Roald Dahl: Matilda

Februar 14, 2013 at 21:40 (gelesen)

Erste Kurzgeschichten von Roald Dahl habe ich schon vor vielen Jahren gelesen, ohne die meisten der längeren Erzählungen zu kennen, für die der Autor eigentlich besonders bekannt ist. Im letzten Jahr habe ich zur Vervollständigung vier unterschiedliche Puffin-Ausgaben gekauft, darunter auch „Matilda“ (weil mir ein kurzer Einblick in eine Verfilmung sehr gefiel), das ich nun challengebedingt in Angriff genommen habe.

„Who put superglue in Dad’s hat? Was it really a ghost that made Mom tear out of the house? Matilda is a genius with idiotic parents – and she’s having a great time driving them crazy. But at school things are different. At school there’s Miss Trunchbull, two hundred menacing pounds of kid-hating headmistress. Get rid of the Trunchbull and Matilda would be a hero. But that would take a superhuman genius, wouldn’t it?“

Der bibliophile Leser wird Protagonistin Matilda vermutlich schnell schätzen – das kleine Genie bringt sich nämlich mit drei Jahren selbst das Lesen bei und ist fortan ständig in der Bibliothek zu finden. Dort verschlingt sie zum Erstaunen der Bibliothekarin schließlich auch Bücher für Erwachsene.

Matilda ist zudem offenbar diejenige in ihrer Familie, die sämtliche Intelligenz für sich gepachtet hat; ihre Eltern sind vor allem völlig ignorant und mithin ein Ärgernis, dem sie mit verschiedenen Streichen begegnet. Später in der Schule gibt es dann mit Miss Trunchbull, der bösartigen Direktorin, die immer für kreative Bestrafungsaktionen zu haben ist, einen im wahrsten Sinne des Wortes größeren Gegner – aber auch die sanfte Lehrerin Miss Honey, mit der Matilda Freundschaft schließt.

Nachdem die Szenen im Elternhaus mit der Zeit für mich ein wenig an Reiz verloren, weil die Streiche nicht so richtig Dahls übliches Niveau bieten, wurde es in der Schule wieder interessanter, und am Ende wartet eine zufriedenstellende Lösung. Das beste an Roald Dahl ist der bösartige Humor seiner Geschichten, außerdem kommen seine Kinderbücher häufig ohne moralisches Gebrabbel aus und sind schon deshalb für die Zielgruppe (und auch für alle anderen) zu empfehlen.

Dahl schreibt bildhaft und pointiert und erschafft gleichzeitig sehr prägnante Figuren (gut charakterisiert in den Zeichnungen von Quentin Blake). „Matilda“ hat mir auch wieder sehr gefallen – es gibt unter anderem schöne Sätze über schreckliche Kinder 🙂  -, schafft es allerdings nicht, am Thron von „The Witches“ zu kratzen (das gelingt bisher höchstens „Charlie and the Chocolate Factory“…).

„By the time she was three, Matilda had tought herself to read by studying newspapers and magazines that lay around the house. At the age of four, she could read fast and well and she naturally began hankering after books.“

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