Neuzugänge # 20

November 13, 2012 at 11:48 (gekauft)

Ein kleines Jubiläum – der 20. Neuzugänge-Beitrag 🙂 Auch wenn sich einige Krimis bereits eingeschlichen haben, werde ich in dieser Richtung noch etwas Nachschub benötigen, glaube ich, denn ich habe zurzeit mal wieder Lust darauf. Ich finde es nach wie vor schwierig, im Marktdickicht etwas Ansprechendes zu finden, aber einige Reiheneinstiege (gibt’s da eigentlich auch mal Einzeltitel?) sind auf meine Wunschliste gewandert – wobei immer wieder ärgerlich ist, daß die Bücher schon nach kurzer Zeit vergriffen sind.

Außerdem auf dem Weg ist meine Quartalsbestellung bei der Büchergilde – diesmal die Gildeausgaben von Ursula Poznanskis „Saeculum“ (keine Lust, länger auf das kleine TB zu warten) und von Ian Morris‘ „Wer regiert die Welt? Warum Zivilisationen herrschen oder beherrscht werden“.

Antonia Michaelis: Solange die Nachtigall singt

Das soll ja sehr düster, verwirrend und gleichzeitig poetisch sein. Die Kapitelüberschriften von „Lichtwein“ bis „Schattengold“ malen schon einmal schöne Bilder. Das erste Kapitel ist bereits gelesen und nach kurzer Gewöhnung an den Protagonisten wurde es immer besser.

Mike Carey: Den Teufel im Blick

Scheint etwas für Harry Dresden-Liebhaber zu sein – wenn auch mit Exorzist. Und Geister sind schließlich immer gut. Hab die neu erschienene Übersetzung genommen, für die es auch wirklich mal Zeit wurde, weil die Originale fast genauso teuer sind.

Nicholas Christopher: Das verlorene Bestiarium / Goran Petrovic: Die Villa am Rande der Zeit

Beide noch ziemlich neu auf der Wunschliste, beide dtv premium, beide zu einem sehr akuzeptablen Preis bei Arvelle entdeckt. Vom Ersteindruck her scheinen beide auch angenehm geschrieben zu sein 😉 Ersteres zur Suche nach dem „Karawanenbuch“ über Fabelwesen und Tiergeister, zweiteres zu einem, der sich unversehens inmitten eines Romans wiederfindet (und dort weiteren Lesern begegnet).

Ray Bradbury: The October Country

Herbstige Bradbury-Kurzgeschichten. Auf Deutsch als „Familientreffen“ leider längst nicht mehr neu zu bekommen – keine Erweiterung meiner weißen Diogenes-Ecke also *grummel*

Tana French: Grabesgrün

An der Autorin kommt man ja kaum noch vorbei; eigentlich lästig, aber beim Reinlesen hat es mich angesprochen. Ich kann an diesen wunderbaren kleinen Ausgaben einfach nicht vorbeigehen. Ist jetzt neben „Geisterfjord“ und den Monika Feth-Büchern in einem passend kleinen Fach untergebracht…

Anne Lyle: The Alchemist of Souls

Fantasy im elisabethanischen Zeitalter. Der Buchrücken sagt „File under: Fantasy – Midsummer Magic * Skraylings * Double Trouble * Comedy of Terrors“ 😉 Mal etwas anderes – wie offenbar so einiges von Angry Robot, die ich weiter im Auge behalten werde.

Agatha Christie: The Secret Adversary

Der erste Tommy & Tuppence (nachdem ich diese weniger bekannten Protagonisten in „By The Pricking Of My Thumbs“ bereits mögen gelernt habe). Auch vor kurzem eingezogen ist „The Mirror Crack’d from Side to Side“ – ich liebe diese Shalott-Zitate (s. auch Alan Bradley).

Michel Houellebecq: Die Welt als Supermarkt

Erster eigener Houellebecq nach dem Lovecraft-Buch aus der Bibliothek. Enthält kürzere Essays und Artikel mit dem schönen Einstieg „Jacques Prévert ist ein Arschloch“, erfreulich provokant, aber glücklicherweise nicht hohl.

Sarah Waters: Der Besucher

Jahreszeitbedingt habe ich Lust auf Unheimliches (habe ich sowieso immer mal, aber es gibt da selten interessante aktuelle Titel), und hier soll laut Klappentext „die Tradition des viktorianischen Schauerromans neu belebt“ werden. Außerdem ist das Taschenbuch eben passenderweise gerade erschienen. Mit haptisch sehr angenehmem Einband!

