Review: Juni-Lektüre

Juli 10, 2012 at 13:47 (Review)

Langsam wird es Zeit für den Review-Beitrag, bevor die Leseeindrücke verblassen. Im Juni habe ich mit „Erben der Nacht“ und „Magierdämmerung“ zwei Reihen beendet, ansonsten aber vor allem Bücher gelesen, die ich in den letzten zwei Monaten gekauft habe – die „Altlasten“ müssen also noch etwas länger warten.

Challenges:

Bei der ABC-Challenge ist es in diesem Monat nicht vorwärts gegangen – es gibt einfach zu viele Nachnamen, die mit P, M oder S enden 😉 Dafür habe ich mein Juni-Buch zum Thema „Buch eines Autoren, dessen Nachname mit C oder D beginnt“ geschafft (ich habe dafür Agatha Christie gelesen). Für die Themen-Challenge konnte das Thema Selbstverwirklichung/Selbstfindung abgeschlossen werden. Schließlich habe ich noch eine weitere Challenge aufgetan, die im Juli beginnt 🙂

1. Ray Bradbury: Fahrenheit 451

Ein Klassiker, den ich unbedingt lesen wollte. „Halloween“ und „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ haben mich noch mehr angesprochen, aber auch „Fahrenheit 451“ (vielleicht der bekannteste Roman des Autors) war sehr lesenswert und beinhaltete eindringliche Passagen und Dialoge. Diese Art von Dystopien ist mir in jedem Fall lieber als diese Lovestory-Alibi-Kinder-Dystopien, die derzeit so auf den Markt geworfen werden.

2. Kate Morton: Der verborgene Garten

3. Ulrike Schweikert: Vyrad (Erben der Nacht 5)

4. Terry Pratchett: Echt zauberhaft

Dieser Pratchett muß mir irgendwie seinerzeit durch die Lappen gegangen sein, denn er stammt aus der Schaffensperiode, die ich eigentlich besonders mag. „Echt zauberhaft“ jetzt zu lesen, hat allerdings auch sehr gut gepaßt, weil ich gerade Chinesisch lerne – und China hier sehr nett auf die Schippe genommen wird. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Zweiblum 🙂

5. Chris Mould: The Werewolf and the Ibis (Something Wickedly Weird 1)

Für skurrile Texte mit passenden Zeichnungen bin ich grundsätzlich zu haben, deshalb habe ich bei diesem Buch auch nicht lange überlegen müssen. Es ist als Kinderbuch schnell gelesen und hinterläßt keinen tiefen Eindruck, aber die Geschichte zwischen leichter Gruselatmosphäre und Piratenflair hat mich gut unterhalten.

6. Adam Slater: Wächter der Toten (Schattenzeit 1)

Noch ein Kinderbuch mit einigen gängigen Zutaten, aber auch Ideen, die mir bisher nicht so häufig untergekommen sind, wie der Konzeption der Glockenkinder. Stimmungsvoll und in Betracht der mutmaßlichen Zielgruppe gar nicht mal unblutig (es werden Augen gefressen ;-).

7. Stephen King: Schwarz (Der dunkle Turm 1)

8. Cleo Coyle: Through The Grinder (Coffee House Mystery 2)

Im nunmehr zweiten Band war mir das Personal nicht mehr unbekannt. Wieder gibt es viele Details (und am Ende auch Rezepte) zum Thema Kaffee. Der Fall um „the genius“ ist ganz hübsch aufgebaut, da sich im Verlauf der Handlung immer mehr Leute selbst so bezeichnen, wodurch der Kreis der Verdächtigen immer wieder größer wird.

9. Agatha Christie: Sparkling Cyanide

Ein solider Krimi und eine interessante Grundidee. Trotzdem vermochte mich das Buch nicht so richtig zu fesseln, und auch Teile der Auflösung schienen mir diesmal ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Als nächstes werde ich mir vermutlich wieder einen Marple-Krimi schnappen, die bekannten Ermittler haben mir doch ein wenig gefehlt 🙂

10. Jim C. Hines: Drei Engel für Armand (Todesengel 1)

11. Andreas Dresen: Ava und die STADT des schwarzen Engels

12. Bernd Perplies: In den Abgrund (Magierdämmerung 3)

Rechtzeitig vor Erscheinen von „Flammen über Arcadion“ beendet. Alles in allem hat mir die Magierdämmerung-Trilogie richtig gut gefallen. Die unterschiedlichen Handlungsstränge sind gelungen und am Schluß zufriedenstellend zusammengeführt. Es gibt außerdem viele kleine Anspielungen auf Literatur und Film zu entdecken – allein die Geisterkatze Watson hat mir viel Spaß gemacht 🙂 Perplies schreibt ziemlich filmisch (berufsbedingt?), was schiefgehen kann und ich üblicherweise nicht besonders schätze, aber hier hat es für mich funktioniert.

