13. Anna Regeniter: Ein Jahr in London

Noch schnell am Monatsende eingeschoben, bevor es in die Bibliothek zurück mußte. Ganz unterhaltsam, aber ich glaube, ich könnte die Bücher der Reihe zu mir unbekannten Städten noch spannender finden. Gelacht habe ich bei einigen Unterrichtsszenen (Anna Regeniter arbeitete als Lehrerin).

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