Kenneth Oppel: Wolkenpanther / Wolkenpiraten

Die Gestaltung wirkt nicht mehr ganz up to date, aber inhaltlich scheinen sie mein Beuteschema zu treffen: Zeppeline, Luftpiraten, eine Südseeinsel und „unbekannte Flugwesen“. Ich habe immer wieder Positives darüber gehört und sie nun bei Arvelle gefunden.

Pat Walsh: The Crowfield Curse

Winterbuch, wenn man dem Cover glauben darf, das 1347 spielt – ein Fluch, ein Kloster, viele dunkle Mächte – hach ja, sehr heimelig 🙂 Wird etwas für einen ungemütlichen Schneeregennachmittag.

Frances Hardinge: Fly by Night

„In a cut-throat world of highwaymen, spies and smugglers, and insane rulers in silly wigs“… Hier bin ich mir ziemlich sicher, daß ich es mögen werde. Wollte ich schon lange haben, aber beim Kaufen habe ich es dann doch immer wieder vergessen. Jetzt aber… (gab’s auch mal übersetzt als „Die Herrin der Worte“)

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4 Kommentare

  1. Neyasha said,

    Das verlorene Bestiarium hab ich schon schier ewig auf meine Wunschliste (ich warte immer noch darauf, dass es den Roman doch noch in der Bücherei gibt). Da bin ich also schon mal gespannt, wie er dir gefallen wird.

  2. nebelmade said,

    Der Morris war meine Lektüre für die Vorbereitung der 5er-Themen Ur- und Frühgeschichte den vorvergangenen Sommer. Dafür bietet er eine recht erfreulich übersichtliche Zusammenschau der Fakten (das ist auch das Gebiet, auf dem Morris selbst wissenschaftlich zu Hause ist). Das folgende (also Frühe Hochkulturen, Antike in Ost und West, Mittelalter und Frühe Neuzeit bis zur Industrialisierung ist nicht sehr überzeugend; besonders die Kapitel zu China arten in einer Aufzählung der verschiedenen Invasionen und Dynastiewechsel aus, die für den Uneingeweihten (der ich in diesem Thema nunmal bin) nicht voneinander zu unterscheiden sind und eine amorphe Masse von recht ähnlichen und letztlich nicht sehr konsequenzhaltigen Einzelereignissen ergeben, was ich für sehr schade hielt. Ebenfalls nicht eingehalten ist sein Anspruch, zu erklären, wieso die Chinesen, obwohl auch bei ihnen Beginne in dieser Richtung gemacht wurden, nicht keine Kohlenutzung im industriell-maschinellen Kontext betrieben haben – und der Westen damit den Osten überholte. Immerhin ist dieser Gedanke anregend und wert, weiterverfolgt zu werden. Ebenfalls interessant ist die Idee, den „Fortschritt“ anhand eines Indexes zu messen, in den verschiedene Kenngrößen Eingang finden (aber auch da lassen sich viele Kontroversen denken), und anhand dieses Indexes Kulturregionen bezüglich ihres „Fortschritts-“ oder „Zivilisationsgrades“ zu vergleichen (im Buch Ost – also grob China – und West – also Europa und Anhängsel). Ich fand ein Viertel des Buches interessant und lohnend. (Vor allem im Mittelteil hätten ganze Teile ohne Verlust ausgelassen werden können.)

  3. Kiya said,

    @Neyasha: Ich habe in den Bibliotheken nicht so häufig Glück. Zwar kaufen sie – zugegeben – viele neuere Titel ein, aber die sind dann eben immer entliehen. Und ich kaufe mir das Buch dann lieber selbst als die Vorbestellergebühr zu zahlen… Bei Arvelle kam’s 3,95 €, also im Vergleich zum Neupreis annehmbar.

    @nebelmade: Hab lange überlegt wegen der Bestellung und bin dann darauf gestoßen. Einige Rezensionen habe ich vorher angeschaut und meine Erwartungshaltung ist so ungefähr: vermutlich sind die Thesen nicht immer richtig überzeugend, aber Anregungen gibt’s allemal, und es sollte genügend interessant erzählte Fakten enthalten, um das Lesen lohnenswert zu machen.
    Witzig, daß du es auch schon gelesen hast und danke für den Einblick 🙂 Mal sehen, wie mir das China-Kapitel gefällt, darauf freue ich mich ja eigentlich schon… Ein wenig Einblick in die Geschichte des Landes habe ich ja inzwischen.

  4. natira said,

    „Goran Petrovic: Die Villa am Rande der Zeit“ habe ich vor einigen Monaten auch gekauft, weil der Klappentext interessant klang. Ich habe auch mit dem Lesen begonnen, aber da es mich nicht vollständig mitgerissen hat, blieb es dann doch angelesen liegen und momentan reizen mich andere Bücher mehr.

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