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7 Kommentare

  1. Winterkatze said,

    Bei dem Agatha-Christie-Krimi musste ich erst einmal die Inhaltsangabe googeln, bevor ich ihn einordnen konnte. Und ich kann mich nicht an den Roman erinneren (allerdings an die Kurzgeschichte, die als Vorlage für den Roman gedient hat). Manche Geschichten solle man vielleicht nicht länger ausweiten als man es anfangs geplant hatte … 😉

    Um den dritten Teil der Magierdämmerung schleiche ich ja immer noch herum. Der zweite hatte mich nicht so recht gepackt, während ich den ersten mochte – und nun weiß ich nicht, ob ich nicht einfach die Reihe zum Ende bringen soll oder ob ich mir eine weitere Enttäuschung ersparen sollte. 😉

  2. Kiya said,

    Manchmal kann ein mangelnder Zugang bei mir auch daran liegen, daß ich so lange Lesepausen mache, hier viel es mir aber tatsächlich schwerer als von Christie gewöhnt die Personen auseinanderzuhalten und mir vorzustellen. Interessant, daß es ursprünglich als Kurzgeschichte geplant war 🙂

    Der dritte Teil lag bei mir nun auch schon etwa seit Erscheinen. Ich warte immer, bis ich wirklich wieder in Stimmung dafür bin. Gerade bin ich in Laune für Steampunkiges, insofern hat es gepaßt.
    Vielleicht war es bei dir, was den zweiten Teil anging, ja gerade stimmungsmäßig ungünstig?

  3. Winterkatze said,

    Ich habe die Kurzgeschichte vor gar nicht so langer Zeit noch gelesen – blöderweise hatte ich mir den Titel der Anthologie nicht notiert, weil es ein re-read war. Es war in einer der „gemischten“ Sammlungen, wenn ich mich recht erinnere.

    Den zweiten Teil muss ich wohl noch einmal lesen – und dann kann ich vermutlich sagen, ob es an mir oder an dem Buch lag. Aber ich hatte einfach dieses Gefühl von „Lückenfüller“, abgesehen davon habe ich einen starken Verdacht in Bezug auf die weitere Entwicklung und will gar nicht wissen, ob ich damit recht habe. 😉

    Hast du mal „Die Räder der Welt“ von Jay Lake ins Auge gefasst? Sehr ungewöhnliche Steampunk-Welt sehr faszinierende Ansätze, auch wenn ich nicht durchgehend mit dem Roman glücklich war. Ich sollte endlich die Rezi dazu schreiben, aber ich weiß noch nicht so recht, wo ich anfangen soll. *g*

  4. Kiya said,

    Ich fand Teil 2 eigentlich nicht schlechter als Teil 1, aber da ich so ein Buch ja nicht hintereinander weg lese, kann meine Wahrnehmung da immer leicht verschoben sein 😉

    Gesehen habe ich „Die Räder der Welt“, aber bisher war noch kein Kaufanreiz entstanden. Klang aber jedenfalls speziell! Ich würde sehr gerne deine Rezi dazu lesen 🙂

  5. Winterkatze said,

    Vor allem hatte ich bei Teil 2 das Gefühl, dass bestimmte Szenen und Handlungsstränge unnötig ausgeweitet wurden. Und so nett ich manche Momente der Gefangenschaft fand, so schienen sie ihre Gefangenschaft nie zu beenden. 😉

    Speziell sind „Die Räder der Welt“ auf jeden Fall. Die erste Hälfte würde dir vermutlich gefallen, bei der zweiten Hälfte bin ich mir selber nicht sicher, ob sie mir gefiel. Einige Ideen, Gedanken und Beschreibungen ja, andere Elemente haben mich eher verwirrt, abgestoßen oder ein Gefühl der Unausgewogenheit hervorgerufen. Sehr seltsam, aber nicht uninteressant. *g* Vermutlich werde ich den nächsten Teil auch noch lesen, vor allem, weil dann mindestens eine schon bekannte Figur vorkommen wird, die mir sympathisch war.

  6. Kiya said,

    Ich habe einen kürzlichen Buchladenbesuch genutzt, um mal in „Die Räder der Welt“ (und in „Die Zeitwanderer“, bei dem ich mir auch nicht sicher war) reinzuschauen. Der Ersteindruck war soweit nicht schlecht (bei „Die Zeitwanderer“ ebenso ;-)), außerdem ist die Ausgabe nicht so aufgebläht, wie ich zuerst befürchtet habe.

    Speziell ist ja grundsätzlich auch eine gute Sache. Einem innovativen Buch verzeihe ich kleine Negativpunkte eher, habe ich festgestellt. – Für das Buch sind ja sogar schon zwei Fortsetzungen angekündigt, sehe ich gerade; wird es eine Trilogie oder mehr?

  7. Winterkatze said,

    Bislang weiß ich nur von drei Teilen und wenn der zweite Teil mich nicht enttäuscht, dann werde ich den dritten auch auf dem Merkzettel lassen. 🙂

    Was mir bei dem Roman gefällt, ist, dass man schon merkt, dass der Autor wohl eher SF als F schreibt. Ich habe das Gefühl, dass die „traditionellen“ Wendungen nicht so häufig vorkommen. Seinen Aufbau empfinde ich als erfrischend, ebenso wie einige Figuren … Auf jeden Fall war es mal etwas anderes als die Geschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. 🙂

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